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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.      11. Jahrgang

 
 
 


 
 
 
 
  
Heft 1/2 Januar/Februar 1971 / 31 Seiten
Horst Haug -bringt er neue Impulse?
'Ich glaube, dass einige Spieler in der Lage sind, die Rolle des Gilbert Gress zu übernehmen', das stellte Senator Hans Weitpert, der Präsident des VfB Stuttgart, in den Raum, als der Transfer von Gilbert Gress zu Olympique Marseille abgeschlossen war. Er nannte drei Namen: Entenmann, Haug und Olsson. Mit diesen drei Namen hat sich auch Trainer Branko Zebec befasst. Einer von ihnen soll in Zukunft die Rolle des Gilbert Gress übernehmen. Nicht in gleichem Stil, wie einst der Elsässer, sondern nach eigenen Intuitionen.
Von allen drei genannten Spielern scheint mir Horst Haug der geeignetste zu sein. Willi Entenmann ist ein Spieler, der sich im Mittelfeld - nach eigenen Worten - noch nie ganz wohl gefühlt hat. Weshalb sollte man ihn deshalb in eine Aufgabe >zwängen', die ihm von Natur her nicht liegt, an die er stets mit einem gewissen unterschwelligen Widerwillen herangeht? Außerdem hat Willi Entenmann andere Stärken, die verschüttet würden, wenn er Gilberts Rolle übernehmen würde. Er ist ein Mann, der aus der Abwehr nach vorne stößt und so Verwirrung in die Hintermannschaft der Gegner tragen kann. In dieser Rolle ist Willi für den Gegner unberechenbar.
Jan Olssons Stärken und Schwächen kennen wir zu gut. >Ich spiele dort, wohin mich der Trainer stellt, und hoffe, auf jedem Posten meine Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit zu erfüllen-, ist zwar die Einstellung des Profis Jan Olsson, dennoch sollte man ihn - so vorbildlich auch Jans Gesinnung ist - dort zum Zuge kommen lassen; wo er für die Mannschaft am stärksten wirkt. Das kann auch durchaus ein offensives Mittelfeldspiel sein. Aber als Regisseur, als Spieler, auf dessen Ideen die anderen eingehen, sollte nach Lage der Dinge beim VfB Stuttgart nur ein Mann in Frage kommen, Horst Haug. Natürlich hat auch Horst Haug seine Stärken und Schwächen. Eine ist vielleicht, dass es ihm manchmal an Kampfesmut mangeln mag. Just in den Situationen, in denen gerade der Regisseur eines Spiels, der Mann, der die Fäden zieht, die Initiative noch mehr ergreifen muß, um beispielsweise eine drohende Niederlage abzuwehren. Horst Haug ist noch kein Robert Schlienz, der mit seinem eigenen Einsatz ein Beispiel gab und die Mitspieler mitriss, so dass noch manches Spiel aus dem Feuer gerissen wurde. Aber - Horst Haug ist ein Mann, der einfädeln kann, der es versteht, seine Mitspieler in die Positionen zu bringen, die für das Mannschaftsspiel am nützlichsten sind. Horst Haug 'sieht' bei einem Spiel drei, vier Spielzüge voraus, so, als ob er einen sechsten Fußballsinn hätte. Und solche Spieler sind auf deutschen Fußballplätzen selten. ...........

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Magazin für Sportfreunde des VfB Stuttgart erscheint im Belser Verlag, Stuttgart. Einzelverkaufspreis DM 1.-, Jahresabonnement DM 10.- - Herausgeber: VfB Stuttgart 1. Vorsitzender Hans Weitpert.

Redaktion: Michael Maegraith. Mitarbeiter dieses Heftes: Erich Brodbeck, Winfried Holtmann, Otto Janik, Norman Noyber, Olympia Press, Bert Romann, Joachim Sirota, gsd, isk, sps.

(c) Verlag: Chr. Belser, 7000 Stuttgart 1, Postfach 28, Augustenstraße 3-15, Telefon 07 11 / 6 66 21, Telex 07-22 412. Vertrieb: K. H. Seifer. Anzeigenverwaltung: Immanuel Haffner, 7000 Stuttgart 1, Klopstockstraße 1. Tel. 631801. Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 2. Gesamtherstellung: Belser, Stuttgart. Bildnachweis: Baumann (Seite 16), Beichler (Seite 4), dpa (Seite 13), Hamm (Seite 16), Hartung (Seite 17), Klemm (Seite 8, 10), Leppla (Seite 16), Maegraith (Seite 24, 26, 28), Magnussen (Seite 17), Porcher (Seite 31), Rigaud (Seite 8), Rödl (Seite 19), Simon (Seite 6, 10, 14, 20, 22, 23, 27).

 
Heft 3 März 1970 / 31 Seiten

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Magazin für Sportfreunde des VfB Stuttgart erscheint im Belser Verlag, Stuttgart. Einzelverkaufspreis DM 1.-, Jahresabonnement DM 10.- - Herausgeber: VfB Stuttgart • Präsident Hans Weitpert.

Redaktion: Michael Maegraith. Mitarbeiter dieses Heftes: Clemens Michelt, Klaus Schlütter, Ulfert Schröder, Süddeutscher Fußball-Verband, Eberhard Wittig, gsd, isk, sst. © Verlag: Chr. Belser, 7000 Stuttgart 1, Postfach 28, Augustenstraße 3-15, Telefon 07 11 / 66621, Telex 07-22412. Vertrieb: K. H. Seifer. Anzeigenverwaltung: Immanuel Haffner, 7000 Stuttgart 1, Klopstockstraße 1. Tel. 631801. Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 2. Gesamtherstellung: Belser, Stuttgart. Bildnachweis: Baumann (Seite 3, 16, 17), v. d. Becke (Seite 6, 8), dpa (Seite 11), Ernsting/Bärmeier & Nikel (Seite 13), Kanzlit (Seite 26), Klemm (Seite 18, 22), Maegraith (Seite 24, 25), Müller (Seite 17, 21), Simon (Seite 10, 15, 20, 21, 23, 24, 30).

 
Heft 4 April 1971 / 31 Seiten
Zum Titel: >Höhenflug in Mexiko.<

Liebe Mitglieder,
mit der Nummer 3 von >tip top< erhielten alle Mitglieder des VfB Stuttgart unser Schreiben vom 8. März 1971. Wir berichteten Ihnen über "die finanzielle Lage des Vereins. Wir haben Sie aufgefordert, durch einen Spendenbeitrag mitzuhelfen, den Verbleib des VfB in der Bundesliga zu sichern.
In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 21. April,1971 wird, wie Sie aus der Einladung zur Mitgliederversammlung ersehen, über die Situation des Gesamtvereins berichtet. Ich möchte daher vorab noch einmal die Mitglieder auffordern, sehr zahlreich zu der nächsten Mitgliederversammlung zu erscheinen, da wir bei dieser Zusammenkunft eine der wichtigsten Entscheidungen in der Geschichte des Vereins treffen müssen.
Der Spendenaufruf an die Mitglieder hat bis jetzt leider nur ein sehr bescheidenes Ergebnis gebracht. Wir können nicht erwarten, dass uns Industrie, Stadt und Land unterstützen, wenn nicht die Mitglieder selbst bereit sind über ihren Mitgliedsbeitrag hinaus finanzielle Hilfe zu leisten.
Nach den Wintermonaten kommen die Zuschauer wieder in größerer Zahl ins Neckarstadion. Voraussetzung dafür ist, dass >guter Fußball< geboten wird. Bei unserem letzten Heimspiel haben die Zuschauer den vollen Einsatz unserer Lizenzspieler-Mannschaft durch einen besseren Besuch belohnt. Damit ist der sichtbare Beweis erbracht, dass eine starke VfB-Mannschaft auch wieder mit einem stärkeren Besuch im Neckarstadion rechnen kann.
Deshalb ist eine vertretbare Verstärkung der Lizenzspieler-Mannschaft das Gebot der Stunde.
Mit sportlichen Grüßen

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Magazinfür Sportfreunde des VfB Stuttgart erscheint im Belser Verlag, Stuttgart. Einzelverkaufspreis DM 1,-, Jahresabonnement DM 10,- . Herausgeber: VfB Stuttgart • Präsident Hans Weitpert.

Redaktion: Michael Maegraith. Mitarbeiter dieses Heftes: Erich Brodbeck, Erwin Häuser, W. A. Hurtmanns, Hans Krämer, Klaus Schlütter, Herbert Windecker, isk, Olympia-Pressedienst.

© Verlag: Chr. Belser, 7000 Stuttgart 1, Postfach 28, Augustenstraße 3-15. Tel. 0711/66621, Telex 07-22412. Vertrieb: K. H. Seifer. Anzeigenverwaltung: Immanuel Haffner, 7000 Stuttgart 1, Klopstockstraße 1. Tel. 631801. Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 2. Gesamtherstellung: Belser, Stuttgart. Bildnachweis: Baumann (Seite 4, 5, 16, 17, 18), Kanzlit (Seite 25), Maegraith (Seite 24), Olympia Press (Seite 10), Porcher (Seite 30),
Sven Simon (Seite 6, 7, 10, 12, 23).

 
Heft  5 Mai 1971 / 31 Seiten / allerletzte Ausgabe
Egon Coordes

Abschied nehmen tut weh. Diese alte Volksweisheit bestätigt sich jetzt in Bremen: Egon Coordes, der in einigen Wochen seinen Fußballkoffer packt, um in der neuen Saison beim VfB Stuttgart zu spielen, verlässt die Hansestadt ebenso ungern, wie ihn der SV Werder scheiden sieht. Aber auch die Tausende Von Fußballfreunden rings um das Weserstadion sind traurig und meinen: Warum lässt Werder diesen begnadeten Abwehrspieler nur laufen?
Egon Coordes, der am 13. Juli 27 Jahre alt wird, kommt aus Bremerhaven. Dort spielte er bei der Leher Turnerschaft, um dann als Vertragsspieler zum TuS Bremerhaven 93 zu gehen. Hier war er ein vielseitiger Mann, spielte als Linksaußen und im Mittelfeld, war jedenfalls eine der Stützen der Regionalliga-Mannschaft. Vor zwei Jahren unterschrieb er mit seinem Kameraden Eckhardt Deterding einen Lizenzspieler-Vertrag beim SV Werder. Er tat sich anfangs sehr schwer, trat in der ersten Hälfte der Saison 1969/70 nur fünfmal in Erscheinung, meist als Stürmer. Als dann Sepp Piontek, einst Verteidiger in der Nationalmannschaft, infolge einer Knieverletzung immer häufiger und schließlich ganz ausfiel, reifte für Coordes die große Chance heran, sich einen Stammplatz zu erobern: als linker Verteidiger. Und in diese Rolle ist er schnell zur Zufriedenheit seines Trainers und der Werder-Fans hineingewachsen.
Manchen Nationalmannschaftsrechtsaußen hat er das Leben
schwer gemacht. Aber er ist nicht nur ein perfekter und kompromissloser Zerstörer, wenn er mit langen Schritten nach vorn stürmt, seinen Gegner geschickt ausspielt, dann ist stets große Gefahr im Anzug. Er hat einen harten Linksschuss, der es übersehen lässt, dass er mit dem rechten Bein nicht viel anzufangen weiß. Man nennt ihn liebevoll >Eisenfuß<, und darin liegt nicht nur eine Anerkennung seiner Schusskraft, sondern in dem Wort steckt auch ein Lob für seine Härte gegen sich und seinen Gegner. Er ist kein Star, eher bescheiden, ein Mann, auf den man sich verlassen kann. In dieser Saison hat er 27mal als linker Verteidiger mitgespielt, bis ihn eine Verletzung im >Pfostenbruchspiel< bei Mönchengladbach zur Pause zwang. Egon Coordes, kaufmännischer Angestellter, verlässt Bremen nur ungern. Aber das Angebot aus Stuttgart war für ihn so reizvoll, dass er doch zusagte, zumal Werder ihm keinen Stein in den Weg legen wollte. Sicher hätte Werder ihm seine finanziellen Wünsche in der Stuttgarter Größenordnung auch erfüllen können, aber andererseits glaubt der Bremer Bundesligaverein, dass ihm vor allem, wenn seine geplanten Neuerwerbungen alle an der Weser ihr Domizil aufschlagen, Abwehrspieler ausreichend zur Verfügung stehen. Nun, so ist allen gedient, dem VfB Stuttgart kann man zu diesem Spieler nur gratulieren.

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Magazin für Sportfreunde des VfB Stuttgart erscheint im Belser Verlag, Stuttgart. Einzelverkaufspreis DM 1.-, Jahresabonnement DM 10.- - Herausgeber: VfB Stuttgart • Präsident Hans Weitpert.

Redaktion: Michael Maegraith. Mitarbeiter dieses Heftes: Erich Brodbeck, Jürgen Palm, Klaus Schlütter, Willy Wienhöwer, Olympia

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(Seite 6), Hörttrich (Seite 3), Klemm (Seite 10, 25), Knapp (Seite 8, 16), Maegraith (Seite
10, 25), Schulze-Amelung (Seite 30), Simon (Seite 4, 8), Windstosser (Seite 24), Breitbach (Seite 10).

Umschlag: Erich Baumann, Jochen Mönch, Sven Simon.

 
   
  
   
   
  
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