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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.       11. Jahrgang

 
 
 


 
    
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Porsche-Arena
(Fast) nichts ist unmöglich

Schnell, schneller, Porsche-Arena. Da der Weltfußballverband Fifa während der WM im Umfeld der Stadien weder Bagger, Krans und Handwerker noch Schuttberge sehen wollte, musste die Bauleitung den Turbo einschalten — und die ursprünglich veranschlagte Bauzeit für die neue Halle fast halbieren: von 24 auf 14 Monate.

Relativ lang zog es sich dagegen hin, bis ein Namenspatron für die Arena gefunden wurde. Als Porsche im Oktober 2005 schließlich seine Zusage gab, atmete man bei der Stadt befreit auf. Denn die zehn Millionen Euro, mit denen das Automobilunternehmen die Namensrechte für 20 Jahre erwarb, waren im Finanzierungskonzept fest eingeplant.

Der 26,6 Millionen Euro teure Neubau soll Stuttgarts bisherige Kapazitätslücke zwischen dem Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle (3400 Plätze) und der umgebauten Hans-Martin-Schleyer-Halle (15 000 Plätze) schließen. 7500 Menschen (6300 Sitzplätze) finden in der Porsche-Arena Platz, die durch einen gemeinsamen Eingangsbereich und ein Foyer mit ihrer „großen Schwester", der Schleyer-Halle, verbunden ist.

Kurze Umrüstzeiten erlauben eine flexible Nutzung der Arena und eröffnen zahlreiche Möglichkeiten. Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking freute sich schon im Vorfeld „auf interessante Veranstaltungen, die die Attraktivität der Landeshauptstadt weiter erhöhen" — und machte gleich den Anfang, indem er den Porsche-Tennis-Grand-Prix, bis 2005 jahrzehntelang in Filderstadt beheimatet, nach Stuttgart holte. Neben den Turn- und Handball-Weltmeisterschaften (2007) sollen zudem die jährliche Hauptversammlung sowie weitere Porsche-Veranstaltungen künftig hier stattfinden.

Auch Stuttgarts OB Wolfgang Schuster zeigte sich nach Vertragsabschluss mit dem „Premium-Partner Porsche" sehr zuversichtlich, was die Vermarktungschancen der neuen Arena betrifft. Zumal kurze Umrüstzeiten eine flexible Nutzung der Halle und des circa 2000 Quadratmeter großen Innenraums erlauben: Handball, Basketball, Volleyball, Tennis, Eishockey, Konzerte, Eisrevuen, Hauptversammlungen, Firmenveranstaltungen, — fast nichts ist unmöglich. Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit einer Halle dieser Größenordnung ist jedoch dass sie durch einen regelmäßigen sportlichen Spielbetrieb mit Leben gefüllt wird. Doch in dieser Richtung vermisste bisher nicht nur VfB-Präsident Erwin Staudt „ein klares Konzept und eine schlüssige Strategie".

Zumal die beiden einzigen Mannschaften aus der Region Stuttgart, die einen Erstligaplatz sicher haben, als Zugpferde für die Porsche-Arena mit hoher Wahrscheinlichkeit ausscheiden: Die Handballer von Frisch Auf sind in der Hohenstaufenhalle Göppingen fest verankert. Auch das Basketballteam der EnBW Ludwigsburg möchte nach Möglichkeit in seiner Heimatstadt bleiben — sofern dort eine Halle gebaut wird.

Eher nach Ludwigsburg denn nach Stuttgart orientieren sich auch die beiden Handball-Zweitligisten TV Kornwestheim und TSG Oßweil, die eine Kooperation und den Aufstieg in Klasse eins anstreben. Ähnlich sieht es mit dem von Porsche unterstützen Zweitliga-Team der Steelers aus, das weiterhin in Bietigheim-Bissingen Eishockey spielen soll.

Da zudem die Handballer des VfL Pfullingen-Stuttgart nach der Saison 2005/06 in die zweite Liga abgestiegen sind, konnte die neue Veranstaltungsgesellschaft in Stuttgart (VGS) zunächst keinen erstklassigen Dauernutzer der Porsche-Arena präsentieren. Der Anspruch von VGS-Geschäftsführer Andreas Kroll („Die Porsche-Arena verdient Spitzensport") soll jedoch spätestens ab 2007 in die Tat umgesetzt werden. Deshalb drücken die Hallenbetreiber dem VfL ganz fest die Daumen, dass es mit dem sofortigen Wiederaufstieg klappt. Außerdem will sich die VGS nach einem weiteren Nutzer aus dem Bereich Eishockey oder Basketball umschauen.

 
 
     
   
     
   
     
   
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