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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.       11. Jahrgang

 
 
 


 
    
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Mercedes-Benz-Museum
Mythos Automobil

Nein, unter falscher Bescheidenheit leidet Ben van Berkel sicher nicht. Für einen Vergleich mit dem von ihm konzipierten neuen Mercedes-Benz-Museum ist dem holländischen Architekten das Beste gerade gut genug: das Guggenheim-Museum in New York und das Centre Pompidou in Paris.

Allein die nackten Zahlen des größten Automobilmuseums der Welt, zu dessen Kosten das Unternehmen keine Angaben macht, versetzen den Beobachter in Staunen: 35 000 Pläne wurden erstellt, 210 000 Quadratmeter Raum umbaut, 10 000 Tonnen Stahl verarbeitet und 630 000 Meter Kabel im Beton verlegt, bis der 110 000 Tonnen schwere und 47,5 Meter hohe Technik-Tempel nach 20-monatiger Bauzeit im Mai 2006 fertig war. Dennoch wirkt das architektonische Highlight, das direkt vor dem Untertürkheimer Stammwerk des Unternehmens entstanden ist und höchste Anforderungen an die Statik stellt, keineswegs schwerfällig. Die 15 000 Quadratmeter umfassende Fassadenhülle aus schimmerndem Aluminium und hohen Glasfronten verleihen ihm eher einen futuristischen und dynamischen Eindruck. Auch im Innern des epochalen Gebäudes setzt sich das Staunen über die spektakulären Formen und virtuosen Geometrien fort. Architekturkritiken schwärmen von „Beton, dem das Tanzen beigebracht wurde". Mit Ausnahme des Aufzugsschachts existiert in dem komplizierten Raumgefüge keine einzige gerade Wand. Besonders hervorstechend sind zwei parallel laufende, ineinander verschlungene Stränge, die den per Panoramaaufzug nach oben gebrachten Gast über neun Ebenen hinabführen. Eine spannende Reise durch Raum und Zeit auf einer Fläche von 16 500 Quadratmetern.

Vorbei an 175 funkelnden und blitzenden Fahrzeugen, darunter der Große Mercedes 770 von Kaiser Wilhelm II. und der SL von Prinzessin Diana, die Ausstellungsmacher HG Merz in ungewohnten Blickwinkeln und vor ausgefallenen Hintergrundmotiven präsentiert. So kleben in der zweiten Etage Rennwagen spektakulär an der Avus-Steilwandkurve. Eingebettet ist die zu „Stahlbeton gewordene Zeitmaschine" (Mercedes-Magazin) in die neue, 53 000 Quadratmeter große MercedesBenz-Welt, zu der auch das Mercedes-Benz-Center mit Verkaufshaus, Ausstellungsräumen  Werkstätten und Büros gehört (Kosten: 50 Millionen Euro). Verrunden sind beide Komplexe durch eine künstliche Landschaftsebene, die sich auf rund hundert Metern erstreckt. Auf den bis zu 5,80 Meter hohen Erdhügeln gibt es eine Arena sowie Platz für mehrere tausend Menschen und Events aller Art. Allein das Museum, das schon in seiner alten Form ein Touristenmagnet war, rechnet mit einer Verdoppelung der jährlichen Besucherzahlen: von 500 000 auf eine Million.

 
 
     
   
     
   
     
   
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