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Statistik
internationale Spiele |
 8.Jahrgang |
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Die Römer waren beeindruckt: „Der VfB hat italienisch gespielt“
Sucht man in den Annalen nach Begegnungen des VfB
Stuttgart mit italienischen Vereinen, so braucht es bis zum Jahr 1939, um
fündig zu werden. Mit Prager Vereinen, mit Ungarn und Engländern, mit
Franzosen und Schweizern maßen sich die Schwaben seit 1924, als die
Geschichte internationaler Spiele des VfB begann, mehrmals und
freundschaftliche Bande wurden vielfach geknüpft. Nur bis über die Alpen
reichte der Draht erst spät. In den dreißiger Jahren sprach man im
Zusammenhang mit dem italienischen Fußball von einer Vormachtsstellung,
waren die Azurri doch 1934 und 1938 zweimal Weltmeister geworden. So war
es etwas Besonderes, als AS Rom am 25. Juni 1939 beim VfB gastierte. Das
Spiel verlief spannend und der VfB trotzte den Römern ein 0:0 ab.
Die
Spielkultur von AS Rom beeindruckte indes die Fachwelt. Selbst
VfB-Spielausschussvorsitzender Haaga, der die Römer auf ihrer
Deutschlandtournee betreute, stellte nüchtern den internationalen Abstand
fest: „Die Frage, warum die Südländer so schwer zu schlagen sind und auch
das Erzielen von Toren für unsere Spieler so schwer ist, möchte ich
dahingehend beantworten, dass dafür die Schnelligkeit der Leute in jeder
Hinsicht ausschlaggebend ist. Unsere Spieler behandeln den Ball genauso
gut, allein zu der ausgezeichneten Handhabung des Balles in jeder Lage
kommt noch die Geschwindigkeit hinzu und hier waren die Römer stets einen
Bruchteil schneller.
Auch im Erspähen günstiger Situationen, im schnellen
Denken usw. waren die Spieler der Roma durchschnittlich den unseren
gegenüber. Mit einem Wort, fast jeder einzelne Mann reagierte schneller.
Sobald der Ball über den Boden gespielt wird oder sogar hoch weiter
gegeben wurde, blieb im Zweikampf in den meisten Fällen der Romaspieler
Sieger. Nur ganz flaches Spiel hatte Aussicht auf Erfolg.“ Dafür bekam der
VfB vom Betreuer der Römer ein dickes Lob. Befragt, wer von den fünf
Mannschaften gegen die Römer während ihrer Tour gespielt hatten – neben
VfB waren dies 1. FC Nürnberg, Eimsbüttel, Eintracht Frankfurt und Bayern
München – ihn am meisten beeindruckt hätte, antwortete Vizepräsident
Biancone, dass er Stuttgart „für diejenige Elf halte, die Spiele in
Italien mit am meisten Aussicht auf Erfolg bestreiten würde, denn
Stuttgart habe gegen AS Rom in vielen Belangen italienisch gespielt“. Das
machte dann auch dem kritischen VfB-Spielausschussvorsitzenden Freude.

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