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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.       10. Jahrgang

 
 
 


 
    
Donnerstag, 28.08.2008, 20:30 Uhr
FC ETO Györ - VfB Stuttgart
 

1 : 4  (0 : 2)

 
Schiedsrichter Zuschauer
Espen Berntsen (NOR)
8.000
Aufstellung
1 Sasa Stevanovic
3 Zoltán Kovacs
5 Istvan Bank
7 Antal Jäkl
8 György Joszi
9 Zoltán Böör
19 Petér Bajzát
23 Tibor Todoky
25 Balázs Nikolov
26 Zoran Supic
29 Tamas Koltai
1 Jens Lehmann
3 Ricardo Osorio
5 Serdar Tasci
7 Martin Lanig
9 Ciprian Marica
10 Yildiray Bastürk
11 Thomas Hitzlsperger
13 Pavel Pardo
15 Arthur Boka
17 Matthieu Delpierre
33 Mario Gomez
Tore
81. Min. 1:4  Petér Bajzát
    
    
    
31. Min. 0:1  Martin Lanig
41. Min. 0:2  Thomas Hitzlsperger
55. Min. 0:3  Mario Gomez
60. Min. 0:4  Mario Gomez
Auswechslungen
46. Min. Istvan Bank
  Zoltán Kovacs II
58. Min. Antal Jäkl
  Daniel Völgyi
74. Min. Zoltán Böör
  Bojan Brnovic
46. Min. Arthur Boka
  Khalid Boulahrouz
63. Min. Pavel Pardo
  Georges Mandjeck
63. Min. Mario Gomez
  Danijel Ljuboja
Karten
6. Min. Antal Jäkl
25. Min. Balázs Nikolov
49. Min. Zoltán Kovacs
59. Min. Daniel Völgyi
81. Min. Petér Bajzát
15. Min. Arthur Boka
 
 
 
 
Trainer
Sandor Egervari
Armin Veh
Ohne Probleme weiter

Zwei Veränderungen nahm VfB-Cheftrainer Armin Veh in seiner Startformation beim Rückspiel in der UEFA-Cup-Qualifikation in Györ gegen den gastgebenden FC ETO im Vergleich zur 0:2-Heimniederlage in der Bundesliga am vergangenen Samstag gegen Bayer 04 Leverkusen vor. Im Mittelfeld nahmen Martin Lanig und Yildiray Bastürk die Plätze von Roberto Hilbert und Jan Simak ein, die beide beim Anstoß nur auf der Bank saßen, wie im übrigen auch Neuzugang Khalid Boulahrouz nach auskurierter Knöchelverletzung.
Im mit 8.000 Zuschauern - darunter 420 VfB-Anhänger - längst nicht ausverkauften ETO-Park dauerte es gut zehn Minuten bis zur ersten halbwegs vernünftigen Möglichkeit. Martin Lanig fand mit einem Pass Ciprian Marica in halblinker Strafraumposition, der aus spitzem Winkel abschloss, aber in Györs Keeper Sasa Stevanovic seinen Meister fand. Wenig später flankte dann Ricardo Osorio vom rechten Flügel und Stevanovics Faustabwehr kam gerade noch rechtzeitig vor dem auf einen Kopfball lauernden Martin Lanig. Der VfB war gleich in der Anfangsphase das aktivere Team und blieb am Drücker. Doch ein Schuss von Thomas Hitzlsperger landete in den Armen des ETO-Keepers und kurz darauf fand Ciprian Marica mit einer Flanke von der linken Seite zwar Thomas Hitzlsperger, der anschließend versuchte Martin Lanig in Szene zu setzen, was jedoch misslang, da sein Zuspiel zu ungenau geriet. Die Veh-Elf blieb auch danach Spiel bestimmend, ohne mit letzter Konsequenz gegen die vor allem defensiv orientierten Hausherren in die Offensive zu gehen. Auch bei Standards fehlte noch die Präzision, was ein Freistoß von Pavel Pardo aus zentraler Position deutlich machte, der Mitte des ersten Durchgangs das Ziel am Ende weit verfehlte. Der Gastgeber tauchte nur sporadisch vor dem Tor von Jens Lehmann auf und konnte die VfB-Defensive nicht wirklich fordern.

Lanig und Hitzlsperger trafen ins Schwarze
Entweder endeten die Angriffe Györs im Abseits oder ein VfB-Verteidiger klärte, wie Matthieu Delpierre nach einer halben Stunde, als Zoltán Böör am rechten Flügel einmal Platz hatte und ins Zentrum flanken wollte, die Kugel aber nicht an dem aufmerksamen Franzosen vorbei brachte. Gefährlicher blieb der VfB, der nach 31 Minuten dann auch folgerichtig in Führung ging. Pavel Pardo hob einen Freistoß vom rechten Flügel in den Strafraum und fand den Kopf von Martin Lanig, der das Spielgerät am chancenlosen Sasa Stevanovic vorbei zum 0:1 ins kurze Eck drückte. Nur drei Minuten nach der Führung verpasste die Veh-Elf ein mögliches zweites Tor, als Arthur Boka den Ball flach in die Mitte spielte, wo Mario Gomez das Spielgerät für Yildiray Bastürk passieren ließ, der jedoch nicht mehr zum Abschluss kam. Auch Gomez selbst hätte nachlegen können, als er nach 38 Minuten eine Flanke von Thomas Hitzlsperger aus halbrechter Position nicht mehr voll erwischte, weshalb der Keeper der Hausherren die Situation letztlich entschärfen konnte. Fünf Minuten vor der Pause musste dann auch Jens Lehmann mal wieder eingreifen. Zoltán Böör tauchte nach einem Ballverlust des VfB vor dem Tor der Veh-Elf auf, doch die Nummer 1 des konnte außerhalb des Strafraums per Fußabwehr klären. Im Gegenzug erzielte Thomas Hitzlsperger dann das zweite Tor. Ein Zuspiel von Mario Gomez versenkte der VfB-Kapitän aus gut 22 Metern via Innenpfosten zum 0:2. Kurz vor der Pause verpasste Martin Lanig bei einem Konter dann noch eine weitere Ergebniserhöhung. Über Thomas Hitzlsperger und Yildiray Bastürk landete der Ball beim aus Fürth gekommenen Mittelfeldmann, dessen Schuss Istvan Bank in höchster Not noch abfälschte. Den abgeprallten Ball konnte schließlich Györs Schlussmann Sasa Stevanovic gerade noch vor dem nachrückenden Ciprian Marica klären. Praktisch mit dem Pausenpfiff tauchte der FC ETO Györ nochmals im VfB-Strafraum auf. Zoltán Böör bediente Balázs Nikolov, dessen flache Hereingabe aber Serdar Tasci entschärfen konnte, so dass es mit einer verdienten 2:0-Führung des VfB in die Kabinen ging.

Boulahrouz feierte sein Debüt, Gomez traf doppelt

Beide Mannschaften begannen den zweiten Durchgang mit jeweils einer Veränderung. Bei Györ nahm Zoltán Kovacs II den Platz von Istvan Bank ein und beim VfB feierte Khalid Boulahrouz sein Pflichtspieldebüt. Der Niederländer verteidigte fortan rechts in der Abwehrkette für Ricardo Osorio, der nach links wechselte und dort für den in der Kabine gebliebenen Arthur Boka Dienst tat. Die erste Chance gehörte derweil den Hausherren, als Martin Lanig einen weiten Schlag der Ungarn unglücklich in den Lauf von Petér Bajzát verlängerte, dessen Schuss Jens Lehmann aber zu fassen bekam. Zehn Minuten nach Wiederbeginn machte die Veh-Elf vollends alles klar. Ein Konter über Ricardo Osorio, Pavel Pardo und Thomas Hitzlsperger erreichte am Ende Mario Gomez in halblinker Strafraumposition, der mit einem Linksschuss ins kurze Eck zum 0:3 traf. Györs Trainer Sandor Egervari wechselte unterdessen nach einer knappen Stunde zum zweiten Mal aus und ersetzte seinen Kapitän Antal Jäkl durch Daniel Völgyi. An der klaren Unterlegenheit seiner Elf änderte dies aber nichts. Im Gegenteil. Nach exakt 60 Minuten erhöhte der VfB auf 4:0. Khalid Boulahrouz spielte Ciprian Marica frei, der von der Grundlinie auf Mario Gomez passte, dessen Direktabnahme im Kasten der Hausherren landete. Damit war der fünfte Treffer des Goalgetters im fünften Pflichtspiel der noch jungen Saison perfekt. Gomez und Pavel Pardo durften wenig später vorzeitig Feierabend machen und wurden durch Danijel Ljuboja und Georges Mandjeck ersetzt. Die Angriffsbemühungen der Magyaren blieben unterdessen weiter höchst übersichtlich, mehr als ein Schuss von Petér Bajzát nach Zuspiel von Tamas Koltai, der das Ziel aber weit verfehlte, war von Györ zunächst nicht zu sehen. Erst als der VfB sichtbar einen Gang heraus genommen hatte, änderte sich daran etwas. So musste Jens Lehmann gut 20 Minuten vor dem Ende einen weiteren Versuch von Petér Bajzát zur Ecke lenken, in deren Folge der eingewechselte Daniel Völgyi frei zum Kopfball kam, daraus aber kein Kapital schlagen konnte.

Ehrentor durch Bajzát

16 Minuten vor Schluss vollzog Sandor Egervari seinen dritten und letzten Wechsel und brachte mit Bojan Brnovic anstelle von Zoltán Böör einen weiteren frischen Mann in die Partie. Das Engagement der Ungarn stimmte bis zum Schluss und so kam Györ neun Minuten vor dem Ende auch noch zum Anschlusstor, bei dem der VfB allerdings Pate stand. Einen unnötigen Rückpass konnte Jens Lehmann nicht weit genug klären und Petér Bajzát traf mit einem Heber zum 1:4-Anschluss. Die Chance, den alten Abstand wieder herzustellen, verpasste Danijel Ljuboja in der 85. Minute, als er eine Vorlage von Thomas Hitzlsperger volley abnahm und das Ziel knapp verfehlte. Auch Ciprian Marica vergab noch eine Chance, weil er im Laufduell mit ETO-Keeper Sasa Stevanovic einen Schritt zu spät kam, nachdem Martin Lanig den Rumänen mit einem Pass in Szene gesetzt hatte. Der Keeper der Hausherren war dann auch in der Schlussminute nochmals auf der Hut, als er gleich zweimal gegen Danijel Ljuboja und Ciprian Marica in höchster Not retten konnte. Auf der anderen Seite verhinderte Georges Mandjeck mit letztem Einsatz einen erfolgreichen Abschluss von Bojan Brnovic, der von Petér Bajzát im Strafraum bedient worden war, das Tor der Veh-Elf aber nicht mehr in Gefahr bringen konnte. Die letzte Chance der Ungarn endete in den Armen von Jens Lehmann, der einen Schuss von Petér Bajzat in der Nachspielzeit sicher parierte. Wenig später beendete der souveräne Schiedsrichter Espen Berntsen dann die Partie.
Die Auslosung der Partien in der ersten Hauptrunde des UEFA-Cups, die der VfB mit dem Weiterkommen gegen Györ erreicht hat, findet am morgigen Freitag um 13.00 Uhr in Monaco statt. Der VfB wird dabei als eines von insgesamt 40 gesetzten Teams auf einen ungesetzten Kontrahenten treffen.

Der VfB hatte wie schon im Hinspiel gegen Györ fast die gesamten 90 Minuten alles im Griff und war klar überlegen. Der einzige und entscheidende Unterschied zum ersten Vergleich war, dass man die Chancen auch konsequent in Tore ummünzte. Erst als die Veh-Elf mit einer sicheren 4:0-Führung im Rücken einen Gang raus nahm, kam auch der Gastgeber zu Möglichkeiten und durch eine Nachlässigkeit auch noch zum Ehrentor.

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