
UEFA-Pokal,
Sonntag, 27.07.2008,
18:00 Uhr
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3 : 0 (1 : 0) (1 :
0) (0 : 0)
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Schiedsrichter |
Zuschauer |
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Bernardino González Vázquez
(ESP)
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12.600
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Aufstellung |
12 Alexander Stolz
3 Ricardo Osorio
5 Serdar Tasci
8 Jan Simak
9 Ciprian Marica
10 Yildiray Bastürk
13 Pavel Pardo
15 Arthur Boka
17 Matthieu Delpierre
19 Roberto Hilbert
21 Ludovic Magnin
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1 Antonin Kinsky
2 Vadim Evseev
3 Luiz Ricardo da Silva
5 Alexey Igonin
7 Peter Nemov
8 Marko Topic
21 Andrey Karyaka
23 Andrey Gusin
24 Benoit Angbwa
37 Roman Vorobyov
88 Alexey Ivanov
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Tore |
| 83.
Min. |
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1:0 Jan Simak |
| 108.
Min. |
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2:0 Ciprian
Marica |
| 110.
Min. |
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3:0 Ciprian
Marica |
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Auswechslungen |
| 52.
Min. |
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Arthur
Boka |
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Sami
Khedira |
| 52.
Min. |
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Ricardo
Osorio |
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Manuel
Fischer |
| 74.
Min. |
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Yildiray Bastürk |
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Martin
Lanig |
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| 53.
Min. |
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Roman
Vorobyov |
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Alexey
Eremenko |
| 78.
Min. |
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Marko
Topic |
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Dmitriy
Kirichenko |
| 87.
Min. |
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Andrey
Karyaka |
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Dmitriy
Loskov |
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Karten |
| 64.
Min. |
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Matthieu Delpierre |
| 80.
Min. |
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Jan
Simak |
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| 33.
Min. |
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Luiz
Ricardo da Silva |
| 49.
Min. |
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Alexey
Igonin |
| 69.
Min. |
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Andrey
Karyaka |
| 102.
Min. |
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Vadim
Evseev |
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Trainer |
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Armin Veh
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Gadzhi Gadzhiev
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Marica schoss den VfB weiter
Drei
personelle Veränderungen und einen taktischen
Wechsel nahm VfB-Cheftrainer Armin Veh im
UI-Cup-Rückspiel der dritten Runde vor
heimischer Kulisse im Vergleich zur
0:1-Niederlage eine Woche zuvor bei Saturn
Ramenskoje vor. Die in Russland noch geschonten
bzw. nur zu einem Teileinsatz gekommenen Ricardo
Osorio, Ludovic Magnin und Ciprian Marica
spielten erstmals nach ihrem verlängerten Urlaub
wegen WM-Qualifikationsspielen bzw. der
Teilnahme an der Europameisterschaft wieder von
Beginn an für die Veh-Elf, die gegen Saturn in
einem 4-3-3 agierte. Arthur Boka und Roberto
Hilbert waren die Flügel der zentralen Spitze
Ciprian Marica. Die taktische Umstellung hatte
auch mit dem kurzfristigen Ausfall von Cacau
(Adduktorenprobleme) zu tun, der im Vergleich
zum Hinspiel genauso fehlte, wie die beim Anstoß
auf der Bank sitzenden Sami Khedira und Danijel
Ljuboja.
Im Gegensatz zum Hinspiel dauerte es im
Gottlieb-Daimler-Stadion einige Zeit, bis es die
erste Chance der Partie zu sehen gab. Nach 13
Minuten versuchte sich Arthur Boka aus der
Distanz, drosch die Kugel aber über das Tor der
Gäste. Kurz darauf spielte der Ivorer in
zentraler Position Ciprian Marica frei, der sich
an der Strafraumgrenze geschickt um den
Brasilianer Luiz Ricardo da Silva, genannt
Zelao, drehte, die Kugel dann aber knapp rechts
neben den Pfosten setzte. Knapp 20 Minuten waren
gespielt, als Roberto Hilbert von rechts flankte
und Jan Simak im Zentrum die Hereingabe nur um
Haaresbreite verpasste. Ramenskoje igelte sich
mit zunehmender Spieldauer immer weiter hinten
ein und der VfB versuchte das russische Bollwerk
zu knacken. Mitte der ersten Hälfte flankte
Ludovic Magnin von der linken Seite und
Saturn-Keeper Antonin Kinsky flog an der
Hereingabe vorbei, allerdings konnte Peter Nemov
per Kopf gegen Roberto Hilbert klären, so dass
auch diese Möglichkeit ungenutzt blieb.
Jan Simak hatte wenig später
in halbrechter Strafraumposition mit einem
Schuss ebenfalls keinen Erfolg, da Antonin
Kinsky in dieser Situation sicher zupacken
konnte. Während Andrey Gusin mit einem Schuss
fünf Minuten vor der Pause das VfB-Tor nicht
wirklich gefährden konnte, musste Antonin Kinsky
im Gegenzug einen Versuch von Pavel Pardo über
die Latte und damit zur Ecke lenken. Da auch in
den zwei Minuten Nachspielzeit nichts mehr
passierte, ging es torlos in die Kabinen.
Simaks Freistoß brachte das 1:0

Ohne
Veränderungen gingen beide Teams zunächst den
zweiten Durchgang an. Da in den Anfangsminuten
mehr als ein Freistoß von Yildiray Bastürk, der
links oben am Tor vorbei ging, bei den
Bemühungen des VfB nicht zustande kam, wechselte
Armin Veh nach 52 Minuten gleich doppelt aus.
Sami Khedira und Manuel Fischer ersetzten
Ricardo Osorio und Arthur Boka, was
gleichbedeutend mit einer Umstellung auf ein
4-4-2-System war. Gäste-Trainer Gadzhi Gadzhiev
reagierte nur eine Minute später darauf und
vollzog seinen ersten Wechsel. Alexey Eremenko
nahm den Platz von Roman Vorobyov ein. Der VfB
mühte sich auch danach weiter, kam aber kaum zu
klaren Chancen. Dies lag auch daran, dass
Standardsituationen nicht entsprechend
ausgenutzt wurden, was zu weit gezogene
Freistöße von Jan Simak und Ludovic Magnin
aufzeigten. Und wenn sich mal eine Chance bot,
dann fehlte ein Schritt wie bei Manuel Fischers
Möglichkeit nach einem Pass von Roberto Hilbert
nach ungefähr einer Stunde Spielzeit. Eine
knappe Viertelstunde war noch zu spielen, als
Ludovic Magnin aus dem linken Halbfeld flankte
und Sami Khedira die Kugel verpasste, weil sein
Gegenspieler gerade noch vor ihm an den Ball
kam. Ciprian Marica setzte nach, brachte das
Spielgerät aber letztlich auch nicht an Antonin
Kinsky vorbei. Danach wechselte Armin Veh zum
dritten und letzten Mal aus. Martin Lanig kam
für Yildiray Bastürk und Manuel Fischer prüfte
kurz darauf in halbrechter Strafraumposition mit
einem satten Schuss Saturn-Keeper Antonin
Kinsky, der sicher zupacken konnte. Bei
Ramenskoje kam zwölf Minuten vor Schluss der
Torschütze aus dem Hinspiel, Dmitriy Kirichenko,
für den Ex-Cottbuser Marko Topic ins Spiel, der
sich als Solospitze einer extrem defensiven
Mannschaft nur selten hatte in Szene setzen
können. Als Zelao dann sieben Minuten vor
Schluss Martin Lanig 20 Meter vor dem Tor
foulte, gab es Freistoß für den VfB, den Jan
Simak unhaltbar ins linke obere Eck zum 1:0
versenkte. Drei Minuten vor dem Ende der
regulären 90 Minuten ersetzte dann bei den
Russen Routinier Dmitriy Loskov, der sich gleich
mit einem Foul an Martin Lanig einführte, im
Mittelfeld noch Andrey Karyaka. Allerdings blieb
ein weiterer Freistoß von Jan Simak, aus
größerer Distanz, letztlich ungefährlich. Nach
vier Minuten Nachspielzeit stand es somit 1:0
für die Veh-Elf und damit nach Hin- und
Rückspiel 1:1, weshalb es zu einer Verlängerung
von 30 Minuten Spielzeit kam.
Doppelschlag von Marica in der
Verlängerung

Die
erste strittige Situation in der Overtime war
ein Zweikampf zwischen Benoit Angbwa und Ludovic
Magnin im Strafraum, als der Verteidiger von
Ramenskoje zwar den Ball aber auch das Bein des
Schweizers traf, doch Schiedsrichter Bernardino
González Vázquez ließ die Partie weiterlaufen.
Kurz darauf flankte Magnin auf Manuel Fischer,
dessen Kopfball aber weit über das Tor ging. In
der 101. Minute setzte sich dann Ciprian Marica
gegen Zelao durch und passte von der Grundlinie
ins Zentrum, wo Benoit Angbwa und Andrey Gusin
mit vereinten Kräften gerade noch gegen den
lauernden Manuel Fischer klären und den zweiten
VfB-Treffer verhindern konnten. Wenig
später wurden dann zum letzten Mal die Seiten
gewechselt. Nachdem Dmitriy Loskov einen
Distanzschuss in den zweiten 15 Minuten der
Verlängerung weit am Tor vorbeigesetzt hatte,
ging der VfB im Gegenzug mit 2:0 in Führung.
Benoit Angbwa klärte einen Pass in die Tiefe von
Jan Simak unzureichend. Der Ball landete auf der
rechten Seite bei Roberto Hilbert, dessen Flanke
Ciprian Marica nur noch ins leere Tor einköpfen
musste. Und nur 120 Sekunden später traf der
Rumäne erneut. Nach einer Ecke von Jan Simak
köpfte Sami Khedira auf das Tor der Russen, wo
Alexey Eremenko gerade noch auf der Linie klären
konnte. Doch Ciprian Marica war zur Stelle und
staubte zum 3:0 ab. Saturn war damit geschlagen,
denn selbst bei einem Treffer der Russen wäre
der VfB weiter gewesen. Entsprechend harmlos
waren die Bemühungen von Ramenskoje vollends in
der verbleibenden Zeit. Einen Freistoß aus
großer Distanz von Dmitriy Loskov parierte
Alexander Stolz jedenfalls souverän. Bis zum
Schlusspfiff des spanischen Unparteiischen
sollte dann weder hüben noch drüben noch etwas
Nennenswertes passieren.
Durch diesen Sieg erreichte der VfB die zweite
UEFA-Cup-Qualifikationsrunde, die am 14. und 28.
August ausgespielt wird. Die Auslosung, bei der
die Veh-Elf als eines der gesetzten Teams auf
eine ungesetzte Mannschaft treffen wird, findet
am kommenden Freitag, 01. August, um 13.30 Uhr
in Nyon statt.
Es war das erwartet dicke Brett, das der VfB zu
bohren hatte. Nach dem 0:1 im Hinspiel in
Ramenskoje tat sich die Mannschaft gegen sehr
defensiv ausgerichtete Gäste lange Zeit schwer.
Noch immer war der Veh-Elf anzumerken, dass ihr
im Vergleich zum Gegner aufgrund des aktuellen
Standes der Vorbereitung die Spritzigkeit
fehlte. Dennoch spielte eigentlich nur ein Team,
allerdings war der VfB bei seinen Bemühungen
meist ohne Durchschlagskraft. Ein Geniestreich
von Jan Simak brachte die Veh-Elf schließlich in
die Verlängerung, in der Ciprian Marica per
Doppelpack vollends den Weg ebnete.
Stimmen zum Spiel