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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.       10. Jahrgang

 
 
 


 
    
UEFA-Pokal, Sonntag, 27.07.2008, 18:00 Uhr
 
VfB Stuttgart - FK Saturn Ramenskoje
 
3 : 0 (1 : 0) (1 : 0)  (0 : 0)
 
Schiedsrichter Zuschauer
Bernardino González Vázquez (ESP)
12.600
Aufstellung
12 Alexander Stolz
3 Ricardo Osorio
5 Serdar Tasci
8 Jan Simak
9 Ciprian Marica
10 Yildiray Bastürk
13 Pavel Pardo
15 Arthur Boka
17 Matthieu Delpierre
19 Roberto Hilbert
21 Ludovic Magnin
1 Antonin Kinsky
2 Vadim Evseev
3 Luiz Ricardo da Silva
5 Alexey Igonin
7 Peter Nemov
8 Marko Topic
21 Andrey Karyaka
23 Andrey Gusin
24 Benoit Angbwa
37 Roman Vorobyov
88 Alexey Ivanov
Tore
83. Min. 1:0  Jan Simak
108. Min. 2:0  Ciprian Marica
110. Min. 3:0  Ciprian Marica
    
    
    
Auswechslungen
52. Min. Arthur Boka
  Sami Khedira
52. Min. Ricardo Osorio
  Manuel Fischer
74. Min. Yildiray Bastürk
  Martin Lanig
53. Min. Roman Vorobyov
  Alexey Eremenko
78. Min. Marko Topic
  Dmitriy Kirichenko
87. Min. Andrey Karyaka
  Dmitriy Loskov
Karten
64. Min. Matthieu Delpierre
80. Min. Jan Simak
 
 
33. Min. Luiz Ricardo da Silva
49. Min. Alexey Igonin
69. Min. Andrey Karyaka
102. Min. Vadim Evseev
Trainer
Armin Veh
Gadzhi Gadzhiev

Marica schoss den VfB weiter
Drei personelle Veränderungen und einen taktischen Wechsel nahm VfB-Cheftrainer Armin Veh im UI-Cup-Rückspiel der dritten Runde vor heimischer Kulisse im Vergleich zur 0:1-Niederlage eine Woche zuvor bei Saturn Ramenskoje vor. Die in Russland noch geschonten bzw. nur zu einem Teileinsatz gekommenen Ricardo Osorio, Ludovic Magnin und Ciprian Marica spielten erstmals nach ihrem verlängerten Urlaub wegen WM-Qualifikationsspielen bzw. der Teilnahme an der Europameisterschaft wieder von Beginn an für die Veh-Elf, die gegen Saturn in einem 4-3-3 agierte. Arthur Boka und Roberto Hilbert waren die Flügel der zentralen Spitze Ciprian Marica. Die taktische Umstellung hatte auch mit dem kurzfristigen Ausfall von Cacau (Adduktorenprobleme) zu tun, der im Vergleich zum Hinspiel genauso fehlte, wie die beim Anstoß auf der Bank sitzenden Sami Khedira und Danijel Ljuboja.
Im Gegensatz zum Hinspiel dauerte es im Gottlieb-Daimler-Stadion einige Zeit, bis es die erste Chance der Partie zu sehen gab. Nach 13 Minuten versuchte sich Arthur Boka aus der Distanz, drosch die Kugel aber über das Tor der Gäste. Kurz darauf spielte der Ivorer in zentraler Position Ciprian Marica frei, der sich an der Strafraumgrenze geschickt um den Brasilianer Luiz Ricardo da Silva, genannt Zelao, drehte, die Kugel dann aber knapp rechts neben den Pfosten setzte. Knapp 20 Minuten waren gespielt, als Roberto Hilbert von rechts flankte und Jan Simak im Zentrum die Hereingabe nur um Haaresbreite verpasste. Ramenskoje igelte sich mit zunehmender Spieldauer immer weiter hinten ein und der VfB versuchte das russische Bollwerk zu knacken. Mitte der ersten Hälfte flankte Ludovic Magnin von der linken Seite und Saturn-Keeper Antonin Kinsky flog an der Hereingabe vorbei, allerdings konnte Peter Nemov per Kopf gegen Roberto Hilbert klären, so dass auch diese Möglichkeit ungenutzt blieb.

Jan Simak hatte wenig später in halbrechter Strafraumposition mit einem Schuss ebenfalls keinen Erfolg, da Antonin Kinsky in dieser Situation sicher zupacken konnte. Während Andrey Gusin mit einem Schuss fünf Minuten vor der Pause das VfB-Tor nicht wirklich gefährden konnte, musste Antonin Kinsky im Gegenzug einen Versuch von Pavel Pardo über die Latte und damit zur Ecke lenken. Da auch in den zwei Minuten Nachspielzeit nichts mehr passierte, ging es torlos in die Kabinen.

Simaks Freistoß brachte das 1:0

Ohne Veränderungen gingen beide Teams zunächst den zweiten Durchgang an. Da in den Anfangsminuten mehr als ein Freistoß von Yildiray Bastürk, der links oben am Tor vorbei ging, bei den Bemühungen des VfB nicht zustande kam, wechselte Armin Veh nach 52 Minuten gleich doppelt aus. Sami Khedira und Manuel Fischer ersetzten Ricardo Osorio und Arthur Boka, was gleichbedeutend mit einer Umstellung auf ein 4-4-2-System war. Gäste-Trainer Gadzhi Gadzhiev reagierte nur eine Minute später darauf und vollzog seinen ersten Wechsel. Alexey Eremenko nahm den Platz von Roman Vorobyov ein. Der VfB mühte sich auch danach weiter, kam aber kaum zu klaren Chancen. Dies lag auch daran, dass Standardsituationen nicht entsprechend ausgenutzt wurden, was zu weit gezogene Freistöße von Jan Simak und Ludovic Magnin aufzeigten. Und wenn sich mal eine Chance bot, dann fehlte ein Schritt wie bei Manuel Fischers Möglichkeit nach einem Pass von Roberto Hilbert nach ungefähr einer Stunde Spielzeit. Eine knappe Viertelstunde war noch zu spielen, als Ludovic Magnin aus dem linken Halbfeld flankte und Sami Khedira die Kugel verpasste, weil sein Gegenspieler gerade noch vor ihm an den Ball kam. Ciprian Marica setzte nach, brachte das Spielgerät aber letztlich auch nicht an Antonin Kinsky vorbei. Danach wechselte Armin Veh zum dritten und letzten Mal aus. Martin Lanig kam für Yildiray Bastürk und Manuel Fischer prüfte kurz darauf in halbrechter Strafraumposition mit einem satten Schuss Saturn-Keeper Antonin Kinsky, der sicher zupacken konnte. Bei Ramenskoje kam zwölf Minuten vor Schluss der Torschütze aus dem Hinspiel, Dmitriy Kirichenko, für den Ex-Cottbuser Marko Topic ins Spiel, der sich als Solospitze einer extrem defensiven Mannschaft nur selten hatte in Szene setzen können. Als Zelao dann sieben Minuten vor Schluss Martin Lanig 20 Meter vor dem Tor foulte, gab es Freistoß für den VfB, den Jan Simak unhaltbar ins linke obere Eck zum 1:0 versenkte. Drei Minuten vor dem Ende der regulären 90 Minuten ersetzte dann bei den Russen Routinier Dmitriy Loskov, der sich gleich mit einem Foul an Martin Lanig einführte, im Mittelfeld noch Andrey Karyaka. Allerdings blieb ein weiterer Freistoß von Jan Simak, aus größerer Distanz, letztlich ungefährlich. Nach vier Minuten Nachspielzeit stand es somit 1:0 für die Veh-Elf und damit nach Hin- und Rückspiel 1:1, weshalb es zu einer Verlängerung von 30 Minuten Spielzeit kam.

Doppelschlag von Marica in der Verlängerung

Die erste strittige Situation in der Overtime war ein Zweikampf zwischen Benoit Angbwa und Ludovic Magnin im Strafraum, als der Verteidiger von Ramenskoje zwar den Ball aber auch das Bein des Schweizers traf, doch Schiedsrichter Bernardino González Vázquez ließ die Partie weiterlaufen. Kurz darauf flankte Magnin auf Manuel Fischer, dessen Kopfball aber weit über das Tor ging. In der 101. Minute setzte sich dann Ciprian Marica gegen Zelao durch und passte von der Grundlinie ins Zentrum, wo Benoit Angbwa und Andrey Gusin mit vereinten Kräften gerade noch gegen den lauernden Manuel Fischer klären und den zweiten VfB-Treffer verhindern konnten. Wenig später wurden dann zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Nachdem Dmitriy Loskov einen Distanzschuss in den zweiten 15 Minuten der Verlängerung weit am Tor vorbeigesetzt hatte, ging der VfB im Gegenzug mit 2:0 in Führung. Benoit Angbwa klärte einen Pass in die Tiefe von Jan Simak unzureichend. Der Ball landete auf der rechten Seite bei Roberto Hilbert, dessen Flanke Ciprian Marica nur noch ins leere Tor einköpfen musste. Und nur 120 Sekunden später traf der Rumäne erneut. Nach einer Ecke von Jan Simak köpfte Sami Khedira auf das Tor der Russen, wo Alexey Eremenko gerade noch auf der Linie klären konnte. Doch Ciprian Marica war zur Stelle und staubte zum 3:0 ab. Saturn war damit geschlagen, denn selbst bei einem Treffer der Russen wäre der VfB weiter gewesen. Entsprechend harmlos waren die Bemühungen von Ramenskoje vollends in der verbleibenden Zeit. Einen Freistoß aus großer Distanz von Dmitriy Loskov parierte Alexander Stolz jedenfalls souverän. Bis zum Schlusspfiff des spanischen Unparteiischen sollte dann weder hüben noch drüben noch etwas Nennenswertes passieren.
Durch diesen Sieg erreichte der VfB die zweite UEFA-Cup-Qualifikationsrunde, die am 14. und 28. August ausgespielt wird. Die Auslosung, bei der die Veh-Elf als eines der gesetzten Teams auf eine ungesetzte Mannschaft treffen wird, findet am kommenden Freitag, 01. August, um 13.30 Uhr in Nyon statt.

Es war das erwartet dicke Brett, das der VfB zu bohren hatte. Nach dem 0:1 im Hinspiel in Ramenskoje tat sich die Mannschaft gegen sehr defensiv ausgerichtete Gäste lange Zeit schwer. Noch immer war der Veh-Elf anzumerken, dass ihr im Vergleich zum Gegner aufgrund des aktuellen Standes der Vorbereitung die Spritzigkeit fehlte. Dennoch spielte eigentlich nur ein Team, allerdings war der VfB bei seinen Bemühungen meist ohne Durchschlagskraft. Ein Geniestreich von Jan Simak brachte die Veh-Elf schließlich in die Verlängerung, in der Ciprian Marica per Doppelpack vollends den Weg ebnete.

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