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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.       10. Jahrgang

 
 
 


 
    
UEFA-Pokal, 19.07.2008, 16:00 Uhr
 
FK Saturn Ramenskoje - VfB Stuttgart
 
1 : 0  (1 : 0)
Schiedsrichter Zuschauer
Peter Rasmussen (DEN)
10.100
Aufstellung
1 Antonin Kinsky
2 Vadim Evseev
3 Luiz Ricardo da Silva
5 Alexey Igonin
8 Marko Topic
11 Alexey Eremenko
14 Dmitriy Kirichenko
21 Andrey Karyaka
23 Andrey Gusin
24 Benoit Angbwa
88 Alexey Ivanov
12 Alexander Stolz
5 Serdar Tasci
8 Jan Simak
10 Yildiray Bastürk
13 Pavel Pardo
15 Arthur Boka
17 Matthieu Delpierre
18 Cacau
19 Roberto Hilbert
28 Sami Khedira
38 Danijel Ljuboja
Tore
3. Min. Dmitriy  Kirichenko
    
Auswechslungen
45. Min. Alexey Igonin
  Peter Nemov
59. Min Alexey Eremenko
  Roman Vorobyov
78. Min. Marko Topic
  Leonid Kovel
46. Min. Danijel Ljuboja
  Ciprian Marica
66. Min. Yildiray Bastürk
  Martin Lanig
76. Min. Cacau
  Manuel Fischer
Karten
 
 
25. Min. Danijel Ljuboja
89. Min. Serdar Tasci
Trainer
Gadzhi Gadzhiev
Armin Veh

Noch ist alles drin

Jan Simak war der einzige Neue in der Startformation des VfB beim ersten Pflichtspiel in der Saison 2008/09. Cheftrainer Armin Veh, der beim UI-Cup-Hinspiel gegen Saturn Ramenskoje weiterhin auf fünf Nationalspieler verzichten musste, die noch im EM-Urlaub weilten oder Trainingsrückstand aufwiesen, setzte auf das bewährte 4-4-2 mit Raute im Mittelfeld. Im Tor stand erstmals in einem Pflichtspiel der Profis Alexander Stolz. Zudem gehörte der in den zurückliegenden beiden Jahren ausgeliehene und nun wieder in den Kader integrierte Danijel Ljuboja nach langer Zeit wieder zur ersten Elf des VfB.
Die erste Chance der Partie hatte Yildiray Bastürk nach etwas mehr als zwei Minuten. Frei gespielt von Arthur Boka versetzte der Türke in halblinker Strafraumposition zwei Gegner, traf aber nur das Außennetz. Statt mit 1:0 in Führung, lag die Veh-Elf nur Sekunden später in Rückstand. Alexey Ivanov setzte sich am linken Flügel durch und passte ins Zentrum, wo Dmitriy Kirichenko nur noch abzustauben brauchte. Alexander Stolz war ohne Abwehrchance. Roberto Hilbert versuchte schnell eine Antwort zu geben, sein Schuss aus halbrechter Position rauschte aber über den Querbalken. Auf Seiten der Russen versuchte es Alexey Ivanov wenig später ebenfalls aus der Distanz, blieb allerdings genauso glücklos.

Cacaus Treffer zählte nicht

Zwölf Minuten waren gespielt, als Arthur Boka präzise auf Cacau flankte und der Brasilianer zum vermeintlichen Ausgleich traf. Doch der Treffer fand aufgrund einer Abseitsstellung des VfB-Stürmers keine Anerkennung. Der VfB blieb dran und hatte nach etwas mehr als einer Viertelstunde die nächste Möglichkeit. Jan Simak hob den Ball von der rechten Seite in den Strafraum, wo Danijel Ljuboja nur einen Schritt zu spät kam. Und nur Sekunden später bot sich Sami Khedira gleich zweimal die Chance auszugleichen, doch in beiden Fällen fehlte letztlich das

Glück. Die Russen tauchten selten vor dem VfB-Tor auf, wenn sie aber mal den Vorwärtsgang einlegten, wurde es brandgefährlich. So flankte Benoit Angbwa Mitte des ersten Durchgangs auf Alexey Ivanov, der jedoch unter Bedrängnis keinen brauchbaren Abschluss mehr zustande brachte. Nach einigen ruhigeren Minuten bewahrte dann Alexander Stolz den VfB mit einer erstklassigen Fußabwehr vor einem zweiten Gegentor. Der finnische Nationalspieler Alexey Eremenko wurde in halbrechter Position frei gespielt und stand alleine vor dem VfB-Keeper, der jedoch glänzend reagierte. Die Antwort der Veh-Elf gab Danijel Ljuboja mit einem Kopfball nach einer Simak-Ecke, der nur knapp über das Tor strich. Kurz darauf drosch Roberto Hilbert eine Hereingabe von Cacau volley über das Tor, so dass es beim 0:1-Rückstand zur Pause blieb.

Maricas Großchance blieb ohne Folgen

Beim VfB ersetzte Ciprian Marica zum zweiten Durchgang Danijel Ljuboja im Angriff, weitere Wechsel wurden auf beiden Seiten zunächst nicht vorgenommen. Roberto Hilbert wagte in den zweiten 45 Minuten den ersten Vorstoß, seine gefährliche Hereingabe wurde aber eine Beute von Saturn-Schlussman Antonin Kinsky. Auf der anderen Seite rettete Matthieu Delpierre in höchster Not vor dem durchgestarteten Marko Topic. Nach 55 Minuten vernaschte dann Ciprian Marica Luiz Ricardo da Silva und Keeper Antonin Kinsky, sein Schuss wurde letztlich jedoch noch vom grätschenden Brasilianer abgewehrt, der dabei auch den Arm zur Hilfe nahm und im Glück war, dass der Schiedsrichter nicht auf Strafstoß und rote Karte entschied. Bei Saturn ersetzte nach einer knappen Stunde schließlich Roman Vorobyov im Mittelfeld den Finnen Alexey Eremenko. Die nächste Chance hatte jedoch der Ex-Bundesliga-Legionär Marko Topic, dessen strammen Schuss aus spitzem Winkel Alexander Stolz parieren konnte. Wenig später war der VfB-Keeper dann im Glück, als Dmitriy Kirichenko nur den Pfosten traf und die Kugel von dort in die Arme von Stolz sprang. Dem VfB war in dieser Phase anzumerken, dass man mitten in der Saisonvorbereitung steckte, denn mit zunehmender Spieldauer taten sich die Mannen von Armin Veh gegen die nun munteren Russen schwerer.

Spannung bis zum Schluss

So konnte Matthieu Delpierre gerade noch einen Versuch von Marko Topic abblocken und damit eine weitere Großchance von Saturn zunichte machen. Armin Veh reagierte Mitte des zweiten Durchgangs mit dem zweiten Wechsel und brachte Neuzugang Martin Lanig für Yildiray Bastürk ins Spiel. Eine knappe Viertelstunde vor Schluss vollzog Armin Veh schließlich auch noch den dritten und letzten Wechsel. Manuel Fischer kam für Cacau auf den Platz und sollte dem Angriff nochmals frische Impulse verleihen. Und bei Saturn ersetzte wenig später Leonid Kovel im Sturm den weitgehend glücklosen Marko Topic. Acht Minuten vor Schluss bot sich Jan Simak dann die Chance, doch noch den Ausgleich herzustellen. Eine Flanke von Sami Khedira erreichte den Tschechen in halblinker Strafraumposition, sein Schuss landete jedoch nur am Außennetz. Auch Alexander Stolz konnte sich nochmals auszeichnen und einen Distanzschuss von Andrey Karyaka sicher parieren. Im Gegenzug flog ein abgefälschter Weitschuss von Jan Simak knapp rechts vorbei, die darauf folgende Ecke köpfte Sami Khedira in die Arme von Saturn-Schlussmann Antonin Kinsky. Kurz vor Schluss gab es dann noch einmal hüben wie drüben eine Großchance. Zunächst wehrte Alexander Stolz einen satten Schuss von Benoit Angbwa erstklassig ab und im Gegenzug versetzte Ciprian Marica an der Strafraumgrenze seinen Gegenspieler, schoss die Kugel dann aber links am Tor vorbei.

Der VfB verkaufte sich für den momentanen Stand der Vorbereitung gegen die mitten in der Saison steckenden Gastgeber gut und teuer. Über weite Strecken war die Veh-Elf sogar Spiel bestimmend, erst nach der Pause kam Saturn mehr und mehr auf, weil beim VfB die Kräfte schwanden. Da die Russen unter dem Strich die besseren Chancen hatten und ihre erste auch gleich erfolgreich nutzten, ging der Sieg für Saturn in Ordnung. Trotzdem ist für den VfB noch nichts verloren und im Rückspiel die Chance auf ein Weiterkommen durchaus noch gegeben.

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