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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.       10. Jahrgang

 
 
 


 
    
Spielbericht

Mittwoch, 31.07.2002, 20:00 Uhr

VfB Stuttgart - NK Slaven Belupo    2:1 (1:0)


Zuschauer: 5.500
Schiedsrichter: Paratysilva (Portugal)

Aufstellungen:
VfB Stuttgart NK Slaven Belupo
1 Timo Hildebrand 1 Ivica Solomun
2 Andreas Hinkel 4 Pavo Crnac (C)
3 Timo Wenzel 6 Petar Bosnjak
5 Marcelo José Bordon 7 Roy Ferencina
7 Silvio Meißner 10 Miljenko Kovacic
9 Ioan Viorel Ganea 13 Danijel Radicek
11 Ioannis Amanatidis 15 Goran Gersak
14 Thomas Schneider 16 Mario Kovacevic
15 Alexander Hleb 18 Igor Gal
17 Jochen Seitz 26 Domagoj Kosic
20 Zvonimir Soldo 28 Dalibor Bozac

Auswechslungen
:
46 Min. Christian Tiffert
Zvonimir Soldo
54 Min. Sean Dundee
Ioannis Amanatidis
46 Min. Srebrenko Posavec
Mario Kovacevic
67 Min. Zdravko Medimorec
Petar Bosnjak
72 Min. Davor Bajsic
Goran Gersak

Karten
:
Christian Tiffert
Igor Gal
Dalibor Bozac
Danijel Radicek
Roy Ferencina
Domagoj Kosic

Tore:
1:0 9. Min. Torschütze: Thomas Schneider(Vorlage: Jochen Seitz)

2:0 62. Min. Torschütze: Thomas Schneider(Vorlage: Jochen Seitz)

2:1 84. Min. Torschütze: Davor Bajsic(Vorlage: Danijel Radicek)

 

für grösseres Bild hier klickenKnapper Sieg gegen Belupo


5.120 Zuschauer waren am Abend im Gottlieb-Daimler-Stadion Zeuge davon, wie der VfB eine große Chance auf den fast schon sicheren Einzug ins UI-Cup-Finale vergab. Die Elf von Trainer Felix Magath gewann gegen eine bis zur Schlussphase erschreckend schwache kroatische Mannschaft von NK Slaven Belupo nur mit 2:1 und muss sich somit im Rückspiel mächtig strecken, um den Einzug ins Finale perfekt zu machen.
In den letzten zehn Minuten baute die Elf von Trainer Felix Magath den schwachen Gegner durch eigene Fehler auf und ließ noch das durchaus vermeidbare und schmerzhafte Gegentor zu.

Frühe Führung durch Thomas Schneider
Die erste Chance des Spiels führte direkt zur VfB-Führung, nachdem beide Teams die ersten Minuten äußerst verhalten angingen. Thomas Schneider köpfte eine Ecke von Jochen Seitz schulmäßig ins lange Eck zum 1:0 ein.
Auch in der Folgezeit der gesamten ersten Hälfte war der VfB jederzeit Herr der Lage und hatte weitere Torchancen. Die Gäste aus Kroatien kamen derweil im ersten Durchgang kein einziges Mal bis in den Strafraum des VfB.
Ioan Viorel Ganea und Ioannis Amanatidis verpassten nach einer guten Viertelstunde eine Flanke von Timo Wenzel gleich im Doppelpack und nur wenige Minuten später scheiterte VfB-Heimkehrer Ianni Amanatidis im Anschluss an einen langen Ball von Marcelo José Bordon mit einer Direktabnahme am aufmerksamen kroatischen Schlussmann Solomun.

Notbremse von Gal gab nur gelb
Exakt nach einer halen Stunde machte der ansonst sichere Schiedsrichter Paratysilva aus Portugal seinen einzigen nennenswerten Fehler der Partie. Nach einem weiten Ball war Ianni Amanatidis der gesamten Abwehr von Slaven Belupo entwischt und konnte alleine auf das Gäste-Tor zustürmen. Belupos Verteidiger Gal hinderte den VfB-Griechen aber mit einem Griff an die Schulter und sah dafür nur die gelbe anstatt die rote Karte. Den fälligen Freistoß von Silvio Meißner konnte Gäste-Keeper Solomun mit Mühe parieren.
Unmittelbar vor der Pause vergab VfB-Kapitän Zvonimir Soldo die große Chance zum 2:0. Eine präzise Flanke von Jochen Seitz köpfte der VfB-Spielführer überhastet am kurzen Eck des kroatischen Tores vorbei.
Mit einer 1:0-Führung ging es in die Kabinen.

Schneiders zweiter Treffer folgte nach einer guten Stunde
Der VfB tat sich auch im zweiten Durchgang gegen die defensiven und destruktiven Gäste in spielerischer Hinsicht schwer. Aus dem Mittelfeld kamen zu wenige Impulse, woran auch die Einwechslung von Christian Tiffert zur Pause für den angeschlagenen Kapitän Zvonimir Soldo nichts änderte.
Gefahr konnte der VfB trotz eines deutlichen Übergewichts an Ballbesitz meist nur durch Standards entwickeln. Und so folgte nach 62 Minuten das, was die spärlichen Zuschauer bereits nach neun Minuten gesehen hatten. VfB-Verteidiger Thomas Schneider wuchtete zum zweiten Mal eine Ecke von Jochen Seitz über den Umweg Lattenunterkannte ins gegnerische Tor zum 2:0. Einziger Unterschied, dieses Mal kam der Ball von der linken statt von der rechten Eckfahne.
Nach dem zweiten Treffer agierte die Mannschaft von Trainer Felix Magath zu passiv gegen die nach wie vor schwachen Gäste. Einzig der nach 54 Minuten für Ianni Amanatidis eingewechselte Sean Dundee hatte im Anschluss an eine Tiffert-Flanke mit einer Direktabnahme noch eine Chance. Doch der Ball flog letztlich deutlich über den Querbalken.

 Schwache Schlussphase brachte das Gegentor
In den letzten zehn Minuten war der VfB dann nur noch darauf aus, den sicheren Vorsprung über die Runden zu bringen und wurde am Ende für seine Passivität böse bestraft. Zunächst konnte VfB-Keeper Timo Hildebrand gegen den auf der rechten Seite nach einem Stellungsfehler in der VfB-Abwehr freistehenden Kovacic zwar noch zur Ecke klären, doch nur eine Minute nach dieser Chance zappelte der Ball dann doch im Netz. Nach einem Freistoß auf die linke Seite war die VfB-Defensive nicht geordnet und ließ einen Flankenball zu, den der völlig ungedeckte und erst Mitte des zweiten Durchgangs eingewechselte Davor Bajsic zum 2:1 ins VfB-Tor köpfte.
Eine Minute später musste VfB-Keeper Timo Hildebrand erneut gegen den freien Kovacic klären. Auf der Gegenseite konnte Belupos Torwart Solomun einen abgefälschten Freistoß von Marcelo José Bordon letztlich sicher klären.
In der Schlussminute war die Magath-Elf dann sogar noch im Glück, dass sie nicht noch den Ausgleich kassierte. Nach einem Ausflug von VfB-Torhüter Timo Hildebrand musste Marcelo José Bordon einen Schuss von Bajsic von der Linie schlagen um Schlimmeres zu verhindern.

Dünnes Polster sollte trotzdem reichen
Aufgrund einer schwachen Schlussphase muss der VfB am kommenden Mittwoch, 07. August 2002, um 17.00 Uhr beim Rückspiel in Kroatien wohl noch etwas zittern um schlussendlich ins Endspiel zu gelangen. Schon ein 1:0-Sieg wurde NK Slaven Belupo zum Weiterkommen reichen.
Trotz allem dürften die Chancen auf eine Endspielteilnahme nicht allzu schlecht sein. Mit etwas mehr Cleverness der VfB-Elf und dem notwendigen Engagement über die gesamten 90 Minuten müsste es am Ende gegen die schwache kroatische Mannschaft doch noch reichen.

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