Seite [zurück]
Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
  Seite [vor]
     
   
 
  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.       10. Jahrgang

 
 
 


 
    
Spielbericht

Dienstag, 27.08.2002, 18:00 Uhr

VfB Stuttgart - OSC Lille    2:0 (0:0)


Zuschauer: 16.000
Schiedsrichter: Knut Erik Fisker (Dänemark)

Aufstellungen:
VfB Stuttgart OSC Lille
1 Timo Hildebrand 1 Gregory Wimbee (C)
2 Andreas Hinkel 4 Abdelilah Fahmi
3 Timo Wenzel 5 Rafael Schmitz
4 Rui Manuel Marques 8 Nicolas Bonnal
5 Marcelo José Bordon 13 Matt Moussilou
6 Fernando Meira 18 Stephane Pichot
9 Ioan Viorel Ganea 20 Gregory Tafforeau
10 Krassimir Balakov 22 Benoit Cheyrou
11 Ioannis Amanatidis 23 Mathieu Delpierre
15 Alexander Hleb 24 Christophe Landrin
17 Jochen Seitz 25 Sylvain N´Diaye

Auswechslungen
:
53 Min. Christian Tiffert
Andreas Hinkel
69 Min. Kevin Kuranyi
Jochen Seitz
57 Min. Fernando d´Amico
Matt Moussilou
69 Min. Marc-Antoine Fortune
Benoit Cheyrou
89 Min. Philippe Brunel
Sylvain N´Diaye

Karten
:
27 Min. Fernando Meira
52 Min. Jochen Seitz
90 Min. Ioan Viorel Ganea
24 Min. Sylvain N´Diaye
43 Min. Benoit Cheyrou
47 Min. Stephane Pichot
55 Min. Matt Moussilou
56 Min. Nicolas Bonnal

Tore
:
1:0 80. Min. Torschütze: Krassimir Balakov

2:0 87. Min. Torschütze: Kevin Kuranyi(Vorlage: Marcelo José Bordon)



U-U-EFA-CUP!!!
VfB-Trainer Felix Magath hatte schon vor der Partie angekündigt, dass seine Mannschaft nach der 0:1-Hinspielniederlage im Rückspiel bedingungslos nach vorne spielen werde. Deshalb wich er auch vom obligatorischen 4-2-3-1-System ab und setzt auf eine offensive 4-3-3-Formation.
Vor der Abwehrkette mit Hinkel, Marques, Bordon und Wenzel spielte Fernando Meira erstmals alleine im defensiven Mittelfeld. Vor dem Portugiesen agierten mit Alexander Hleb und Krassimir Balakov zwei Spielmacher, die die drei Spitzen Amanatidis, Ganea und Seitz im Spiel nach vorne unterstützten.

Erster Aufreger nach einer Viertelstunde
Die Gäste aus Nordfrankreich hatten die erste Chance des Spieles, als Landrin allein auf der rechten Seite nach einem langen Ball auftauchte, aber der starke Rui Manuel Marques aufmerksam zur Ecke klären konnte. Danach war die Elf von Trainer Felix Magath am Zuge und kam auch gleich zu Chancen. Jochen Seitz setzte nach zwölf Minuten ein Zuspiel von Krassimir Balakov mit viel Risiko zwar noch volley über den Querbalken, doch nur drei Minuten später traf der VfB-Flügelstürmer dann ins Schwarze. Nach einem langen Ball ließ VfB-Stürmer Vio Ganea die Kugel auf Ioannis Amanatidis prallen, der mit einem Querpass den freistehenden Seitz bediente. Sein Schuss ins rechte untere Eck zum vermeintlichen 1:0 zählte aber nicht, da das schwache dänische Schiedsrichter-Trio eine Abseitsposition erkannt haben wollte, wo keine war.
Lille war äußerst defensiv ausgerichtet, versuchte aber bei eigenem Ballbesitz immer wieder schnell zu kontern.
So hatte Cheyrou nach 21 Minuten eine Schusschance, allerdings fand der Mittelfeldmann seinen Meister im aufmerksamen VfB-Keeper Timo Hildebrand.

VfB spielerisch klar dominant
Die Mannschaft von Felix Magath hatte schon im ersten Durchgang deutlich mehr Ballbesitz als die Franzosen, tat sich aber häufig gegen die massive Abwehrreihe schwer.
VfB-Angreifer Ioan Viorel Ganea vergab Mitte des ersten Durchgangs eine gute Möglichkeit, als er nach einem Konter über Krassimir Balakov und Alexander Hleb zu lange zögerte und von der französischen Abwehr noch ausgebremst wurde.
Danach kamen die Gäste für kurze Zeit besser ins Spiel und hatten auch zwei gute Möglichkeiten. Zunächst scheiterte Cheyrou mit einem fulminanten 20-Meter-Schuss am starken VfB-Keeper Timo Hildebrand, der den Ball mit der Faust klären konnte und danach sicher zupackte.
Fünf Minuten später klärte Hildebrand gegen den alleinstehenden Landrin, der nach einem Stellungsfehler in der VfB-Hintermannschaft freie Bahn hatte, aber am reaktionsschnelle VfB-Torhüter scheiterte.

Auch der Treffer von Amanatidis wurde nicht gegeben
Praktisch mit dem Pausenpfiff machte sich der dänische Schiedsrichter Knud Erik Fisker dann zum Buhmann der Zuschauer. Nach einem feien Zuspiel von Alexander Hleb wähnte er VfB-Angreifer Ioannis Amanatidis im Abseits. Der Grieche hatte OSC-Keeper Wimbee umkurvt und den Ball im Tor versenkt, doch auch dieses Mal hatte das Schiedsrichtergespann etwas gegen eine VfB-Führung einzuwenden.
Alles richtig machte Schiedsrichter Fisker dann zwei Minuten nach der Pause. Im Anschluss an eine VfB-Ecke von Krassimir Balakov und einer Kopfballverlängerung von Timo Wenzel köpfte Fernando Meira auf das Tor der Franzosen, wo Verteidiger Pichot mit der Hand klärte. Für den Franzosen war das Spiel damit frühzeitig beendet und der VfB hatte durch den Strafstoß eine gute Möglichkeit zur Führung. VfB-Regisseur Krassimir Balakov wollte es allerdings zu genau machen und traf nur den linken Pfosten des OSC-Tores, weshalb es beim torlosen Remis blieb.
Trotz des Fehlschusses spielte weiter nur eine Mannschaft. Der VfB schnürte Lille in der eigenen Hälfte ein und fuhr Angriff auf Angriff mit der tollen Unterstützung der 16.000 Zuschauer im Rücken auf das französische Tor. Inspiriert vom überragenden Fernando Meira im defensiven Mittelfeld und den beiden fleißigen Spielgestaltern Alexander Hleb und Krassimir Balakov drückte der VfB aufs Tempo und die Franzosen kamen praktisch kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus. Mit Mann und Maus verteidigte Lille das eigene Tor und stand oft mit allen Feldspielern im eigenen Strafraum.

Magath riskierte alles mit zwei weiteren Stürmern
VfB-Trainer Felix Magath reagierte auf das andauernde 0:0 und brachte mit Christian Tiffert und Kevin Kuranyi für Andreas Hinkel und Jochen Seitz zwei weitere Offensivkräfte.
Vor allem die Einwechslung von Kevin Kuranyi sollte sich dann noch bezahlt machen. Zunächst vor allem dadurch, dass der auf die linke Seite gewechselte Alexander Hleb Mitte des zweiten Durchgangs die Abwehr der Franzosen häufig alleine schwindelig spielte und für Gefahr sorgen konnte. Zunächst verzog der Weißrusse nach einen Sololauf und wenig später verpasste Vio Ganea auf Zuspiel von Alexander Hleb die VfB-Führung hauchdünn, als der Rumäne das Außennetz traf.
Zehn Minuten vor dem Ende wurden die Zuschauer dann erlöst. Nach einer Rechtsflanke von Christian Tiffert wurde zunächst ein Schuss von Kevin Kuranyi von der OSC-Abwehr noch geblockt, doch die Kugel fiel direkt vor die Füße von Krassimir Balakov, der aus kurzer Distanz zum hochverdienten 1:0 abstauben konnte.

Kuranyis 2:0 als Erlösung
Nur sieben Minuten später kochte dann das Daimler-Stadion, als der VfB den entscheidenden zweiten Treffer nachlegen konnte. Nach einer Ecke von Krassimir Balakov und einer Kopfballverlängerung von Marcelo José Bordon drückte Kevin Kuranyi den Ball aus kurzer Distanz mit dem Kopf zum 2:0 ein. ille warf danach alles nach vorne, ohne allerdings für Gefahr sorgen zu können. Selbst Torhüter Gregory Wimbee stürmte in den Schlussminuten mit, als Schiedsrichter Fisker ohne Grund sechseinhalb Minuten nachspielen ließ.
Wimbees Ausflug in ungewohnte Gefilde endete derweil äußerst schmerzhaft für den OSC-Keeper, der sich bei einem Kopfballduell am Jochbein verletzte und vor dem Schlusspfiff vom Feld musste. Da die Franzosen bereits dreimal ausgetauscht hatten, musste der Torschütze des Hinspieles, Nicolas Bonnal, für die letzten Sekunden zwischen die Pfosten. Der VfB sicherte sich dank einer über die gesamten 90 Minuten engagierten Leistung letztlich verdient den Einzug in den UEFA-Cup. Selbst nach den beiden nicht gegebenen Treffern und Balakovs Elfmeter-Fehlschuss gab die Magath-Elf nie auf und gewann am Ende verdient mit 2:0.

   
     
   
     
   
     
   
     Unterstützt wird HefleswetzKick von:  
     
 
     
 
 
   
 
 
Aktuelles ........................................... [weiter]   Statistik ...................................... [weiter]
Nachrichten Ergebnisse, Tabellen, ..     Zahlen, Daten Fakten, ...  
Teams ............................................... [weiter]   Stadion ....................................... [weiter]
Fotos, Berichte, Geschichte, ...     Geschichte, Ereignisse, ...  
Personen .......................................... [weiter]   Fanzone ...................................... [weiter]
Datenbanken, Fotos, Geschichten, ...     alles für den VfB Stuttgart Fan  
Chronik ............................................. [weiter]   Download ................................... [weiter]
Zeitgeschichte, Dokumente, ...     für zu Hause  
 
 
  HefleswetzKick | Michael Holzschuh | Weilbachweg 9 | 82541 Münsing | Telefon: 08177-997267 | E-Mail | Internet |
Inhaltlicher Verantwortlicher gemäß § 55 Abs. 2 RStV: Michael Holzschuh (Anschrift wie nebenstehend)