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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.       10. Jahrgang

 
 
 


 
    
Spielbericht

Samstag, 20.07.2002, 20:00 Uhr

VfB Stuttgart - AC Perugia    3:1 (0:1)

Zuschauer: 7.000
Schiedsrichter: Styles (England)

Aufstellungen:
VfB Stuttgart AC Perugia
1 Timo Hildebrand 1 Zeljko Kalac
5 Marcelo José Bordon 2 Ferreira Zé Maria
6 Fernando Meira 3 Mauro Milanese
7 Silvio Meißner 4 Giovanni Tedesco (C)
9 Ioan Viorel Ganea 8 Manuele Blasi
10 Krassimir Balakov 9 Fabio Amoruso
11 Ioannis Amanatidis 10 Fabrizio Miccoli
12 Heiko Gerber 11 Fabio Grosso
14 Thomas Schneider 22 Marco di Loreto
15 Alexander Hleb 23 Zizis Vryzas
17 Jochen Seitz 31 William Viali

Auswechslungen
:
33 Min. Christian Tiffert
Krassimir Balakov
46 Min. Sean Dundee
Ioannis Amanatidis
87 Min. Timo Wenzel
Heiko Gerber
56 Min. Fabio Gatti
Zizis Vryzas

Karten
:
Thomas Schneider
Zizis Vryzas
Mauro Milanese
Marco di Loreto

Tore
:
0:1 14. Min. Torschütze: Fabrizio Miccoli(Vorlage: Fabio Amoruso)

1:1 64. Min. Torschütze: Marcelo José Bordon(Vorlage: Alexander Hleb)

2:1 71. Min. Torschütze: Ioan Viorel Ganea(Vorlage: Jochen Seitz)

3:1 90. Min. Torschütze: Jochen Seitz(Vorlage: Ioan Viorel Ganea)


3:1-Sieg gegen Perugia

für grösseres Bild hier klicken7.000 Zuschauer im Gottlieb-Daimler-Stadion sahen am Samstag Abend einen 3:1-Sieg des VfB im Hinspiel der dritten UI-Cup-Runde gegen den italienischen Serie-A-Club AC Perugia. Nach einer schwachen ersten VfB-Hälfte drehte die Magath-Elf im zweiten Durchgang noch das Spiel und gewann durch die Treffer von Marcelo José Bordon, Ioan Viorel Ganea und Jochen Seitz am Ende verdient gegen die zusehends müder werdenden Italiener. VfB-Trainer Felix Magath veränderte seine Elf im Vergleich zum Zweitrundenrückspiel vor einer Woche in Lokeren auf zwei Positionen. Der wieder genesene Thomas Schneider ersetzte Rui Manuel Marques in der Viererabwehrkette und VfB-Heimkehrer Ioannis Amanatidis spielte im Mittelfeld anstelle des verletzten Andreas Hinkel (Schulterprobleme).
Beide Mannschaften begannen verhalten und tasteten sich erst gegenseitig ab. Ein zur Ecke abgefälschter Schuss des kleinen und agilen Miccoli nach drei Minuten war in den ersten zehn Minuten der einzige Aufreger. Mehr zufällig als gewollt traf Jochen Seitz dann nach elf Minuten im Anschluss an einen Eckball mit einer Flanke den rechten Außenpfosten des Gästetores.

Rückstand durch Miccoli
Die Italiener zeigten sich zunächst vor dem VfB-Tor zielstrebiger und gingen nach 14 gespielten Minuten in Führung. Miccoli spielte auf der halbrechten Seite Doppelpass mit Perugias Starstürmer Amoruso und verwertete danach freistehend aus acht Metern den Ball mit links unhaltbar für VfB-Keeper Timo Hildebrand zur Führung.
Der VfB schien auf den Rückstand nicht vorbereitet und fand praktisch die komplette erste Hälfte nicht ins Spiel .
Die beste Chance im ersten Durchgang hatte Vio Ganea nach einer Linksflanke von Jochen Seitz nach einer knappen halben Stunde, doch der Kopfball des Rumänen landete am Außennetz.
Nach 33 Minuten musste dann auch noch VfB-Regisseur Krassimir Balakov verletzungsbedingt vom Platz. Der VfB-Kapitän zog sich nach einer ersten Diagnose ohne Einwirkung des Gegners einen Muskelbündelriss in der Wade zu und wird somit voraussichtlich länger ausfallen. Christian Tiffert ersetzte den VfB-Bulgaren.

Zwei gute Chancen vor dem Wechsel
Kurz vor der Pause war der VfB im Glück, als es wiederum Miccoli war, der für Gefahr sorgte. Nach einer Linksflanke und einer Kerze im VfB-Strafraum stand der kleine Angreifer der Italiener plötzlich im VfB-Sechzehner mutterseelenallein, brauchte aber letztlich zu lange, um den Ball unter Kontrolle zu bekommen, weshalb Heiko Gerber in höchster Not klären konnte.
Praktisch im Gegenzug war Vio Ganea nach einer Flanke von Christian Tiffert im Pech, als sein Rechtsschuss in höchster Not von der AC-Abwehr noch zur Ecke geblockt werden konnte.
Mit einem 0:1-Rückstand aus VfB-Sicht ging es in die Kabinen.

Zweiter Angreifer nach der Pause
VfB-Trainer Felix Magath reagierte zur Pause und brachte für Ioannis Amanatidis mit Sean Dundee eine echte zweite Spitze. Zudem schien die Kabinenansprache des VfB-Cheftrainers gewirkt zu haben, denn der VfB kam wie verwandelt aus der Pause .
Zwar hatten die Gäste durch Miccoli die erste Chance im zweiten Durchgang, der eine Flanke von Vryzas auf das Tordach des VfB-Kastens setzte, doch danach war der VfB Herr im eigenen Haus.
Perugias Keeper Kalac musste sich nach 49 Minuten im Anschluss an eine Tiffert-Flanke nach einem Schuss von Vio Ganea strecken und hatte Glück, als Alexander Hleb nur eine Minute später nach einer Ecke mit einem Distanzschuss das Gästetor nur knapp verfehlte.

Bordon erzielte das Tor des Monats
Neun Minuten waren in Durchgang zwei gespielt, als VfB-Abwehrchef Marcelo José Bordon eine erstklassige Möglichkeit ungenutzt ließ. Nach einem feien Pass in die Tiefe von Alexander Hleb, scheiterte der Brasilianer mit einem zwar wuchtigen, aber unplazierten Schuss am Keeper des AC.
Wiederum nur drei Minuten später hatten Ferando Meira und Thomas Schneider nach einer Ecke von Christian Tiffert gleich im Doppelpack die Chance zum Ausgleich, der freilich noch nicht fallen wollte.
Nach etwas mehr als einer halben Stunde durften die VfB-Fans dann aber doch jubeln. Marcelo José Bordon sorgte mit seinem Treffer der Marke Tor des Monats für den Ausgleich. Nach einem Freistoß, den Heiko Gerber quer legte, hob Alexander Hleb den Ball gekonnt in den Strafraum und Marcelo José Bordon traf aus halbrechter Position mit einem Seitfallzieher ins lange Eck zum vielumjubelten Ausgleich.

Ganea mit der Führung
Heiko Gerber war nur kurze Zeit nach dem 1:1 im Pech, als er einen Linksschuss knapp am rechten Pfosten des AC-Tores vorbeisetzte.
Besser machte es Vio Ganea nach 71 Minuten. Nach einem feinen Solo von Alexander Hleb, der freistehend in kurzer Distanz die Chance praktisch schon vertendelt hatte und nur noch Jochen Seitz auf der linken Seite ins Spiel bringen konnte, traf der Rumäne zum Ausgleich. AC-Keeper Kalac konnte einen Schuss von Jochen Seitz zwar zunächst noch parieren, doch Vio Ganea stand goldrichtig und staubte zur VfB-Führung ab.
Perugia versuchte nach dem Rückstand wieder etwas mehr für die Offensive zu tun, allerdings schien das Team aus Umbrien im zweiten Durchgang mit den Kräften am Ende zu sein. So war der AC vor allem bei Standards gefährlich. VfB-Keeper Timo Hildebrand musste nach 73 Minuten einen Freistoß von Grosso um den Pfosten drehen, um einen zweiten Gegentreffer zu vermeiden. Der eher unauffällig agierende Amoruso verpasste nur eine Minute später eine Flanke von Zé Maria nur knapp.
Auf der Gegenseite hatte Jochen Seitz mit einem Schlenzer aus 18 Metern Pech, der denkbar knapp am rechten Torpfosten vorbeischrammte.

Endstand in der Schlussminute
In der Schlussphase entwickelte sich ein munteres Spielchen, da bei Mannschaften auf einen weiteren Treffer aus waren. Grosso verfehlte zwölf Minuten vor dem Ende das VfB-Tor nur knapp, als er zuerst zwei VfB-Spieler versetzte und dann nur die hintere Torstange des VfB-Gehäuses traf.
Praktisch im Gegenzug war Marcelo José Bordon in kurzer Distanz nach einer Gerber-Flanke und einer Kopfballverlängerung des starken Fernando Meira zu überrascht, um aus der Möglichkeit Kapital zu schlagen.
Doch in der Schlussminute hatten die VfB-Fans nach einer ausgelassenen Konterchance zwei Minuten zuvor doch noch einmal Grund zum Jubeln. Ein an sich ungenaues Zuspiel von Vio Ganea verlängerte Perugias Brasilianer Zé Maria unglücklich in den Lauf von Jochen Seitz, der mit einem Heber von der linken Seite den 2-Meter-Riesen Kalac im AC-Tor überwinden konnte und somit den Endstand markierte.

Zufriedener VfB-Coach Magath
Freuen konnte man sich am Ende aus VfB-Sicht aber nicht nur über den verdienten Sieg, der im Rückspiel alle Chancen auf ein Weiterkommen lässt. Mit VfB-Verteidiger Thomas Schneider kehrte gegen den AC Perugia ein Mann in die Elf , der über ein Jahr aufgrund von Verletzungen außer Gefecht war. Der 29-jährige Defensivspieler absolvierte am 28. April 2001 beim Heimspiel gegen den SV Werder Bremen sein bislang letztes Spiel und zeigte bei seinem 90-Minuten-Comeback nach zwei schweren Knieoperationen auf der rechten Abwehrseite eine gute Leistung.
Zufrieden war auch VfB-Coach Felix Magath, sowohl mit Schneiders Comeback als auch mit der Leistung seiner Elf. Der VfB-Coach sagte bei der Pressekonferenz nach dem Spiel: "In den ersten 45 Minuten haben wir kaum ins Spiel gefunden. Perugia hat das Spiel bestimmt und wir haben uns angepasst. In der zweiten Hälfte waren wir dann konditionell besser drauf und haben am Ende verdient gewonnen. Das 3:1 ist ein gutes Ergebnis, wir fahren guten Mutes zum Rückspiel nach Italien."

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