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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.       10. Jahrgang

 
 
 


 
    
Geschichte
Der Europapokal der Pokalsieger (in Österreich und in der Schweiz eher als Cup der Cupsieger bekannt) war ein von der UEFA organisierter, europäischer Wettbewerb für Fußballvereine. Er war der dritte bedeutende europäische Fußballpokal, bei dem die Pokalsieger der europäischen Länder im K.-o.-System in Hin- und Rückspielen den Gewinner ermittelten. Der Wettbewerb wurde 1960/61 erstmals ausgetragen. Im ersten Jahr seines Bestehens wurde der Sieger in zwei Endspielen ermittelt, ab 1962 fand ein einziges Finale an neutralem Ort statt. Da dieser Wettbewerb in den neunziger Jahren an Renommee verloren hatte, wurde der Europapokal der Pokalsieger im Zuge der Reformierung des Europapokals der Landesmeister und des UEFA-Pokals ab der Saison 1999/2000 abgeschafft und mit dem UEFA-Pokal zusammengelegt. Die nationalen Pokalsieger qualifizieren sich nun für den UEFA-Cup.

Der Präsident des SC Wacker Wien, Alfred Frey, der zu diesem Zeitpunkt auch die Stellung des ÖFB-Vizepräsidenten einnahm, machte am 18. März 1956 der UEFA erstmals bei einer Sitzung den Vorschlag einen solchen Wettbewerb auszutragen. Da er auf starke Gegenwehr stieß, entschied er gemeinsam mit dem ÖFB und dem Mitropacupkomitee diesen Wettbewerb selbst auszutragen. So kam es am 13. Februar 1960 zur Geburtsstunde des Europapokals der Pokalsieger, bereits nach einer Saison wurde das Turnier von der UEFA übernommen und auch die erste Saison mit dem Sieger AC Florenz als offiziell anerkannt.

Der FC Barcelona konnte den Pokal viermal gewinnen (1979, 1982, 1989, 1997) und erreichte weitere zweimal das Finale (1969, 1991). Der RSC Anderlecht gewann zweimal (1976, 1978) und erreichte weitere zweimal das Finale (1977, 1990).

Deutsche Vereine gewannen den Pokal fünfmal. Erster deutscher Titelträger war Borussia Dortmund 1966. Damit war Borussia Dortmund auch der erste deutsche Verein, der einen europäischen Titel errang. Die anderen deutschen Gewinner waren FC Bayern München 1967, 1. FC Magdeburg 1974 (als einzige DFV-Mannschaft), Hamburger SV 1977 und Werder Bremen 1992. Weitere deutsche Finalisten waren Fortuna Düsseldorf, der VfB Stuttgart, 1. FC Lokomotive Leipzig, FC Carl Zeiss Jena und der TSV 1860 München. Obwohl Österreich dreimal einen Finalisten (FK Austria Wien 1978 bzw. SK Rapid Wien 1985 und 1996) stellte, konnte von einem österreichischen Vertreter nie ein Titel errungen werden.

Niemals gelang es einem Gewinner, den Pokal direkt im Jahr danach wieder zu verteidigen, auch wenn acht Vereine im Jahr nach ihrem Titelgewinn erneut im Finale standen.

Viermal gewann der Vizepokalsieger, da der Pokalsieger als Meister am Europapokal der Landesmeister teilnahm: 1960/61 der AC Florenz, 1971/72 die Glasgow Rangers, 1977/78 der RSC Anderlecht und 1996/97 der FC Barcelona.

Teilnehmer
Teilnehmer waren neben dem Titelverteidiger die jeweiligen nationalen Pokalsieger Europas der Vorsaison (z. B. für die Bundesrepublik Deutschland: DFB-Pokal, für die DDR der FDGB-Pokal, für Österreich der ÖFB-Cup). Wenn ein nationaler Pokalsieger sich für den Europapokal der Landesmeister (ab 1991 UEFA Champions League) qualifizieren konnte, nahm der unterlegene Pokalfinalist den Platz im Europapokal der Pokalsieger ein. Der Wettbewerb wurde erstmals in der Saison 1960/61 ausgetragen und wegen der für das Publikum und die Vereine nachlassenden Attraktivität nach der Saison 1998/99 abgeschafft. Seither nehmen die nationalen Pokalsieger am UEFA-Pokal teil, sofern sie nicht bereits für die Champions League qualifiziert sind.

Europäischer Supercup
Ab der Saison 1971/72 qualifizierte sich der Sieger im Europapokal der Pokalsieger für den Europäischen Supercup. Die erste Mannschaft, der dies gelang, war Glasgow Rangers. Allerdings war der erste Europäische Supercup inoffiziell, so dass erst im folgenden Jahr der AC Mailand erstmals offiziell antrat. Im Europäischen Supercup traf der Sieger des Europapokals der Pokalsieger auf den Sieger des Europapokals der Landesmeister (bzw. ab 1993 dessen Nachfolgers, der UEFA Champions League). Nach dem Abschaffen des Europapokals der Pokalsieger ging der Startplatz an den UEFA-Pokal.

Saison Spielort Sieger Gegner Ergebnis
1998/99 Birmingham Italien Lazio Rom Real Mallorca 2:1
1997/98 Stockholm England FC Chelsea VfB Stuttgart 1:0
1996/97 Rotterdam Spanien FC Barcelona Paris Saint-Germain 1:0
1995/96 Brüssel Frankreich Paris Saint-Germain SK Rapid Wien 1:0
1994/95 Paris Spanien Real Saragossa FC Arsenal 2:1 n.V.
1993/94 Kopenhagen England FC Arsenal AC Parma 1:0
1992/93 London Italien AC Parma FC Antwerpen 3:1
1991/92 Lissabon Deutschland Werder Bremen AS Monaco 2:0
1990/91 Rotterdam England Manchester United FC Barcelona 2:1
1989/90 Göteborg Italien Sampdoria Genua RSC Anderlecht 2:0 n.V.
1988/89 Bern Spanien FC Barcelona Sampdoria Genua 2:0
1987/88 Strasbourg Belgien KV Mechelen Ajax Amsterdam 1:0
1987/86 Athen Niederlande Ajax Amsterdam 1. FC Lokomotive Leipzig 1:0
1985/86 Lyon UdSSR Dynamo Kiew Atlético Madrid 3:0
1984/85 Rotterdam England FC Everton SK Rapid Wien 3:1
1983/84 Basel Italien Juventus Turin FC Porto 2:1
1982/83 Göteborg England FC Aberdeen Real Madrid 2:1
1981/82 Barcelona Spanien FC Barcelona Standard Lüttich 2:1
1980/81 Düsseldorf UdSSR Dinamo Tiflis FC Carl Zeiss Jena 2:1
1979/80 Brüssel Spanien Valencia CF FC Arsenal 0:0 n.V., 5:4 n.E.
1978/79 Basel Spanien FC Barcelona Fortuna Düsseldorf 4:3 n.V.
1977/78 Paris Belgien RSC Anderlecht FK Austria Wien 4:0
1976/77 Amsterdam Deutschland Hamburger SV RSC Anderlecht 2:0
1975/76 Brüssel Belgien RSC Anderlecht West Ham United 4:2
1974/75 Basel UdSSR Dynamo Kiew Ferencvaros Budapest 3:0
1973/74 Rotterdam DDR 1. FC Magdeburg AC Mailand 2:0
1972/73 Thessaloniki Italien AC Mailand Leeds United 1:0
1971/72 Barcelona Schottland Glasgow Rangers FK Dynamo Moskau 3:2
1970/71 Piräus England FC Chelsea Real Madrid 1:1 n.V., 1:0 (Wdh.)
1969/70 Wien England Manchester City Gornik Zabrze 2:1
1968/69 Basel Slowakei ŠK Slovan Bratislava FC Barcelona 2:1
1967/68 Rotterdam Italien AC Mailand Hamburger SV 2:0
1966/67 Nürnberg Deutschland FC Bayern München Glasgow Rangers 1:0 n.V.
1965/66 Glasgow Deutschland Borussia Dortmund FC Liverpool 2:1 n.V.
1964/65 London England West Ham United TSV 1860 München 2:0
1963/64 Brüssel, Antwerpen Portugal Sporting Lissabon MTK Budapest 3:3 n.V., 1:0 (Wdh.)
1962/63 Rotterdam England Tottenham Hotspurs Atlético Madrid 5:1
1961/62 Glasgow, Stuttgart Spanien Atlético Madrid AC Florenz 1:1 n.V., 3:1 (Wdh.)
1960/61 Glasgow, Florenz Italien AC Florenz Glasgow Rangers Hin: 2:0, Rück: 2:1
n.V. = nach Verlängerung i.E. = im Elfmeterschießen

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