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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.      11. Jahrgang

 
 
 


 
 
 
 
  
VfB Stuttgart - Standard Lüttich

3 : 0  (1 : 0)

 
SchiedsrichterZuschauer
Peter Rasmussen (DEN)28.000
Aufstellung
1Jens Lehmann
5Serdar Tasci
7Martin Lanig
9Ciprian Marica
11Thomas Hitzlsperger
15Arthur Boka
17Matthieu Delpierre
19Roberto Hilbert
28Sami Khedira
33Mario Gomez
35Christian Träsch
1Rorys Aragon Espinoza
2Reginal Goreux
5Oguchi Onyewu
6Wilfried Dalmat
8Steven Defour
9Dieumerci Mbokani
10Igor de Camargo
14Landry Mulemo
19Mohamed Sarr
23Milan Jovanovic
28Axel Witsel
Tore
5. Min.1:0  Sami Khedira
49. Min.2:0  Roberto Hilbert
72. Min.3:0  Ciprian Marica
   
   
   
Auswechslungen
70. Min.Roberto Hilbert
 Khalid Boulahrouz
77. Min.Sami Khedira
 Pavel Pardo
82. Min.Mario Gomez
 Cacau
66. Min.Wilfried Dalmat
 Mehdi Carcela-Gonzalez
74. Min.Igor de Camargo
 Eliaquim Mangala
77. Min.Dieumerci Mbokani
 Benjamin Nicaise
Karten
63. Min.Arthur Boka
 
Trainer
Markus BabbelLaszlo Bölöni

Souverän in die Zwischenrunde

Drei Veränderungen in der Startformation nahm VfB-Teamchef Markus Babbel beim letzten Auftritt seiner Mannschaft im Jahr 2008 im Vergleich zum jüngsten 2:2 in der Bundesliga gegen den FC Bayern München vor. Im vierten und letzten UEFA-Cup-Gruppenmatch gegen Standard Lüttich spielte der zuletzt in der Liga gelb-gesperrte Arthur Boka links in der Viererkette und nahm den Platz von Christian Träsch ein, der nach rechts rückte, um dort Ricardo Osorio zu ersetzen. Der Mexikaner musste wegen muskulärer Probleme passen. Im Mittelfeld kam Martin Lanig für den erkrankten Jan Simak zum Zug und im Angriff spielte Mario Gomez anstelle von Cacau.
Die Partie in der Mercedes-Benz Arena war etwas mehr als vier Minuten alt, als wie schon gegen den FC Bayern München wiederum Sami Khedira im Mittelpunkt des Geschehens stand. Der VfB kombinierte am Strafraum der Belgier über mehrere Stationen, bis Roberto Hilbert mit einem feinen Zuspiel Khedira in halbrechter Position fand. Der VfB-Mittelfeldspieler hatte freie Bahn und ließ Standard-Keeper Rorys Aragon Espinoza mit einem Schuss ins lange Eck keine Chance, womit die frühe VfB-Führung besiegelt war. Mit dem schnellen 1:0 im Rücken beschränkte sich der VfB zunächst darauf, das Spielgeschehen zu kontrollieren. Erst nach 17 Minuten gab es deshalb wieder eine Chance zu sehen, als Martin Lanig von Mario Gomez in Szene gesetzt wurde, Gäste-Schlussmann Espinoza den Schuss des Blondschopfs aber parieren konnte. Nach 20 Minuten musste dann auch Jens Lehmann erstmals einen Abschluss der Belgier abwehren. Kapitän Steven Defour hatte aus der Distanz Maß genommen, doch Lehmann war auf der Hut und packte sicher zu. Wesentlich gefährlicher war dann eine Szene auf der anderen Seite, als Thomas Hitzlsperger eine Ecke von rechts in den Strafraum hob und die Abwehr von Rorys Aragon Espinoza nur unzureichend ausfiel.

Dies lud Martin Lanig zum Torschuss ein, den Landry Mulemo in höchster Not auf der Torlinie entschärfen konnte. Nach etwas mehr als einer halben Stunde startete Wilfried Dalmat schließlich am rechten Flügel zu einem Sololauf, der im Strafraum jedoch fair und entscheidend vom stellungssicheren Matthieu Delpierre unterbunden wurde. Kurz vor der Pause brannte es dann noch einmal im Strafraum der Belgier nach einer Ecke des VfB, doch mit vereinten Kräften konnten die Gäste die Situation letztlich klären, was wenig später auch nochmals für Torhüter Espinoza galt, der einen Weitschuss von Martin Lanig im Nachfassen parierte. Mit einer mehr als verdienten 1:0-Führung des Babbel-Teams ging es danach in die Kabinen.

Hilbert und Marica legten nach

Ohne Wechsel ging es auf beiden Seiten zunächst weiter. Die erste Chance nach Wiederbeginn hatten die Gäste, doch ein Schuss von Reginal Goreux aus halbrechter Position verfehlte das VfB-Tor weit. Besser zielte nach 49 Minuten Roberto Hilbert, der mit einem Schuss ins linke untere Eck auf 2:0 erhöhte, nachdem Oguchi Onyewu eine Boka-Flanke zur Kerze geklärt hatte und Mario Gomez überhastet über den Ball trat, was letztlich zur perfekten Vorlage für Hilbert werden sollte. Und nur 120 Sekunden später schickte Thomas Hitzlsperger Sami Khedira auf die Reise, dessen Schuss an der Querlatte endete. Mario Gomez erhöhte in Sachen Aluminiumtreffer wiederum nur kurz danach ebenfalls auf 2:0, als er eine Rechtsflanke aus Nahdistanz an den Pfosten setzte. Dass in dieser Phase der Partie kein dritter VfB-Treffer fiel, lag auch daran, dass Schiedsrichter Peter Rasmussen Martin Lanig einen klaren Elfmeter verwehrte, als der Mittelfeldmann von Reginal Goreux kurz hinter der Sechzehnmeterlinie gefällt wurde. Im Gegenzug hatte dann auch Lüttich mal eine gute Chance. Nach einem Steilpass auf Igor de Camargo war die Abseitsfalle des VfB nicht zugeschnappt, doch Jens Lehmann ließ sich selbst von den Übersteigern des Brasilianers nicht aus der Ruhe bringen und klärte die Situation auf souveräne Art und Weise. Nach etwas mehr als einer Stunde setzte schließlich Thomas Hitzlsperger einen 20-Meter-Schuss knapp rechts am Standard-Kasten vorbei. Auf der anderen Seite bot sich Milan Jovanovic gegen eine zu weit aufgerückte VfB-Abwehr eine Großchance, als der Offensivmann am linken Flügel freie Bahn hatte, letztlich aber verzog. Nach 66 Minuten wechselte Lüttichs Coach Laszlo Bölöni erstmals aus und ersetzte den fleißigen Wilfried Dalmat durch Mehdi Carcela-Gonzalez. Und auf Seiten des VfB kam wenig später Khalid Boulahrouz für Roberto Hilbert zum Zug. Der Holländer stand kaum auf dem Platz, als Ciprian Marica ein Zuspiel von Sami Khedira annahm, sich um seinen Gegenspieler drehte und mit einem satten Linksschuss ins rechte Eck auf 3:0 erhöhte. Bei beiden Teams wurde hernach erneut gewechselt. Eliaquim Mangala nahm bei Standard den Platz von Igor de Camargo ein, wenig später durfte dann auch noch Benjamin Nicaise für Dieumerci Mbokani ran. Und beim Babbel-Team kam zunächst Pavel Pardo für Sami Khedira und fünf Minuten später noch Cacau anstelle von Mario Gomez zum Zug. Das Spiel war natürlich längst entschieden, entsprechend wenig Highlights bot die Schlussphase, in der beide Mannschaften nur noch das Nötigste taten. Bis zum Abpfiff von Schiedsrichter Peter Rasmussen sollte folglich nichts Entscheidendes mehr passieren.

Der VfB erreichte durch den nie gefährdeten und souveränen Erfolg gegen Standard die Zwischenrunde des UEFA-Cups, die am morgigen Freitag in Nyon ausgelost wird. Als Tabellenzweiter der Gruppe C wird das Team von Markus Babbel dabei einem der Absteiger aus der UEFA Champions League zugelost. Mannschaften aus demselben Landesverband können in der Zwischenrunde nicht aufeinander treffen. Somit wird der VfB nicht gegen Werder Bremen antreten müssen. Als Kontrahenten kommen Girondins Bordeaux, Schachtjor Donezk, Olympique Marseille, Aalborg BK, der AC Florenz, Dynamo Kiew und Titelverteidiger Zenit St. Petersburg in Frage. Ausgespielt wird die Runde der letzten 32 Teams am 18./19. Februar sowie am 26. Februar 2009. Der VfB wird das Hinspiel in jedem Fall auswärts austragen.

   
  
   
   
  
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