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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.      11. Jahrgang

 
 
 


 
 
 
 
  
UEFA-Pokal, 27.11.2008
Sampdoria Genua - VfB Stuttgart

1 : 1  (1 : 1)

 
SchiedsrichterZuschauer
Damir Skomina (SLO)
19.000
Aufstellung
1 Luca Castellazzi
5 Pietro Accardi
6 Stefano Lucchini
18 Emiliano Bonazzoli
19 Daniele Franceschini
21 Paolo Sammarco
23 Marius Stankevicius
28 Daniele Gastaldello
40 Gennaro Delvecchio
46 Mirko Pieri
99 Antonio Cassano
1 Jens Lehmann
3 Ricardo Osorio
4 Khalid Boulahrouz
5 Serdar Tasci
9 Ciprian Marica
11 Thomas Hitzlsperger
13 Pavel Pardo
19 Roberto Hilbert
21 Ludovic Magnin
25 Elson
33 Mario Gomez
Tore
39. Min.1:1  Paolo Sammarco
9. Min.0:1  Ciprian Marica
Auswechslungen
68. Min.Emiliano Bonazzoli
 Claudio Bellucci
72. Min.Stefano Lucchini
 Hugo Armando Campagnaro
85. Min.Marius Stankevicius
 Reto Ziegler
12. Min.Ludovic Magnin
 Arthur Boka
46. Min.Elson
 Martin Lanig
76. Min.Martin Lanig
 Christian Träsch
Karten
22. Min.Daniele Gastaldello
37. Min.Antonio Cassano
 
 
22. Min.Ciprian Marica
40. Min.Roberto Hilbert
64. Min.Jens Lehmann
87. Min.Pavel Pardo
Trainer
Walter Mazzarri
Markus Babbel

Verdienter Punktgewinn

Bei seiner Premiere als VfB-Teamchef schickte Markus Babbel ein auf insgesamt vier Positionen verändertes Team im Vergleich zum letzten Bundesliga-Auftritt ins Wolfsburg ins Rennen. Im UEFA-Cup-Spiel bei Sampdoria Genua trat der VfB in einer 4-4-2-Formation an, in der Ricardo Osorio rechts in der Abwehrkette spielte, da Serdar Tasci im Zentrum für den verletzten Matthieu Delpierre (Entzündung der Hüftmuskulatur) ran musste. Im Mittelfeld nahm Pavel Pardo die zentral defensive Rolle ein und Roberto Hilbert agierte auf der rechten Seite. Dafür blieben Martin Lanig und Jan Simak auf der Bank. Und im Angriff bildete Ciprian Marica mit Mario Gomez ein Duo, so dass auch Cacau beim Anstoß nur die Reservistenrolle blieb.
Im längst nicht ausverkauften Stadio Luigi Ferraris dauerte es knapp neun Minuten bis zur ersten Chance, die auch prompt einen Treffer einbrachte. Der VfB hatte sich erfolgreich dem Anfangsdruck der Hausherren erwehrt und spielte sich über Roberto Hilbert in Richtung Strafraum. Sein Zuspiel auf Mario Gomez klärte Pietro Accardi im Sechzehnmeterraum, allerdings landete die Kugel direkt vor den Beinen von Ciprian Marica, der aus zehn Metern flach ins linke untere Eck zum 1:0 für das Team von Markus Babbel verwandeln konnte. Nach nur zwölf Minuten war die Partie unterdessen für Ludovic Magnin bereits beendet. Der Schweizer zog sich in einem Zweikampf einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu und wurde durch Arthur Boka ersetzt. Die Hausherren schienen vom frühen Rückstand beeindruckt zu sein und fanden nur schwer zurück ins Spiel. So gehörte auch die nächste Chance dem VfB. Arthur Boka flankte aus dem linken Halbfeld in den Strafraum, wo Mario Gomez am langen Pfosten einen Schritt zu spät kam. Erst Mitte der ersten Hälfte bekam auch Jens Lehmann etwas zu tun. Nach einer Rechtsflanke von Stefano Lucchini war er schneller am Ball als Emiliano Bonazzoli, der am Fünfmeterraum gelauert hatte, und vereitelte damit eine Halbchance der Italiener.

Wenig später bot sich Marius Stankevicius am rechten Flügel Platz zum Flanken, aber auch bei der Hereingabe des Litauers war Jens Lehmann Herr der Situation und wiederum eher am Ball als Emiliano Bonazzoli. Kurz danach versuchte es Daniele Franceschini aus der Distanz, doch auch hier war Jens Lehmann auf der Hut. Sechs Minuten vor der Pause war die Nummer eins des VfB dann aber geschlagen. Zunächst hob Antonio Cassano einen Freistoß in den VfB-Strafraum, wo über Umwege Daniele Franceschini an den Ball gelangte und gefährlich abschließen konnte. Mit Glück und der Hilfe des Pfostens konnte Jens Lehmann dabei noch den Ausgleich verhindern, doch nach der folgenden Ecke kam Marius Stankevicius frei zum Kopfball, seinen Versuch klärten Lehmann und Arthur Boka mit vereinten Kräften im rechten unteren Toreck, aber Paolo Sammarco stand goldrichtig und staubte zum 1:1 ab. Bis zum Pausenpfiff des slowenischen Schiedsrichters Damir Skomina passierte dann nichts Nennenswertes mehr.

Klarer Elfmeter an Gomez nicht gegeben

Während die Italiener zur Pause auf Wechsel verzichteten, kam beim VfB mit Martin Lanig für Elson ein weiterer frischer Mann zum Zug. Mario Gomez auf der einen, und Emiliano Bonazzoli auf der anderen Seite, versuchten es früh nach Wiederbeginn mit Schüssen aus der Distanz, die das Ziel jedoch hüben wie drüben klar verfehlten. Auch ein Volleyschuss von VfB-Kapitän Thomas Hitzlsperger flog nach 51 Minuten am Tor der Gastgeber vorbei. Wenig später verfehlte ein Kopfball von Mario Gomez nach einer Flanke Pavel Pardos nur knapp das Ziel. Eine knappe Stunde war gespielt, als Schiedsrichter Damir Skomina dem VfB einen glasklaren Elfmeter verweigerte. Mario Gomez spitzelte an der Strafraumgrenze den Ball vor Pietro Accardi weg und wurde anschließend von dem Verteidiger rüde gefällt, was dem Unparteiischen jedoch entgangen war. Zu allem Überfluss forderte Accardi auch noch dreist eine gelbe Karte für Gomez, der nach dem Tritt auf dem Platz behandelt werden musste. Im Anschluss an die folgende Ecke versuchte es Roberto Hilbert mit einem Schuss aus der Distanz, der das Ziel am Ende aber um gut zwei Meter verfehlte. Auf der anderen Seite zog Antonio Cassano aus halbrechter Position ab und der Schuss endete am Außennetz, allerdings wäre Jens Lehmann im Fall der Fälle auf dem Posten gewesen. Der VfB agierte in dieser Phase des Spiels für wenige Minuten nur zu zehnt, da Martin Lanig wegen Magenproblemen kurz vom Feld musste. Die Italiener wechselten anschließend gleich doppelt aus. Zunächst ersetzte Claudio Bellucci im Angriff Emiliano Bonazzoli und wenig später kam Verteidiger Hugo Armando Campagnaro für Stefano Lucchini in die Partie. Die nächste Möglichkeit bot sich Daniele Franceschini, dessen Distanzschuss jedoch zu schwach und unplatziert geriet. Für Martin Lanig ging es eine knappe Viertelstunde vor Schluss dann doch nicht mehr weiter. Er musste wieder vom Platz und wurde durch Christian Träsch ersetzt. Zehn Minuten vor dem Ende spielte Mario Gomez seinen Sturmkollegen Ciprian Marica in halbrechter Strafraumposition frei. Der Rumäne schloss aus der Drehung ab, drosch die Kugel dabei aber letztlich klar über das Gehäuse von Sampdoria. Ein Distanzschuss von Thomas Hitzlsperger rauschte 60 Sekunden später knapp am rechten Pfosten vorbei. Sieben Minuten vor dem Abpfiff bot sich dann aber auch Genua noch einmal eine Großchance. Nach einem Freistoß von Antonio Cassano kam Gennaro Delvecchio am Fünfmeterraum frei zum Abschluss, sein Heber flog zum Glück des VfB jedoch nicht nur über Jens Lehmann, sondern auch weit über das Ziel hinweg. Pavel Pardo schoss danach aus der Distanz in die Arme von Luca Castellazzi und Thomas Hitzlsperger aus 25 Metern nicht weit über den Querbalken. Der kurz zuvor für Marius Stankevicius eingewechselte Reto Ziegler prüfte danach noch Jens Lehmann aus der Distanz.

Der VfB holte im Stadio Luigi Ferraris einen unterm Strich mehr als verdienten Punkt. Ein frühes Tor von Ciprian Marica gab dem Team von Markus Babbel Sicherheit und ließ die Truppe um Kapitän Thomas Hitzlsperger fortan wesentlich besser als zuletzt auftreten. Genua verstand es nicht, sich klare Chancen herauszuspielen, bis kurz vor der Pause eine Standardsituation doch zum glücklichen 1:1 führen sollte. In den zweiten 45 Minuten war die Partie weitgehend ausgeglichen. Ein Sieg des VfB wäre möglich gewesen, wenn Schiedsrichter Damir Skomina nicht auf einen Elfmeterpfiff beim Foul an Mario Gomez verzichtet hätte.

   
  
   
   
  
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