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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.      11. Jahrgang

 
 
 


 
 
 
 
  
Donnerstag, 29.09.2005, 14:15 Uhr

NK Domzale - VfB Stuttgart    1:0 (1:0)

Zuschauer:
2.500
Schiedsrichter: Jacek Granat (Polen)

Aufstellungen:
NK DomzaleVfB Stuttgart
1Dejan Nemec1Timo Hildebrand
5Janez Zavrl2Andreas Hinkel
6Darijan Matic6Fernando Meira
11Jhonnes Marques de Sousa10Jon Dahl Tomasson
14Branko Ilic11Thomas Hitzlsperger
15Zoran Zeljkovic12Heiko Gerber
16Ermin Rakovic17Matthieu Delpierre
21Dalibor Stevanovic18Jeronimo Cacau
25Dejan Djuranovic (C)20Zvonimir Soldo (C)
28Ales Kacicnik22Jesper Grønkjær
29Luka Elsner40Christian Gentner

Auswechslungen:

75. Min.Zlatan Ljubijankic
Dejan Djuranovic
90. Min.Wilson Aparecido Juninho
Ales Kacicnik
85. Min.Martin Stranzl
Jesper Grønkjær

Karten:

39. Min.Jhonnes Marques de Sousa
63. Min.Luka Elsner
66. Min.Luka Elsner
29. Min.Thomas Hitzlsperger
57. Min.Heiko Gerber
75. Min.Jeronimo Cacau
90. Min.Fernando Meira

Tore:

1:016. Min.Torschütze: Dalibor Stevanovic(Vorlage: Ermin Rakovic)

 

Wasserspiele in Domzale

für grösseres Bild hier klickenDauerregen in Domzale ließ das UEFA-Cup-Rückspiel des VfB am heutigen Donnerstag im Sportni Park zunächst einmal auf der Kippe stehen, doch nach einer Platzbegehung am Mittag entschied Schiedsrichter Jacek Granat aus Polen, dass einem Anpfiff der Partie trotz wohl kaum regulärer Bedingungen nichts im Wege stehen könne. Bei Spielbeginn in Domzale stand dann eine auf vier Positionen im Vergleich zum liegenden 1:0-Erfolg in der Bundesliga gegen den 1. FC Kaiserslautern veränderte VfB-Elf auf dem Platz. In der Viererabwehrkette spielten Andreas Hinkel und Heiko Gerber auf den Außenverteidigerpositionen anstelle von Martin Stranzl und Ludovic Magnin, die genauso auf der Bank saßen wie Christian Tiffert. Für ihn kam Thomas Hitzlsperger im Mittelfeld zum Zug, wo auch wieder Jesper Grønkjær auf der Außenbahn von Beginn an mit dabei war. Cacau rückte für den Dänen nach vorne an die Seite von Jon Dahl Tomasson und nahm damit den Platz von Danijel Ljuboja ein, der zuletzt als zweite Spitze agiert hatte.
Die Hausherren begannen engagiert, hatten aber genauso wie die Trapattoni-Elf mit dem extrem tiefen Platz, auf dem vieles vom Zufall bestimmt war, ihre Probleme, so dass zunächst nur zwei Distanzschüsse in Richtung Tor von Timo Hildebrand kamen, die der VfB-Schlussmann sicher parierte. So dauerte es bis zur elften Minute ehe es die erste wirkliche Chance zu sehen gab. NK-Keeper Dejan Nemec konnte einen satten Freistoß von Thomas Hitzlsperger aus großer Distanz mit Mühe zur Ecke lenken und war auch Sekunden später bei einem Kopfball von Jon Dahl Tomasson zur Stelle. Eine gute Viertelstunde war im Sportni Park gespielt, als die Hausherren etwas unerwartet in Führung gingen. Ermin Rakovic spielte in halbrechter Position einen Pass in die Gasse und Dalibor Stevanovic reagierte danach schneller als die komplette VfB-Defensive. Sein Schuss aus Nahdistanz flog unter der Hand des verdutzten Timo Hildebrand hindurch zum 1:0 in die Maschen des VfB-Kastens. Wenig später hätte ein verunglückter Rückpass von Matthieu Delpierre den VfB-Keeper beinahe ein zweites Mal in Verlegenheit gebracht, doch zum Glück der Trapattoni-Elf rollte die Kugel nicht ins Tor, sondern am linken Pfosten vorbei ins Aus. Bis zur Pause tat sich dann vor beiden Toren überhaupt nichts mehr, da auf einem Platz, auf dem das Wasser teilweise Zentimeter hoch stand, hüben wie drüben kein konstruktiver Spielaufbau möglich war.

Gelb-Rot gegen Elsner

Zum zweiten Durchgang kehrten beide Teams unverändert auf den Platz. Fußballerisch ging es ähnlich überschaubar wie vor der Pause weiter, da weiter der Zufall Regie führte. Und wenn einmal eine Idee da war, wie fünf Minuten nach Wiederbeginn, als Christian Gentner mit einem Pass in die Tiefe Jon Dahl Tomasson suchte, dann machte der Platz dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung, denn das Spielgerät blieb einfach auf halbem Weg in den Wassermengen stecken und erreichte so erst gar nicht den Adressaten. Eine knappe Stunde war im Sportni Park gespielt, als ein langer Ball VfB-Stürmer Cacau in Position gebracht hatte. Der Brasilianer spitzelte die Kugel zwar am herausgelaufenen NK-Schlussmann Dejan Nemec vorbei, wurde dann aber noch von einem Verteidiger und dem Wasser auf dem Platz abgedrängt. Mitte der zweiten Hälfte sah Luka Elsner, der Minuten zuvor mit der gelben Karte bedacht worden war, nach einem Foul an Heiko Gerber zum zweiten Mal die Verwarnungskarte des Schiedsrichters, so dass die Hausherren die letzten knapp 25 Minuten in Unterzahl agieren mussten. Die numerische Überlegenheit sollte sich für den VfB aber kaum bemerkbar machen, da ein reguläres Spiel ohnehin nicht möglich war. VfB-Mittelfeldspieler Thomas Hitzlsperger machte gut zwanzig Minuten vor Schluss das einzig richtige und versuchte es aus der Distanz, verfehlte dabei aber gleich zweimal das Ziel. Auf der anderen Seite drosch auch Dalibor Stevanovic das Spielgerät aus gut 20 Metern weit am Tor vorbei. Mit Zlatan Ljubijankic brachte NK-Coach Slavisa Stojanovic eine Viertelstunde vor Schluss dann eine frische Offensivkraft ins Spiel, das freilich weiter keines war. Der Angreifer ersetzte Kapitän Dejan Djuranovic. Der neue Mann wurde kurz nach seiner Einwechslung im Strafraum auch gleich angespielt, doch sein Drehschuss fand den Weg zum Tor nicht, da Fernando Meira Ljubijankic abblocken konnte. Bei einem Konter waren die Gastgeber zehn Minuten vor dem Ende dann noch einmal im Glück. Christian Gentner spielte in den Lauf von Jon Dahl Tomasson, der aber gegen den herausstürzenden Schlussmann des NK Domzale, Dejan Nemec, einen Schritt zu spät und deshalb nicht an den Ball kam. Und auch wenig später klärte Nemec vor seinem Strafraum gegen den dänischen VfB-Angreifer, als der Ball wieder einmal auf halbem Weg liegen blieb und nur deshalb gefährlich wurde. Mit Verteidiger Martin Stranzl kam in der Schlussphase für den offensiven Jesper Grønkjær beim VfB noch ein frischer Mann ins Spiel und auch die Hausherren wechselten noch einmal aus. Wilson Aparecido Juninho ersetze für die letzten Sekunden Ales Kacicnik.

Der VfB zog trotz der 0:1-Niederlage in Domzale in die Gruppenphase des UEFA-Cups ein, da der 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel reichte. Da die Trapattoni-Elf aber es gerade im ersten Vergleich versäumt hatte, gegen einen international nicht erstklassigen Gegner die Weichen frühzeitig und deutlich zu stellen, musste bei irregulären Bedingungen im Sportni Park lange um ein Weiterkommen gezittert werden.

Stimmen zum Spiel

 
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