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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.      11. Jahrgang

 
 
 


 
 
 
 
  
Donnerstag, 15.09.2005, 16:30 Uhr

VfB Stuttgart - NK Domzale    2:0 (1:0)

Zuschauer:
12.000
Schiedsrichter: Paolo Bertini (Italien)

Aufstellungen:
VfB StuttgartNK Domzale
1Timo Hildebrand1Dejan Nemec
3Martin Stranzl5Janez Zavrl
6Fernando Meira6Darijan Matic
7Silvio Meißner7Miha Kline
10Jon Dahl Tomasson11Jhonnes Marquez de Sousa
17Matthieu Delpierre14Branko Ilic
20Zvonimir Soldo (C)15Zoran Zeljkovic
21Ludovic Magnin16Ermin Rakovic
22Jesper Grønkjær20Zlatan Ljubijankic
38Danijel Ljuboja21Dalibor Stefanovic
40Christian Gentner25Dejan Djuranovic (C)

Auswechslungen:

64. Min.ChristianTiffert
Jesper Grønkjær
70. Min.Mario Gomez
Jon Dahl Tomasson
79. Min.Thomas Hitzlsperger
Silvio Meißner
68. Min.Wilson Aparecido Juninho
Zlatan Ljubijankic
77. Min.Marko Lunder
Dalibor Stefanovic
85. Min.Darko Topic
Jhonnes Marquez de Sousa

Karten:

35. Min.Janez Zavrl
54. Min.Dalibor Stefanovic

Tore:

1:07. Min.Torschütze: Jon Dahl Tomasson(Vorlage: Ludovic Magnin)

 
2:089. Min.Torschütze: Christian Gentner(Vorlage: Christian Tiffert)

 

Gentners wichtiges Tor

für grösseres Bild hier klickenIm Vergleich zum 1:1-Remis am vergangenen Samstag im Bundesligaspiel gegen Arminia Bielefeld veränderte VfB-Cheftrainer Giovanni Trapattoni seine Startelf auf vier Positionen. Martin Stranzl und Ludovic Magnin spielten in der Viererabwehrkette auf den Außenverteidigerpositionen anstelle von Andreas Hinkel und Heiko Gerber. Zudem ersetzte Christian Gentner seinen Namensvetter Tiffert auf der rechten Mittelfeldseite und Neuzugang Danijel Ljuboja spielte erstmals von Beginn an neben Jon Dahl Tomasson im Sturm. Für ihn musste Mario Gomez auf die Bank.
Beide Teams begannen das Spiel eher verhalten. Die Gäste konnten nach knapp zwei Minuten den ersten Distanzschuss verbuchen, doch der Versuch von NK-Kapitän Dejan Djuranovic ging weit am VfB-Kasten vorbei. Der VfB brauchte derweil bis zur siebten Minute bis zur ersten Gelegenheit, ging dabei aber gleich in Führung. Nach einer Linksflanke von Ludovic Magnin stimmte in der Defensive der Gäste die Zuordnung nicht, was Jon Dahl Tomasson mit einem platzierten Kopfball ins lange Eck zur frühen 1:0-Führung nutzte. Die Mannschaft von Giovanni Trapattoni blieb am Drücker und hätte nur zwei Minuten später erneut durch Tomasson nachlegen können, doch der Däne scheiterte nach Zuspiel seines Landsmannes Jesper Grønkjær am herausstürzenden Domzale-Keeper Dejan Nemec, der auch wenig später auf der Hut war und einen Schuss von Christian Gentner parierte, nachdem seine Vorderleute eine Magnin-Flanke nur unzureichend klären konnten. Auch Jesper Grønkjær fand wenig später mit einem wenig gefährlichen Schuss seinen Meister in Schlussmann Nemec. Da die Gäste sehr tief standen, versuchte der VfB Domzale etwas herauszulocken, um dadurch mehr Räume für den Spielaufbau zu schaffen. So bot sich nach zwanzig Minuten Abwehrchef Fernando Meira eine Chance, der auf der rechten Seite durchstartete, in den Strafraum eindrang, dann aber mit einem Schuss aus relativ spitzem Winkel am Torwart der Slowenen scheiterte. Auch Ludovic Magnin hatte kein Glück, denn sein Freistoß von der rechten Strafraumlinie aus wurde abgeblockt und fand deshalb nicht den Weg ins Tor.

Rakovic mit der einzigen Chance der Gäste

Der VfB war zwar auch in der Folgezeit klar Herr im eigenen Haus, spielte aber zu wenig druckvoll, nicht mit ausreichend Tempo in den Aktionen und oft zu unpräzise, um die sehr verhalten auftretenden Gäste nachhaltig in Gefahr zu bringen. So dauerte es bis zur 36. Minute ehe mal wieder annährend Torgefahr aufkam. Danijel Ljuboja setzte sich an der Strafraumgrenze gegen NK-Verteidiger Janez Zavrl per Beinschuss durch und kam danach zu Fall, doch ein Elfmeterpfiff blieb wohl zurecht aus. Im Gegenzug kamen die Slowenen zu ihrer ersten Gelegenheit, als sich Angreifer Ermin Rakovic aus der Distanz ein Herz fasste und das VfB-Tor nur knapp verfehlte. Bis zur Pause tat sich dann vor beiden Toren nicht mehr viel, so dass einzig zwei Fouls des bereits gelb-verwarnten Janez Zavrl für etwas Aufregung sorgten, jedoch ließ Schiedsrichter Paolo Bertini Gnade vor Recht ergehen und verzichtete auf einen vorzeitigen Ausschluss des Abwehrchefs von Domzale.
Unverändert kehrten beide Teams nach der Pause auf den Platz. Am Spiel änderte sich derweil nicht viel. Der VfB war optisch weiter klar im Vorteil, konnte aber keine wirklich gefährlichen Situationen vor dem Tor von Domzale heraufbeschwören. So wurde Christian Gentner bei einem Vorstoß über die rechte Seite im Strafraum noch ausgebremst und Danijel Ljuboja köpfte eine Flanke von Jesper Grønkjær über das Tor. Die Offensivbemühungen der Gäste endeten unterdessen in aller Regel in einer Abseitsposition. Auf das wenig durchschlagskräftige Spiel seiner Mannen reagierte Giovanni Trapattoni nach 64 Minuten mit der Auswechslung von Jesper Grønkjær, der fortan durch Christian Tiffert ersetzt wurde. Der VfB-Mittelfeldspieler hatte dann auch gleich eine Chance, doch sein Kopfball nach Flanke von Danujel Ljuboja landete in den Armen von Gäste-Keeper Dejan Nemec. Anschließend wechselte auch Domzale das erste Mal. Routinier und Kapitän Dejan Djuranovic durfte frühzeit zum Duschen und wurde durch den Brasilianer Juninho ersetzt.

Gentner mit dem später 2:0

Die nächste Halbchance hatte aber nicht der frische Mann, sondern Ermin Rakovic, der in halblinker Position ein Zuspiel in die Tiefe verpasste, so dass Timo Hildebrands Kasten nicht wirklich in Gefahr geriet. Zwanzig Minuten vor dem Ende kam Mario Gomez für Torschütze Jon Dahl Tomasson in die Partie, den Giovanni Trapattoni auch mit Blick auf das bereits am Samstag anstehende Bundesligaspiel in Mainz vorzeitig vom Platz nahm. Auf dem Platz ging es mit einer Kopfballchance von Silvio Meißner weiter, der die Kugel nach einer Ecke von Christian Tiffert aber am langen Pfosten vorbeisetzte. Richtiger Spielfluss wollte auch danach nicht aufkommen, da eine verunsicherte VfB-Elf keinen Druck aufbauen konnte und weitere Wechsel ihr übriges taten. So kam bei Domzale Marko Lunder für Dalibor Stefanovic in die Partie und beim VfB ersetzte Thomas Hitzlsperger in der Schlussphase Silvio Meißner. Auch danach änderte sich am verkrampften und verunsicherten Auftritt des VfB zunächst nichts, was ein Stockfehler von Mario Gomez in der 82. Minute dokumentierte, als dem VfB-Angreifer nach einem weiten Schlag in aussichtsreicher Position im Strafraum der Ball versprang. Besser machte es eine Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit der zweite VfB-Youngster. Christian Gentner zog nach einer schönen Vorarbeit von Christian Tiffert, der seinen Kollegen an der Strafraumgrenze per Hacke bediente, aus 18 Metern einfach ab und traf mit einem Flachschuss ins linke untere Eck zum erlösenden 2:0. Die Nachspielzeit von vier Minuten brachte dann für beide Teams nichts Zählbares mehr ein.

Am Ende stand ein mühevoller 2:0-Arbeitssieg eines über weite Strecken vollkommen verunsicherten VfB-Teams. Trotz der frühen Führung durch das Tor von Jon Dahl Tomasson fand die Trapattoni-Elf nie ins Spiel und hatte es Mitte der zweiten Hälfte vor allem der Harmlosigkeit der Gäste zu verdanken, dass die mangelnde Durchschlagskraft und die vielen Fehler im Aufbau nicht bestraft wurden. Christian Gentners 2:0 war schließlich ein kaum mehr für möglich gehaltener Befreiungsschlag, der die Ausgangslage für das Rückspiel erheblich verbesserte.

Stimmen zum Spiel

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