Mittwoch, 15.12.2004, 20:45 Uhr  VfB Stuttgart - Dinamo Zagreb 2:1 (1:0)  Zuschauer: 41.000 Schiedsrichter: Eduardo Itturalde Gonzalez (Spanien)  Aufstellungen: |  |  |  |  |  |  |  | | VfB Stuttgart |  | Dinamo Zagreb |  | | 1 |  | Timo Hildebrand |  | 20 |  | Vladimir Vasilj | | 2 |  | Andreas Hinkel |  | 2 |  | Marijan Buljat | | 3 |  | Martin Stranzl |  | 5 |  | Andre Mijatovic | | 5 |  | Markus Babbel |  | 10 |  | Edin Mujcin | | 6 |  | Fernando Meira |  | 12 |  | Ivan Bosnjak | | 7 |  | Silvio Meißner (C) |  | 14 |  | Mario Lucic | | 10 |  | Alexander Hleb |  | 15 |  | Veldin Karic | | 13 |  | Christian Tiffert |  | 16 |  | Dalibor Poldrugac | | 18 |  | Jeronimo Cacau |  | 22 |  | Ante Tomic (C) | | 21 |  | Philipp Lahm |  | 23 |  | Danijel Pranjic | | 22 |  | Kevin Kuranyi |  | 24 |  | Eduardo da Silva |
Auswechslungen:  |  |  |  |  | | 76. Min. |  | Matthieu Delpierre |  |  | Markus Babbel |  | | 84. Min. |  | Marco Streller |  |  | Kevin Kuranyi |  | | 86. Min. |  | Jurica Vranjes |  |  | Fernando Meira |  |
|  |  |  | | 78. Min. |  | Danijel Hrman |  |  | Edin Mujcin |  | | 84. Min. |  | Miroslav Saric |  |  | Ante Tomic |  | | 84. Min. |  | Dario Zahora |  |  | Veldin Karic |  |
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Karten:  |  | |  |  |  | | 45. Min. |  | Edin Mujcin |  | | 61. Min. |  | Ante Tomic |  | | 67. Min. |  | Ivan Bosnjak |  | | 72. Min. |  | Andre Mijatovic |  |
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Tore:  |  |  |  |  | | 1:0 |  | 13. Min. |  | Torschütze: Christian Tiffert (Vorlage: Kevin Kuranyi) |  | | 1:1 |  | 66. Min. |  | Torschütze: Ivan Bosnjak (Vorlage: Ante Tomic) |  | | 2:1 |  | 75. Min. |  | Torschütze: Fernando Meira |  |
Gruppensieg geschafft Im Vergleich zum liegenden Bundesligaspiel bei den Bayern (2:2) veränderte VfB-Cheftrainer Matthias Sammer seine Startformation im letzten Gruppenspiel des UEFA-Cups gegen Dinamo Zagreb auf einer Position. Für Matthieu Delpierre kehrte der zuletzt angeschlagene Fernando Meira ins Team, was gleichzeitig die Umstellung vom in München praktizierten 3-5-2-System auf das gängige 4-4-2 zur Folge hatte. Meira spielte im defensiven Mittelfeld an der Seite von Silvio Meißner, während die zwei Außenverteidiger Andreas Hinkel und Philipp Lahm wieder rückten und zusammen mit Martin Stranzl und Markus Babbel den Viererabwehrverbund bildeten. Nachdem bereits vor Anstoß der Begegnung Jubel aufkam, da via Anzeigetafel die Vertragsverlängerung von VfB-Kapitän Zvonimir Soldo bekanntgegeben wurde, hätten die VfB-Fans vier Minuten nach dem Anpfiff fast wieder Grund zur Freude gehabt, als der erste VfB-Angriff im Spiel gleich eine gefährliche Situation nach sich zog. Cacau spielte seinen Sturmpartner Kevin Kuranyi frei, der in halblinker Position in den Strafraum eindrang und aus gut 14 Metern mit rechts den Abschluss suchte, doch der Schlenzer ging knapp am langen Pfosten des Dinamo-Tores vorbei. In den folgenden zehn Minuten tat sich vor beiden Toren nicht viel. Der VfB war bemüht, doch die bis dahin sattelfeste Dinamo-Abwehr ließ zunächst nicht viel zu. In der 13. Minute lag der Ball dann aber im Tor der Kroaten, allerdings verweigerte Schiedsrichter Eduardo Itturalde Gonzalez dem Treffer die Anerkennung. Nach einem Freistoß von Alexander Hleb setzte sich Silvio Meißner am Fünfmeterraum im Luftkampf gegen Torwart Vladimir Vasilj durch, der den Ball nicht zu greifen bekam und Kevin Kuranyi staubte zum vermeintlichen 1:0 ab. Doch der Unparteiische aus Spanien wertete Meißners Vorarbeit als Foulspiel und gab den Treffer nicht. Der VfB ließ sich dadurch aber nicht aus dem Takt bringen und legte nur zwei Zeigerumdrehungen später den wirklichen Führungstreffer nach. Einen langen Pass von Kevin Kuranyi nahm Christian Tiffert an der Strafraumgrenze an, tanzte anschließend Gegenspieler Danijel Pranjic aus und schloss überlegt per Flachschuss ins linke untere Eck zum 1:0 ab. Die Gäste kamen derweil nur schwer ins Spiel und erarbeiteten sich nach 19 Minuten eine erste Halbchance, als Veldin Karic auf der linken Seite in den Strafraum eindringen konnte, aber letztlich vom aufmerksamen Silvio Meißner noch am Torabschluss gehindert wurde. Dieser gelang zwar wenig später Eduardo da Silva, als der eingebürgerte Brasilianer in halbrechter Position aus gut 20 Metern per Drehschuss in Richtung VfB-Tor zielte, doch der Ball strich rechts am VfB-Tor vorbei, so dass Timo Hildebrand nicht mehr einzugreifen brauchte.Großchancen für Cacau und Kuranyi Danach war aber wieder der VfB am Zug. Zunächst fand ein Steilpass von Cacau seinen Sturmpartner Kevin Kuranyi, dessen Schuss aus halbrechter Position Vladimir Vasilj gerade noch zur Ecke lenken konnte. Und nur wenige Augenblicke später war es erneut Vasilj, der sein Team vor einem höheren Rückstand bewahrte. Nach einem Zuspiel von Alexander Hleb zog Cacau aus 14 Metern in halbrechter Position ab und der kroatische Keeper lenkte den Ball mit einem Reflex gerade noch an die Querlatte des Tores. Dinamos Angriffsbemühungen blieben unterdessen recht überschaubar. So versuchte sich Mittelfeldspieler Danijel Pranjic nach einer knappen halben Stunde per Distanzschuss vom linken Strafraumeck, setzte die Kugel dabei aber per Flachschuss weit am rechten Pfosten des VfB-Tores vorbei. Mit der Führung im Rücken wählte der VfB in der Viertelstunde vor dem Pausenpfiff die kontrollierte Offensive, ließ den Gegner nicht ins Spiel kommen und versuchte selbst ab und zu Akzente nach vorne zu setzen. So bot sich Christian Tiffert nach einem gewonnenen Kopfballduell von Andreas Hinkel an der Strafraumgrenze die Chance zur Grundlinie durchzugehen und danach quer zu spielen, allerdings fing die vielbeinige Abwehr der Kroaten das Zuspiel vor Kevin Kuranyi ab und konnte die Situation somit entschärfen. Dies war zugleich die letzte Chance einer ersten Hälfte, die der VfB klar dominierte und deshalb auch zurecht führte. Beide Teams kamen unverändert zum zweiten Durchgang aufs Feld. Die Partie war kaum angepfiffen, da musste Schiedsrichter Eduardo Itturalde Gonzalez das Spiel auch schon wieder unterbinden. Im Strafraum von VfB-Keeper Timo Hildebrand brannte es lichterloh, allerdings waren dafür nicht die Akteure von Dinamo Zagreb verantwortlich, sondern deren Fans, die bengalische Feuer aufs Feld warfen. Nach einer kurzen Unterbrechung konnte die Partie aber wieder fortgesetzt werden. Sportlich ging es danach mit einem Flachschuss von VfB-Stürmer Kevin Kuranyi weiter, dessen Versuch aus 22 Metern Dinamo-Keeper Vladimir Vasilj sicher parieren konnte. Wenig später setzte sich Alexander Hleb am linken Flügel durch und passte flach und scharf in den Strafraum, doch an die Hereingabe des Weißrussen kam kein VfB-Akteur heran, so dass die Kroaten mit vereinten Kräften klären konnten. Alexander Hleb war auch der Initiator der nächsten VfB-Chance, als er sich nach 56 Minuten zu einem Sololauf von der Mittellinie bis in den Strafraum aufmachte und dort unter Bedrängnis von Keeper Vladimir Vasilj auf Cacau legte, dessen Schussversuch aber völlig missglückte und das Tor verfehlte. Kevin Kuranyi setzte zwar noch nach, aber die Chance war bereits vertan. Ein Abwurf von VfB-Keeper Timo Hildebrand nach einer Ecke der Kroaten erreichte Mitte der zweiten Hälfte Philipp Lahm, der am linken Flügel in Richtung Tor von Dinamo stürmte und ins Zentrum flankte, wo Cacau per Direktabnahme das Tor von Zagreb nur knapp verfehlte. Bosnjak mit dem überraschenden Ausgleich, doch Meira legte nach Ein Freistoß nur eine Minute nach dieser Großchance der Sammer-Elf brachte dann aber den etwas überraschenden Ausgleichstreffer von Dinamo ein. Ante Tomic gab den ruhenden Ball vom linken Strafraumeck flach in die Mitte. Die Kugel wurde von der VfB-Mauer noch leicht abgefälscht und erreichte nicht zuletzt deshalb Ivan Bosnjak am Fünfmeterraum, der den Ball am chancenlosen Timo Hildebrand vorbei zum 1:1-Ausgleich ins VfB-Tor drückte. Zagreb schöpfte nach diesem Tor neuen Mut und erarbeitete sich fünf Minuten später eine weitere Möglichkeit. Eduardo da Silva setzte sich am rechten Flügel durch und flankte in den Strafraum, wo zunächst ein Kollege verpasste und Danijel Pranjic die Kugel im Nachschuss am VfB-Tor vorbei setzte. Eine Viertelstunde vor Schluss sorgte die Sammer-Elf dann aber für klare Verhältnisse. Alexander Hleb wollte 30 Meter vor dem Tor eigentlich den Ball in den Lauf von Kevin Kuranyi spielen, was Dinamo-Kapitän Ante Tomic zwar unterbinden konnte, doch der Mittelfeldspieler der Kroaten fälschte die Kugel genau in den Lauf von Fernando Meira ab, der aus halbrechter Position per Flachschuss zum viel umjubelten 2:1 für den VfB traf. Unmittelbar nach dem neuerlichen Führungstreffer, wechselte Matthias Sammer das erste Mal aus und ersetzte Markus Babbel durch Matthieu Delpierre. Jubel brandete im Gottlieb-Daimler-Stadion noch einmal sechs Minuten vor dem Ende auf, was aber weniger auf den Geschehnissen auf dem grünen Rasen lag, als vielmehr am zweiten Wechsel den Matthias Sammer vollzog. Nationalstürmer Kevin Kuranyi wurde in der Schlussphase durch Marco Streller ersetzt, der damit nach über einem halben Jahr Verletzungspause aufgrund eines Schien- und Wadenbeinbruchs sein Comeback feierte. Spielerisch war in den letzten Minuten nicht mehr allzu viel geboten, was zum einen daran lag, dass die Partie nach dem zweiten VfB-Tor entschieden war und weitere Wechsel für Unterbrechungen sorgten. So kam auch Jurica Vranjes gegen seine Landsleute noch zu einem Kurzeinsatz und bediente unmittelbar nach seiner Einwechslung Marco Streller in halblinker Position, dessen Flachschuss aber Dinamo-Keeper Vladimir Vasilj abwehren konnte. Für etwas Aufregung sorgte in der Nachspielzeit dann noch ein schlampiges Zuspiel von Timo Hildebrand nach einem Rückpass, das beim Gegner landete, doch der aufmerksame Matthieu Delpierre konnte die Situation letztlich entschärften. Und als Marco Streller wenig später nach einem Cacau-Schuss den Ball ins verwaiste Dinamo-Tor schob und das vermeintliche 3:1 erzielte, verweigerte das spanische Schiedsrichtergespann dem Treffer die Anerkennung, so dass es am Ende beim 2:1-Erfolg der Sammer-Elf blieb. Unterm Strich zog der VfB verdientermaßen als Gruppensieger in die dritte UEFA-Cup-Runde ein. Die Sammer-Elf war über weite Strecken Herr der Situation und dominierte eine zumeist biedere Elf von Dinamo Zagreb klar. Lediglich unmittelbar nach dem glücklichen Ausgleichstreffer witterten die Kroaten etwas Morgenluft, doch die VfB-Antwort folgte prompt mit dem zweiten Tor, das die Sammer-Elf schon viel früher hätte erzielen können. Da dies nicht der Fall war, musste der VfB am Ende sogar nur kurzfristig um den Erfolg bangen. Stimmen zum Spiel |