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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.      11. Jahrgang

 
 
 


 
 
 
 
  
Donnerstag, 27.02.2003, 19:30 Uhr

VfB Stuttgart - Celtic Glasgow    3:2 (1:2)

Zuschauer: 50.348
Schiedsrichter: Jan Wegereef (Niederlande)

Aufstellungen:
VfB StuttgartCeltic Glasgow
1Timo Hildebrand20Robert Douglas
2Andreas Hinkel5Joos Valgaeren
3Timo Wenzel6Dianbobo Balde
10Krassimir Balakov8Alan Thompson
11Ioannis Amanatidis9Chris Sutton
12Heiko Gerber10John Hartson
13Christian Tiffert14Paul Lambert (C)
15Alexander Hleb16Ulrik Laursen
20Zvonimir Soldo17Didier Agathe
22Kevin Kuranyi18Neil Lennon
29Steffen Dangelmayr19Stilian Petrov

Auswechslungen:

46 Min.Ioan Viorel Ganea
Steffen Dangelmayr
65 Min.Michael Mutzel
Christian Tiffert
80 Min.Jochen Seitz
Heiko Gerber
82 Min.Shaun Maloney
Paul Lambert
87 Min.Jackie McNamara
Chris Sutton

Karten:

41 Min.Krassimir Balakov
68 Min.Michael Mutzel

Tore:

0:113. Min.Torschütze: Alan Thompson(Vorlage: John Hartson)

0:215. Min.Torschütze: Chris Sutton(Vorlage: Didier Agathe)

1:237. Min.Torschütze: Christian Tiffert(Vorlage: Alexander Hleb)

2:275. Min.Torschütze: Alexander Hleb(Vorlage: Kevin Kuranyi)

3:287. Min.Torschütze: Michael Mutzel(Vorlage: Alexander Hleb)
Der Sieg reichte nicht

für grösseres Bild hier klickenAuf drei Positionen veränderte VfB-Cheftrainer Felix Magath seine Startelf im Vergleich zum 4:0-Heimsieg am vergangenen Sonntag in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach beim UEFA-Cup-Rückspiel im Achtelfinale gegen Celtic Glasgow.
Für die drei gesperrten Akteure Marcelo José Bordon (rote Karte), Fernando Meira (5. gelbe Karte) und Silvio Meißner (3. gelbe Karte) rückten Steffen Dangelmayr, Timo Wenzel und Christian Tiffert in die Mannschaft.
Der VfB versuchte vom Anstoß weg den Weg nach vorne einzuschlagen und gab schon nach wenigen Sekunden den ersten Warnschuss durch Kevin Kuranyi ab, der das Tor von Celtic freilich weit verfehlte.
Nach vier Minuten musste Celtics Abwehrspieler Joos Valgaeren nach einer Rechtsflanke von Christian Tiffert vor VfB-Angreifer Ioannis Amanatidis klären und nur kurze Zeit später rauschte ein Distanzschuss von Andreas Hinkel aus gut 20 Metern knapp am rechten Pfosten des Glasgower Tores vorbei.
VfB-Abwehrspieler Steffen Dangelmayr kam nach acht Minuten im Anschluss an eine Balakov-Ecke freistehend zum Kopfball, drückte die Kugel aber letztlich weit am langen Pfosten vorbei.

Doppelschock durch Thompson und Sutton
Elf Minuten dauerte es bis VfB-Keeper Timo Hildebrand das erste Mal ins Geschehen eingreifen musste, als John Hartson am VfB-Strafraum nach einem Pressschlag im Ballbesitz blieb, sich letztlich aber den Ball zu weit vorlegte, weshalb Timo Hildebrand mit einem weiten Schlag nach vorne klären konnte.
Nur 120 Sekunden später war der VfB-Torhüter aber machtlos, als der Franzose Agathe von rechts flankte, im Zentrum John Hartson per Kopf verlängerte und der aufgerückte Thompson in halblinker Position mit einem Schuss ins lange Eck zum 0:1 traf.
Doch für den VfB kam es unmittelbar danach noch dicker. Wieder setzte sich der rechte Mittelfeldmann von Celtic, der schnelle Didier Agathe, durch, drang in den Strafraum ein und passte flach auf Chris Sutton, der keine Mühe hatte, aus kurzer Distanz den zweiten Treffer der Gäste zu markieren.
Celtics Abwehrspieler Bobo Balde hätte bei einem Freistoß von Krassimir Balakov mit einer unglücklich

en Abwehraktion dem VfB fast einen Treffer ermöglicht, doch Glasgows Keeper Robert Douglas konnte den Ball aufs eigene Tor abwehren. Stockendes VfB-Offensivspiel nach dem Doppelpack
Weniger Mühe hatte Timo Hildebrand mit einem Schuss des Walisers John Hartson, den der VfB-Keeper sicher parieren konnte.
Auf der Gegenseite konnte der Däne Ulrik Laursen nach einer Flanke von der linken Seite durch Alexander Hleb gegen Kevin Kuranyi im Zentrum zur Ecke klären, bevor der VfB-Angreifer in aussichtsreicher Position hätte abschließen können.
Der VfB war von dem schnellen Doppelpack der Gäste geschockt und hatte Mitte der ersten Hälfte im Spiel gegen die nunmehr nur noch defensiv agierenden Schotten Probleme. Gefährliche Aktionen im und am Strafraum von Celtic blieben zunächst aus. Lediglich Andreas Hinkel konnte nach 31 Minuten die schottische Hintermannschaft düpieren, als er in halbrechter Position in den Strafraum eindrang und beim Flanken von Alan Thompson in den Hacken getroffen wurde, was der holländische Schiedsrichter Wegereef freilich nicht als elfmeterreifes Vergehen wertete.

Hoffnung durch Tifferts Anschlusstor
Acht Minuten vor der Pause klärte Bobo Balde eine Linksflanke direkt vor die Beine von Alexander Hleb, der auf der linlen Außenbahn zur Grundlinie marschierte und anschließend zur Mitte flankte. Seine Hereingabe landete genau auf dem Kopf von Christian Tiffert, der ins lange Eck zum 1:2-Anschluss aus VfB-Sicht traf.
Glück hatte die Magath-Elf fünf Minuten vor der Pause, als Andreas Hinkel einen Distanzschuss von Paul Lambert zur Ecke klären konnte, der wohl gefährlich in Richtung VfB-Kasten gekommen wäre.
Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff passte Heiko Gerber am Strafraum der Schotten klug auf den mitgelaufenen Krassimir Balakov, der mit einem Direktschuss aus gut 16 Metern knapp über die Querlatte schoss.
Mit einem 1:2-Rückstand musste die Magath-Elf folglich in die Kabinen.

Magath setzte alles auf eine Karte
“Wir haben ja nichts mehr zu verlieren”, sagte VfB-Coach Felix Magath unmittelbar vor dem Anstoß zur zweiten Hälfte und nahm damit Bezug auf die Einwechslung von Ioan Viorel Ganea, der den defensiven Steffen Dangelmayr beim VfB ersetzte.
Da der VfB in der zweiten 45 Minuten total offensiv ausgerichtet war, boten sich den Gästen natürlich Konterchancen. So konnte der neue VfB-Abwehrchef Zvonimir Soldo fünf Minuten nach Wiederanpfiff eine Thompson-Flanke vor dem mitgelaufenen Hartson zur Ecke klären und Timo Hildebrand parierte einen Distanzschuss von Thompson nach einer Kopfballablage von Sutton sicher.
Der VfB war bemüht, trotz des scheinbar aussichtslosen Rückstandes weiter nach vorne zu spielen, fand aber gegen die zweikampfstarken und defensiv gut gestaffelten Schotten lange keinen Weg zum Erfolg.
Celtic war Mitte der zweiten Hälfte seinerseits nur darauf aus, den Vorsprung zu verteidigen. So war ein Freistoß von Alan Thompson nach knapp einer Stunde, der in der VfB-Mauer endete, noch der größte Aufreger.
Doch auch der VfB konnte aus seinen wenigen Chancen zunächst keinen Nutzen schlagen. So haute Alexander Hleb nach einer Balakov-Ecke in aussichtsreicher Position freistehend über den Ball und vergab somit eine gute Möglichkeit zum Ausgleich.

”Felix Magath, Du bist der beste Mann”
Ioannis Amanatidis konnte sich nach 66 Minuten auf der rechten Seite im Strafraum durchsetzen, doch der aufmerksame Lennon blockte den Schuss des jungen Griechen ab.
Da im Spiel des VfB vorerst weiter wenig klappte, vertrieben sich die VfB-Fans mit Gesängen die Zeit im weiten Stadionrund. „Felix Magath, Du bist der beste Mann“, hallte es Mitte des zweiten Durchgangs durch das Daimler-Stadion, trotz des Rückstandes seiner Mannschaft.
73 Minuten waren im Daimler-Stadion gespielt, als Alexander Hleb mit einem klugen Pass Ianni Amanatidis in zentraler Position in Szene setzte, doch der VfB-Angreifer brauchte zu lange, um den Ball zu kontrollieren, weshalb die Defensivspieler von Celtic mit vereinten Kräften klären konnten. 60 Sekunden später drückte Vio Ganea eine Linksflanke per Kopf am langen Pfosten des schottischen Tores vorbei.
Als der Zeiger auf der Uhr eine weitere Runde gedreht hatte war der Ball dann aber zum zweiten Mal im Tor der Glasgower gelandet. Alexander Hleb spielt mit Kevin Kuranyi gekonnt Doppelpass und traf in halblinker Position mit einem Schuss ins kurze Eck zum 2:2.

Hleb traf nur den Pfosten, Mutzel traf zum Sieg
Dieser Treffer rüttelte nicht nur die VfB-Mannschaft, sondern auch die Fans im Stadion auf und Ianni Amanatidis scheiterte zwölf Minuten vor dem Ende mit einem leicht abgefälschten Linkschuss nur um Haaresbreite. Die fällige Ecke brachte Krassimir Balakov zur Mitte und Bobo Balde konnte gegen Ganea in höchster Not klären.
Felix Magath versuchte zehn Minuten vor dem Ende alles und brachte mit Jochen Seitz für Heiko Gerber einen weiteren Stürmer.
Fünf Minuten vor dem Ende war der VfB dann im Pech, als sich Alexander Hleb in halblinker Position durchsetzen konnte und mit einem strammen Linksschuss nur den Pfosten des Gästetores traf.
Unmittelbar danach foulte Bobo Balde Vio Ganea auf Höhe der Strafraumgrenze, doch der fällige Pfiff des Schiedsrichters blieb aus. Jan Wegereef pfiff weder Freistoß noch Elfmeter.
Doch der VfB ließ sich auch davon nicht beeindrucken und kam drei Minuten vor dem Ende durch Michael Mutzel zum 3:2, der in zentraler Position freigespielt wurde und mit einem Flachschuss traf.

Douglas rettete vor Kuranyi
Celtics Defensive war nach dem Führungstreffer des VfB orientierungslos und so verpasste Kevin Kuranyi unmittelbar nach dem Treffer von Mutzel nur knapp das vierte VfB-Tor, als Celtics Keeper Robert Douglas mit einer Fußballwehr an der Strafraumgrenze klären konnte.
Bereits in der Nachspielzeit drosch Jochen Seitz den Ball nach einer Kopfballvorlage von Kevin Kuranyi in zentraler Position über das Celtic-Tor hinweg in den Nachthimmel, was zugleich die letzte Chance des Spieles war. Der VfB schied am Ende trotz eines Sieges gegen Celtic Glasgow im Rückspiel aus dem UEFA-Cup aus. Der frühe Doppelpack der Gäste schockte die Magath-Elf lange Zeit. Erst in der Schlussviertelstunde fand der VfB zu dem Spiel, das man sich von Beginn an vorgenommen hatte. Celtics Defensive stand nach dem 2:2-Ausgleich alles andere als sicher und der VfB war einer Sensation sehr nahe. Nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn Alexander Hleb fünf Minuten vor dem Ende nicht den Pfosten, sondern ins Tor getroffen hätte.
Trotz eines großartigen Kampfes reichte es am Ende aber nicht für ein Weiterkommen. Die international erfahrenere Mannschaft setzte sich letztlich wohl verdient durch.

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