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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.      11. Jahrgang

 
 
 


 
 
 
 
  
Dienstag, 12.11.2002, 18:00 Uhr VfB Stuttgart - Ferencvaros Budapest    2:0 (0:0)

Zuschauer: 15.000

Schiedsrichter: Costas Kapitanis (Zypern)

Aufstellungen:

VfB StuttgartFerencvaros Budapest
21Thomas Ernst22Lajos Szücs
2Andreas Hinkel5Igor Szkukalek
5Marcelo José Bordon6Peter Lipcsei (C)
6Fernando Meira9Attila Szili
7Silvio Meißner21Dragan Vukmir
9Ioan Viorel Ganea24Gabor Gyepes
10Krassimir Balakov26Attila Dragoner
12Heiko Gerber30Zoltan Gera
15Alexander Hleb53Adem Kapic
17Jochen Seitz55Attila Tököli
20Zvonimir Soldo79Zsolt Bognár

Auswechslungen:

46 Min.Ioannis Amanatidis
Silvio Meißner
46 Min.Kevin Kuranyi
Ioan Viorel Ganea
84 Min.Michael Mutzel
Krassimir Balakov
74 Min.Leandro de Almeida
Attila Szili
82 Min.Zoltaan Balog
Adem Kapic
87 Min.Aleksandar Jovic
Zsolt Bognar

Karten:

77 Min.Kevin Kuranyi
78 Min.Heiko Gerber
90 Min.Michael Mutzel
14 Min.Peter Lipcsei
23 Min.Zsolt Bognar
28 Min.Gabor Gyepes
42 Min.Igor Szkukalek
45 Min.Attila Szili
78 Min.Leandro de Almeida
90 Min.Peter Lipcsei
 

Tore:

1:065. Min.Torschütze: Ioannis Amanatidis(Vorlage: Jochen Seitz)

2:090. Min.Torschütze: Fernando Meira (Foulelfmeter)

 

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2:0 sichert Weiterkommen

Im Vergleich zum erfolgreichen Heimspiel gegen den VfL Bochum am vergangenen Samstag veränderte VfB-Trainer Felix Magath seine Mannschaft auf zwei Positionen. Der wieder genesene Abwehrchef Marcelo José Bordon ersetzte Rui Manuel Marques in der Viererabwehrkette und der dreifache Torschütze vom vergangenen Wochenende, Ioan Viorel Ganea, stürmte anstelle von Kevin Kuranyi.
Taktisch hielt Felix Magath am zuletzt erfolgreichen 4-2-3-1-System fest.
Beide Teams begannen verhalten, weshalb in den ersten zehn Minuten vor beiden Toren praktisch gar nichts passierte. Attila Tököli probierte es dann als Erster, zielte aber mit links aus gut 20 Metern am rechten VfB-Pfosten vorbei.
Fünf Minuten später versuchte sich Heiko Gerber auf der anderen Seite aus der Distanz, doch der Linksschuss flog weit am Budapester Tor vorbei.
Zoltan Gera vergab nach 21 Minuten eine Chance nach einem Freistoß von Peter Lipcsei, als der Budapester Angreifer freistehend aus spitzem Winkel und kurzer Distanz den Ball volley über das VfB-Tor setzte.

Balakov-Freistoß an die Querlatte
Ferencvaros stand sehr defensiv und der VfB tat sich schwer gegen das Abwehrbollwerk brauchbare Chancen herauszuspielen. So dauerte es bis zur 27. Minute ehe Silvio Meißner mit einem Kopfball nach einer Seitz-Flanke und einem vorausgegangenen Freistoß wenigstens annährend für Gefahr sorgen konnte.
Krassimir Balakov war einem Treffer zwei Minuten später wesentlich näher, als er mit einem Freistoßschlenzer aus 18 Metern in halbrechter Position nur die Querlatte des Budapester Tores traf. Ferencvaros-Keeper Lajos Szücs war mit den Fingerspitzen noch am Ball und hatte Glück, dass ihm die Kugel danach in die Arme fiel.
VfB-Kapitän Zvonimir Soldo war in der 34. Minute im Pech, als er einen Freistoß von Krassimir Balakov mit dem Hinterkopf über den Querbalken des Budapester Tores setzte.
Zwei Minuten vor der Pause scheiterte Krassimir Balakov mit einem Freistoß von der rechten Seite, den der Bulgare direkt auf das Tor zog, als der Ball knapp über die Latte rauschte.
Marcelo José Bordon verpasste praktisch mit dem Pausenpfiff eine Freistoßflanke von Krassimir Balakov per Kopf nur um Haaresbreite.
Insgesamt tat sich der VfB im ersten Durchgang gegen eine defensive, destruktive und einmal mehr überhart agierende Budapester Mannschaft schwer. Vor allem Alexander Hleb war, wie schon im Hinspiel, immer wieder das Opfer böser Budapester Fouls.
Mit einem torlosen Remis ging es in die Kabinen.

Magath brachte zwei frische Stürmer
VfB-Trainer Felix Magath reagierte zur Pause auf die mangelnde Durchschlagskraft seiner Elf im Angriff und brachte für Silvio Meißner und Ioan Viorel Ganea mit Ioannis Amanatidis und Kevin Kuranyi zwei frische Stürmer.
Die erste halbe Chance hatten aber die Gäste, als deren Kapitän Peter Lipcsei in der 47. Minute einen Freistoß aus halbrechter Position weit über das VfB-Tor setzte.
57 Minuten waren im Daimler-Stadion bereits gespielt, als Krassimir Balakov einen Linksschuss aus knapp 25 Metern am linken Pfosten des ungarischen Tores vorbeidrosch.
Im Gegenzug schoss Peter Lipcsei die Kugel nach einem Konterangriff VfB-Keeper Thomas Ernst aus halblinker Position in die Arme.
Nach einer guten Stunde hätte ein Konter des VfB über die rechte Seite zum Erfolg führen können, doch Vukmir konnte die Flanke von Ioannis Amanatidis vor Kevin Kuranyi zur Ecke klären.
Nur zwei Minuten später machte es Ioannis Amanatidis besser, als er sich am langen Pfosten davonstahl und eine flache Hereingabe von Jochen Seitz aus spitzem Winkel zum 1:0 verwerten konnte.
Praktisch im Gegenzug war die Magath-Elf im Glück, als Tököli nach einem Fehler in der Abwehr zunächst im Strafraum freistand, doch der aufmerksame Fernando Meira gerade noch zur Ecke klären konnte.

Ferencvaros nach dem Rückstand etwas offensiver
Ferencvaros gab nach dem Rückstand seine defensive Haltung auf und kam in der 70. Minute zu einer Freistoßmöglichkeit, doch Lipcsei jagte den Ball in die gut postierte VfB-Mauer.
Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende versuchte sich Tököli nach einer Rechtsflanke von Gera mit dem Kopf, doch Thomas Ernst hatte keine Probleme.
Adem Kapic scheiterte wenig später mit einem Drehschuss aus der Distanz, der über das VfB-Tor flog, während Alexander Hleb auf der anderen Seite in halblinker Position mit einem Schuss aus 12 Metern das Ziel nur knapp verfehlte.
Wenig später scheiterte Krassimir Balakov mit einem Rechtsschuss von der Strafraumgrenze, der ihm über den Schlappen gerutscht war.
Peter Lipcsei setzte kurz danach einen Freistoß aus halblinker Position über das VfB-Tor.
Auch sein Kollege Igor Szkukalek machte es zwei Minuten vor dem Ende nicht besser, denn er scheiterte mit einem Freistoß an der VfB-Mauer.
In der Schlussminute überschlugen sich dann die Ereignisse. Nach einer Freistoßflanke von Jochen Seitz traf Kevin Kuranyi per Kopf aus spitzem Winkel an den langen Pfosten. Schiedsrichter Kapitanis aus Zypern zeigte unmittelbar danach auf den Elfmeterpunkt, da Ioannis Amanatidis in der Mitte zu Boden gerissen wurde.
Noch bevor Fernando Meira sicher zum 2:0-Endstand verwandeln konnte, sah Ferencvaros-Spielführer Peter Lipcsei wegen Meckerns die gelb-rote Karte.
In der Nachspielzeit scheiterte dann noch Marcelo José Bordon mit einem Distanzschuss, der knapp über das Gästetor flog. Am Ende feierte der VfB einen verdienten Arbeitssieg gegen eine lange Zeit sehr defensive Budapester Mannschaft, die im ersten Durchgang nahtlos an die harte und teilweise unfaire Spielweise aus dem Hinspiel anknüpfte. Der VfB hatte die notwendige Geduld, kontrollierte trotz permanenter Offensive den Gegner über die gesamten 90 Minuten und ließ keine klare Chance zu. Nach dem 1:0 durch Amanatidis wurde Ferencvaros etwas offensiver, doch der VfB war bei Kontern weit gefährlicher, als Budapest bei seinen Angriffsversuchen.

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