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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.      11. Jahrgang

 
 
 


 
 
 
 
  
Donnerstag, 31.10.2002, 17:30 Uhr  Ferencvaros Budapest - VfB Stuttgart    0:0 (0:0)

Zuschauer: 18.000
Schiedsrichter: Mikko Vuorela (Finnland)

Aufstellungen:

Ferencvaros BudapestVfB Stuttgart
22Lajos Szüsz21Thomas Ernst
5Igor Szkukalek2Andreas Hinkel
6Peter Lipcsei (C)5Marcelo José Bordon
9Attila Szili6Fernando Meira
21Dragan Vukmir7Silvio Meißner
24Gabor Gyepes10Krassimir Balakov
26Attila Dragoner12Heiko Gerber
27Attila Kriston13Christian Tiffert
30Zoltan Gera17Jochen Seitz
53Adem Kapic20Zvonimir Soldo
55Attila Tököli22Kevin Kuranyi
 

Auswechslungen:

74 Min.Marek Penksa
Attila Szili
54 Min.Timo Wenzel
Marcelo José Bordon
60 Min.Alexander Hleb
Jochen Seitz
89 Min.Michael Mutzel
Christian Tiffert

Karten:

22 Min.Attila Dragoner
80 Min.Dragan Vukmir
83 Min.Attila Kriston
10 Min.Marcelo José Bordon
85 Min.Fernando Meira
 

Torloses Remis 

für grösseres Bild hier klickenIm Vergleich zum letzten Bundesligaspiel zu Hause gegen den FC Energie Cottbus veränderte VfB-Trainer Felix Magath seine Elf beim UEFA-Cup-Hinspiel der zweiten Runde bei Ferencvaros Budapest auf zwei Positionen. Christian Tiffert spielte anstelle von Alexander Hleb auf der rechten Seite im offensiven Mittelfeld und der zuletzt angeschlagene Krassimir Balakov kehrte für Ioan Viorel Ganea in die Startformation .
Taktisch agierte die Magath-Elf wieder im bewährten 4-2-3-1-System mit nur einer echten Spitze, die Kevin Kuranyi hieß.
Die Partie im Ülloi-Üt-Stadion begann verhalten. Zwar hatten die Gastgeber mehr Ballbesitz, doch die VfB-Defensive stand zunächst sicher und ließ in der ersten Viertelstunde keine Chancen zu.
Einzig ein Schuss von Tököli aus halblinker Position kam auf das VfB-Tor, doch Thomas Ernst war sicher zur Stelle.

Zwei Großchancen Mitte des ersten Durchgangs
 Der VfB war den gesamten ersten Durchgang darauf aus, seine Möglichkeiten in Kontern aus einer sicheren Defensive heraus zu suchen.
Diese Taktik ging bis Mitte der ersten Hälfte auch auf, dann wurden die Ungarn etwas stärker. Zunächst stand Tököli am rechten Flügel frei und passte flach zur Mitte. Thomas Ernst klärte mit der Hand und Andreas Hinkel entschärfte die Situation vor einem freistehenden Angreifer der Gastgeber letztlich vollends.
Nur zwei Minuten später hatte Ferencvaros seine beste Chance, als Marcelo José Bordon nach einem langen Ball ein Stellungsfehler unterlief und Tököli frei vor Ernst auftauchte, der freilich die besseren Nerven hatte und gegen den ungarischen Angreifer klärte.
Der VfB war immer dann gefährlich, wenn sich Fernando Meira mit in den Angriff einschaltete. In der 33. Minute spielte er gekonnt mit Krassimir Balakov Doppelpass und scheiterte am Ende am aufmerksamen Szücs im Kasten von Ferencvaros.
Während sich die Gastgeber vor der Pause keine klare Chance mehr erspielen konnten, trafen die Ungarn kurz vor dem Pausenpfiff fast noch ins eigene Tor. Nach einem energischen Sololauf von Fernando Meira über die rechte Seite, klärte ein Verteidiger der Ungarn in höchster Not zur Ecke und der Ball strich hauchdünn am linken Pfosten vorbei.
Mit einem gerechten und torlosen Remis ging es in die Kabinen. 

Gera mit Doppelchance nach Wiederanpfiff

 
Im zweiten Durchgang waren dieselben 22 Akteure am Ball, wie in den ersten 45 Minuten. Die Ungarn hatten den klar besseren Start und in Person von Zoltan Gera gleich zwei gute Chancen. Zunächst köpfte der Angreifer eine Ecke in der 49. Minute mit einem Aufsetzer freistehend über das VfB-Tor und nur eine Minute später scheiterte Gera mit einem Distanzschuss, der am rechten Pfosten des VfB-Kastens vorbeistrich.
Knapp zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als VfB-Trainer Felix Magath zum Wechseln gezwungen war. Timo Wenzel rückte für den angeschlagenen Marcelo José Bordon in die Viererkette des VfB.
Nach 57 Minuten prüfte Attila Dragoner im Anschluss an eine Ecke und eine Kopfballverlängerung VfB-Keeper Thomas Ernst per Kopf, der den Aufsetzer sicher parierte.
Fünf Minuten später versetzte Zoltan Gera am linken Flügel gleich zwei VfB-Spieler, doch am Ende landete sein abgefälschter Schuss am Außennetz.
Als Timo Wenzel Mitte des zweiten Durchgangs einen schlampigen Querpass spielte, tauchte Tököli am rechten Strafraumeck nach einem Doppelpass frei vor Ernst auf, doch Wenzel konnte seinen Fehler beheben und den Schuss des Ungarn zur Ecke blocken. 

Tiffert traf ins Tor
 
In der 69. Minute jubelten dann die mitgereisten VfB-Anhänger als zunächst Alexander Hleb Krassimir Balakov auf der linken Seite freispielte, dessen Hereingabe Christian Tiffert ins leere Budapester Tor köpfte. Der Treffer galt aber nicht, da die Kugel offenbar vor der Flanke von Balakov bereits die Torauslinie überschritten hatte. Wenig später scheiterte Silvio Meißner mit einem von Krassimir Balakov vorgelegten Freistoß aus halblinker Position knapp, als der Ball links unten am Torpfosten vorbeistrich.
In der Schlussphase kontrollierte der VfB die Partie klar, weil den Gastgebern die Luft auszugehen schien. Ferencvaros war nur noch einmal vor dem VfB-Tor, als der eingewechselte Penksa auf links Szkukalek freispielte, der gegen Fernando Meira einen Elfmeter schinden wollte, den es aber zurecht nicht gab.
Die VfB-Möglichkeiten blieben auf der anderen Seite aber auch rar, was zum einen daran lag, dass sich die Magath-Elf mit dem Remis zufrieden gab und Schiedsrichter Vuorela aus Finnland das phasenweise überharte Einsteigen vor allem gegen Alexander Hleb, der Mitte der zweiten Hälfte für Jochen Seitz ins Spiel kam, entweder gar nicht oder nicht entsprechend hart bestrafte. So hätten Kapic und Dragoner nach bösen Fouls die gelbe Karte sehen müssen. Der VfB erkämpfte sich gegen eine lauf- und kampfstarke Mannschaft von Ferencvaros Budapest am Ende ein verdientes 0:0. Nur Mitte der ersten Hälfte und zu Beginn des zweiten Durchgangs kamen die Gastgeber zu Chancen, die teilweise kläglich vergeben wurden.
Allerdings ist das torlose Remis ein gefährliches Ergebnis für das Rückspiel am 12. November 2002 in Stuttgart, da Ferencvaros immer dann gefährlich war, wenn es über die schnellen Angreifer Gera und Tököli ging.

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