Champions League, 12.12.2007
FC Barcelona - VfB Stuttgart
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Schiedsrichter |
Zuschauer |
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Stéphane Lannoy (FRA) |
52.651 |
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Aufstellung |
25 Albert Jorquera
3 Gabriel Milito
4 Rafael Márquez
5 Carles Puyol
6 Xavi Hernández
7 Eidur Smari Gudjohnsen
9 Samuel Eto´o
10 Ronaldinho
16 Sylvinho
17 Giovani dos Santos
21 Lilian Thuram
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1 Raphael Schäfer
3 Ricardo Osorio
5 Serdar Tasci
6 Fernando Meira
8 Alexander Farnerud
9 Ewerthon
10 Yildiray Bastürk
15 Arthur Boka
17 Matthieu Delpierre
20 Ciprian Marica
25 Antonio da Silva
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| Tore |
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36. Min. |
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1:1 Giovani dos Santos |
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57. Min. |
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2:1 Samuel Eto´o |
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67. Min. |
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3:1 Ronaldinho |
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3. Min. |
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0:1 Antonio da Silva |
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Auswechslungen |
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52. Min. |
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Eidur Smari Gudjohnsen |
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Bojan Krkic |
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62. Min. |
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Samuel Eto´o |
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Andrés Iniesta |
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70. Min. |
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Xavi Hernández |
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Marc Crosas |
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58. Min. |
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Alexander Farnerud |
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Roberto Hilbert |
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71. Min. |
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Yildiray Bastürk |
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Silvio Meißner |
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71. Min. |
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Ciprian Marica |
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Manuel Fischer |
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Karten |
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90. Min. |
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Rafael Márquez |
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37. Min. |
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Raphael Schäfer |
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48. Min. |
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Fernando Meira |
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Trainer |
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Frank Rijkaard |
Armin Veh |
Niederlage trotz Führung
Dass
es sportlich im letzten Spiel der UEFA Champions
League Gruppe E zwischen dem FC Barcelona und
dem VfB um nichts mehr ging, war bereits den
Aufstellungen beider Teams zu entnehmen. Denn
sowohl bei Barcelona als auch beim VfB kamen
einige Akteure zum Zug, die zuletzt nicht allzu
häufig im Einsatz waren. Armin Veh brachte im
Vergleich zum 3:1-Ligasieg am vergangenen
Wochenende gegen Wolfsburg gleich fünf frische
Spieler. Für Ludovic Magnin, Roberto Hilbert,
Pavel Pardo, Thomas Hitzlsperger und den
verletzten Cacau liefen von Beginn an Arthur
Boka, Serdar Tasci, Alexander Farnerud, Antonio
da Silva und Ewerthon auf.
Im längst nicht ausverkauften Camp Nou Stadion
musste der Gastgeber kurzfristig auf den von
Beginn an eingeplanten Portugiesen Deco
verzichten, der beim Warmlaufen signalisierte,
dass er nach langer Verletzungspause doch noch
nicht einsatzbereit sei. Für ihn rückte Xavi
Hernández in die Startelf. Der VfB begann munter
und flankte bereits nach wenigen Sekunden in
Person von Ricardo Osorio gefährlich in den
Strafraum der Hausherren, wo Ciprian Marica die
Kugel jedoch genauso knapp verpasste wie Barcas
Schlussmann Albert Jorqura. Nach drei Minuten
war der Ersatzkeeper der Spanier dann aber
geschlagen. Einen Freistoß aus halbrechter
Position und gut 22 Metern zirkelte Antonio da
Silva sehenswert zum frühen 0:1 genau unter die
Latte. Ein Fehlpass von Alexander Farnerud lud
jedoch nur wenig später Samuel Eto´o zur ersten
Großchance der Katalanen ein, doch der Kameruner
scheiterte frei stehend am glänzend reagierenden
Raphael Schäfer. Ein abgefälschter Schuss von
Ronaldinho flog nach knapp zehn Minuten dann
letztlich weit über das VfB-Tor. Die Hausherren
übernahmen das Kommando und hatten durch Xavi
nach einem Pass von Eidur Gudjohnsen eine
weitere Großchance zum Ausgleich, die aber
Raphael Schäfer genauso zunichte machen konnte,
wie den Nachschuss von Giovani dos Santos aus
spitzem Winkel.
Der VfB versuchte mit Kontern
dagegenzuhalten und kam durch Ewerthons
Distanzschuss nach einer knappen Viertelstunde
zu einer guten Gelegenheit.
Regulärer Ausgleich?
Allerdings
verfehlte der Brasilianer das Ziel genauso wie
auf der anderen Seite Giovani dos Santos mit
einem Weitschuss. Der junge Mexikaner blieb
zunächst der auffälligste Akteur und prüfte
Raphael Schäfer anschließend gleich noch einmal
aus halbrechter Position. Die Gastgeber waren in
dieser Phase klar dominant, auch weil dem VfB in
der Defensive die Ordnung und notwendige
Bissigkeit im Zweikampf fehlte und der Gegner so
geradezu zu Angriffen eingeladen wurde. So
rutschte Samuel Eto´o in eine Hereingabe von
Carles Puyol und setzte die Kugel nur knapp über
das VfB-Tor. Für etwas Entlastung konnte Ciprian
Marica mit einem Schuss von der Strafraumgrenze
aus sorgen, der jedoch genau in den Armen von
Albert Jorquera landete. Armin Veh stellte nach
knapp zwanzig Minuten in der Viererkette um und
tauschte die beiden Außenverteidiger
gegeneinander aus, da Arthur Boka mit dem
flinken Giovani dos Santos mehr Probleme hatte,
als dem Ivorer lieb sein konnte. Der ganz große
Druck von Barca ließ Mitte des ersten Durchgangs
etwas nach und um ein Haar hätte ein
leichtsinniger Rückpass von Lilian Thuram
Ciprian Marica zum Torschuss eingeladen, doch
Albert Jorquera konnte die Kugel gerade noch aus
der Gefahrenzone schlagen. Nach einer guten
halben Stunde war es dann wieder Giovani dos
Santos der den Abschluss suchte, mit einem
Schlenzer vom rechten Strafraumeck aus aber das
Ziel verfehlte. In Minute 36 fing sich das Team
von Armin Veh dann aber doch den Ausgleich ein,
wobei die VfB-Hintermannschaft beim 1:1 kräftig
mithalf. Ronaldinho luchste Arthur Boka den
schon eroberten Ball ab und flankte in die
Mitte, wo Giovani dos Santos abstauben konnte.
Der Mexikaner drückte den Ball halb mit der
Brust, halb mit dem Oberarm über die Linie,
worüber sich Raphael Schäfer derart
echauffierte, dass er dafür die gelbe Karte sah.
Die Antwort auf dem Platz gab beim VfB Antonio
da Silva mit einem weiteren Freistoß. Der noch
abgefälschte Versuch des Brasilianers von der
Strafraumgrenze strich über das Tor der
Katalanen. Wenig später ging es dann für die
beiden Teams in die Kabinen.
Eto´o und Ronaldinho machten alles klar
- Debüt von Fischer
Ohne personelle
Veränderungen ging es auf beiden Seiten zunächst
weiter. In den ersten Minuten passierte vor
beiden Toren nicht viel, so dass erst ein
Wechsel auf Seiten von Barca nach 52 Minuten
wieder für etwas Aufregung sorgte. Der
17-jährige Bojan Krkic kam für Eidur Gudjohnsen
in die Partie. Die nächste Chance gehörte aber
dem anderen Youngster der Hausherren. Ronaldinho
spielte im Strafraum Giovani dos Santos frei,
dessen Schuss jedoch Matthieu Delpierre noch
abblocken konnte. Auf der anderen Seite legte
Fernando Meira vom rechten Flügel überlegt auf
Ewerthon . Der Brasilianer zog ab und
verfehlte das Ziel mit einem noch abgefälschten
Schuss. Wenig später versuchte es Antonio da
Silva aus der Distanz, doch Albert Jorquera
konnte parieren. Ein unnötiger Ballverlust lud
den FC Barcelona danach zu einem Konter ein, an
dessen Ende das 2:1 fiel. Xavi passte genau im
richtigen Moment auf Samuel Eto´o, der alleine
vor Raphael Schäfer per Flachschuss vollenden
konnte. Armin Veh reagierte mit einem prompten
Wechsel und ersetzte Alexander Farnerud durch
Roberto Hilbert. Den nächsten Akzent setzte
indes Yildiray Bastürk mit einem Weitschuss, der
das Ziel jedoch verfehlte. Kurz danach durfte
Torschütze Eto´o dann vorzeitig Feierabend
machen. Für den Kameruner kam Andrés Iniesta ins
Spiel. Die Chance zum Ausgleich hatte Ciprian
Marica nach einem flachen Zuspiel aus dem linken
Halbfeld. Allerdings brachte der Rumäne die
Kugel in zentraler Position nicht an Albert
Jorquera vorbei. Statt des möglichen 2:2 fiel
wenig später gar das 3:1. Eine Linksflanke von
Sylvinho drückte Ronaldinho mit einer Grätsche
am chancenlosen Raphael Schäfer vorbei ins
VfB-Tor. 20 Minuten vor dem Ende durfte dann
auch Xavi vorzeitig unter die Dusche. Für den
Nationalspieler kam Marc Crosas auf den Platz,
auf dem Raphael Schäfer einen Freistoß
Ronaldinhos erstklassig parierte. Beim VfB kam
es kurz darauf zu einem Debüt, denn Armin Veh
brachte für Yildiray Bastürk und Ciprian Marica
Silvio Meißner und Manuel Fischer ins Spiel. Der
VfB-Nachwuchsstürmer feierte damit sein
Profidebüt in der UEFA Champions League, so wie
es einst auch schon Mario Gomez widerfuhr. Die
beiden Neuen waren kaum mit dabei, als Ewerthon
mit einem satten Distanzschuss nur die Querlatte
traf und damit die Chance verpasste, noch einmal
zu verkürzen. Barcelona nahm danach einen Gang
raus und so plätscherte die Partie ohne große
Höhepunkte - Bojan Krkic und Ronaldinho
versuchten es noch erfolglos aus der Distanz -
dem Ende entgegen.
Trotz einer frühen 1:0-Führung konnte der VfB im
Camp Nou gegen den großen Favoriten nicht für
eine Überraschung sorgen. Die Dominanz der
Hausherren und die daraus resultierende
Überlegenheit war über weite Strecken zu
deutlich und wurde auch durch Passivität und
schlechtes Zweikampfverhalten der Veh-Elf noch
begünstigt. Zwar ließ sich darüber diskutieren,
ob das 1:1 von Giovani dos Santos regelkonform
war, dass der Ausgleich von den Spielanteilen
und Chancen her in Ordnung ging, stand jedoch
außer Frage. Nach der Pause brachten Samuel
Eto´o und Ronaldinho durch ihre Treffer die
Überlegenheit des Gastgebers auch im Ergebnis
vollends zum Ausdruck, während der VfB zwar noch
den einen oder anderen Akzent setzen konnte, wie
beispielsweise Ewerthons Lattentreffer, sich
unter dem Strich jedoch klar geschlagen geben
musste.
Stimmen zum Spiel