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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.      11. Jahrgang

 
 
 


 
 
 
 
  
Dienstag, 04.11.2003, Uhr

Panathinaikos Athen - VfB Stuttgart     1:3 (0:0)


Zuschauer: 6.018
Schiedsrichter: Massimo de Santis (Italien)

Aufstellungen
Panathinaikos AthenVfB Stuttgart
1Antonis Nikopolidis (C)1Timo Hildebrand
2René Henriksen2Andreas Hinkel
4Silvio Maric3Timo Wenzel
5Giorgios Seitaridis6Fernando Meira
8Ioannis Goumas8Jurica Vranjes
11Dimitris Papadopoulos11Ioannis Amanatidis
14Raimundas Zutautas13Christian Tiffert
19Michailis Konstantinou19Imre Szabics
20Angelos Bassinas20Zvonimir Soldo (C)
30Panagiotis Fissas21Philipp Lahm
35Jan Michaelsen22Kevin Kuranyi


Auswechslungen

75 Min.Lucian Sanmartean
Jan Michaelsen
78 Min.Pantelis Konstantinidis
Silvio Maric
46 Min.Alexander Hleb
Jurica Vranjes
46 Min.Horst Heldt
Ioannis Amanatidis
79 Min.Silvio Meißner
Imre Szabics

Karten

24 Min.Jan Michaelsen
87 Min.Michalis Konstantinou
90 Min.Panagiotis Fissas
63 Min.Christian Tiffert

Tore

1:060. Min.Torschütze: Michailis Konstantinou(Vorlage: Dimitris Papadopoulos)

1:168. Min.Torschütze: Panagiotis Fissas (Eigentor)

1:275. Min.Torschütze: Kevin Kuranyi(Vorlage: Alexander Hleb)

1:376. Min.Torschütze: Andreas Hinkel(Vorlage: Kevin Kuranyi)



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Rückstand als Wachmacher

Lange Zeit mussten die mitgereisten 900 VfB-Anhänger bangen, ob die Partie im Apostolos-Nikolaidis-Stadion überhaupt stattfinden kann. Den ganzen Tag über regnete es in Athen wie aus Kübeln, weshalb Schiedsrichter Massimo de Santis aus Italien erst eine gute Stunde vor der offiziellen Anstoßzeit grünes Licht geben konnte.
VfB-Teammanager Felix Magath wartete mit einer auf zwei Positionen veränderten und zugleich überraschenden Aufstellung im Vergleich zum Ligaspiel gegen Freiburg am Samstag (4:1) beim Gastspiel in der UEFA Champions League bei Panathinaikos Athen auf.
Anstelle der beiden offensiven Mittelfeldspieler Alexander Hleb und Horst Heldt schickte er Christian Tiffert und Ioannis Amanatidis von Beginn an auf den Platz.
Das Spiel begann verhalten und mit einer Schrecksekunde für den VfB. Athens Mittelfeldspieler Raimundas Zutautas trat Kevin Kuranyi bei einem Zweikampf unglücklich mit dem Fuß ins Gesicht, doch der VfB-Angreifer konnte nach einer kurzen Behandlungspause weitermachen. Gerade als Kuranyi wieder auf dem Platz war, flankte Christian Tiffert von der rechten Seite ins Zentrum, wo René Henriksen gerade noch vor Imre Szabics zur ersten VfB-Ecke retten konnte, die nichts einbrachte.

Athen mit der ersten guten Möglichkeit
In den Folgeminuten plätscherte die Partie vor sich hin. Weder die Griechen noch der VfB konnten in der Offensive genügend Druck entwickeln, um die jeweilige Abwehrreihe entscheidend zu düpieren. So dauerte es bis zur 14. Minute, ehe abermals eine Rechtsflanke von Christian Tiffert gefährlich in den Athener Strafraum segelte, wo Goumas letztlich vor dem heranstürmenden Kevin Kuranyi auf Kosten einer weiteren Ecke klären konnte.
Auf der Gegenseite versuchte sich Angelos Bassinas drei Minuten später mit einem Distanzschuss, den Timo Hildebrand zum ersten Eckball der Gastgeber abwehrte. In der 20. Minute sahen die 10.000 Zuschauer im Apostolos-Nikolaidis-Stadion die erste wirkliche Torchance. Nach einem flachen Zuspiel von Dimitris Papadopoulos von der rechten Seite, versuchte sich Michailis Konstantinou am kurzen Pfosten mit einem Hackentrick, doch der Ball rollte parallel zur Torlinie an Keeper Timo Hildebrand vorbei, wo ihn letztlich Andreas Hinkel aus der Gefahrenzone schlug.
Die schlechten Platzverhältnisse brachten den VfB im Gegenzug um eine gute Chance, als Imre Szabics auf der linken Seite durchgebrochen war und klug auf Kevin Kuranyi passte, der auf dem regennassen Boden aber wegrutschte und deshalb erst gar nicht an den Ball kam.

Athen machte Druck
Nach einem Durcheinander auf der linken Seite im VfB-Strafraum spitzelte Dimitris Papadopoulos den Ball auf seinen Kollegen Silvio Maric, der mit einem Schlenzer aus zwölf Metern das Ziel nur knapp verfehlte. Athen blieb in dieser Phase die spielbestimmende Mannschaft, weil die Magath-Elf Mitte der erste Hälfte zu passiv war. Nach einem Konter über die rechte Seite war Dimitris Papadopoulos schneller als Timo Wenzel, doch der griechische U21-Nationalspieler verzog in halbrechter Position um einen guten Meter.
Panathinaikos konnte ob der verhaltenen Spielweise des VfB weiter im Mittelfeld kombinieren und Druck aufbauen. So flankte Fissas nach einer guten halben Stunde von der linken Seite ins Zentrum, wo Papadopoulos einen Schritt zu spät kam und vorbeirutschte und nur wenig später musste Timo Hildebrand einen Kopfball von Goumas nach einer Rechtsflanke entschärfen.
Erst gegen Ende des ersten Durchgangs kam der VfB wieder besser in die Zweikämpfe und unterband dadurch den Druck der Griechen zunehmend. Auch in der Offensive setzte die Magath-Elf dann wieder mehr Akzente. So köpfte Imre Szabics einen Tiffert-Freistoß gefährlich aufs Tor, doch Nikopolidis war genauso zur Stelle wie wenig später, als Imre Szabics Kevin Kuranyi freispielte, der sich den Ball aber etwas zu weit vorlegte, weshalb Nikopolidis wieder retten konnte.

Zwei VfB-Wechsel zur Pause
Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff unterlief dann der Athener Schlussmann eine Rechtsflanke von Imre Szabics, doch Kevin Kuranyi kam im Zentrum nicht per Kopf an den Ball, weil er auch zu überrascht war. Im Gegenzug prüfte Raimundas Zutautas mit einem Schuss aus halbrechter Position VfB-Keeper Timo Hildebrand, der mit einer Faustabwehr einen Rückstand des VfB verhindern konnte, nachdem der Ball zuvor nach einer Hereingabe von Papadopoulos und einer unglücklichen Abwehr von Jurica Vranjes vor den Beinen des Litauers gelandet war. Mit einem unterm Strich gerechten Remis ging es in die Kabinen. VfB-Teammanager Felix Magath reagierte zur Pause auf das wenig durchschlagskräftige Spiel seiner Mannschaft und ersetzte gleich zwei Mann. Für Jurica Vranjes und Ioannis Amanatidis spielten fortan Alexander Hleb und Horst Heldt. Die Griechen kamen derweil unverändert aus den Kabinen .
Die erste Möglichkeit nach der Pause gehörte aber den Gastgebern, als sich der Däne Jan Michaelsen auf der rechten Seite gegen Philipp Lahm durchsetzen konnte und in den Strafraum eindrang, doch der Schuss flog letztlich weit am VfB-Tor vorbei.
Der VfB mühte sich fortan, etwas mehr zum Spiel beizutragen und kam durch einen Kopfball von Kevin Kuranyi nach einer Tiffert-Flanke zu einer Halbchance, doch Nikopolidis griff einmal mehr sicher zu.

Konstantinou traf zur Führung, ein Eigentor brachte den Ausgleich
Wesentlich gefährlicher war dagegen ein 20-Meter-Schuss von Dimitris Papadopoulos, der danach nur hauchdünn am linken Pfosten des VfB-Tores vorbeirauschte. Und nach einem Doppelpass vor dem VfB-Strafraum zog Michalis Konstantnou wenig später aus 18 Metern ab, doch auch er fand seinen Meister im sicheren VfB-Keeper Timo Hildebrand.
Nachdem Athens Keeper Nikopolidis einen Distanzschuss von Imre Szabics sicher parieren konnte, war Michalis Konstantinou Sekunden später mit einem Fernschuss erfolgreicher. Der Zypriote traf nach Vorlage seines Sturmpartners Dimitris Papadopoulos mit einem Flachschuss ins rechte untere Eck vorbei am chancenlosen VfB-Keeper Timo Hildebrand zum 1:0.
Christian Tiffert bot sich unmittelbar nach dem Anstoß die große Chance zum Ausgleich, als er seinen Gegenspieler auf der rechten Seite düpierte, er mit einem strammen Schuss aber nur das Außennetz traf.
Ein Konter des VfB brachte nach 68 Minuten den Ausgleich. Alexander Hleb spielte Kevin Kuranyi auf der linken Seite frei. Der VfB-Angreifer stürmte in den Strafraum und passte flach zur Mitte, wo Panagiotis Fissas vor dem heraneilenden Imre Szabics klären wollte und die Kugel im eigenen Netz zum 1:1 versenkte.

Doppelpack brachte die Entscheidung
Ein Distanzschuss von Philipp Lahm kündigte nach etwas mehr als 70 Minuten einen Zwischenspurt des VfB an. Während der VfB-Youngster am Ende noch klar verzog, machte es Kevin Kuranyi drei Minuten später besser. Nach einem Zuspiel von Alexander Hleb stürmte er in Richtung Athener Tor und zog aus 20 Metern trocken ab. Der Schuss rauschte am chancenlosen Antonis Nikopolidis vorbei ins linke untere Toreck zur VfB-Führung. Und während sich die Spieler von Panathinaikos noch über den Rückstand wunderten, spielte Kevin Kuranyi auf der rechten Seite Andreas Hinkel frei. Der rechte Verteidiger tanzte im Strafraum gleich zwei Griechen aus und traf mit seinem ersten Pflichtspieltor überhaupt mit links ins lange Eck zum 1:3.
Der Widerstand des Gastgebers war danach gebrochen. Der VfB hatte fortan leichtes Spiel und tat nicht mehr als notwendig. Lediglich Alexander Hleb konnte in den Folgeminuten Athens Torsteher Nikopolidis noch einmal prüfen, doch der griff bei einem Linksschuss des Weißrussen sicher zu. Der VfB brauchte in der griechischen Hauptstadt nach dürftigen 60 Minuten einen Rückstand als Wachmacher. Erst als Konstantinou den Gastgeber in Führung brachte, machte der VfB wie gewohnt Druck. Mit der Hereinnahme von Horst Heldt und Alexander Hleb kam zudem mehr Zug ins VfB-Spiel, was Mitte des zweiten Durchgang zu drei Toren der Magath-Elf führte, wobei Panathinaikos nicht nur beim Eigentor Pate stand.

 

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