| | | Magazin für Tradition, Mythos und Kultur | | |
| | | | | |  | | | | | | unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V. | 11. Jahrgang |
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| | | | | | | | | | Dienstag, 09.03.2004, 20:45Uhr  FC Chelsea - VfB Stuttgart 0:0 (0:0)  Zuschauer: 36.657 Schiedsrichter: Kim Milton Nielsen (Dänemark)  Aufstellungen |  |  |  |  |  |  |  | | FC Chelsea |  | VfB Stuttgart |  | | 23 |  | Carlo Cudicini |  | 1 |  | Timo Hildebrand | | 2 |  | Glen Johnson |  | 2 |  | Andreas Hinkel | | 4 |  | Claude Makelele |  | 4 |  | Boris Zivkovic | | 8 |  | Frank Lampard |  | 5 |  | Marcelo José Bordon | | 11 |  | Damian Duff |  | 6 |  | Fernando Meira | | 13 |  | William Gallas |  | 7 |  | Silvio Meißner | | 18 |  | Wayne Bridge |  | 15 |  | Alexander Hleb | | 19 |  | Scott Parker |  | 18 |  | Jeronimo Cacau | | 21 |  | Hernan Crespo |  | 20 |  | Zvonimir Soldo (C) | | 26 |  | John Terry (C) |  | 21 |  | Philipp Lahm | | 30 |  | Jesper Grönkjaer |  | 22 |  | Kevin Kuranyi | Auswechslungen |  |  |  |  | | 31 Min. |  | Marcel Desailly |  |  | Glen Johnson |  | | 61 Min. |  | Njitap Geremi |  |  | Scott Parker |  | | 82 Min. |  | Adrian Mutu |  |  | Damian Duff |  |
|  |  |  | | 40 Min. |  | Imre Szabics |  |  | Jeronimo Cacau |  | | 63 Min. |  | Christian Tiffert |  |  | Silvio Meißner |  | | 81 Min. |  | Mario Gomez |  |  | Andreas Hinkel |  |
| KartenBitteres Aus VfB-Teammanager Felix Magath vertraute im Achtelfinal-Rückspiel in der UEFA Champions League beim FC Chelsea London derselben Elf, die am vergangenen Wochenende in der Bundesliga bei der Dortmunder Borussia mit 2:0 gewonnen hatte. Der VfB begann engagiert und hatte bereits nach wenigen Sekunden nach einem Foul an Alexander Hleb eine erste Freistoßchance in gut 25 Meter Torentfernung. Marcelo José Bordon nahm sich der Herausforderung an und jagte die Kugel knapp über den Querbalken. Chelseas erste Möglichkeit resultierte ebenso aus einem Freistoß, den Frank Lampard auf der linken Seite kurz auf den im Strafraum stehenden Damian Duff ausführte, doch den Schuss des Iren lenkte Timo Hildebrand zur Ecke, die Lampard letztlich weit am VfB-Tor vorbeiköpfte. Auf der anderen Seite versuchte sich Fernando Meira wenig später aus gut 22 Metern, doch der Schuss des VfB-Mittelfeldspielers stellte Chelseas Schlussmann Carlo Cudicini nicht wirklich vor Probleme. Chelsea spielte trotz nur einer nominellen Spitze zu Beginn mit und hatte in Person von Hernan Crespo eine gute Gelegenheit, doch der Argentinier köpfte eine Duff-Flanke nahezu unbedrängt am VfB-Tor vorbei. Wesentlich weiter von einem möglichen Torerfolg entfernt war ein Kopfballversuch von Silvio Meißner nach einer Freistoßflanke von Andreas Hinkel, da der VfB-Mittelfeldspieler dabei von Claude Makelele hart angegangen wurde und somit nicht mehr ganz hinter den Ball kam.Zwei Wechsel vor der Pause Gut fünf Minuten später zog Meißner dann aus der Distanz ab, doch Cudicini im Kasten der "Blues" griff einmal mehr sicher zu. Und auch 60 Sekunden später war der Italiener wieder Herr der Situation, als er einen weiteren Versuch von Kevin Kuranyi aus gut 22 Metern sicher parierte. Chelsea blieb auf der anderen Seite bei Kontern gefährlich und nachdem Cacau eine Lahm-Ecke in Cudicinis Arme geköpft hatte, tauchte beim Gegenangriff Damian Duff auf der linken Seite frei im Strafraum des VfB auf, doch der aufmerksame Timo Hildebrand bremste den Iren letztlich aus. Genauso war die Nummer eins des VfB drei Minuten später bei einem Distanzschuss von Frank Lampard zur Stelle, der allerdings auch wenig präzise in Richtung VfB-Tor kam. Nach einer halben Stunde war der Gastgeber zum ersten Wechsel gezwungen. Marcel Desailly ersetzte den verletzten Glen Johnson, was eine Umstellung in Chelseas Defensive zur Folge hatte. William Gallas verteidigte fortan auf der rechten Seite in der Viererkette. Die nächste Halbchance im Spiel gehört danach dem VfB, doch ein Linksschuss von Andreas Hinkel war letztlich zu schwach, um Cudicini in Verlegenheit zu bringen. Der VfB tat sich gegen die massive Deckung der Gastgeber weiter schwer und versuchte es immer wieder mit Distanzschüssen, die aber selten gefährlich waren. So fing Cudicini auch einen Versuch von VfB-Kapitän Zvonimir Soldo nahezu mühelos ab, doch wenig später wurde er vom kurz zuvor eingewechselten Imre Szabics, der für Cacau ins Spiel kam, schon mehr geprüft und lenkte die Kugel mit Mühe zur Ecke. VfB kam engagiert aus der Kabine Die letzte Möglichkeit vor der Pause hatte der auffälligste Chelsea-Akteur, Damian Duff, der in halbrechter Position den Abschluss suchte, aber in Timo Hildebrand seinen Meister fand, so dass es torlos in die Kabinen ging. Beide Trainer verzichteten zur Pause auf weitere Wechsel und schickten folglich dasselbe Personal aufs Feld, das die Partie in Hälfte eins beendet hatte. Allerdings erhöhte der VfB von Beginn an die Schlagzahl und hatte Sekunden nach Wiederbeginn die bis dahin beste Chance, als Philipp Lahm auf der linken Seite in den Strafraum eindrang und nur knapp am kurzen Pfosten vorbeischoss. Zwei, drei Minuten lang kamen die Gastgeber kaum aus dem eigenen Strafraum heraus, doch immer wieder konnte letztlich ein Chelsea-Akteur klären. Erst nach und nach konnte sich der FC Chelsea von Druck befreien und hätte den VfB beinahe mit einem schnellen Gegenangriff überrascht. Ein weiter Schlag erreichte auf der linken Seite im Strafraum den freistehenden Jesper Grönkjaer, der in höchster Not von Andreas Hinkel und Fernando Meira ausgebremst werden konnte. Profi-Debüt von Gomez Der VfB mühte sich weiter, doch nach einer schönen Kombination schloss Alexander Hleb aus 20 Metern etwas überhastet ab und verfehlte deshalb das Tor letztlich um gut eineinhalb Meter. Nach einer guten Stunde erfolgte dann auf beiden Seiten ein weiterer Wechsel. Bei Chelsea ersetzte Geremi den weitgehend blassen Scott Parker, der nur einmal in Erscheinung trat, als er an der Außenlinie Kevin Kuranyi rüde von den Beinen holte und dafür noch nicht einmal mit der gelben Karte bestraft wurde, und beim VfB kam Christian Tiffert für Silvio Meißner ins Spiel. Eben jener Tiffert hatte dann auch gleich eine gute Möglichkeit, doch nach einem schönen Zuspiel von Alexander Hleb verstolperte der Mittelfeldmann in aussichtsreicher Position. Im Gegenzug prüfte Frank Lampard Timo Hildebrand mit einem Distanzschuss, den der VfB-Keeper mit etwas Mühe parierte. Der VfB war danach fast ausschließlich im Vorwärtsgang, biss sich aber an der kompakten Defensive eines destruktiven Chelsea-Teams die Zähne aus. Wie schon im Hinspiel erwies sich das Starensemble keineswegs als ein Klasseteam, sondern vielmehr als spielzerstrende Maurermeister. Und wenn der VfB einmal etwas Platz hatte, dann ging die Magath-Elf zu fahrlässig damit um, wie Boris Zivkovic 13 Minuten vor dem Ende, als der Kroate völlig freistehend eine Ecke von Christian Tiffert in die Arme von Cudicini köpfte. Neun Minuten vor dem Ende setzte Felix Magath dann alles auf eine Karte und ersetzte Verteidiger Andreas Hinkel durch einen weiteren Angreifer und verhalf damit Mario Gomez zu seinem Profidebüt und dies gleich in der Königsklasse. Chelsea erst gegen entblößte VfB-Abwehr mit Chancen Auch Chelsea nahm die letzte Wechseloption noch wahr. Adrian Mutu, im Hinspiel verletzungsbedingt nicht mit von der Partie, kam für Damian Duff ins Spiel. In den Schlussminuten hieß es dann beim VfB Alles oder Nichts. Die Magath-Elf warf alles nach vorne, was sich beinahe gelohnt hätte. So landete ein Distanzschuss von Christian Tiffert am Außennetz, ein Ball, den Cudicini wohl nur schwer erreicht hätte. Auf der anderen Seite bot die dadurch völlig entblößte VfB-Defensive dem Gastgeber die Chance zu Kontern. Zunächst rettete Timo Hildebrand mit einem Reflex bei einem Kopfball des völlig freistehenden Adrian Mutu, der wenig später nach Zuspiel von Hernan Crespo allein in Richtung VfB-Tor stürmte und erneut kläglich am VfB-Keeper scheiterte. Kaum besser machte es Jesper Grönkjaer eine Minute später, der aus halblinker Position an den linken Außenpfosten schoss. In der Nachspielzeit vergab Kevin Kuranyi in halblinker Position die letzte Gelegenheit im Spiel, als er mit einem Rechtsschuss einmal mehr an Carlo Cudicini scheiterte, so dass ein torloses Remis das Ausscheiden des VfB besiegelte. Der VfB schied gegen eine wie schon im Hinspiel defensive und destruktive Chelsea-Elf am Ende aus der UEFA Champions League aus, da es der Magath-Elf in zwei Spielen nicht gelang, das Abwehrbollwerk der Briten zu knacken und ein Tor zu erzielen. Wie schon in Stuttgart rannte der VfB fast die gesamten 90 Minuten in Richtung englisches Tor, biss sich aber an der Abwehrreihe Chelseas die Zähne aus, weshalb es nicht für das Viertelfinale reichte. | | | | | | | |  | | | | | | |
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