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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.      11. Jahrgang

 
 
 


 
 
 
 
  
Mittwoch, 25.02.2004, 20:45Uhr

VfB Stuttgart - FC Chelsea     0:1 (0:1)


Zuschauer: 42.000
Schiedsrichter: Kyros Vassaras (Griechenland)

Aufstellungen
VfB StuttgartFC Chelsea
1Timo Hildebrand23Carlo Cudicini
2Andreas Hinkel2Glen Johnsen
5Marcelo José Bordon4Claude Makelele
6Fernando Meira8Frank Lampard
7Silvio Meißner13William Gallas
15Alexander Hleb14Njitap Geremi
16Horst Heldt18Wayne Bridge
19Imre Szabics21Hernan Crespo
20Zvonimir Soldo (C)22Eidur Smari Gudjohnsen
21Philipp Lahm26John Terry (C)
22Kevin Kuranyi30Jesper Grönkjaer

Auswechslungen

46 Min.Christian Tiffert
Silvio Meißner
66 Min.Jeronimo Cacau
Horst Heldt
66 Min.Damian Duff
Jesper Grönkjaer
73 Min.Jimmy Floyd Hasselbaink
Eidur Smari Gudjohnsen
89 Min.Joe Cole
Hernan Crespo
Karten

66 Min.Marcelo José Bordon
26 Min.Frank Lampard
29 Min.Claude Makelele
58 Min.Carlo Cudicini
87 Min.Glen Johnsen
Tore

0:112. Min.Torschütze: Fernando Meira (Eigentor)(Vorlage: Glen Johnsen)

Niederlage nach Eigentorfür grösseres Bild hier klicken

VfB-Trainer Felix Magath vertraute beim Achtelfinal-Hinspiel in der UEFA Champions League gegen den FC Chelsea London derselben Startformation, die am vergangenen Samstag in der Bundesliga beim 1. FC Kaiserslautern ordentlich gespielt, am Ende aber mit 0:1 verloren hatte.
Der VfB begann konzentriert und engagiert und hatte nach fünf Minuten bei einem Distanzschuss von Silvio Meißner die erste Möglichkeit. Der Ball flog aber um gut einen Meter über die Querlatte. Wesentlich gefährlicher war der VfB-Mittelfeldmann zwei Minuten später, als er einen Querpass von Andreas Hinkel aus acht Metern Entfernung gefährlich auf das Chelsea-Tor schoss und Carlo Cudicini mit einer Glanztat einen frühen Rückstand seiner Farben verhindern konnte.
Die kalte Dusche folgte in Minute zwölf, als Chelsea in Person von Rechtsverteidiger Glen Johnson in Richtung VfB-Tor eilte. Die Flanke von Johnson wollte Fernando Meira vor dem heranstürmenden Hernan Crespo retten und erwischte die Kugel dabei so unglücklich, dass er am chancenlosen Timo Hildebrand vorbei ins eigene Tor traf und somit für die frühe Gäste-Führung sorgte.

Gute Chancen für Meißner und Gudjohnsen
Vom Gegentor zeigte sich die Magath-Elf nur kurz geschockt und spielte danach weiter nach vorne. Nach knapp zwanzig Minuten war es wieder Mittelfeldmann Silvio Meißner, der einem VfB-Treffer sehr nahe war. Eine Ecke von Horst Heldt köpfte er gefährlich auf das Tor der Londoner, wo Carlo Cudicini in Zusammenarbeit mit seinem Verteidiger Wayne Bridge auf der Linie klären konnte.
180 Sekunden später köpfte Marcelo José Bordon eine weitere Ecke von Horst Heldt auf das CFC-Tor, doch auch dieses Mal griff Cudicini sicher zu. In der Folgezeit versuchte die Magath-Elf weiter Druck aufzubauen und hatte optisch klare Vorteile, gute Chancen blieben dann aber aus. Auf der anderen Seite beschränkten sich die Gäste darauf, die Führung zu verwalten.
Erst nach einer guten halben Stunde konnte sich das Londoner Starensemble die erste Torchance erspielen. Bei einem Konterangriff legte der Argentinier Hernan Crespo am Strafraum clever quer auf den mitgelaufenen Eidur Gudjohnsen, der freistehend einen zweiten Treffer vergab und die Kugel in den Nachthimmel jagte.

Tiffert kam für Meißner
Zehn Minuten vor der Pause ergriff der Gast dann etwas mehr die Initiative und löste sich häufiger aus der bis dahin totalen Defensive. Allerdings stellten die Versuche des FC Chelsea die VfB-Abwehr nicht wirklich vor Probleme, so dass es mit einer mehr als glücklichen Gäste-Führung in die Kabinen ging. VfB-Teammanager Felix Magath veränderte seine Elf im zweiten Durchgang, indem er Christian Tiffert für den angeschlagenen Silvio Meißner eintauschte und damit seine Mannschaft zugleich offensiver ausrichtete. Die Gäste kamen indes unverändert zum zweiten Durchgang .
Die erste Möglichkeit nach der Pause gehörte Unglücksrabe Fernando Meira, der nach 50 Minuten einen Freistoß in halblinker Position aus 22 Metern knapp am linken Pfosten des Londoner Tores vorbeischoss. Auf der Gegenseite versenkte Hernan Crespo fünf Minuten später den Ball im VfB-Tor, doch Schiedsrichter Vassaros verweigerte dem Treffer aufgrund einer Abseitsposition des Argentiniers zurecht die Anerkennung. Danach erhöhte der VfB kurzzeitig die Schlagzahl wieder etwas und Christian Tiffert prüfte Chelsea-Keeper Carlo Cudicini nach einer knappen Stunde mit einem Schuss aus spitzem Winkel, den der Italiener parieren konnte.

Der VfB war weiter das bessere Team

25 Minuten vor dem Ende setzte Felix Magath dann alles auf eine Karte und brachte für Mittelfeldmann Horst Heldt mit Cacau den dritten Stürmer ins Spiel. Auch die Gäste tauschten ein erstes Mal aus. Damian Duff ersetzte den blassen Jesper Gronkjaer.
VfB-Linksverteidiger Philipp Lahm fasste sich nach 68 Minuten ein Herz und tanzte auf der linken Seite im Strafraum gleich drei Londoner aus, ehe ein vierter Chelsea-Akteur den quirligen Nationalspieler gerade noch am erfolgreichen Passspiel hindern konnte.
Ein Kopfball des eingewechselten Cacau wäre nach 74 Minuten im Anschluss an eine Lahm-Flanke wohl gefährlich auf das Tor von Carlo Cudicini gekommen, wenn Chelsea-Kapitän John Terry den Versuch des Brasilianers nicht in letzter Sekunde geblockt hätte.
Auch danach spielte im ausverkauften Gottlieb-Daimler-Stadion, immer wieder angetrieben von den fantastischen VfB-Fans, nur eine Mannschaft, nämlich die von Felix Magath. So verzog Christian Tiffert nach 77 Minuten aus gut 20 Metern nur knapp. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe der Gäste sprang danach ein Freistoß in zentraler Position für Chelsea heraus, den der kurz zuvor eingetauschte Jimmy Floyd Hasselbaink in die gut postierte VfB-Mauer jagte.

Lahm mit der letzten Möglichkeit
Acht Minuten vor dem Ende konnte Chelsea-Torwart Carlo Cudicini einen strammen Distanzschuss von Kevin Kuranyi mit den Fäusten zur Ecke lenken und damit auch diese Möglichkeit entschärfen. Und auch wenig später griff der Italiener bei einem Freistoß von Christian Tiffert aus halblinker Position sicher zu.
Einer der besten VfB-Akteure, der junge Philipp Lahm, zog eine Zeigerumdrehung später ab und setzte den Ball nur knapp über den Querbalken des Gäste-Tores, was zugleich die letzte Möglichkeit im Spiel war. Der VfB machte fast 90 Minuten Druck und zeigte eine kämpferisch und phasenweise auch spielerisch tolle Leistung. Auch nach dem frühen und unglücklichen Eigentor durch Fernando Meira schnürte die Magath-Elf das Starensemble aus London in der eigenen Hälfte ein, schaffte es aber nicht das Chelsea-Abwehrbollwerk zu knacken, da der letzte Pass auf die Stürmer zu oft nicht ankam. Mit einer ähnlichen Leistung im Rückspiel sollte aber gegen das keineswegs überzeugende Chelsea vielleicht noch etwas drin sein

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