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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.       10. Jahrgang

 
 
 


 
    
Samstag, 23.07.2005, 18:15 Uhr
VfB Stuttgart - Hertha BSC Berlin     4:3 n.E. (0:0,0:0,0:0)

Zuschauer: 25.000
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)

Aufstellungen:

VfB Stuttgart Hertha BSC Berlin
1 Timo Hildebrand 1 Gerhard Tremmel
2 Andreas Hinkel 3 Arne Friedrich (C)
5 Markus Babbel 5 Nico Kovac
6 Fernando Meira 10 Marcelinho
9 Marco Streller 14 Jossip Simunic
11 Thomas Hitzlsperger 17 Alexander Madlung
13 Christian Tiffert 18 Artur Wichniarek
18 Jeronimo Cacau 20 Andreas Neuendorf
20 Zvonimir Soldo (C) 22 Oilver Schröder
21 Ludovic Magnin 29 Malik Fathi
40 Christian Gentner 32 Thorben Marx

Auswechslungen:

60. Min. Jon Dahl Tomasson
Maro Streller
71. Min. Mario Gomez
Jeronimo Cacau
87. Min. Horst Heldt
Christian Tiffert
62. Min. Nando Rafael
Andreas Neuendorf
71. Min. Sofian Chahed
Arne Friedrich
79. Min. Sajed Salihovic
Malik Fathi

Karten:

70. Min. Oliver Schröder

Sieg im Elfmeterschießen

für grösseres Bild hier klickenIn seinem ersten Pflichtspiel auf der Trainerbank des VfB setzte Chefcoach Giovanni Trapattoni im Viertelfinale des premiere-Ligapokals gegen die Berliner Hertha auf ein 4-4-2-System, in dem der junge Christian Gentner von Beginn an im zentralen Mittelfeld, da Silvio Meißner mit Adduktorenproblemem kurzfristig passen musste. Gentner agierte in der Düsseldorfer LTU-Arena an der Seite von Kapitän Zvonimir Soldo in der Schaltstelle, während Christian Tiffert und Thomas Hitzlsperger die Flügel besetzten. Neuzugang Jon Dahl Tomasson war nach nur vier Trainingstagen seit seinem Wechsel vom AC Mailand zum VfB erwartungsgemäß noch nicht in der VfB-Startelf zu finden, kam aber später noch als Einwechselspieler zum Zug.
Nach einer von beiden Teams engagierten Anfangsphase ohne klare Gelegenheiten, sorgte Hertha Mittelfeldspieler Andreas Neuendorf in der siebten Minute erstmals für Gefahr, doch sein Schuss ging letztlich über das VfB-Tor. In den folgenden Minuten plätscherte die Partie ohne nennenswerte Aktionen vor sich hin. Nach 20 Minuten tauchte der VfB dann erstmals gefährlich vor dem Berliner Tor auf, als Thomas Hitzlsperger vom linken Flügel flankte und Christian Tiffert im Zentrum einen Schritt zu spät kam und somit einen möglichen Treffer nur knapp verpasste.

Hitzlspergers Fernschüsse noch die besten Chancen

Sekunden nach dieser ersten VfB-Chance spielte Andreas Hinkel Christian Tiffert in halbrechter Position frei, dessen Schuss Hertha-Keeper Gerhard Tremmel nicht sicher parieren konnte, doch ein Berliner Verteidiger war zur Stelle und beförderte den Ball aus der Gefahrenzone. Auf der anderen Seite bediente VfB-Kapitän Zvonimir Soldo unfreiwillig Oliver Schröder, aber den Schuss des Mittelfeldmannes lenkte VfB-Keeper Timo Hildebrand zur Ecke, die er danach sicher abfangen konnte. Cacau versuchte sich nach einer knappen halben Stunde per Freistoß in zentraler Position, nachdem zuvor Christian Gentner nur per Foulspiel gebremst werden konnte, doch der Schuss des Brasilianers landete in der Hertha-Mauer. Gut zehn Minuten vor der Pause bot sich beiden Teams eine vielversprechende Möglichkeit, doch die Kompromisslosigkeit der jeweiligen Defensivreihen verhinderte ein mögliches Tor. So konnte Ludovic Magnin in der 33. Minute den durchgebrochenen Andreas Neuendorf gerade noch abdrängen und auf der anderen Seite klärte der aufmerksame Josip Simunic in einer ähnlichen Szene gegen Marco Streller. Neuzugang Thomas Hitzlsperger setzte schließlich die letzten Akzente einer wenig berauschenden ersten Spielhälfte, als sich der Linksfuß mit zwei Distanzschüssen versuchte. Doch beim ersten Mal klärte ein Berliner Abwehrbein zur Ecke und der zweite Schuss des Nationalspielers strich am Tor vorbei, so dass es mit einem 0:0 in die Pause ging.

Debüt von Tomasson

In den ersten Minuten der zweiten Hälfte passierte vor beiden Toren nicht viel. So war ein Freistoß aus großer Distanz von Thomas Hitzlsperger zehn Minuten nach Wiederbeginn die erste Gelegenheit, doch \"the hammer\" scheiterte an einem aus der Mauer herauslaufenden Berliner Akteur, der die Kugel abblocken konnte. Auf der anderen Seite hatte Timo Hildebrand im VfB-Kasten mit einem Distanzschuss von Thorben Marx keine Mühe und packte sicher zu. Exakt nach einer Stunde Spielzeit wechselte VfB-Cheftrainer Giovanni Trapattoni das erste Mal aus. Für Marco Streller kam Neuzugang Jon Dahl Tomasson in die Partie, der somit sein Pflichtspieldebüt im VfB-Trikot für die letzten 30 Minuten der Partie gab. Der Däne war kaum auf dem Platz und wurde bereits bei seiner ersten Ballberührung gefoult. Den fälligen Freistoß drosch Thomas Hitzlsperger zunächst in die Hertha-Mauer und beim zweiten Versuch des Linksfußes konnte Gerhard Tremmel im Berliner Tor den Ball gerade noch zur Ecke lenken und somit einen Rückstand seiner Farben verhindern. Der VfB blieb in dieser Phase des Spieles das aktivere Team, hatte aber vor dem Tor nicht den notwendigen Esprit, um die Berliner in Verlegenheit zu bringen. So verlängerte Abwehrchef Markus Babbel Mitte des zweiten Durchganges eine Tiffert-Ecke gefährlich auf den zweiten Pfosten, fand aber am Ende keinen Abnehmer für seinen Ball. Und Jon Dahl Tomassons ersten Schuss konnte wenig später Gerhard Tremmel im Berliner Tor sicher parieren.

Tomassons Elfer brachte die Entscheidung

Knapp zwanzig Minuten vor dem Ende tauschten beide Teams dann erneut aus. Beim VfB kam Mario Gomez für Cacau ins Spiel und auf Berliner Seite ersetzte Sofian Chahed Arne Friedrich, nachdem bereits zuvor Nando Rafael für Andreas Neuendorf eingewechselt worden war.Beide Teams waren in den letzten zehn Minuten nicht in der Lage, sich entscheidend gegen die dominanten Defensivreihen durchzusetzen, so dass lediglich die letzten beiden noch ausstehenden Wechsel für etwas Aufregung sorgten. Bei Hertha kam Sejad Salihovic füt Malik Fathi ins Spiel, beim VfB ersetzte Horst Heldt Christian Tiffert. Der Routinier war gerade auf dem Platz, als seine Ecke eine letzte VfB-Chance einbrachte, aber Markus Babbels Kopfball nach Heldts Hereingabe ging am Tor der Berliner vorbei, so dass es nach den regulären 90 Minuten 0:0 hieß, weshalb ein Elfmeterschießen über den Halbfinaleinzug entscheiden musste. Dort ging die Hertha zwar durch Marcelinho mit 1:0 in Führung und schien nach einem Fehlschuss von Andreas Hinkel auch auf der Siegerstraße zu sein, doch Thorben Marx setzte seinen Strafstoß über das VfB-Tor. Horst Heldt verwandelte danach sicher zum 1:1-Ausgleich. Sejad Salihovic und Zvoninir Soldo trafen anschließend ebenfalls ins Tor. Den vierten Berliner Strafstoß schoss Nico Kovac dagegen über den Balken, so dass die Trapattoni Elf danach alle Trümpfe auf der Hand hatte. Thomas Hitzlsperger verwandelte zur 3:2-Führung, die Sofian Chehed zwar noch egalisieren konnte, doch Jon Dahl Tomasson sicherte mit seinem Treffer zum 4:3-Endstand dem VfB den Halbfinaleinzug, wo am kommenden Dienstag, 26. Juli 2005, um 20.30 Uhr in der Münchner Allianz-Arena der FC Bayern auf den VfB wartet.

Nach weitgehend trostlosen 90 Minuten ohne klare Chancen für beide Teams hatte der VfB im Elfmeterschießen die besseren Nerven und zog nach nur einem Fehlschuss glücklich in die Vorschlussrunde ein, während die stark ersatzgeschwächten Berliner aus dem premiere-Ligapokal ausgeschieden sind.

Stimmen zum Spiel

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