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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.      11. Jahrgang

 
 
 


 
 
 
 
  
Spielstatistik VfB Stuttgart - Borussia Dortmund
VfB Stuttgart -Borussia Dortmund

0:1 (0:1)

Ligapokal 2003, Halbfinale
21.07.2003, 19:45 Uhr
Städtisches Waldstadion (Aalen), 11.200 Zuschauer
Schiedsrichter: Jörg Keßler (Höhenkirchen)
Tore
0:1Jan Koller43.(Kopfball, Demel)
 
Logo VfB StuttgartAufstellung VfB Stuttgart
Timo Hildebrand
Andreas Hinkel
Fernando Meira
Marcelo José Bordon
Timo Wenzel
Jurica Vranjes
Philipp Lahm
Horst Heldt
Aliaksandr Hleb
Cacau
Kevin Kuranyi
Logo Borussia DortmundAufstellung Dortmund
Jens Lehmann
Stefan Reuter
Christian Wörns
Ahmed Reda Madouni
Dédé
Guy Demel
Tomas Rosicky
Sebastian Kehl
Billy Reina
Jan Koller
Marcio Amoroso
Logo VfB StuttgartWechsel VfB Stuttgart
Christian Tiffert
für Timo Wenzel

(46.)
Imre Szabics
für Horst Heldt

(59.)
Ioannis Amanatidis
für Marcelo José Bordon

(72.)
Logo Borussia DortmundWechsel  Dortmund
Roman Weidenfeller
für Billy Reina

(17.)
Niclas Jensen
für Marcio Amoroso

(66.)
David Odonkor
für Tomas Rosicky

(78.)
Logo VfB StuttgartKarten VfB Stuttgart
Gelb fürAliaksandr Hleb
Gelb fürCacau
Gelb fürKevin Kuranyi
Logo Borussia DortmundKarten Dortmund
Rot fürJens Lehmann(16.)
Gelb fürJan Koller 
Gelb fürRoman Weidenfeller 
Besondere Vorkommnisse: Heldt verschießt Foulelfmeter (18.) - an den Pfosten

21.07.2003
Bitteres Liga-Pokal-Aus

VfB-Teammanager Felix Magath überraschte im ersten Pflichtspiel der neuen Saison im Liga-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund mit einer Formation, die so bislang noch nicht zusammen gespielt hatte. Mit Philipp Lahm, Jurica Vranjes und Cacau standen gleich drei der fünf VfB-Neuzugänge in der Startformation.
Verzichten musste Magath in Aalen auf Kapitän Zvonimir Soldo (Wadenverletzung), Silvio Meißner (Magen-Darm-Grippe), Michael Mutzel (Oberschenkelzerrung) und Ersatzkeeper Dirk Heinen (Bauchmuskelzerrung).
Die erste halbe Chance hatte der BVB, als Tomás Rosicky den Brasilianer Marcio Amoroso in halbrechter Position steil schickte, der BVB-Stürmer aber freistehend verstolperte. VfB-Keeper Timo Hildebrand musste dann nach vier Minuten erstmals eingreifen, als er eine verunglückte Reuter-Flanke über den Querbalken zur Ecke lenken konnte.
Cacau traf die Latte, Heldt per Elfmeter den Pfosten

Acht Minuten waren im Wald-Stadion gespielt, als Jan Koller freistehend im VfB-Strafraum eine Linksflanke des Brasilianers Dede am rechten Pfosten des VfB-Kastens vorbeiköpfte.
Die gut 11.000 Zuschauer in Aalen mussten bis zur zwölften Minute warten, ehe sie die erste echte VfB-Chance sahen, die es allerdings in sich hatte. Einen Steilpass von Alexander Hleb donnerte Cacau aus zwölf Metern an die Unterkante der Querlatte des BVB-Tores. Im Gegenzug scheiterte Marcio Amoroso aus gut 17 Metern nur knapp. Der Schuss des Brasilianers rauschte links unten am VfB-Tor vorbei.
Exakt nach einer Viertelstunde spielte dann Fernando Meira Kevin Kuranyi im Sturmzentrum frei, der den Ball über BVB-Keeper Jens Lehmann hob und dann ins leere Tor einschießen wollte. Allerdings wurde er zuvor von Lehmann umgerissen, weshalb Schiedsrichter Keßler zurecht auf rot gegen den Nationalkeeper und Strafstoß für den VfB entschied. Horst Heldt schickte den neuen Dortmunder Keeper Roman Weidenfeller zwar in die falsche Ecke, traf allerdings nur den Pfosten und setzte den Nachschuss über den Kasten, weshalb es beim torlosen Remis blieb.

Freistoß-Kracher von Bordon

Drei Minuten nach Heldts Fehlschuss setzte sich Cacau auf der rechten Bahn durch, drang in den Strafraum ein, verzog aber letztlich knapp, als sein Rechtsschuss flach am langen Pfosten vorbeirauschte.
Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller musste dann nach 23 Minuten sein ganzes Können aufzeigen, als er einen 18-Meter-Freistoß von Marcelo José Bordon in halbrechter Position zur Ecke klären konnte. Auf der anderen Seite fand BVB-Kapitän Tomás Rosicky aus spitzem Winkel seinen Meister in VfB-Torhüter Timo Hildebrand.
Nach etwas mehr als einer halben Stunde versuchte sich VfB-Stürmer Kevin Kuranyi mit einem Schuss aus 20 Metern, doch den letztlich zu schwachen Versuch parierte Weidenfeller sicher.
Das Spiel plätscherte danach lange Zeit vor sich, ehe fünf Minuten vor dem Pausenpfiff ein langer Ball von Marcelo José Bordon Ausgangspunkt einer weiteren guten VfB-Chance war. Sein Zuspiel fand den Kopf von Cacau, der quer auf Kuranyi legte, doch dessen Kopfstoß parierte Roman Weidenfeller.

Koller mit der glücklichen Führung

Kurz vor der Halbzeit führte dann eine Unachtsamkeit in der VfB-Defensive zur Dortmunder Führung. Guy Demel konnte von der rechten Seite unbedrängt flanken und im Zentrum hatte der lange Jan Koller keine Mühe den Ball aus kurzer Distanz zur glücklichen BVB-Führung über die Linie zu köpfen.
Mit einer aus Dortmunder Sicht nicht unbedingt verdienten Führung ging es in die Kabinen. Der BVB hatte den besseren Start, doch nach dem Platzverweis war der VfB Herr der Lage. Allerdings versäumte es die Magath-Elf aus zum Teil klarsten Chancen Tore zu machen, weshalb es mit einem 0:1-Rückstand in die Pause ging.
VfB-Teammanager Felix Magath reagierte auf den Rückstand und ersetzte in der zweiten Halbzeit den defensiven Timo Wenzel durch Offensivmann Christian Tiffert. Philipp Lahm rückte dadurch auf die Position des linken Verteidigers, Tiffert agierte im Mittelfeld.
Nach 54 Minuten wiederholte sich dann praktisch eine Szene des ersten Durchgangs, als Dortmunds Keeper Roman Weidenfeller einen strammen Freistoß aus großer Distanz von Marcelo José Bordon nur mit Mühe abwehren konnte.

Magath brachte einen dritten Stürmer

Nach einer knappen Stunde setzte VfB-Teammanager Felix Magath dann alles auf eine Karte und brachte mit Imre Szabics für Mittelfeldmann Horst Heldt eine dritte Spitze. Und nur eine Minute nach der Einwechslung des Ungarn wäre dem VfB fast der Ausgleich gelungen. Philipp Lahm flankte von der linken Seite zur Mitte, wo Kevin Kuranyi per Kopf auf Christian Tiffert verlängerte, dessen direkte Hereingabe Cacau per Seitfallzieher aufs Dortmunder Tor beförderte, doch Weidenfeller konnte einmal mehr einen Gegentreffer verhindern.
Als Guy Demel nach 64 Minuten VfB-Mittelfeldmann Alexander Hleb im Strafraum auflaufen ließ, forderten die VfB-Fans im Wald-Stadion einen weiteren Elfmeter, doch die Pfeife von Schiedsrichter Jörg Keßler blieb stumm.
Knapp 20 Minuten vor dem Ende musste dann VfB-Abwehrchef Marcelo José Bordon verletzungsbedingt vom Platz und wurde durch einen weiteren Offensivspieler ersetzt. Für den Brasilianer kam Ioannis Amanatidis ins Spiel.
Kevin Kuranyi verpasste eine Viertelstunde vor Schluss einen möglichen VfB-Treffer um Haaresbreite, als er per Direktabnahme nach einer Flanke von Philipp Lahm den Ball rechts am Kasten vorbeischoss.

Weidenfeller parierte auch die letzte VfB-Chance

Roman Weidenfeller musste wenig später einen 25-Meter-Freistoß von Fernando Meira mit den Fäusten abwehren, ehe der BVB zehn Minuten vor dem Ende zu einer Konterchance kam, als Odonkor am rechten Flügel durchgebrochen war und in der Mitte den mitgelaufenen Dede suchte, aber Christian Tiffert in höchster Not klären konnte.
Sieben Minuten vor den Ende war es einmal mehr der starke Dortmunder Torwart Weidenfeller, der eine VfB-Chance zunichte machen konnte. Eine Rechtsflanke von Andreas Hinkel köpfte Kevin Kuranyi gefährlich aufs Tor, doch der BVB-Keeper war erneut zur Stelle.

Dies war zugleich die letzte Chance im Spiel. Der VfB versäumte es, aus seiner klaren Überlegenheit die entsprechenden Tore zu machen. Die Magath-Elf war fast die gesamte Zeit in Überzahl klar überlegen, doch den defensiven und destruktiven Dortmundern reichte eine Unachtsamkeit zum Sieg.

  
   
  
   
   
  
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