34. Spieltag: Samstag, 17.05.2008, 15:30 Uhr| Vereinswappen | Aufstellung | Ergebnis |
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 | VfB Stuttgart Ulreich – Beck, Osorio, Delpierre, Boka (57. Magnin) – Khedira, Hilbert (59. Hitzlsperger), A. da Silva, Bastürk (72. M. Fischer) – Cacau, Gomez |  |
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 | Arminia Bielefeld R. Fernandez – Bollmann, Mijatovic, Gabriel, Schuler – Kauf, Kirch, Marx (84. D. Halfar), Tesche – Eigler, Wichniarek (32. Kamper) |  |
Fakten und Zahlen zum Spiel:| Eigenschaft | Daten |
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| Tore | 0:1 Tesche (10.) 1:1 Gomez (75. / Foulelfmeter) 2:1 M. Fischer (85.) 2:2 Eigler (87.) |
| Verwarnungen | VfB Stuttgart: Boka (3), Khedira (4), Hilbert (7) |
| Zuschauer | 55.800 |
| Schiedsrichter | Florian Meyer (Burgdorf) |
Bundesliga, 17.05.2008
Mit Remis in den UI-Cup
Fünf Veränderungen nahm VfB-Cheftrainer Armin Veh in seiner Startelf beim letzten Saisonspiel gegen die Bielefelder Arminia im Vergleich zur Niederlage in der Vorwoche in Wolfsburg vor. Im Tor stand wie angekündigt Youngster Sven Ulreich anstelle von Raphael Schäfer, der auch nicht zum Kader gehörte, so dass Alexander Stolz den Platz auf der Bank einnahm. In der Viererabwehrkette ersetzte Andreas Beck Ricardo Osorio als Rechtsverteidiger, da der Mexikaner im Zentrum die vakante Stelle des rot-gesperrten Kapitäns Fernando Meira einnahm. Zudem lief Arthur Boka links hinten für Ludovic Magnin auf. Und im Mittelfeld spielten Sami Khedira zentral defensiv für Pavel Pardo, der wegen eines Muskelfaserrisses nicht mitwirken konnte, sowie Antonio da Silva für den leicht angeschlagenen Thomas Hitzlsperger. Die Spielführerbinde fand nach dem Fehlen von Meira, Pardo und Hitzlsperger indes ihren Platz am linken Oberarm von Matthieu Delpierre.
Applaus gab es bereits vor dem Anstoß, denn mit Silvio Meißner wurde ein VfB-Urgestein und Fan-Liebling verabschiedet. Der Routinier beendete mit der heutigen Partie seine Karriere. In den neuen Trikots der kommenden Saison 2008/09 starteten wenig später dann seine Kollegen in die letzten 90 Minuten der laufenden Spielzeit. Bis zur erste Möglichkeit dauerte es einige Minuten. Yildiray Bastürk versuchte es aus der Distanz, doch Rowen Fernandez war zur Stelle und packte zu. Nach zehn Minuten geriet der VfB dann jedoch in Rückstand. Einen Freistoß von Thorben Marx erwischten Markus Bollmann und Sami Khedira per Kopf im Strafraum nicht wirklich, so dass die Kugel letztlich am rechten Pfosten landete. Den Abpraller verwertete Robert Tesche aus Nahdistanz zum 0:1 vorbei am chancenlosen Sven Ulreich. Wenig später klärte Matthieu Delpierre eine flache Hereingabe von Thorben Marx in höchster Not. Erst nach etwas mehr als einer Viertelstunde bot sich dem VfB die Chance zum Ausgleich.
Gomez mit den besten Chancen
Antonio da Silva flankte aus dem linken Halbfeld und fand dank eines Stellungsfehlers in der Bielefelder Hintermannschaft Mario Gomez, der den Ball jedoch nicht unter Kontrolle brachte und deshalb auch nicht zum Abschluss kam. Wesentlich näher an einem Tor war Gomez fünf Minuten später. Einen Freistoß von da Silva köpfte der Nationalstürmer auf das Tor der Ostwestfalen, wo Rowen Fernandez mit einer Glanztat retten konnte, ehe ein Verteidiger der Bielefelder die Kugel vollends zur Ecke lenkte, in deren Anschluss eine weitere Möglichkeit des VfB ungenutzt blieb. Die Veh-Elf erhöhte in dieser Phase den Druck und hatte durch Roberto Hilbert eine exzellente Kopfballchance. Doch der Mittelfeldmann setzte die Kugel über das Tor und hätte auch im Falle eines Treffers nichts zu jubeln gehabt, da das Schiedsrichtergespann fälschlicherweise auf Abseits entschieden hatte. Danach versuchte es Mario Gomez mit links in halbrechter Strafraumposition, doch Rowen Fernandez konnte parieren. Nach etwas mehr als einer halben Stunde mussten die Gäste dann bereits zum ersten Mal auswechseln. Für den angeschlagenen Artur Wichniarek kam Jonas Kamper ins Spiel, in dem Cacau per Kopf auf Mario Gomez ablegte, der in höchster Not noch von einem Verteidiger der Bielefelder geblockt werden konnte. Bis zur Pause passierte dann nichts Nennenswertes mehr, wenn man von einem vollkommen überflüssigen und harten Einsteigen von Petr Gabriel auf Höhe der Mittellinie gegen Mario Gomez vor den Augen von Schiedsrichter Florian Meyer absieht, das der Unparteiische, warum auch immer, ungeahndet ließ.
Ausgleich durch Elfmeter von Gomez
Ohne weitere Wechsel ging es auf beiden Seiten nach der 15-minütigen Unterbrechung zunächst weiter. Der VfB war auch nach der Pause um den Ausgleich bemüht, im Spiel nach vorne aber zu wenig entschlossen und zu ungenau. So versprang beispielsweise Yildiray Bastürk in aussichtsreicher Position die Kugel, als der türkische Nationalspieler in halbrechter Strafraumposition in Szene gesetzt worden war. Nach einer knappen Stunde tauschte Armin Veh schließlich erstmals aus. Er brachte Ludovic Magnin für Arthur Boka, da der Ivorer gelb-rot-gefährdet war. Und nur wenig später nahm dann auch noch Thomas Hitzlsperger den Platz von Roberto Hilbert ein. Der Nationalspieler versuchte es auch gleich aus der Distanz, verfehlte das Ziel dabei jedoch klar. Mitte des zweiten Durchgangs hatte auch Sven Ulreich mal wieder die Möglichkeit, sich auszuzeichnen, als er einen Kopfball des aufgerückten Andre Mijatovic nach einer Ecke sicher parierte. In einem Spiel, das von Minute zu Minute schlechter wurde, da der VfB erfolglos anrannte, Bielefeld nur auf Halten des Vorsprungs aus war und Schiedsrichter Florian Meyer mit vielen falschen Bewertungen bei Zweikämpfen und damit unnötigen Pfiffen sein Übriges tat, kam dann auch noch Manuel Fischer für Yildiray Bastürk zum Zug. Der Neue führte sich gleich gut ein, denn Fischer wurde im Strafraum von Andre Mijatovic und Rowen Fernandez in die Zange genommen, so dass es Strafstoß für die Veh-Elf gab. Mario Gomez übernahm die Verantwortung und verwandelte den Elfmeter sicher zum verdienten 1:1-Ausgleich.
Fischers Premierentor egalisierte Eigler prompt
Beflügelt vom Führungstreffer der Bremer in Leverkusen, der sich auf den Rängen längst herumgesprochen hatte und wenig später auch bekannt gegeben wurde, drängte der VfB in der Schlussphase auf den Siegtreffer. Mario Gomez flankte von links und fand Thomas Hitzlsperger, der mit einer artistischen Einlage die Kugel gefährlich auf das Tor beförderte, wo Rowen Fernandez mit einer Glanztat gerade noch einen zweiten Einschlag verhindern konnte. Nachdem Daniel Halfar gerade den Platz von Thorben Marx eingenommen hatte, ging die Veh-Elf dann aber doch in Führung. Eine Ecke von Antonio da Silva nahm Manuel Fischer im Strafraum mit der Brust an und versenkte den Ball anschließend zu seinem Premierentor zum 2:1. Doch der Jubel der VfB-Fans verhallte recht schnell, denn eine Unkonzentriertheit in der VfB-Hintermannschaft gestattete den Ostwestfalen nur 120 Sekunden später den Ausgleich. Eine Flanke des vollkommen freien Oliver Kirch verwertete im Strafraum der gleichfalls ungedeckte Christian Eigler am einmal mehr chancenlosen Sven Ulreich vorbei zum 2:2. Als Markus Bollmann mit einer Textilbremse wenig später Mario Gomez im Strafraum stoppte, hatte Schiedsrichter Florian Meyer nicht den Mut erneut auf den ominösen Punkt zu zeigen, wenngleich sich keiner bei der Arminia über einen zweiten Strafstoß hätte beschweren können. Da die Hintermannschaft der Gäste auch einen letzten gefährlichen Querpass von Mario Gomez vor den heranstürmenden VfB-Angreifern klären konnte, blieb es letztlich beim Remis. So konnten sich nach dem Schlusspfiff sowohl die VfB-Profis über den Einzug in den UI-Cup freuen, als auch die Gäste aus Ostwestfalen über den Klassenerhalt, da deren Konkurrent aus Nürnberg verlor und damit den Gang ins Unterhaus antreten muss.
Der VfB tat sich über weite Strecken der Partie gegen defensive und kampfstarke Bielefelder sehr schwer, denen das frühe Tor zusätzlich in die Karten spielte. Die Veh-Elf war zwar stets bemüht, aber lange ohne Durchschlagskraft. Erst das Elfmetertor von Mario Gomez brachte nochmals Schwung in eine lange Zeit verfahrene Partie. Nach Manuel Fischers Treffer zum 2:1 schien sogar ein Sieg möglich zu sein, doch letztlich sollte auch das Ausgleichstor der Veh-Elf nicht mehr wehtun. Da sowohl Hamburg als auch Wolfsburg ihre Partien gewannen und Leverkusen gegen Bremen unterlag, reichte dem VfB auch ein Remis zu Platz sechs und der Teilnahme am UI-Cup. Mehr wäre auch mit einem Sieg nicht mehr möglich gewesen.