| | | Magazin für Tradition, Mythos und Kultur | | |
| | | | | |  | | | | | | unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V. | 11. Jahrgang |
  | |
| | | | | | | | | | | | | Pawel Pogrebnjak unterschrieb beim VfB Stuttgart einen Dreijahresvertrag - Fans feierten Alexander Hleb Mehr als 1000 Fans bereiteten Rückkehrer Alexander Hleb bei seinem ersten Training mit der Mannschaft des VfB Stuttgart einen begeisterten Empfang. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit absolvierte Pawel Pogrebnjak derweil die obligatorische medizinische Untersuchung, anschließend unterschrieb der Stürmer einen Dreijahresvertrag bei dem Fußball-Bundesligisten. | |
| | Der VfB Stuttgart trauerte um Rolf Rüssmann |
| Zehn Tage vor seinem 59. Geburtstag verstarb in der Nacht von Freitag auf Samstag Rolf Rüssmann nach einem langen Krebsleiden. Er war beim VfB Stuttgart von Februar 2001 bis Dezember 2002 als Vorstandsmitglied für den Bereich Sport verantwortlich.
Rolf Rüssmann hatte maßgeblichen Anteil daran, dass 2001 der Abstieg aus der Bundesliga vermieden werden konnte und anschließend die "Jungen Wilden" zur Marke in Deutschland wurden. Außer beim VfB Stuttgart war Rolf Rüssmann bei Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 erfolgreich als Manager tätig. Rüssmann absolvierte als ehemaliger Vorstopper der deutschen Nationalmannschaft in der Bundesliga 453 Spiele für Schalke und Dortmund. VfB-Finanzvorstand Ulrich Ruf, der gemeinsam mit Rolf Rüssmann und Peter Godenrath sowie dem damals ehrenamtlich tätigen Präsidenten Manfred Haas den Vorstand bildete, zum Tode des ehemaligen Managers: "Rolf Rüssmann ist in einer der schwierigsten Phasen der Vereinsgeschichte zu uns gekommen und hat seine große Fachkenntnis sowie seine positive Art eingebracht, um den VfB Stuttgart sportlich wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Unser tiefes Mitgefühl gilt in dieser schweren Zeit seiner Frau und seinen beiden Töchtern." Der VfB Stuttgart wird Rolf Rüssmann ein ehrendes Gedenken bewahren. |
| |
| | In einer bewegenden Abschiedsrede kritisiert Ex-Teamchef Babbel die Krawall-Fans So einen leeren, niedergeschlagenen, konsternierten Blick hatte man bei Horst Heldt selten gesehen. Der Manager und Vorstand Sport des VfB Stuttgart trat um 18 Uhr stark mitgenommen vor die Medien, gemeinsam mit dem relativ gefassten Markus Babbel. Dass Heldts Freund und Nachbar Babbel nicht mehr Teamchef des schwäbischen Fußball-Bundesligisten ist, pfiffen die Spatzen schon seit dem Mittag von den Dächern, nun war es offiziell. „Ich muss Ihnen mitteilen, dass wir gestern Abend zusammengesessen sind und gemeinsam entschieden haben, dass wir die Arbeit beenden werden“, flüstert Heldt. Nur die Arbeit von Babbel und seinen Co-Trainern Rainer Widmayer und Alexander Zorniger wohlgemerkt. Heldt, der ebenfalls stark umstritten ist, bleibt im Amt. Dass der VfB-Vorstand seine Zusage brach, dass Babbel mindestens bis zur Winterpause bleiben darf, begründet Heldt mit den Geschehnissen rund um das Spiel gegen den VfL Bochum. „Der Samstag hat uns den Rest gegeben“, sagt der Manager. Damit meint er nicht nur die desaströse sportliche Leistung der Spieler, beziehungsweise die Tatsache, „dass die Mannschaft ihr Potenzial zum wiederholten Male nicht abrufen konnte“ - sondern auch den Fan-Aufstand (siehe Text unten). „Die Vorkommnisse im Stadion und vor dem Spiel haben zu Verunsicherung in der ganzen Mannschaft, beim Trainer und bei mir geführt. Dass die eigenen Fans den Mannschaftsbus angreifen, halte ich für arg bedenklich“, so Heldt. Babbel macht in seiner bewegenden Abschiedsrede deutlich, dass das Verhalten der aufbegehrenden Fans für ihn ein wesentlicher Grund dafür war, warum gegen Bochum kein Sieg gelang und warum er nun nicht mehr Cheftrainer ist. Die ungenügende Leistung der ersten Hälfte sieht er „zum großen Teil von den Fans verschuldet“. „Selbst sogenannte Fußball-Millionäre haben es nicht verdient, dass man ihnen Mordgesten und Hass entgegenbringt“, unterstreicht er frustriert und verweist auf den Selbstmord von Nationaltorwart Robert Enke vor knapp vier Wochen. „Die ganze Fußballbranche und die Fans haben nach dieser Tragödie gar nichts kapiert“, wettert Babbel. Zum Abschluss dankt Babbel umfangreich dem Verein dafür, dass er für ihn arbeiten durfte, „ich war darauf sehr stolz“. Dem neuen Trainer wünscht er, „den Knopf zu finden“, der den Erfolg zurückbringt - „ich habe ihn nicht gefunden“. Immerhin hat er nun genug Zeit für seine Trainerausbildung in Köln. „Ich hoffe, dass er den Trainerschein mit Bravour besteht“, sagt Heldt. „Vielen Dank, lieber Horst“, antwortet Babbel. Kurz darauf ist er zu Ende, der letzte gemeinsame Auftritt der beiden Freunde für den VfB. |
| |
| | Christian Gross soll den VfB vor dem Abstieg retten 06.12.09 |
| Um 18.45 Uhr hatte das lange Warten der Journalistenschar ein Ende. Ein kräftig gebauter, kahlköpfiger Mann, der optisch der Filmfigur Kojak nicht unähnlich ist, betritt zusammen mit dem Vorstand des VfB Stuttgart den Presseraum der Mercedes-Benz-Arena. Christian Gross, 55 Jahre alt, Schweizer, seit über 20 Jahren Fußballtrainer, soll den schwäbischen Bundesligisten vor dem Abstieg retten. Der VfB fragte den Angaben zufolge kurzfristig am Samstag bei Gross an und rannte bei dem Trainer, der bis Mai den FC Basel trainierte und seitdem arbeitslos war, offene Türen ein. Sein neuer Vertrag läuft bis 2011, der neue Co-Trainer ist vorerst bis Weihnachten der bisherige U-19-Coach Jens Keller. Er sei gekommen, „um das zu retten, was es zu retten gibt“, verkündet Gross bei seiner kurzen Vorstellung. VfB-Präsident Erwin Staudt stellt ihn als einen Mann vor, „der für Erfolg steht, der für Erfahrung steht, der mit jungen Talenten gut arbeiten und sie fördern kann“. Der frühere Schweizer Nationalspieler kann als Trainer sechs Meistertitel und fünf Pokalsiege in der Schweiz vorweisen. Im Ausland arbeitete er bisher nur in England, ein Jahr bei den Tottenham Hotspurs (1997 bis 1998). In der Bundesliga war er seit über zehn Jahren regelmäßig bei trainersuchenden Vereinen im Gespräch, nun griff der VfB zu. „Die Aufgabe reizt mich, weil es darum geht, etwas zu bewegen. Es bringt nichts, eine Mannschaft zu trainieren, die im Mittelfeld liegt, das interessiert keinen“, gibt sich Gross mit markigen Worten gerüstet für den Abstiegskampf. Er will Spieler sehen, die „um jeden Einwurf kämpfen“, „positive Aggressivität“ zeigen und „unbedingt gewinnen wollen“ - Worte, die auch von seinem Vorgänger stammen könnten. Dann eilt Gross zur Mannschaft - bei einem Training unter Flutlicht gewinnt er erste Eindrücke. Während Keller die Übungen leitet, beobachtet Gross mit Argusaugen die Spieler. Heute will der Schweizer seinen Rettungsplan genauer erläutern. Am wichtigsten, so betont er vorab, sind ihm engagierte Spieler: „Totales Commitment steht für mich an erster Stelle.“ |
| |
| | Der Fall der VfB Mannschaft, Dezember 2009, |
| Hoffnungslosigkeit, Gleichgültigkeit, Mut und Wut. Unterschiedliche Emotionen, die bei den VfB-Spielern zu finden sind. Und am Samstagabend nach dem 1:1 gegen den VfL Bochum deutlicher denn je zutage traten. In den Stunden nach den schockierenden Erlebnissen in der Arena bekam das Konturen, was bisher schemenhaft zu erkennen war: Die Gruppe ist heillos zersplittert – in Einzelinteressen und Einzelschicksale. Eine Bestandsaufnahme: Die Hoffnungslosen: Dieser verzagte Haufen wird von Ex-Kapitän Thomas Hitzlsperger angeführt. Nach dem Spiel schlich der Nationalspieler mit gesenktem Haupt durch die Gänge der Arena. Er hatte kaum Kraft, seinen Gesprächspartnern in die Augen zu schauen, und presste stimmlos folgende Sätze hervor: "Es ist so schmerzhaft ... so bitter ... was sich Woche für Woche wiederholt. Ich hüte mich eigentlich davor zu sagen, es kann nicht schlimmer kommen, aber es ist immer schlimmer geworden." Wer ihn hörte, der wusste: Hitzlsperger, aber auch einige seiner jungen Kollegen, fehlt die Kraft, sich selbst aus dieser verzweifelten Lage zu befreien. Sie brauchen "Sicherheit" (Cacau), Visionen und Führung. Einen, der das Fenster aufreißt, durchlüftet und glaubhaft vermittelt: Das ist der neue Weg aus der Krise. Fazit: Das konnte Markus Babbel am Ende nicht mehr leisten. Die Gleichgültigen: Anführer dieser Gruppe ist Alexander Hleb. Wobei das Wort Anführer eigentlich nicht passt. Denn die kleinen Ich-AGs in der Mannschaft haben ganz unterschiedliche Ziele. Ihre Gemeinsamkeit besteht nur darin, dass sich diese Ziele nicht mit denen der Mannschaft und des Vereins decken. Yildiray Bastürk oder Jan Simak haben innerlich schon gekündigt. Pawel Pogrebnjak flirtet mit Dynamo Moskau. Und Jens Lehmann genießt still seine letzten Tage als Profi. Aber das größte Problem stellt Hleb dar. Der Weißrusse führte von Anfang an sein Eigenleben. Und das besteht darin, so bestätigen auf dem Wasen alle, dem süßen Leben nachzujagen. Bei Weinfesten in der Region, im Zillertal, während andere trainieren, oder am Pokertisch in Winterbach. Auch auf dem Platz macht der frühere Weltklassespieler sein eigenes Spiel. Ohne Verantwortungsbewusstsein fürs Team - als Solist ohne Wirkung. Auf das Trainerteam hat er selten gehört. Selbst Liegestützen verweigerte er dreist grinsend. Den Höhepunkt erlebten am Samstag 40000 Zuschauer im Stadion: Babbel gab Hleb eine Anweisung, der ignorierte ihn. Fazit: Am Ende fehlte Markus Babbel die Kraft und der Rückhalt des Vorstands, dem Treiben jener Spieler mit Söldnermentalität ein signalhaftes Ende zu setzen. Die Wütenden: Serdar Tasci wollte nicht jubeln, obwohl der Torschütze am Samstagnachmittag für kurze Zeit der Held war. Es hat ihm nichts mehr gepasst. Das Verhalten der Fans - und das des Teamchefs. Tasci hat es Markus Babbel nicht verziehen, dass er ihn bei der Wahl des Kapitäns übergangen hat. Er hatte sich als bisheriger Vizekapitän als natürlicher Nachfolger von Thomas Hitzlsperger gesehen. "Natürlich bin ich sauer darüber", sagte er unterkühlt. "aber das ist jetzt nun mal so, mehr will ich dazu nicht sagen. Denn es geht nicht um Einzelne, sondern den Verein." Was das bedeutet? Tasci und Babbel wären wohl keine Freunde mehr geworden - der Ärger über den Teamchef war zu groß. Auch andere Spieler fraßen in den vergangenen Wochen ihren Frust in sich hinein: Elson, Sebastian Rudy, Kahlid Bouhlarouz, Ricardo Osorio und Ludovic Magnin. Sogar der junge Daniel Didavi, stets bester Mann bei der Zweiten, aber ohne Chance in der Ersten. Fazit: Am Ende war das Verhältnis zu diesen Spielern kaum noch zu kitten. Die Mutigen: Es gab kaum noch Profis, deren Körpersprache Courage und Stärke ausstrahlte. Kapitän Matthieu Delpierre und Zdravko Kuzmanovic sind zwei Ausnahmen. Nur mit diesen beiden - so wirkte es - hätte man beruhigt in die nächste Schlacht ziehen können. Zwei von 28. Ein trauriger Rest. Fazit: Am Ende hatte(n) Markus Babbel und sein Trainerteam alle(s) verlassen: die Mannschaft und das Glück. Vieles davon hat sich zwar angedeutet. Aber die wenigen, die hätten warnen können, wurden kaltgestellt. Auch Teambetreuer Jochen Rücker. Stattdessen installierte Manager Horst Heldt den früheren Reisemarschall Ralph Herkommer, der in der Mannschaft als Spion des Managements gilt. Wenn man so will, war in diesem Klima das Scheitern programmiert. Babbel schätzte diese Strömungen falsch ein. Auch wegen der Doppelbelastung durch den Trainerlehrgang. Das Projekt Babbel war damit im Grunde mit dem ersten Schultag an der Hennes-Weisweiler-Akademie in Köln gescheitert |
| |
| | Auf Wiedersehen und alles Gute! 01.05.2010 |
|  Für vier Spieler des VfB war das letzte Heimspiel der Saison 2009/10 zugleich der letzte Auftritt im VfB-Trikot vor dem Stuttgarter Publikum. Torhüter Jens Lehmann, Rechtsverteidiger Ricardo Osorio, Mittelfeldspieler Roberto Hilbert und Mittelfeldspieler Aliaksandr Hleb wurden deshalb im Anschluss an das vorletzte Bundesligaspiel unter dem großen Applaus der Zuschauer von VfB-Präsident Erwin Staudt, Vorstand Sport Horst Heldt sowie Vorstand Finanzen, Verwaltung Ulrich Ruf verabschiedet. Jens Lehmann beendet in einer Woche nach mehr als 20 Jahren Profifußball seine große Karriere. Er war zwei Jahre lang ein sicherer Rückhalt im VfB-Tor, und der VfB wünscht ihm privat sowie beruflich weiterhin alles Gute und viel Erfolg. Ricardo Osorio kam als erster Mexikaner zusammen mit Pavel Pardo im Sommer 2006 zum VfB und gewann gleich in seiner ersten Spielzeit mit dem Verein die Deutsche Meisterschaft. Wohin ihn sein Weg führen wird, steht derzeit noch nicht fest. Auch ihm wünscht der VfB viel Glück und weiterhin genauso viel Spaß, wie er in seinen vier Jahren beim VfB verbreitet hat. Roberto Hilbert hat sich entschieden, nach vier Jahren beim VfB eine neue Herausforderung zu suchen. Er war in der Meistersaison in allen 34 Spielen im Einsatz. Der VfB wünscht auch ihm auf seinem weiteren Weg viel Kraft und Energie für seine Flankenläufe. Aliaksandr Hleb kehrt nach einem Jahr wieder zum FC Barcelona zurück, von wo ihn der VfB im Sommer 2009 ausgeliehen hatte. Den schnellen Dribbelkünstler begleiten die besten Wünsche vom VfB bei seinen weiteren Stationen. "Wir wünschen Euch alles Gute und vor allem Gesundheit. Natürlich stehen allen Spielern, die den VfB am Saisonende verlassen werden, die Türen des Vereins mit dem roten Brustring immer offen", sagte VfB-Präsident Erwin Staudt. |
| |
| | Partnerschaft offiziell präsentiert / Business, 20.05.2010 |
| Der Pressekonferenzraum in der Mercedes-Benz Arena war voll besetzt, als VfB-Präsident Erwin Staudt und Dr. Eduardo Garcia, Gründer, Inhaber und Vorstand der garmo AG, die neue Partnerschaft verkündeten. In seiner Rede erläuterte Erwin Staudt, dass damit ein wichtiges Kapitel in der Zukunftsplanung des VfB geschlossen wurde. In der Finanz- und Wirtschaftskrise sei es nicht einfach gewesen, einen neuen Hauptsponsor dieser Güte zu finden, der darüber hinaus optimal zum VfB passe. "Mit der garmo AG und ihrer Premiummarke GAZi können wir uns uneingeschränkt identifizieren. Unsere Strategien stehen im Einklang, da nicht nur der VfB, sondern auch GAZi in Deutschland und in Europa eine gute Rolle spielen. Beide Unternehmen sind an einer vertrauensvollen und langfristigen Zusammenarbeit interessiert."Der Kontakt zur garmo AG wurde vor zwei Jahren intensiviert, als klar war, dass die zweite Mannschaft des VfB ihre Heimspiele in der 3. Liga im GAZi-Stadion auf der Waldau austrägt. Seither ist bei den Heimspielen des VfB II das komplette Stadion mit GAZi-Werbung versehen. |
| |
|
| | | | | | | |  | | | | | | |
| | | | | | |  | | | | Unterstützt wird HefleswetzKick von: | | | | | | | | | | | |  | | | | | | |  | | | Aktuelles ........................................... | | | Statistik ...................................... | | | Nachrichten Ergebnisse, Tabellen, .. | | | Zahlen, Daten Fakten, ... | | | Teams ............................................... | | | Stadion ....................................... | | | Fotos, Berichte, Geschichte, ... | | | Geschichte, Ereignisse, ... | | | Personen .......................................... | | | Fanzone ...................................... | | | Datenbanken, Fotos, Geschichten, ... | | | alles für den VfB Stuttgart Fan | | | Chronik ............................................. | | | Download ................................... | | | Zeitgeschichte, Dokumente, ... | | | für zu Hause | |
| |
| | | | HefleswetzKick | Michael Holzschuh | Weilbachweg 9 | 82541 Münsing | Telefon: 08177-997267 | E-Mail | Internet | Inhaltlicher Verantwortlicher gemäß § 55 Abs. 2 RStV: Michael Holzschuh (Anschrift wie nebenstehend) | |
|
|