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Abonniert auf Platz vier
Fehlende Konstanz konnte man dem VfB 1956/57 wahrlich nicht
vorwerfen: Nachdem er am 13. Spieltag Platz vier übernommen hatte,
gab er ihn bis zum Saisonende nicht mehr her. Allerdings gelang ihm
auch kein Durchbruch nach oben, so dass die Endrunde um die
„Deutsche" diesmal ohne die Bewegungssspieler über die Bühne ging.
Die unbefriedigende Bilanz war nicht zuletzt einem Missgeschick bei
den Neuzugängen zuzuschreiben. Aus Saarbrücken wollte „Pit" Krieger
zurückkehren - durfte jedoch nicht, weil der FCS dem Wandervogel,
wie ja auch der VfB zwei Jahre zuvor, eine 18-monatige Sperre
aufbrummte. Der aus Herne-Sodingen kommende Torhüter Sawitzki wurde
zunächst ebenfalls gesperrt, konnte aber im Saisonverlauf immerhin
eingesetzt werden und erwies sich als glänzender Ersatz für
Bögelein. Mit dem Würzburger Erich Kaniber war übrigens auch
Neuzugang Nummer drei gesperrt...
Trotzdem präsentierte sich der VfB in prächtiger Frühform. Einem 1:1
im Freundschaftsspiel gegen Arsenal London folgte ein 2:0-Startsieg
beim Geheimfavoriten VfR Mannheim, der Hoffnungen machte. Vor allem
Erwin Waldner war kaum zu stoppen. Beim 7:0-Kantersieg über
Schweinfurt 05 brillierte „Waldi" mit prächtigen Hackentricks und
harmonierte glänzend mit Ersatzlinksaußen Praxl. Eine Woche später
traf der VfB auch in Freiburg sieben Mal - und wieder überragte
Waldner. Der Torrausch ging weiter. Nach dem 5:0 über den
Wiederaufsteiger Bayern München stöhnte dessen Trainer Hahn, „gegen
diesen VfB mit vier Stürmern ohne Chance" gewesen zu sein. Doch dann
flog Waldner beim 1:1 in Augsburg vom Platz, und der VfB-Sturmlauf
geriet ins Stocken. Die Rückrunde wurde überschattet von
Abwehrproblemen, die erstmals bei einem 2:6 im Freundschaftsspiel
gegen Schalke 04 deutlich wurden. Obmann Haaga anschließend: „Mit
dieser Hintermannschaft kann man kein Spiel mehr gegen eine gute
Mannschaft gewinnen". |