| | | Magazin für Tradition, Mythos und Kultur | | |
| | | | | |  | | | | | | unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V. | 11. Jahrgang |
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| | | | | | | | | | | | Auf dem Wasen entsteht ein Stadion Die Sportplatzfrage bereitete der VfB-Führung schon seit geraumer Zeit Kopfzerbrechen. Der „Rugbyplatz" am Karl-Olga-Krankenhaus war den Kriegsereignissen zum Opfer gefallen und mit dem einst vom Kronenclub geschaffenen „Münster-Platz" war niemand wirklich glücklich. Das Areal war viel zu abgelegen für einen ambitionierten Klub wie den VfB Stuttgart. 1919 erfüllte man sich einen Traum und kehrte nach Cannstatt zurück. Unweit des heutigen Campingplatzes war dem VfB von städtischer Seite ein zum Wasen gehörendes Brachgelände zur Verfügung gestellt worden, auf dem in mühsamer Eigenarbeit ein modernes Stadion entstand, das am 21. Dezember 1919 mit einem freundschaftlichen 0:5 gegen die Kickers eingeweiht wurde. Weil sich in unmittelbarer Nähe drei solide Pappeln befanden, sprach der Volksmund bald vom „VfB-Platz bei den drei Pappeln". Das Sportverbot auf dem Wasen war im Übrigen 1914 aufgehoben worden. Seinerzeit hatte man für eine Gesundheitsausstellung das am 24. Mai 1914 eingeweihte und 20.000 Plätze bietende „Holzstadion" mitsamt Holztribüne errichtet, das nur drei Monate später in Flammen aufging. Unermüdlicher Initiator des neuen VfB-Platzes war Vorsitzender Graf von Beroldingen, der die Verhandlungen leitete und Architekt Pfeiffer mit dem Bau beauftragte. Finanziert wurde der 80.000 RM teure Bau durch honorige Vereinsmitglieder, wobei sich insbesondere Gotthilf Heeb als Förderer erwies. Das neue Areal konnte sich wahrlich sehen lassen. Größter Stolz war die überdachte Sitzplatztribüne auf der Neckarseite, wodurch die betuchten VfB-Fans trockenen Hauptes den Spielen beiwohnen konnten. Das Fassungsvermögen wurde auf insgesamt 15.000 Plätze beziffert. Zum Gelände gehörte zudem ein gemütliches Klubhaus. Eine lange Lebenszeit war dem Stadion allerdings nicht beschieden. Schon 1937 wurde es wieder abgerissen, weil die Stadt das Areal für die Erweiterung des Volksfestplatzes bzw. dem Bau der Schwabenhalle benötigte. |
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