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Der Fußball-Professor liebt fastfood
Ralf Rangnick - ein
intelligenter schwäbischer Kopf hinter einer randlosen Brille. Seit er im
ZDF-Sportstudio dem staunenden Publikum mal abendfüllend seine „ballorientierte
Raumdeckung" erklärt hat, gilt er erst recht als der „Professor" unter den
Bundesliga-Trainern. Rangnick hat Fußball zur Wissenschaft erhoben. Jedes Detail
ist ihm wichtig. Natürlich auch die richtige Ernährung. „Cola, Pommes und Burger
sind bei uns tabu" predigt er seinen Spielern.
Verbotenes lockt - und bei einigen VfB-Spielern weckte das die Begehrlichkeit
erst recht. Flog die Mannschaft von Auswärtsspielen zurück, wurden die
Cola-Büchsen aus dem Servierwagen der Stewardess heimlich unter den Sitzen
durchgereicht. Und an trainingsfreien Tagen parkten auffallend viele
Spielerautos vor den Filialen von Mc Donald oder Burger King.
Rangnick wechselte zu Hannover 96 - aber das hatte andere Gründe. Auch bei den
Niedersachsen machte er sich als „Gesundheitsguru" einen Namen. Bis zu jenem Tag
im Dezember 2002, als er nach Bremen fuhr, um seinen nächsten Gegner, den ExKlub
VfB, zu beobachten. Stuttgarter Journalisten entdeckten ihn mit vollen Backen an
einer Frittenbude, einen Becher Cola in der Hand...
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