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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.       11. Jahrgang

 
 
 


 
    

Vom Feuerwehrmann zum Entwicklungshelfer

Der Wandel des VfB-Trainers - „Spüre so viel Rückendeckung wie noch nie“

Der Image-Wandel von Fußball-Lehrer Felix Magath vom Feuerwehrmann zum Entwicklungshelfer überrascht die Bundesliga. Der Trainer des hochverschuldeten, aber sportlich erfolgreichen VfB Stuttgart hat seit seiner Ankunft im Ländle mit dem "Quälix" von früher nur noch wenig gemein und versprüht bei seiner bislang viel versprechenden Arbeit durchweg sympathische Gelassenheit.

"Ich bin souveräner geworden und gehe nicht mehr mit dem Kopf durch die Wand. Ich habe jetzt eher ein offenes Ohr für die Probleme anderer", meinte Magath. In Stuttgart genießt der 49-Jährige derzeit die Nestwärme und das Vertrauen, das er bei seinen Ex-Klubs Nürnberg, Hamburg, Bremen und Frankfurt so schmerzlich vermisst hat: "Ich spüre beim VfB soviel Rückendeckung und Unterstützung wie nie zuvor."

Magath erklärte sich sogar bereit, seine Mannschaft zu Kaffee und Kuchen einzuladen. Zu Frankfurter Zeiten ließ der einst aufgrund seiner ultraharten Trainingseinheiten wenig beliebte Coach den Nachtisch von der Speisekarte streichen, wenn er sauer auf sein Team war. Der heutige Rostocker Bachirou Salou bezeichnete Magath einst sogar als den "letzten Diktator Europas".

Doch die Vergangenheit hat Magath, der als Mittelfeldregisseur des Hamburger SV mit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister 1983 seinen größten Erfolg gefeiert hatte, längst hinter sich gelassen. Der Vizepräsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer bastelt ohne große Konflikte gemeinsam mit Manager Rolf Rüssmann bei den klammen Schwaben an einer hoffnungsvollen Bundesliga-Truppe. "Unser Erfolg ist ganz klar in Magath begründet", erklärt Regisseur Krassimir Balakow im Namen der ganzen Mannschaft.

Der aktuelle Tabellenfünfte verfügt neben den beiden Routiniers Zvonimir Soldo und Balakov beinahe ausschließlich über eine "U23"-Truppe. Der technisch brillante Weißrusse Aliaksandr Hleb, in seiner Heimat vergangene Woche zum "Sportler des Jahres" gewählt, oder Torjäger Kevin Kuranyi und Abwehrmann Andreas Hinkel, die sich beide in den Dunstkreis der Nationalmannschaft gespielt haben, zelebrieren im Ländle attraktiven Offensiv-Fußball.

Mit diesem Kader zieht Magath nicht nur die meist launischen VfB-Fans zurück ins Gottlieb-Daimler-Stadion. Vielmehr katapultiert der 43-malige Nationalspieler die Stuttgarter durch die Erfolge im Uefa-Pokal zurück ins Rampenlicht der europäischen Fußball-Bühne. "Durch die Si

16.12.2002

     
   
     
   
     
   
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