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Vom Feuerwehrmann zum
Entwicklungshelfer
Der Wandel des VfB-Trainers - „Spüre so viel Rückendeckung wie
noch nie“
Der
Image-Wandel von Fußball-Lehrer Felix Magath vom Feuerwehrmann zum
Entwicklungshelfer überrascht die Bundesliga. Der Trainer des
hochverschuldeten, aber sportlich erfolgreichen VfB Stuttgart hat seit
seiner Ankunft im Ländle mit dem "Quälix" von früher nur noch wenig
gemein und versprüht bei seiner bislang viel versprechenden Arbeit
durchweg sympathische Gelassenheit.
"Ich bin souveräner geworden und gehe nicht mehr mit
dem Kopf durch die Wand. Ich habe jetzt eher ein offenes Ohr für die
Probleme anderer", meinte Magath. In Stuttgart genießt der 49-Jährige
derzeit die Nestwärme und das Vertrauen, das er bei seinen Ex-Klubs
Nürnberg, Hamburg, Bremen und Frankfurt so schmerzlich vermisst hat:
"Ich spüre beim VfB soviel Rückendeckung und Unterstützung wie nie
zuvor."
Magath erklärte sich sogar bereit, seine Mannschaft
zu Kaffee und Kuchen einzuladen. Zu Frankfurter Zeiten ließ der einst
aufgrund seiner ultraharten Trainingseinheiten wenig beliebte Coach den
Nachtisch von der Speisekarte streichen, wenn er sauer auf sein Team
war. Der heutige Rostocker Bachirou Salou bezeichnete Magath einst sogar
als den "letzten Diktator Europas".
Doch die Vergangenheit hat Magath, der als
Mittelfeldregisseur des Hamburger SV mit dem Gewinn des Europapokals der
Landesmeister 1983 seinen größten Erfolg gefeiert hatte, längst hinter
sich gelassen. Der Vizepräsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer
bastelt ohne große Konflikte gemeinsam mit Manager Rolf Rüssmann bei den
klammen Schwaben an einer hoffnungsvollen Bundesliga-Truppe. "Unser
Erfolg ist ganz klar in Magath begründet", erklärt Regisseur Krassimir
Balakow im Namen der ganzen Mannschaft.
Der aktuelle Tabellenfünfte verfügt neben den beiden
Routiniers Zvonimir Soldo und Balakov beinahe ausschließlich über eine
"U23"-Truppe. Der technisch brillante Weißrusse Aliaksandr Hleb, in
seiner Heimat vergangene Woche zum "Sportler des Jahres" gewählt, oder
Torjäger Kevin Kuranyi und Abwehrmann Andreas Hinkel, die sich beide in
den Dunstkreis der Nationalmannschaft gespielt haben, zelebrieren im
Ländle attraktiven Offensiv-Fußball.
Mit diesem Kader zieht Magath nicht nur die meist
launischen VfB-Fans zurück ins Gottlieb-Daimler-Stadion. Vielmehr
katapultiert der 43-malige Nationalspieler die Stuttgarter durch die
Erfolge im Uefa-Pokal zurück ins Rampenlicht der europäischen
Fußball-Bühne. "Durch die Si
16.12.2002
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