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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.      11. Jahrgang

 
 
 


 
 
 
 
  
 Erfolge als Trainer beim VfB Stuttgart
 
DFB-Pokal: 1× Platz 2 2007 mit VfB Stuttgart
Deutscher Meister: 1× Deutscher Meister 2007 mit VfB Stuttgart
   
 Vereinskarriere beim VfB Stuttgart:
 
LigaSaisonVereinPosition
Bundesliga2005/2006VfB StuttgartTrainerab 10.02.06
Bundesliga2006/2007VfB StuttgartTrainer 
Bundesliga2007/2008VfB StuttgartTrainer 
Bundesliga2008/2009VfB StuttgartTrainerbis 23.11.08
   



Geschichte / Sonstiges

10.02.2006
Armin Veh als neuer VfB-Trainer vorgestellt

"Wir haben uns gestern Abend mit Giovanni Trapattoni und seinem Trainerteam getroffen und ein ausführliches sowie inhaltsreiches Gespräch geführt. Die Entscheidung, ihn von seinen Aufgaben freizustellen, ist uns nicht leicht gefallen, auch weil wir Giovanni Trapattoni als große Persönlichkeit kennengelernt haben. Wir haben großen Respekt vor ihm, achten und schätzen ihn", sagte VfB-Präsident Erwin Staudt bei der heutigen Pressekonferenz im Gottlieb-Daimler-Stadion anlässlich der Vorstellung von Armin Veh als Nachfolger von Giovanni Trapattoni als VfB-Cheftrainer. Das Ziel des Vereins sei es weiterhin, den Integrationsprozess der Mannschaft, deren Gesicht sich im vergangenen Jahr sehr stark verändert hatte, voranzutreiben. Dabei müsse eine Verschmelzung verschiedener Gruppen innerhalb des Vereins gegeben sein, um zu einer geschlossenen Mannschaftsleistung kommen zu können, erläuterte Erwin Staudt und nannte dabei die Spieler, das Trainerteam, die verschiedenen Gremien und auch die Partner des Vereins als elementare Komponenten. "Dabei dürfen wir eines nicht vergessen: Wir alle leben in einer Leistungsgesellschaft und von jedem von uns wird der Erfolg erwartet. Wir haben sehr viel Geduld bewiesen, haben aber wie überall sonst auch, nicht allzu viel Zeit", begründete der VfB-Präsident die rasche Trennung von Giovanni Trapattoni nach nur drei Partien in der Rückrunde.

"Management heißt handeln"

Man habe nach guten Ergebnissen vor der Winterpause und positiven Ansätzen im Wintertrainingslager in Dubai versucht, den Aufwärtstrend nun fortzusetzen, "aber wir hatten nun den Eindruck, dass eine Vorwärtsbewegung nicht gegeben ist, sondern wir einem Prozess des Stillstandes entgegensteuern. Hier müssen deshalb Schutzmechanismen greifen, die auch Giovanni Trapattoni vor diesem Prozess bewahren. Deshalb war es die richtige Entscheidung. Wir haben die Verantwortung, dass es immer weiter geht. Es gibt nicht nur die Situation A, sondern eventuell auch mal die Situation B oder C. Management heißt handeln", sagte Staudt weiter. Man habe nun in den ausstehenden 14 Bundesligaspielen sowie im UEFA-Cup die Möglichkeit, durch neue Impulse eine Verbesserung der Situation herbeizuführen. "Ich freue mich, Ihnen heute Armin Veh als neuen Cheftrainer des VfB Stuttgart vorstellen zu können. Wir kennen uns seit langer Zeit und ich wünsche ihm hier viel Erfolg und die Erfüllung seiner Pläne, denn das sind auch die Pläne des Vereins", ließ Erwin Staudt die anwesenden Journalisten wissen.

"Das Potenzial ist da"

Armin Veh, der zunächst einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison erhalten wird, sagte: "Ich freue mich auf meine neue Aufgabe hier beim VfB. Die Verbindung zum Verein war über Jahre hinweg vorhanden, denn meine frühere Station in Reutlingen war ja lediglich 40 Kilometer entfernt. Ich habe vor zwei Jahren in Rostock einen Fehler gemacht, als ich damals aufgehört habe. Das war eine Riesendummheit von mir, aus der ich aber gelernt habe. Auf eine zweite Chance muss man im Leben dann häufig etwas länger warten, aber nun habe ich sie bekommen. Ich hatte auch in den vergangenen Monaten einige Anfragen, aber es war nie etwas Passendes dabei. Der VfB hat eine gut besetzte Mannschaft, mit der man sicher einiges erreichen kann. Das Potenzial ist da, sehr viel mehr kann ich nach nur einer Einheit noch nicht sagen. Ich hoffe in jedem Fall, dass ich auch das notwendige Glück haben werde und beim VfB zeigen kann, dass ich kein ganz schlechter Trainer bin." Dessen ist sich VfB-Präsident Erwin Staudt sicher, denn "wir wissen was er geleistet hat. Armin Veh war bei uns immer präsent."

Ziel, langfristig beim VfB zu arbeiten

Die Frage, weshalb der neue VfB-Coach dann nur einen Kontrakt bis zum Saisonende erhält, beantwortete Erwin Staudt unterdessen kurz und knapp: "Weil wir uns zunächst richtig kennenlernen wollen und danach weitere Schritte entscheiden werden." Ganz ähnlich äußerste sich der neue VfB-Cheftrainer. Armin Veh sagte: "Natürlich möchte jeder Trainer am liebsten einen langfristigen Vertrag. Aber ich habe in der Vergangenheit selbst erfahren, wie es gehen kann. Nach einem Fehler steckt man schnell mal in einer Schublade, aus der man dann lange nicht mehr herauskommt. Es ist richtig, sich jetzt erst kennenzulernen. Danach sieht man weiter. Aber mein klares Ziel ist es, hier beim VfB langfristig zu arbeiten." Mit einem Blick auf das morgige Bundesligaspiel in Bielefeld sagte Armin Veh scherzhaft: "Ich habe festgestellt, dass ich einen Tag mehr habe, als Felix Magath damals beim VfB. Denn die Einigung mit ihm erfolgte erst am Tag vor dem ersten Spiel. Klar ist, dass man in der Kürze der Zeit nicht mehr allzu viel machen kann. Wir haben heute morgen zum ersten Mal zusammen trainiert, heute Nachmittag fliegen wir dann nach Bielefeld und heute Abend werde ich noch einige Gespräche mit dem Mannschaftsrat oder dem gesamten Team führen. Und dann geht die konkrete Vorbereitung aufs Spiel los. Natürlich stelle ich die Mannschaft auf, aber ich werde dabei sicher auf die Erfahrungen meiner Kollegen hören."

Trautner und Kolodziej als Assistenztrainer

Mit Kollegen meinte Armin Veh seinen neuen Trainerstab, bestehend aus den Assistenten Ebbo Trautner und Christian Kolodziej sowie Teambetreuer Jochen Rücker. Unabhängig von den Gesprächen mit seinen Trainerkollegen ließ Veh aber schon mal durchblicken, dass es in der Kürze der Zeit keine allzu großen Änderungen geben werde. "Es bringt nichts, jetzt das System umzustellen. Ich kenne die Mannschaft ja noch gar nicht. Vielleicht wird es den einen oder anderen personellen Wechsel geben. Alles Weitere ergibt sich dann aus der Zusammenarbeit mit der Mannschaft in den nächsten Tagen und Wochen", sagte Armin Veh, der zuletzt in der französischen Liga beim FC Metz und beim AJ Auxerre hospitierte und viele Spiele der ersten und zweiten Liga mitverfolgt hat. Das Ziel für den morgigen Auftritt in der Schüco-Arena gegen die Arminia ist für Veh derweil aber klar: "Ein gutes Ergebnis ist immer ein Sieg." Den wünscht sich unterdessen auch VfB-Präsident Erwin Staudt, der nach wie vor davon überzeugt ist, dass das noch immer gültige Saisonziel, ein Platz im internationalen Geschäft, zu erreichen ist.

"Es gibt keine Alibis mehr"

"Wir müssen uns in der Bundesliga gut darstellen und wollen dem Image des Vereins, erfolgreichen und erfrischenden Fußball zu spielen, gerecht werden. Und natürlich wollen wir die von Giovanni Trapattoni hervorragend umgesetzte Integration unserer eigenen Jugend weiter vorantreiben", gab Staudt seinem neuen Coach mit auf den Weg. Ähnlich äußerte sich auch VfB-Teammanager Horst Heldt, der Armin Veh in seiner Zeit als Spieler beim TSV München 1860 kennengelernt hatte. Heldt sagte: "Armin Veh hat damals bei Werner Lorant hospitiert. Seither hat sich unser Kontakt gehalten. Er ist ein gradliniger und autoritärer Trainer, der der Mannschaft klare Vorstellungen vermittelt. Zudem ist er offensivfreudig, liebt das Kurzpassspiel und hat aus seinen bisherigen Teams immer das Optimale herausgeholt. Ich erwarte nach dem Trainerwechsel, der sicher nicht einfach war, nun eine klare Leistungssteigerung bei jedem Einzelnen, und dass die Mannschaft nun handelt. Es gibt keine Alibis


Morgens um acht Uhr wird die Trennung vollzogen
24.11.2008

Der VfB Stuttgart entlässt Veh, macht Babbel zum Teamchef und holt Widmayer als Trainer - Unterschiedliche Meinung über Mannschaftsführung

Stuttgart - Die Situation war festgefahren und es drohte alles noch viel schlimmer zu werden. Nach der 1:4-Niederlage des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart beim VfL Wolfsburg setzten sich VfB-Teammanager Horst Heldt und Trainer Armin Veh zusammen. Am Ende des mehr als dreistündigen Gesprächs war für Heldt klar, dass es mit Veh nicht weitergehen könne. Der Meister-trainer wurde gestern Morgen beurlaubt, der zum Teamchef beförderte Markus Babbel soll die Talfahrt des VfB stoppen.

Von Hannes Kern

Nach der Partie in Wolfsburg bestand für Heldt Gesprächsbedarf. Fünf sieglose Spiele lassen sich nicht wegdiskutieren, zumal sich die kollektive Ratlosigkeit bei Trainer und Spielern fortgesetzt hatte und die mentalen Probleme der Profis offenkundig wurden. Nach dem Gegentreffer zum 1:2 war jegliche Gegenwehr der Stuttgarter zusammengebrochen. Heldt, der Veh im Februar 2006 nach Stuttgart geholt hatte, und der Trainer analysierten in der Nacht die prekäre Lage und hatten laut Heldt „in einigen Punkten die gleiche Meinung, in anderen eben nicht - und das hat den Ausschlag gegeben“. Heldt wollte sich nicht entlocken lassen, wobei die Meinungen auseinandergingen. Doch es ist unschwer zu erraten, dass beide in Sachen Mannschaftsführung unterschiedliche Auffassungen hatten. Veh hatte sich nach dem Gewinn des Meistertitels 2007 und den darauffolgenden Krisen stets hinter die Mannschaft gestellt. Das mag ehrenvoll sein, hat aber zuletzt nicht dazu beigetragen, die Krise zu beheben. Die schützende Trainerhand wurde von den Spielern oft als Alibi missverstanden. Gestern um acht Uhr wurde Veh ins Vereinsheim bestellt, wo VfB-Präsident Erwin Staudt, Manager Jochen Schneider und Heldt die Trennung von Veh und dessen Co-Trainer Alfons Higl vollzogen. „Es muss nun ein Ruck durch die Mannschaft gehen“, forderte Staudt anschließend, während Veh zu seiner Familie nach Augsburg abdüste. Von der Mannschaft wird er sich bei nächster Gelegenheit verabschieden. Für Heldt hatte die Trainerentlassung auch eine persönliche Ebene, schließlich war er mit Veh im Februar 2006 eine Schicksalsgemeinschaft eingegangen. „Das erste halbe Jahr war nicht einfach. Wir hatten null Kredit“, meinte der Teammanager. Nach dem Meistertitel waren die beiden vornehmlich mit Krisenbewältigung beschäftigt. „Wir haben unterschiedliche Aufgaben“, meinte Heldt gestern, „und wir waren auch in der Vergangenheit nicht immer einer Meinung.“

Heldt als treibende Kraft?
Ob Heldt die treibende Kraft war, die Vehs Entlassung forcierte, oder ob Präsidium und Aufsichtsrat angesichts der rasanten Talfahrt auf eine Entscheidung drängten, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Der Teammanager jedenfalls kommt vorerst weitgehend unbeschadet aus der Nummer heraus.




   
  
   
   
  
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