| | Erfolge als Trainer beim VfB Stuttgart |
| | | | Bundesliga: | 1x 12. Platz | 1966/1967 mit VfB Stuttgart |
| Bundesliga: | 1x 16. Platz | 1974/1975 mit VfB Stuttgart |
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| | Vereinskarriere beim VfB Stuttgart: |
| | | | Liga | Saison | Verein | Position | | | Bundesliga | 1966/1967 | VfB Stuttgart | Trainer | 14.12.1966 - 30.06.1967 | Bundesliga | 1974/1975 | VfB Stuttgart | Trainer | 14.12.1974 - 30.06.1975 |
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Geschichte / Sonstiges
Albert Sing (* 7. April 1917 in Eislingen/Fils; † 31. August 2008 in Origlio) war ein deutscher Fußballspieler und -trainer. Sing begann seine aktive Laufbahn beim 1. FC Eislingen. 1935 wechselte er zu den Stuttgarter Kickers, mit denen er 1936 sowie von 1939 bis 1942 die Meisterschaft der Gauliga Württemberg gewann und sich für die Endrunde zur deutschen Fußballmeisterschaft qualifizierte. Zwischen 1940 und 1942 spielte er neun Mal für die Deutsche Nationalmannschaft. Sein Länderspieldebüt gab er am 20. Oktober 1940 beim 7:3-Erfolg im Freundschaftsspiel gegen Bulgarien. Es folgten acht weitere Länderspiele im Jahr 1942. Sein einziges Länderspieltor erzielte er beim 5:3 Auswärtssieg über Ungarn am 3. Mai 1942. Es war zugleich das 500. Tor in der deutschen Länderspielgeschichte. Seine Trainerkarriere begann Sing 1948 in Schwäbisch Gmünd. Danach wurde er Coach (zunächst Spielertrainer) in der Schweiz. Mit dem BSC Young Boys holte Sing von 1957 bis 1960 insgesamt vier Meisterschaften in Serie und zwei Pokalsiege. Keinem anderen Trainer ist dieser Erfolg in der Schweiz ebenfalls gelungen. Unter Sing erreichte YB auch das Halbfinale im Europapokal der Landesmeister (heutige Champions League). Weitere Stationen von Sing waren Grasshoppers Zürich, FC St. Gallen, FC Lugano und der FC Luzern. Unter Sepp Herberger war Sing Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz. Er wählte das Mannschaftsquartier am Thuner See für die spätere Weltmeistermannschaft aus. Später war er noch in der Fußball-Bundesliga Trainer des VfB Stuttgart und von 1860 München. Nachdem Sing die Arbeit als Trainer wegen einer Kriegsverletzung aufgeben musste, kehrte er in die Schweiz zurück und war dort als Vereinsberater tätig. Ab 1970 lebte Albert Sing in Origlio in der Nähe von Lugano im Tessin, wo er Ende August 2008 im Alter von 91 Jahren starb.
Das Einfache war sein Lebensprinzip Albert Sing mit 91 gestorben Stuttgart - Albert Sing ist tot. Der frühere Trainer des VfB Stuttgart starb am Sonntagvormittag im Alter von 91 Jahren in seiner Schweizer Wahlheimat in Origlio. Der gebürtige Eislinger spielte in den 40er Jahren neunmal für Deutschland - und für die Stuttgarter Kickers. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte er in die Schweiz. Als Assistent von Trainer Sepp Herberger suchte er für die WM 1954 das Quartier am Thuner See aus. Dort entstand der legendäre Geist von Spiez. Seine Trainerkarriere hatte Sing bereits 1948 in Schwäbisch Gmünd begonnen. Den VfB rettete er 1967 vor dem Abstieg aus der Bundesliga. In seiner zweiten Amtszeit bei den Roten (1974/75) war er weniger erfolgreich. Sing galt dennoch als Persönlichkeit. Weil er ein strenges Regiment führte - wie der langhaarige VfB-Profi Gilbert Gress erfahren musste. Der Franzose wurde von Sing zum Friseur abkommandiert. Zudem standen bei Sing Volkslieder hoch im Kurs. Um den Teamgeist zu fördern, mussten die Spieler singen. Sing faszinierte durch seine eigenwillige und gelassene Art. Als ihm der Rauswurf drohte und ein Reporter besorgt nach seiner Zukunft fragte, antwortete er: ¸¸Na geh i halt uff d"Fildre Krombiere gruble." Restkartoffeln aufsammeln - das Einfache zur Hauptsache machen - als Lebensprinzip. Das hat sich Albert Sing bis zuletzt bewahrt. Martin Haar HAAR © 2006 Stuttgarter Nachrichten
Frischer Wind und neue Töne mussten her. Albert Sing kam, der Ur-Schwabe, und er probierte es mit fußballerischen Ur-Tugenden. Er ließ Lieder anstimmen, die Kameradschaft pflegen - und den Schweiß in Strömen fließen. Sechs Wochen lang triezte er die Herren Profis im Trainingslager in Besenfeld. Die Ochsentour mit Gesangseinlagen muss sich gelohnt haben. Sing brachte den VfB zum Saisonende 1966/67 noch auf den zwölften Platz und verabschiedete sich. In Origlio im Tessin hatte er sich ein Häuschen gebaut, und da wollte er nun fortan lieber Rosen züchten, als hochbezahlten Fußballern die richtigen Töne beizubringen. Oder sich mit Stars herumzuärgern wie mit Gilbert Gress. Der eigenwillige Franzose, der seiner Lebenslust und seinen Locken freien Lauf ließ, und der auf Disziplin bedachte Herberger-Schüler Sing - das ergab automatisch Reibungspunkte. Einen davon beseitigte der Friseur. Gress musste Haare lassen. Trotzdem, erzählt Sing heute noch in seiner Villa bei Lugano, habe die Mannschaft ihn geradezu händeringend gebeten, weiterzumachen. Aber er hatte genug. "Der einzige Entschluss, wo ich heute noch darüber brüte, ob er richtig war", gibt Sing heute zu. In der Not besann man sich einige Jahre später auf Albert Sing. Noch einmal sollte er den Retter spielen, aber der VfB ist nicht mehr aufgeblüht, sondern abgestiegen. Der "eiserne Albert", der bei Stadionwirt Otto Herz sein Küchenkabinett eingerichtet hatte, scheiterte vor allem an einem - an Buffy Ettmayer. "Dummerweise hab' ich ihn zurückgeholt", ärgert sich Albert Sing heute noch.
Er spielte zu seiner aktiven Zeit in den 1930er- und 1940er-Jahren für die Stuttgarter Kickers. In der Nationalmannschaft trug er zwischen 1940 und 1942 neunmal das Trikot mit dem Bundesadler. Nach seiner Karriere wurde Sing Trainer in der Schweiz (unter anderem bei Young Boys Bern und Grasshoppers Zürich) und unter Sepp Herberger Cotrainer der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft 1954 in der Schweiz. Später war er noch in der Fußball-Bundesliga Trainer des VfB Stuttgart und von 1860 München.
Sing ließ singen Für Albert Sing war Buffy Ettmayer ein Dorn im Auge. „Du elender Siach", hat er ihn einmal beschimpft. „Dabei habe ich immer nur nach dem Sinn seiner seltsamen Trainingsmethoden gefragt, was andere einfach hingenommen haben", wehrt sich Buffy noch heute. Der VfB war im Trainingslager Besenfeld im Schwarzwald. Sing nach dem Frühstück: „Jetzt gange mr' schbachtla." Schbachtla? Buffy dachte ans Essen: „Es kann doch nicht sein, dass wir schon wieder essen gehen." Aber die Trainingseinheit „Schbachtla" war anders: Sing öffnete den Kofferraum seines weißen Mercedes 200 und holte 20 Taschenmesser heraus. Jeder musste sich im Wald ein Hölzchen suchen und zuspitzen. Die einen warfen es dann so, dass es im Boden stecken blieb. Die anderen mussten mit ihrem Wurf versuchen, es wieder rauszuhauen. Schlitzohrige Frage von Kapitän Ettmayer: „Aber Trainer, es ist schon so, dass wir am Samstag Fußball spielen?" Sing gesäuert: „Du musch immer opponiere." Am nächsten Tag goss es in Strömen. Sing vermaß ein Volleyballfeld und es wurde über eine Schnur gepritscht, gebaggert und geschmettert. Buffy demonstrierte verstärktes Desinteresse. Sing: „Wenn du koi Luscht hasch, gasch nei." Buffy ging und erinnert sich: „Dann hat er MV angerufen und sich beschwert, ich würde das Training boykottieren." Ein anderer „Leckerbissen" waren Sings Gesangsstunden im Trainingslager Origlio. Ettmayer: „Im Besprechungsraum hatte Sings Assistent Fritz Millinger schon alles vorbereitet. Ober einen Projektor wurde der Text von Hoch auf dem gelben Wagen" auf die Leinwand geworfen. Sing sagte, wir tun jetzt etwas für die Moral und singen. Heinz Stickel, stimmen Sie an. Stickel erwischte den falschen Ton. ,Zu tief', monierte Sing. Im zweiten Anlauf klappte es. Die zweite Strophe ging im allgemeinen Gelächter unter."
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