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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.      11. Jahrgang

 
 
 


 
 
 
 
  
 Erfolge als Trainer beim VfB Stuttgart
 
Bundesliga: 11 Tage im Amt 1965
Bundesliga: 1x 7. Platz 1969/1970 mit VfB Stuttgart
   
 Vereinskarriere beim VfB Stuttgart:
 
Liga  Saison  Verein  Position
 Bundesliga  1969/1970  VfB Stuttgart  Trainer 25.02.1965 - 07.03.1965
01.07.1969 - 30.06.1970
   



Geschichte / Sonstiges

Franz Seybold (* 9. April 1912; † 1978) war ein deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer.

Als aktiver Spieler feierte Seybold in den 1930er Jahren seine größten Erfolge. 1935 erreichte er zusammen mit dem VfB Stuttgart das Endspiel um die deutsche Meisterschaft. Dort unterlagen die Schwaben dem FC Schalke 04 mit 4:6.

In den 1960er Jahren erwarb sich Seybold einen hervorragenden Ruf als Trainer. 1963 führte er die Amateurmannschaft des VfB Stuttgart zur Deutschen Amateur-Meisterschaft. In der Saison 1964/65 übernahm Seybold nach der Entlassung von Kurt Baluses am 25. Februar 1965 kurzzeitig den Trainerposten bei der Profimannschaft des VfB. Am 7. März 1965 machte für den neuen Cheftrainer Rudi Gutendorf Platz.

Ein weiteres Mal nahm Seybold in der Saison 1969/70 auf dem Trainerstuhl des VfB Stuttgart Platz und führte die Mannschaft auf den siebten Platz der Tabelle.


1968 war's, der Zeitpunkt einer ganz besonderen Trainergeschichte. Der damalige VfB-Präsident, Senator Hans Weitpert, hatte sich's in den Sinn gesetzt: Ein prominenter Mann musste her ? Frantisek Bufka. Der ehemalige Nationaltrainer der Tschechoslowakei und Meistermacher von Linz sollte auch den VfB zu Glanz und Ruhm führen. Bufka wurde für 5000 Mark monatlich verpflichtet, seinerzeit viel Geld. Gunther Baumann tobte und legte sich quer: Den "Berater" Bufka akzeptierte er nicht, den Assistenten Bufka auch nicht, und Bufka selbst zum Cheftrainer zu machen, ging ebenfalls nicht - er hatte keine Lizenz. Die Schlagzeilen vom "bestbezahlten Spaziergänger der Bundesliga" waren die unausbleibliche Folge.

Noch schlimmer: Bufka fiel bei der Trainerprüfung durch. In der Not griff man auf "Kaiser" Franz von Cannstatt zurück: Franz Seybold. Und er ließ seinen VfB nicht verkommen. Mit einem Verlegenheitskader schaffte er 1969/70 immerhin den siebten Platz - und hatte auf dem Wäsen alles im Griff. Eine volle Spielzeit lang fungierte Franz Seybold als Bundesliga-Trainer, Geschäftsführer und Leiter der Amateur-Abteilung. Ein Arbeitspensum, das heute beim besten Willen nicht mehr zu absolvieren wäre.    


Als aktiver Spieler feierte Seybold in den 1930er Jahren seine größten Erfolge. 1935 erreichte er zusammen mit dem VfB Stuttgart das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Dort unterlagen die Schwaben dem FC Schalke 04 mit 4:6.

In den 1960er Jahren erwarb sich Seybold einen hervorragenden Ruf als Trainer. 1963 führte er die Amateur-Mannschaft des VfB Stuttgart zur Deutschen Amateur-Meisterschaft. In der Saison 1964/65 übernahm Seybold nach der Entlassung von Kurt Baluses am 25. Februar 1965 kurzzeitig den Trainerposten bei der Profimannschaft des VfB. Am 7. März 1965 machte für den neuen Cheftrainer Rudi Gutendorf Platz.

Ein weiteres Mal nahm Seybold in der Saison 1969/70 auf dem Trainerstuhl des VfB Stuttgart Platz und führte die Mannschaft auf den siebten Platz der Tabelle.


Franz Seybold
geb. 9. 4. 1912 gest. 19. 9. 1978

Der VfB beklagt den Tod seines langjährigen Mitglieds Franz Seybold. Er war ein leidenschaftlicher Kämpfer für die Belange und das Wohlergehen des Vereins. Im Januar 1924 trat Franz Seybold dem VfB als 12-jähriger bei und spielte bei ihm ab der C-Jugend. Als unerbittlicher und eisenharter Verteidiger wurde er mit der ersten Mannschaft, in der er seit 1930 als 18-jähriger spielte:
1933 südd. Pokalmeister; 1935, 1937 und 1938 württ. Meister, stand 1935 im Endspiel um die deutsche Meisterschaft gegen Schalke 04. Jenes denkwürdige Finale wurde mit 4:6 verloren. 1937 unterlag er mit seiner Mannschaft im Halbfinale wieder gegen das übermächtige Schalke mit 4:2. Im Spiel um den 3. Platz wurde mit 1:0 gegen d. HSV gewonnen. Daneben war Franz Seybold auch ein erfolgreicher Leichtathlet.

Der Rußland-Spätheimkehrer verschrieb sich sofort wieder dem Fußball trotz erlittener Gesundheitsschäden. 1950 und 1951 trainierte er den damals in der zweiten Liga spielenden VfR Aalen und fand dann zu seiner zweiten, nicht minder erfolgreichen, Karriere beim VfB zurück. Ab 1951 trainierte er sowohl die VfB-Amateure als auch die A-Jugend. Er führte die Amateure von der B-Klasse in die höchste Amateurklasse und erreichte mit ihnen hervorragende Erfolge:
1960 württ. und südd. Meister — 1963 deutscher Amateurmeister — 1967 württ. Meister — 1971 deutscher Vizemeister nach unglücklicher 1:0 Finalniederlage.
Die Zahl derer, die durch seine kritische, mit starker Hand formende Schulung gingen, ist Legion. Manche, die den großen Sprung schafften, verdanken ihm alles, oft auch beruflichen Erfolg aufgrund der von ihm eingeimpften und vorgelebten Tugenden der Selbstdisziplin, der Einordnung in eine Gemeinschaft, des Einsatzes und des Engagements.

Wenn Not am Mann war, war Franz Seybold stets zur Stelle und bereit, sich mit seinem unbändigen Willen und nimmermüden Einsatz für den Verein zu verzehren. So sprang er mit großem Erfolg 1964/65 und 1966/67 zweimal als Interimstrainer der Lizenzspieler ein, trainierte die gesamte Saison 1969/70 und erreichte den 7. Tabellenplatz mit nur einem Punkt Abstand zum Tabellenvierten.

Franz Seybold war an verantwortlicher Stelle unermüdlich für seinen Verein tätig. Er stellte an sich wie an seine Umgebung höchste Anforderungen. Als er dabei 1973 bei einigen damals Verantwortlichen des Clubs nicht mehr ausreichendes Verständnis fand, zog er sich grollend mit der ihm eigenen, wiewohl ihn selbst sehr schmerzenden Konsequenz zurück.

Um so erfreuter waren wir von der heutigen Vereinsführung, dass wir im vergangenen Jahr mit ihm, dem so sehr um den VfB verdienten, wieder Frieden schließen konnten.
Sein Herz gehörte dem VfB Stuttgart — dieser schuldet ihm großen Dank. G. Renz


   
  
   
   
  
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