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Erfolge als Trainer beim
VfB Stuttgart |
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Vereinskarriere beim VfB
Stuttgart: |
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Geschichte / Sonstiges
Verein, 1919-31
Der
filigrane Techniker feierte bereits mit 16
Jahren seinen Einstand in der 1. Mannschaft vom
FC Bayern München. Seine herausragende
Ballfertigkeit und Beweglichkeit schützten ihn
aber nicht ausreichend gegen die körperbetonten
Attacken der gegnerischen Abwehrspieler. Von
Beginn seiner Karriere an, hatte er deshalb mit
Verletzungen zu kämpfen und schaffte auch den
Durchbruch erst mit 23 Jahren in der Saison
1925/26. Zum Gewinn der Süddeutschen
Meisterschaft 1926 des FC Bayern München
steuerte er 57 Tore bei. Für Süddeutschland
spielte er am 28. März 1926 im Viertelfinale
gegen Mitteldeutschland und am 18. April dieses
Jahres debütierte er auch in der
Nationalmannschaft. Im Finale des
Kampfspielpokals 1926 am 4. Juli in Köln
erzielte er drei Treffer für das mit 7:2 Toren
siegreiche Süddeutschland gegen Westdeutschland.
Einen Tag zuvor, am 3. Juli, fand das
Halbfinalspiel in Essen gegen Norddeutschland
statt. „Pötsche“ steuerte einen Treffer zum 4:2
Sieg von Süddeutschland bei. Mit seinem Verein
Bayern München zog er dreimal in den Jahren
1926, 1928 und 1929 in die Endrundenspiele um
die Deutsche Fußballmeisterschaft ein. Nach dem
erneuten Titelgewinn 1928 in Süddeutschland,
erreichten Pöttinger und seine Spielkameraden
vom FC Bayern – Emil Kutterer in der
Verteidigung; Ludwig Goldbrunner und Ernst
Nagelschmitz in der Läuferreihe; Sigmund
Haringer, Ludwig Hofmann und Hans Welker im
Sturm – über Wacker Halle und Köln-Sülz das
Halbfinale. Dort setzte sich der Hamburger SV
aber klar gegen die Münchner durch und holte
auch souverän gegen Hertha BSC die
Meisterschaft. Pöttinger brachte es auf sechs
Spiele und sechs Tore in den Spielen der
Endrunde. Für Süddeutschland lief er 1926 und
1927 in vier Spielen auf und traf viermal in das
Tor. Er bildete auf Halblinks mit Ludwig „Wiggerl“
Hofmann einen Flügel, von dem noch Jahrzehnte
später die Fußballfreunde an der Isar
schwärmten. Für viele Kenner war er der erste
Virtuose unter den deutschen Stürmern. Ein
feinfühliger Techniker, der Fußball als eine Art
Kunst verstand. Jahrelange Knieprobleme und ein
Schienbeinbruch zwangen ihn frühzeitig im Jahre
1931 zur Beendigung seiner Spielerlaufbahn.
Dadurch erging es ihm wie „Wiggerl“ Hofmann und
„Mile“ Kutterer: Am größten Triumph des FC
Bayern München konnten sie nicht mehr als Aktive
teilnehmen. Den Gewinn der Deutschen
Fußballmeisterschaft 1932 erkämpften die
Abwehrrecken Haringer, Heidkamp und Goldbrunner
und im Sturm wirbelten Josef Bergmaier und Oskar
Rohr. KIRN/NATAN notierten: „Feingliedriger
Mittelstürmer vom Schlage Seiderers.
Kammerspieler des Fußballs. Seine Vorlagen kamen
über den Rasen wie die Kugeln übers
Billardtuch.“
Nationalmannschaft, 1926-30
Pöttinger (4.v.r.) vor einem Länderspiel
gegen ItalienDie zwei ersten Einsätze in der
Deutschen Fußballnationalmannschaft bestritt
Josef Pöttinger im Jahre 1926 auf Halblinks, als
Verbinder zwischen dem Vereinskollegen „Wiggerl“
Hofmann auf Linksaußen und dem Sturmtank Otto
Harder in der Mittelstürmerposition. Ab 1927
ersetzte er „Tull“ Harder in der Sturmspitze.
Nach seinem Einstand mit drei Toren am 18. April
1926 in Düsseldorf beim 4:2 Erfolg gegen die
Niederlande wurde in der heimischen Sportpresse
von einem „Traumeinstand“ des Neulings Pöttinger
berichtet. Es wurde auf seine ausgefeilte
Technik und sein gutes Zusammenspiel mit den
anderen Stürmern abgehoben. Bei den Olympischen
Sommerspielen 1928 in Amsterdam gehörte er dem
DFB-Team in den zwei Spielen gegen die Schweiz
und dem Olympiasieger Uruguay an. Am 10. Februar
1929 führte er die Nationalmannschaft als
Kapitän in Mannheim beim 7:1 Sieg gegen die
Schweiz an. Beim 3:3 Remis am 10. Mai 1930 in
Berlin gegen England bildeten die drei
Bayern-Stürmer Bergmaier, Hofmann und Pöttinger
zusammen mit Ernst Kuzorra und dem dreifachen
Torschützen Richard Hofmann den Angriff der
Mannschaft von Trainer Otto Nerz. Mit dem 14.
Einsatz war die internationale Karriere des
spielenden Mittelstürmers, der seine Mitspieler
immer wieder glänzend in Szene zu setzen
vermochte, zu Ende. Karl Hohmann, der Mann vom
VfL Benrath, vertrat in den nächsten Jahren
erfolgreich im Innensturm die Farben der
Deutschen Fußballnationalmannschaft.
Trainer
Nach der Spielerkarriere wurde der FC
Teutonia München die erste Trainerstelle von
Josef Pöttinger. Danach übernahm er den VfB
Pankow und wechselte anschließend zum 1. SV
Jena. In Jena konnte er in den Jahren 1934/35
und 1935/36 die Meisterschaft in der Gauliga
Mitte vor Magdeburg, Halle und Erfurt feiern.
Spätere Trainerstationen hatte er noch beim VfB
Stuttgart (?1939-?1941), FC Bayern München,
wiederum FC Teutonia, FC Lichtenfels und BC
Augsburg.
Nach seiner Fußballkarriere führte er eine
Totoannahnmestelle in München unweit des
Hofbräuhauses.
Quellen [Bearbeiten]
Deutschlands Fußballnationalspieler, Das
Lexikon, Sportverlag Berlin, 1997, ISBN
3-328-00749-0
Deutsche große Fußballmannschaften, Teil 4:
Bayern München 1900-1993, AGON, 1993, ISBN
3-928562-35-5
Deutschlands Fußball-Länderspiele, Sport- und
Spielverlag, Hürth, 1989, ISBN 3-9802172-4-8
Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga, AGON, 1996,
ISBN 3-928562-85-1
Fußball, Richard Kirn/Alex Natan, Ullstein TB,
Frankfurt/M., 1958
LIBERO, Nr. D9, 1994, IFFHS
LIBERO, Nr. D6/D7, 1993, IFFHS
Personendaten
NAME Pöttinger, Josef
KURZBESCHREIBUNG deutscher Fußballspieler
GEBURTSDATUM 16. April 1903
STERBEDATUM 9. September 1970
Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_P%C3%B6ttinger“
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