| | Erfolge als Trainer beim VfB Stuttgart |
| | | | Landesliga: | 1x 1. Platz | 1929/1930 Württembergischer Meister |
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| | Vereinskarriere beim VfB Stuttgart: |
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Geschichte / Sonstiges
DER SCHICKE UNGAR VON HARALD JORDAN Aus finanziellen Gründen hatte sich der VfB Stuttgart von Tom Hanney getrennt, doch schon wenige Monate später, im September 1927 kam es zur erneuten Verpflichtung eines hauptamtlichen Trainers. Eine sportlich wechselhafte Entwicklung machte die Notwendigkeit eines vollberuflichen Sportlehrers für die Fußballer des Vereins deutlich. Dass die Wahl gerade auf den hierzulande weitgehend unbekannten Ungarn fiel, begründete der Vorsitzende Dr. Deubler so: "... weil er die fachlichen und persönlichen Anforderungen, die wir an den Trainer unseres Vereins stellen müssen, in erhöhtem Maße besitzt. Herr Dr. Kovacs gehörte viele Jahre der berühmten Mannschaft des MTK an und lernte als solcher die Trainingsmethoden der bekanntesten englischen Trainer kennen. Er war auch wiederholt aus ersehen, die ungarischen Farben im Länderkampf zu vertreten ... Seine Vorbildung befähigt ihn in besonderem Maße, seine praktischen Kenntnisse und Erfahrungen als Lehrer auszuwerten. 44 Für Ludwig Kovacs war der Schatten Tom Hanneys zunächst groß. Als er sein erstes Training leitete, stand er im schicken Anzug mit Krawatte vor den Spielern, die es von dem Engländer gewohnt waren, daß der Coach ebenfalls den "Sport" trug. Der Doktor wurde schwäbisch direkt auf die Kleiderordnung hingewiesen und kam in der Folgezeit ebenfalls im Trainingsanzug.
Bald aber setzte die Gewitztheit des ungarischen ' Akademikers die Akzente auf dem Wasen. Wer im Training nicht spurte, musste damit rechnen, beim Punktspiel zu fehlen, auch die verbliebenen Größen der Meistermannschaft von 1926. Dr. Kovacs schaute von Anfang besonders auf den Nachwuchs. Dr. Deubler: "Die Aufgabe der Jugendleitung ... wird es sein, die Zuneigung des Trainers für die Jugend auszunützen. Die Jugend aber wird sich darauf gefasst machen müssen, dass an ihren Lernwillen ein strengerer Maßstab als bisher angelegt wird. Unter Dr. Kovacs machte die VfB-Elf eine radikale Verjüngung durch. Damit kamen Eifer und Schwung in eine zu Beginn satte Elf. Den Lohn konnte der Ungar zwei Jahre später einstreichen: Der VfB wurde Württembergischer Meister 1929/30. Aus finanziellen Gründen war allerdings eine weitere Beschäftigung des Meistertrainers aufs neue nicht möglich. Wie Hanney musste Ludwig Kovacs auf dem Höhepunkt seiner Tätigkeit den Verein verlassen. Auf dem Hauptbahnhof gab es einen bewegenden Abschied, als der Ungar seinen "Jungens", wie er seine Spieler nannte, Lebewohl sagte.
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