| | Erfolge als Trainer beim VfB Stuttgart |
| | | | Liga: | 1x 1. Platz | 1925/1926 Württembergisch-badischen Meister | | | | |
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| | Vereinskarriere beim VfB Stuttgart: |
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Geschichte / Sonstiges
DER FREUNDLICHE ENGLÄNDER von Harald Jordan Edward T. Hanney - ein klingender Name in der Fußballwelt der Zwanziger Jahre. Professional bei Manchester United war er und Olympiasieger mit dem englischen Team in Stockholm 1912 - der VfB Stuttgart hatte einen großen Coup gelandet mit der Verpflichtung seines ersten hauptberuflichen Fußballlehrers im Sommer 1924.
Tom Hanney, so sein auf dem Wasen geläufiger Name, später sogar "unser lieber Hanney", versuchte englische Spielkultur an seine begeisterungsfähigen, aber aus seiner Sicht noch sehr lernbedürftigen Fußballer hinzubringen. Das hieß: laufen, laufen und nochmals laufen. Die Kondition musste stimmen. Auf dieser Grundlage konnte man aufbauen, was der alte Kämpe nicht nur in Trainingsspielen, sondern auch bei einzelnen Vorbereitungsspielen so eindrucksvoll demonstrierte: exzellente Ballverteilung der Innenstürmer, permanenter Einsatz beider Flügel zur Verwirrung der gegnerischen Abwehrreihen, disziplinierte Einhaltung der taktischen Marschroute. Das war das Konzept der Arbeit von Tom Hanney, mit dem er die VfB-Elf 1926 zum "Württembergisch-badischen Meister" machte: die erste Bezirksmeisterschaft des VfB Stuttgart. Der Vorsitzende, Dr. Deubler, ließ die Mitglieder wissen: "... die Disziplin und Energie unserer Mannschaft, das zielbewusste Zusammenarbeiten aller, die Schule Hanneys haben uns den Meistertitel gebracht." Für Hanney bedeutete der Erfolg gleichsam Abschied vom Wasen, den er Anfang 1927 verließ. Der knappe Haushalt ließ einen festangestellten Trainer offenbar nicht mehr zu. Der VfB-Vorsitzende bekannte: "Die finanzielle Belastung durch den Gehalt Hanneys war für unsere Kasse nicht länger tragbar. Frühere Zuschussquellen aus den Reihen unserer Mitglieder waren versiegt. Neue zu erschließen, war uns trotz langer und eifriger Bemühungen, infolge der heutigen schweren Zeiten nicht möglich."
Hanney setzte seine Trainerlaufbahn bei Wacker München fort. Trotz räumlicher Distanz riß der Kontakt insbesondere zu seiner Meisterelf nicht ab. Und das erste Care-Paket, das Wenzel Blum nach dem Zweiten Weltkrieg empfing, trug als Absender den Namen Tom Hanney. Der Mann mit dem freundlichen Wesen und den liebenswürdigen Umgangsformen starb 1964 als 75jähriger in seinem Club, die Zeitung aufgeschlagen in den Händen. Edward Terrance Hanney (* 19. Januar 1889[1] in Reading, Berkshire[2]; † 8. Dezember 1964[3]) war ein britischer Fußballspieler und -trainer. Der Engländer nahm als Auswahlspieler an den Olympischen Spielen 1912 teil und war als Trainer in Deutschland tätig. Werdegang Hanney begann seine Fußballlaufbahn beim FC Wokingham Town, ehe er zum FC Reading wechselte. Seinerzeit noch Amateurspieler, kam er zweimal in der englische Amateurnationalmannschaft zum Einsatz.[2] Eines dieser Spiele war bei den Olympischen Spielen in Stockholm 1912. Nach einer Verletzung im Auftaktspiel des Turniers gegen die ungarische Nationalmannschaft, das durch Tore des sechsfachen Torschützen Harold Walden und Vivian Woodward mit 7:0 gewonnen wurde, konnte er im weiteren Turnierverlauf nicht mehr zum Olympiasieg seiner Mannschaft beitragen. Im Anschluss an das Turnier wurde Hanney 1913 professioneller Fußballspieler bei Manchester City. Für den Klub, der 1.250 £ für ihn aufbrachte, kam er in 68 Spielen zum Einsatz und konnte dabei zehn Tore erzielen.[2] Anschließend lief er zwei Spielzeiten für Coventry City auf, ehe er zum FC Reading zurückkehrte. Dort beendete er nach einer Saison in der dritten Liga seine aktive Laufbahn. 1924 übernahm Hanney auf Hinweis des kicker-Herausgebers Walther Bensemann den Trainerposten beim VfB Stuttgart.[4] Beim schwäbischen Klub war Tom Hanney, wie er in Stuttgart genannt wurde, erster hauptamtlicher Trainer und führte ihn 1926 zur württembergisch-badischen Meisterschaft, der ersten Bezirksmeisterschaft des Vereins.[3] 1927 zog er zum FC Wacker München weiter, ehe er nach seiner Rückkehr in die Heimatstadt Reading als Wirt arbeitete.[2]
Einzelnachweise ] ↑ „Edward Hanney“ – Profil bei databaseolympics.com (abgerufen am 12. Januar 2009) ↑ a b c d „Edward Hanney“ – Profil bei sports-reference.com (abgerufen am 12. Januar 2009) ↑ a b „T.P. Hanney“ – Profil bei hefleswetzkick.de (abgerufen am 12. Januar 2009) ↑ „Stadion aktuell: VfB Stuttgart – Rangers FC“ – Stadionheft des VfB Stuttgart anlässlich des UEFA-Champions-League-Spiels gegen Glasgow Rangers am 27. November 2007, S. 15 (abgerufen am 12. Januar 2009)
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