b der Saison arbeitete der Mann aus dem Kohlenpott dann im Schwabenland beim VfB Stuttgart. Dort hatte der Meistertrainer Branko Zebec in den Runden 70/71 und 71/72 nicht den erhofften Erfolg gehabt. Um in der Tabelle nach vorne zu kommen stellte man dem neuen Trainer auch neue Spieler zur Verfügung. Dies waren:
Dieter Brenninger (Young Boys Bern)
Norbert Siegmann (Tasmania 1900 Berlin)
Herwarth Koppenhöfer (Bayern München)
Hermann Lindner (1860 München, Amateure)
Helmut Roleder (eigene Jugend)
Dieter Schwemmle (eigene Amateure)
Eppenhoff gelang es den VfB durch den erzielten 6. Platz in den Europa-Cup zu führen. Jetzt trat aber das VfB-Präsidium mit dem Senator Hans Weitpert als Präsident an der Spitze auf die Bremse. Der erfolgreiche Sturm der Saison 1972/73 mit Dieter Schwemmle (33 Spiele-6 Tore), Wolfgang Frank (26 Spiele-11 Tore) und Horst Köppel (29 Spiele-11 Tore) kehrte komplett im Sommer 1973 dem VfB Stuttgart den Rücken. Dies war ein krasser sportlicher Rückschritt. Es wurde ganz auf die Karte preiswerte Nachwuchstalente an der Hand eines befähigten Trainers gesetzt. Es kamen:
Hermann Ohlicher (FV Ravensburg)
Heinz Stickel (SpVgg Ludwigsburg)
Markus Elmer (eigene Amateure)
Klaus Jank (eigene Amateure)
Eckhard Müller (eigene Amateure)
Arno Schäfer (eigene Jugend)
Bernd Schäfer (eigene Jugend)
Die Runde verlief insgesamt sportlich gut, insbesondere im UEFA-Cup. In der Bundesliga ging es aber doch rückwärts, man kam nur auf 31:37 Punkte und landete damit auf Platz 9. Im UEFA-Cup gelangte man mit den jungen Spielern dann sogar in das Halbfinale. Über Nikosia, Tatran Prešov, Dynamo Kiew und Vitoria Setubal spielte man sich in die zwei Begegnungen gegen Feyenoord Rotterdam. Im Hinspiel gab es eine knappe 1:2 Niederlage in Rotterdam, im Rückspiel konnten die Holländer ein 2:2 über die Zeit retten, damit waren Eppenhoff und seine Spieler knapp an dem Einzug in das Finale gescheitert. Die Leistung im europäischen Wettbewerb war aber eine hoch zu wertende Tat von Trainer und Mannschaft. Hermann Ohlicher war vom FV Ravensburg direkt in die Bundesliga zu 33 Einsätzen mit 17 Toren durchgestartet, das war schon eine sehr gute Entwicklung. Im Sommer 1974 zog es dann auch den spielerisch begabten und dazu laufstarken Mittelfeldspieler Karl-Heinz Handschuh vom Neckar weg. Es ging dann tatsächlich in der Saison 74/75 nach unten in der Tabelle, am 1. Dezember 1974 wurde dem Trainer die Entlassung ausgesprochen. Der zum Retter erkorene Alt-Internationale Albert Sing konnte aber in der Rückrunde den Trend nicht stoppen und der VfB stieg am Rundenende aus der Bundesliga ab. Präsident Weitpert und der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Min.-Direktor Gerhard Mayer-Vorfelder, waren sicherlich an dem Zustandekommen der sportlichen Aushöhlung des Kaders durch die Abgänge nicht ganz unbeteiligt.