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Erfolge als Spieler beim
VfB Stuttgart |
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| Confederations Cup: |
1× Platz 4 2005 mit Mexiko |
| DFB-Pokal: |
1× Platz 2 2007 mit VfB Stuttgart |
| Deutscher Meister: |
1× Deutscher Meister 2007 mit VfB Stuttgart |
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Länderspiele während der Zeit beim VfB Stuttgart |
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| Jahr |
Nation |
Position |
Spiele |
Tore |
Gelb |
G/R |
Rot |
| 2006 |
Mexiko |
Abwehr |
4 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 2009 |
Mexiko |
Abwehr |
8 |
0 |
1 |
0 |
0 |
| 2010 |
Mexico |
Abwehr |
4 |
0 |
0 |
0 |
0 |
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Vereinskarriere beim VfB
Stuttgart: |
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Liga |
Saison |
Verein |
Position |
Spiele |
Tore |
Vorl. |
Gelb |
G/R |
Rot |
| Bundesliga |
2006/2007 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
27 |
1 |
1 |
1 |
0 |
1 |
| Bundesliga |
2007/2008 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
22 |
0 |
2 |
1 |
0 |
1 |
| Bundesliga |
2008/2009 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
17 |
0 |
2 |
2 |
0 |
0 |
| Bundesliga |
2009/2010 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
7 |
0 |
0 |
1 |
0 |
0 |
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Geschichte / Sonstiges
10.07.2006
Vorstellung der beiden mexikanischen Neuzugänge
Die
Anzahl der anwesenden Journalisten und Kamerateams
verdeutlichte, dass die heutige Pressekonferenz des VfB nichts
Alltägliches war. Über 50 Medienvertreter und acht Kamerateams
waren ins Stuttgarter Hotel Le Méredien gekommen, um der
Vorstellung der beiden mexikanischen VfB-Neuzugänge Ricardo
Osorio und Pavel Pardo beiwohnen zu können. Über die Hälfte der
Journalisten stammten aus dem Heimatland der beiden VfB-Zugänge.
Allein der Umstand des großen Interesses der Medien zeigte auf,
dass der VfB zwei besondere Transfers tätigen konnte.
Teammanager Horst Heldt erklärte dann auch gleich zu Beginn der
Pressekonferenz: "Ich freue mich, dass wir diese beiden Spieler
verpflichten konnten. Ricardo Osorio und Pavel Pardo sind
aktuelle Nationalspieler ihres Heimatlandes Mexiko und waren bei
der WM Stammkräfte ihrer Auswahlmannschaft. Wir sind der erste
Verein, dem es gelungen ist, zwei WM-Fahrer unter Vertrag nehmen
zu können. Dies erfüllt uns schon mit einem gewissen Stolz."
Auch Cheftrainer Armin Veh zeigte sich erfreut über sein neues
Duo im Defensivbereich und lobte vor allem die Vielseitigkeit
von Ricardo Osorio und Pavel Pardo.
"Sie wollten so schnell wie möglich nach
Stuttgart"
Veh
sagte: "Wir haben mit Zvonimir Soldo, Andreas Hinkel und Martin Stranzl
drei Spieler im Defensivbereich abgegeben. Folglich war es notwendig,
dass wir uns entsprechend verstärken. Beide sind auf mehreren Positionen
einsetzbar. Ricardo kann in der Abwehrreihe praktisch alle Positionen
einnehmen und ist ein extrem zweikampfstarker Spieler, der in
Eins-gegen-eins-Situationen herausragend ist. Ich erhoffe mir von ihm
auch ein Stückweit die Aggressivität auf dem Platz, die uns in der
letzten Saison ab und an gefehlt hat. Und Pavel kann auf der
Sechserposition oder im Halbfeld spielen. Er schlägt gute Standards und
kann ein Spiel von hinten heraus gestalten." Veh lobte zudem die
professionelle Einstellung der beiden Mexikaner, die aus eigenem Willen
auf weitere Urlaubstage nach der WM verzichteten und so schnell wie
möglich nach Stuttgart kommen wollten. "Das zeigt, dass sie einen guten
Charakter haben und sich auf ihre neue Aufgabe freuen. Sie wissen, was
wir in Stuttgart wollen und sind darauf vorbereitet", äußerte sich Veh
lobend über Ricardo Osorio und Pavel Pardo.
Problemlose Transferabwicklungen
Teammanager
Horst Heldt stellte derweil klar, dass eine schnelle Integration von
elementarer Bedeutung sei. "Wichtig ist, dass sie hier schnell ankommen.
Deshalb haben wir den beiden mit Jens Andrei auch gleich einen
Dolmetscher an die Seite gestellt, der ihnen zu Beginn bei allem helfen
wird. Wir wollen, dass sie zeitnah eine Wohnung finden und sich mit
ihren Familien dann schnell in Stuttgart wohl fühlen. Zudem werden beide
ab sofort deutsch lernen, denn es ist der Wunsch der Spieler, die
Sprache ihrer neuen Heimat so rasch wie möglich zu sprechen", erklärte
Horst Heldt, der es abschließend nicht versäumen wollte, sich für die
gute Zusammenarbeit bei der Abwicklung der Transfers zu bedanken. Heldt
sagte: "Wir sind in Mexiko bei den bisherigen Vereinen der beiden, Club
America und Cruz Azul, sehr herzlich empfangen worden und konnten die
Transfers problemlos abwickeln. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle
noch einmal herzlich bei den Präsidenten der beiden Vereine bedanken."
Beim morgigen Testspiel in Schwetzingen wird das mexikanische VfB-Doppel
noch nicht auf dem Platz zu sehen sein, frühestens beim Test in
Schaffhausen am kommende Freitag könnte es eventuell zur Premiere von
Ricardo Osorio und Pavel Pardo im VfB-Trikot kommen.
Bayern soll nicht Meister werden
Pavel Pardo machte seinem Ruf als stets gut gelaunter
Mensch bereits beim ersten Auftritt in Stuttgart alle Ehre und scherzte
sowohl mit den Journalisten als auch mit Dolmetscher Jens Andrei, der
ihn beispielsweise nach dem bislang noch unbekannten deutschen Essen
fragte. "Das ist alles kein Problem", erklärte Pardo, "wichtig ist nur,
dass ich körperlich fit bin und meine Leistung bringen kann. Alles
andere kommt dann von allein. Ich bin sehr zufrieden und stolz, bei so
einem großen Verein wie dem VfB spielen zu können. Stuttgart hat eine
junge und ehrgeizige Mannschaft, in der die Mischung stimmt. Dies macht
mich zuversichtlich, dass wir in der Bundesliga und hoffentlich auch
bald schon wieder international erfolgreich sein werden." Die
Entscheidung für den VfB sei ihm sehr leicht gefallen, "denn beim
Confederations Cup und bei der WM hatten wir die Möglichkeit, uns in
Deutschland zu präsentieren. Der VfB war dann der erste Club, der uns
wollte. Manch eine Chance gibt es nur einmal im Leben und dann muss man
zugreifen." Vom VfB und der Bundesliga weiß Pavel Pardo bereits jetzt
schon eine Menge, obwohl die Spiele in seiner Heimat lediglich in
Ausschnitten zu sehen sind. "Der VfB hat eine große Tradition und
deshalb hoffe ich, dass wir erfolgreich sein werden. Ich weiß, dass
Bayern München schon oft Meister wurde und das wollen wir in diesem Jahr
verhindern", sagte der 29-Jährige mit einem Lächeln auf den Lippen.
"Ich will Mexiko gut repräsentieren"
Ähnlich zuversichtlich gab sich auch sein Landsmann
Ricardo Osorio, der auf die Frage, ob die Integration mit einem
Landsmann an der Seite leichter fallen werde, antwortete: "Das spielt
für mich keine große Rolle. Ob ich alleine hier bin oder wir zu zweit
nach Stuttgart wechseln, macht keinen großen Unterschied. Ich bin
überzeugt, dass ich das Vertrauen, das die Verantwortlichen des VfB in
mich setzen, rechtfertigen kann. Dafür werde ich vom ersten Tag an
arbeiten. Ich will Mexiko hier in der Bundesliga gut repräsentieren und
mit dem VfB Erfolg haben." Auch der Umstand, dass in der Bundesliga
bisweilen sehr körperbetont gespielt wird, konnte den nur 1,73m großen
Defensivspieler nicht beeindrucken. "Ich werde mich dieser neuen Aufgabe
stellen und mich entsprechend wehren. Ich weiß, dass das Spiel hier eine
sehr starke physische Präsenz erfordert, aber davor habe ich keine
Angst. Ich wollte in die Bundesliga und zum VfB, weil mich der Verein
unbedingt haben wollte. Dies war ein ganz entscheidender Grund für
meinen Wechsel. Meiner Familie und mir ging es in Mexiko sehr gut, aber
ich bin überzeugt davon, dass wir uns auch hier in Stuttgart wohl fühlen
werden. Ich habe in jedem Fall nicht die geringsten Zweifel daran, den
richtigen Schritt gemacht zu haben", sagte ein selbstbewusster Ricardo
Osorio zum Abschluss den Journalisten.
El loquito - der kleine Verrückte Stadion
Aktuell 04/2006
Von der mit knapp 20 Millionen
weltweit wohl größten Metropole Mexiko Stadt in die mit 600.000
Einwohnern größte Stadt Baden- Württembergs. Gewiss, wenn man diese
Einwohnerzahlen betrachtet, ein Rückschritt.
Doch so denkt Ricardo Osorio nicht. „Im Vergleich zu Mexiko Stadt ist es
sehr angenehm in einer verhältnismäßig kleinen Stadt wie Stuttgart zu
leben“, lächelt er. Mittlerweile ist der mexikanische Neuzugang des VfB
seit drei Monaten in Deutschland und hat sich bestens eingelebt, nachdem
auch seine Frau mit den beiden Kindern in Stuttgart angekommen ist und
ihm den nötigen Rückhalt geben. Somit hält sich auch das Heimweh in
Grenzen, zumal Ricardo schon seit vielen Jahren Profi ist. „Wenn man
etwas erreichen will, dann gehört das einfach dazu“, sagt der 26-Jährige
ehrgeizig.
Eben jener Ehrgeiz ist es, der
Ricardo Osorio heute zu einem Profi-Fußballer gemacht hat, der auf dem
Platz das Feuer in den Augen hat und von der ersten bis zur letzen
Sekunde immer sein Bestes gibt. Doch der Weg dorthin war steinig. Mit
seinen sechs Geschwistern und seinen Eltern wohnte er in einem kleinen
Dorf mit ca. 1.000 Einwohnern. Um seinen Kindern eine Zukunft zu
ermöglichen packte der Vater seine Familie und zog schon bald in ein
Ballungszentrum von Mexiko Stadt. Bis zu seinem elften Lebensjahr
spielte Ricardo wie viele seiner Altersgenossen auf der Straße Fußball.
Seine Schwester ermöglichte es ihm, in einem kleinen Club zu spielen,
doch dies machte Ricardo zunächst keinen Spaß.
Eines Tages schwänzte er mit einem
Freund die Schule, um in einem Park Fußball zu spielen. Dort spielten
die beiden zufällig gegen zwei Vereinsspieler und besiegten diese klar.
„Daraufhin hat uns ein Trainer, der das Spiel beobachtete, in ein
offizielles Vereinstraining eingeladen, einzige Bedingung waren
Fußballschuhe. Meine Mutter hat dann unter ihrer Matratze das Ersparte
hervorgeholt und ich habe mir meine ersten Fußball-Schuhe gekauft“, ist
er noch heute stolz darauf. Der erste Schritt war getan, „doch in meinem
ersten Spiel habe ich sofort ein Eigentor geschossen, aber danach wurde
es Stück für Stück besser“. Niederlagen schmeckten ihm schon damals
nicht und so bekam er bereits in seiner Jugendzeit den Spitznamen „El
loquito“ – der kleine Verrückte. „Ich war der Erste der zum Training kam
und der Letzte der ging“, erinnert sich der Rechtsfuß. Bevor Ricardo
seinen ersten Profivertrag unterschrieb, spielte er schon für die
U17-Nationalmannschaft seines Heimatlandes. Doch auch Rückschläge musste
„Oso“ (spanisch: der Bär) verkraften.
„Bei
Pumas, meinem ersten Verein, hatte ich leider Probleme mit meinem Rücken
und wurde deshalb ausgemustert. Da musste ich das ersten Mal wegen dem
Fußball weinen“, erzählt Ricardo traurig. Doch auch aus diesem Tal
kämpfte sich der Familienvater wieder heraus. Sechs Monate lang nahm er
jeden Tag zwei Stunden einfache Fahrt auf sich um bei Cruz Azul
vorzuspielen, was ihm eines Tages den Sprung zu deren Amateuren
einbrachte. „Beim ersten Training bin ich dann am Sicherheitspersonal am
Eingang gescheitert. Der Trainer hat dort nicht Bescheid gesagt und
daher durfte ich nicht auf das Gelände“, sagt er lächelnd. Doch auch der
Wechsel zu Cruz Azul war noch nicht der endgültige Durchbruch in
Ricardos Karriere, denn aufgrund schlechter der Heimat entfernte „Farm-
Team“ versetzt. „Dort bin ich dann einem Trainer aus früheren Jahren
erneut begegnet, der mich charakterlich stark geformt und mir sehr
weitergeholfen hat“, betont Ricardo. Der Weg zum Stammspieler bei Cruz
Azul gelang ihm schließlich, weil sich ein Mitspieler entgegen dem
Willen des Trainers die Haare färbte und daher in Ungnade fiel.
„Das war meine Chance und die habe
ich genutzt und fortan war ich sowohl bei Cruz Azul als auch bald darauf
bei der mexikanischen Nationalmannschaft ein fester Bestandteil.“ Sein
erstes Spiel im Auswahlteam war 2003 ein Sieg gegen die Superstars aus
Brasilien woran er sich heute noch sehr gerne erinnert. Sein einziges
Tor schoss er bei der Copa America 2004 gegen Uruguay, „ein Traumtor,
doch eigentlich sollte es eine Flanke werden“, lacht er noch heute
darüber. Und auf die Frage, was er sich beim VfB vorgenommen hat,
antwortet er ganz diplomatisch: „Ich werde hier für das Team und die
Fans immer alles geben, um das mir entgegengebrachte Vertrauen zu
rechtfertigen. Ich will in jedem Spiel einen sehr guten Eindruck
hinterlassen und mein Heimatland Mexiko gut vertreten“. Ehrgeizig und
sympathisch wie „Oso“ ist, wird ihm das auch weiterhin gelingen.
Bundesliga, 01.05.2010 / VfB
Homepage
Auf Wiedersehen und alles Gute!
Für vier Spieler des VfB war das letzte
Heimspiel der Saison 2009/10 zugleich
der letzte Auftritt im VfB-Trikot vor
dem Stuttgarter Publikum. Torhüter Jens
Lehmann, Rechtsverteidiger Ricardo
Osorio, Mittelfeldspieler Roberto
Hilbert und Mittelfeldspieler Aliaksandr
Hleb wurden deshalb im Anschluss an das
vorletzte Bundesligaspiel unter dem
großen Applaus der Zuschauer von
VfB-Präsident Erwin Staudt, Vorstand
Sport Horst Heldt sowie Vorstand
Finanzen, Verwaltung Ulrich
Ruf verabschiedet.
Ricardo
Osorio kam als erster Mexikaner zusammen
mit Pavel Pardo im Sommer 2006 zum VfB
und gewann gleich in seiner ersten
Spielzeit mit dem Verein die Deutsche
Meisterschaft. Wohin ihn sein Weg führen
wird, steht derzeit noch nicht fest.
Auch ihm wünscht der VfB viel Glück und
weiterhin genauso viel Spaß, wie er in
seinen vier Jahren beim VfB verbreitet
hat.
"Wir wünschen Euch alles Gute und vor
allem Gesundheit. Natürlich stehen allen
Spielern, die den VfB am Saisonende
verlassen werden, die Türen des Vereins
mit dem roten Brustring immer offen",
sagte VfB-Präsident Erwin Staudt.
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