| | Erfolge als Spieler beim VfB Stuttgart |
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| | Länderspiele während der Zeit beim VfB Stuttgart |
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| | Vereinskarriere beim VfB Stuttgart: |
| | | | Verein | Position | von | - | bis | Tore | Karten | | FV Stuttgart 1893 | | 1903 | - | | | | | | | | - | | | |
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Geschichte / SonstigesUnser Ehrenspielführer gehörte seit 1903 dem VfB an und ;war im Besitz der goldenen Ehrennadel des Vereins. Von 1923--1928, 1929-1930, 1930-1931 lenkte er in einer bewegten Zeit die Geschicke des VfB als dessen 1. Vorsitzender. Aktiv war er besonders im Rugby-, Tennis- und Hockeysport; als Rugbyspieler war er mehrfach, repräsentativ für Süddeutschland tätig.
Wirkungen — Bildungswert des Spiels Nach dem Cannstatter FC 1890 war der FV Stuttgart,1893 die zweite Vereinsgründung in der Tradition des Fußballspiels auf dem Wasen. Während der ältere Verein sich immer mehr dem Tennis zuwandte, sodass sich die Anhänger des runden Leders im Jahre 1899 als »Stuttgarter Kickers« neu gründeten, hielten die »93er« am Rugby und »Association« — dem Spiel ohne Hand — fest. Nach der Vereinigung mit dem Kronenklub Cannstatt zum »VfB Stuttgart 1893« im Jahre 1912 folgte der imposante Aufstieg zur Nummer 1 in Württemberg, eine Position, die sich ab den dreißiger Jahren immer deutlicher abzeichnete. Der VfB galt, nachdem der CFC 1890 zum Cannstatter Tennisklub geworden war, als der älteste Fußballverein, direkt entsprungen der langen Geschichte seit 1865, dem Jahr, das den ersten Beleg für das Spiel in Cannstatt liefert. Doch hatte er 1912 zahlreiche lokale Konkurrenz und vor allem mit den Stuttgarter Kickers einen weit davon geeilten Rivalen. Die Kickers waren im Fußball in Stuttgart zum Maß der Dinge geworden, während zur gleichen Zeit die Vorliebe für Rugby den VfB ins fußballerische Abseits geführt hatte. Wie dennoch der fulminante Aufstieg? Warum schaffte es der VfB, warum nicht ein anderer der vielen Stuttgarter Vereine? Vieles spricht dafür, dass gerade die starke Hinwendung zum Rugby — eigentlich eine sportliche Sackgasse, kaum ein anderer Verein pflegte Rugby, während die Fußballvereine nur so aus dem Boden schossen — die Erklärung für die starke Substanz des VfB und auch für so manchen glücklichen »Zufall« ist. Rugby war für die Gründergeneration des VfB stets ein besonderes Spiel. Es war das Spiel, das die Persönlichkeit in mehrfacher Hinsicht prägte. Fünfzehn Spieler pro Mannschaft und ein kompliziertes Regelwerk — was Zuschauer eher abschreckte — waren eine Herausforderung für Körper und Geist. Die Rugby-Spieler bildeten das Rückgrat der aufstrebenden VfB-Fußballmannschaft, und ehemalige Rugbyspieler leiteten in der wichtigen Phase von 1912 bis 1930 den Verein. Dr. Adolf Deubler, VfB-Vorsitzender von 1923 — 1928, in dessen Amtszeit die wegweisende Verpflichtung von Trainer Tom Hanney und die erste »Württembergisch-badische Meisterschaft« des VfB fällt, schrieb 1933 aus der Erinnerung: »Viele von uns verdanken Rugby ihre körperliche Ertüchtigung, ihren persönlichen Mut, ihre rasche Entschlusskraft, die sich natürlich auch entsprechend auf das spätere Leben ausgewirkt hat. Ich kenne eine Reihe von Rugby-Spielern, die als Studenten gefürchtete Fechter waren. Niemals hätte ich die Strapazen des Kriegs mit meinen schweren Verwundungen so durchgehalten, wenn ich mir nicht Kraft und Abhärtung beim Rugbyspiel gesammelt hätte. Ich halte Rugby für das beste Spiel für die Ausbildung der Armee, Marine und Polizei. Heute noch ist es für mich die schönste Erholung, wenn ich mich als 45-jähriger beim Rugbyspiel in der aktiven Mannschaft jung fühlen kann. Solche unerschöpflichen Jugendkräfte, wie sie der Rugbysport schafft, braucht unser Vaterland heute für seinen Aufbau zu neuem Glanz. Möge der Wert des Rugbysports als Erziehungs- und Ertüchtigungsmittel der Jugend an Geist, Herz und Körper zu immer größerer Geltung gelangen.« Als Deubler, im Beruf angesehener Anwalt, als Jugendlicher mit dem Spiel konfrontiert wurde, da hatte es schon eine jahrzehntelange Stuttgart-Cannstatter Entwicklung hinter sich, dennoch sind Deublers Schilderungen für die ursprünglichen Verhältnisse aufschlussreich, sie zeigen noch viel von den Schwierigkeiten, mit denen die Pioniere zu kämpfen hatten, aber auch von der Wirkung, die von dem Spiel ausging, Deubler trat 1902 in den FV 93 ein: »Da wohnten am Neckartor in Stuttgart einige Jungens, die nach Schulschluss nicht schnell genug ihre Büchermappen heimschaffen und sich mit einem Butterbrot zu allerlei Streichen treffen konnten. Der Karpfenfang im Anlagensee, der Präriebrand im Steinbruch auf der Uhlandshöhe, die Lagerfeuer in der Grabbenhöhle, der Feuerbacher Terzerolschütze am Marterpfahl im Akazienwäldchen auf der Prag, Kriegszüge gegen die Retraitestraße und viele ähnliche Streiche erinnern mich an diese Tage. Dazwischen auf Verlangen unserer Eltern Besuch des Jünglingvereins in der Schubartstraße. Dort waren wir als geschlossene und daher überlegene Macht bald mißliebig, weil wir den Krokettisch nie freigaben. Auf einem Heimweg ging die Gasglocke im Hausgang in Scherben. Nicht von selbst! Dies der Anlaß zum Verschwinden. Bald war ein anderes Tätigkeitsfeld für unseren jugendlichen Drang und Übermut gefunden. Auf dem Stöckachplatz spielten die Kickers Fußball, die 93er Rugby. Wir besahen uns einen Kampf der starken Mannen gegen eine Heidelberger Mannschaft. An Halbzeit erwischten wir eine »Gurke«! Jeder war von seinem Probekick begeistert. Bald waren wir Zöglinge bei den 93ern und verbrachten jede freie Mittag- und Abendstunde auf dem Stöckachplatz. Sonntag vormittags nahmen wir an dem allgemeinen Training teil. Die Eltern durften natürlich nicht wissen, dass wir den Sonntag durch Kicken schändeten, obwohl sie uns großzügig die Erlaubnis zum Eintritt in den F.B.V.93 gewährten. So wurde samstags die Sportkleidung zu Freunden geschafft und sonntags spielte man den frommen Kirchgänger, um gleich danach zum Spiel zu eilen. Nach dem Übungsspiel zogen die Erwachsenen unter den Spielern in den Schwarzen Ochsen zu Vater Bürkle, wo sie kriegsstark ihren Durst löschten. Wir haben uns darum gerissen, ihre Koffer und Schachteln dorthin schleppen zu dürfen. Wir Jungen gingen heim und mußten nachmittags auf dem obligaten Spaziergang mit den Eltern den Schmerz über unsere Beulen und Quetschungen verbeißen. Im folgenden Jahr spielten schon einige von uns in der 1. Mannschaft. Auf dem Weg zu und von der Schule wurden die Regeln, die wir damals noch aus England bestellten, übersetzt und besprochen. Täglich aber nach der Schule wurde geübt im Zuspiel und Treten. Sonntag nachmittags war der Stöckachplatz immer besetzt. Bei jeder Witteneng zogen wir deshalb auf den Degerlocher »Exe«, natürlich zu Fuß. Unterwegs wurde ein »passing« gemacht. In dem Wäldchen kleideten wir uns um, die Anzüge wurden an Bäume gehängt. Soviel Interesse und Idealismus musste etwas aus uns werden lassen. Dabei war die »Fußball-Lümmelei« in der Schule schwer verpönt. Henry Maulick durfte in seinen Berichten ja nie einen Namen anführen. Ab und zu hielt er dies doch für nötig. Das mussten wir dann im Pennal am Montag schwer büßen. Bei jedem Anlaß hieß es: Kein Wunder, wenn man gestern in Heidelberg beim Stauch war, da hat man natürlich keine Zeit gehabt für seine Schulaufgaben, da ist man Montags müde und abgespannt. Mancher Klassenlehrer verbot die Sportausübung unter Androhung von Karzerstrafe. Trotzdem machten wir unsere Examina alle rechtzeitig und gut.« |
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