| | Erfolge als Spieler beim VfB Stuttgart |
| | | | DFB-Pokal: | 1× Platz 2 2007 mit VfB Stuttgart | | Ligapokal: | 1× Platz 2 2005 mit VfB Stuttgart | | Deutscher Meister: | 1× Deutscher Meister 2007 mit VfB Stuttgart |
|
| |
| | Länderspiele während der Zeit beim VfB Stuttgart |
| | |
| | Vereinskarriere beim VfB Stuttgart: |
| | | | Liga | Saison | Verein | Position | Spiele | Tore | Vorl. | Gelb | G/R | Rot | | | Bundesliga | 2004/2005 | VfB Stuttgart | Abwehr | 10 | 1 | 1 | 1 | 0 | 0 | | | Regionalliga Süd | 2004/2005 | VfB Stuttgart II | Abwehr | 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | | | Bundesliga | 2005/2006 | VfB Stuttgart | Abwehr | 29 | 0 | 2 | 6 | 0 | 0 | | | Bundesliga | 2006/2007 | VfB Stuttgart | Abwehr | 33 | 0 | 3 | 4 | 0 | 0 | | | Bundesliga | 2007/2008 | VfB Stuttgart | Abwehr | 22 | 0 | 0 | 4 | 1 | 0 | | | Regionalliga Süd | 2007/2008 | VfB Stuttgart II | Abwehr | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | | | Bundesliga | 2008/2009 | VfB Stuttgart | Abwehr | 22 | 1 | 2 | 5 | 0 | 0 | | | Bundesliga | 2009/2010 | VfB Stuttgart | Abwehr | 27 | 0 | 1 | 6 | 0 | 0 | |
|
| |
Geschichte / Sonstiges
Matthieu Delpierre: Sein Ziel ist die Champions League (Stadion Aktuell 28.Oktober 2004) Des einen Leid, des andern Freud. Nach der roten Karte und der damit verbundenen Sperre von zwei Spielen für Martin Stranzl kann in der Abwehr die Stunde von Neuzugang Matthieu Delpierre schlagen. Zu Saisonbeginn hatte der ehemalige französische U21-Nationalspieler immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Danach musste er erst mal mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen bzw. sich durch Kurzeinsätze beweisen. Denn Martin Stranzl und Markus Babbel waren in der Innenverteidigung gesetzt. Trotzdem arbeitete er im täglichen Training sehr hart, um am Tag X fit zu sein. Noch vor zwei Wochen sagte Delpierre: „Wir haben viele gute Spieler im Team und Martin und Markus spielen eine tolle Saison, das ist mein Pech, doch ich bin sicher, dass meine Zeit kommen wird und ich bald zum Einsatz komme.“ Dies tat er bereits beim UEFA-Cup-Spiel in Beveren, als der Franzose den angeschlagenen Österreicher Stranzl in der Viererabwehrkette ersetzte. Nach diesem Spiel musste Matthieu Delpierre allerdings lange überlegen, um auf die Frage, wann er das letzte Mal über 90 Minuten bei einem Pflichtspiel auf dem Feld stand, eine Antwort zu haben. „Das ist schon lange her, das war im letzten Jahr als ich noch für Lille spielte“, so der 23-Jährige. Genauer gesagt am letzten Vorrundenspieltag der franzsischen Liga. In der Rückrunde kam Delpierre, wenn überhaupt, nur noch als Einwechselspieler zum Zug, denn er wollte seinen auslaufenden Vertrag beim OSC nicht verlängern und der Club reagierte auf diese Weise. Trainer Matthias Sammer zeigte sich nach dem ersten 90-Minuten-Auftritt seines Neuzugangs zufrieden. „Am Anfang hat ihm noch ein bisschen das Timing gefehlt, aber das ist normal“, so der Cheftrainer. Beim VfB und in Stuttgart fühlt sich der Franzose mittlerweile sehr wohl, denn „die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen und mir damit die Eingewöhnung sehr leicht gemacht. Stuttgart gefällt mir als Stadt sehr gut und ist sehr abwechslungsreich.“ Auch mit der Sprache findet sich der 23-Jährige immer besser zurecht, auch wenn sein Wortschatz, den er in fünf Jahren Deutschunterricht in der Schule gelernt hat, erst wieder freigelegt werden muss. Bei seiner ersten Profistation, dem OSC Lille, setzte sich der 1,93 große Innenverteidiger schnell durch und hatte bereits als 19-Jähriger einen Stammplatz sicher. In der Saison 2001/2002 spielte er mit dem OSC sogar in der Champions League und betrachtet die Spiele gegen Manchester United, Deportivo La Coruna und Olympiakos Piräus als sehr lehrreich. „Ich habe viel gelernt und viele wichtige Erfahrungen gesammelt. Vor allem diese Spiele haben mich enorm weiter gebracht. Mein Ziel ist es, noch möglichst häufig in der Champions League am Ball zu sein, am liebsten natürlich mit dem VfB.“
 Bundesliga, 30.05.2007 / VfB Homepage Vier weitere JahreVfB-Innenverteidiger Matthieu Delpierre hat heute seinen noch bis 2008 laufenden Vertrag vorzeitig um vier weitere Jahre verlängert. Der 1,93m große Abwehrspieler absolvierte seit seinem Wechsel vom französischen Erstligisten OSC Lille zum VfB im Sommer 2004 insgesamt 71 Bundesligapartien und erzielte ein Tor. "Ich freue mich sehr darüber, dass ich auch in Zukunft meinen Teil zum Erfolg unserer jungen und ambitionierten Mannschaft beitragen darf", sagte Delpierre, der seine Entscheidung aufgrund der guten sportlichen Perspektive des VfB getroffen hat. Die starken Leistungen des 26-jährigen Franzosen in der Saison 2006/07 waren mit ein Grund dafür, dass der VfB in 34 Bundesligaspielen nur 37 Gegentore zugelassen hat. "Wichtiger Eckpfeiler" VfB-Teammanager Horst Heldt zeigte sich sehr erfreut über die Vertragsverlängerung von Matthieu Delpierre. "Er ist ein wichtiger Eckpfeiler in unserem sportlichen Konzept. Innenverteidiger seiner Klasse gibt es nicht viele in Europa. Deshalb sind wir alle froh, dass Matthieu sich langfristig an den VfB binden wollte", so Heldt. Auch VfB-Cheftrainer Armin Veh begrüßte den Entschluss des Franzosen, langfristig beim VfB zu verlängern und unterstrich zudem, dass Matthieu Delpierre "einer der absoluten Leistungsträger unseres Teams ist", der in der abgelaufenen Spielzeit zu einem echten Führungsspieler herangereift sei. "Für die gesamte Mannschaft ist es ein wichtiges Signal, dass er beim VfB bleiben wird", betonte Veh.
Harter Verteidiger mit sanftem Blick 18.10.2008 Matthieu Delpierre bestreitet heute sein 100. Bundesligaspiel für den VfB Stuttgart - Schwieriges Thema Nationalmannschaft Von Sigor Paesler Stuttgart - Seit einigen Wochen schon hängen in Buchläden und Kaufhäusern die neuen Kalender für 2009. Natürlich wird dort auch der Fan des VfB Stuttgart fündig. Doch vor allem die weiblichen Anhänger sind empört - es fehlt Matthieu Delpierre. „Sogar der Magnin ist dabei“, echauffierte sich etwa eine junge Frau. Einerseits dürfte der Fauxpax daran liegen, dass die Kalender-Macher einfach nicht darauf geachtet haben, welcher Spieler nach dem Weggang von Fernando Meira höchstwahrscheinlich die Wahl zum „Mister VfB“ gewinnen würde. 1,93 Meter groß, dunkler Teint, sanfter Blick - Delpierre würde auch als H&M-Model eine gute Figur machen. Und dazu noch so ein schöner Akzent. Der 27-jährige Franzose ist eben ein sehr ruhiger, unauffälliger Typ. Auch auf dem Platz. Allerdings kommt er für seine Gegenspieler weniger sanft daher. Solide und mit gesunder Härte verrichtet er seine Arbeit in der Innenverteidigung. Und erfolgreich. So erfolgreich, dass er neben Jens Lehmann, Pavel Pardo und Mario Gomez der einzige ist, der immer spielt, wenn er gesund ist. Gerade von einer Knieverletzung genesen, wird Delpierre heute (15.30 Uhr) bei Hertha BSC Berlin sein 100. Bundesligaspiel für die Stuttgarter bestreiten. Mehr hat mit dann 131 nur Cacau auf dem Konto. Gomez folgt mit 97. „Das bedeutet mir nicht so viel. Es könnten mehr Spiele sein, aber leider war ich ein paar Mal verletzt“, sagt Delpierre und grinst - was bei ihm nicht so oft vorkommt: „Titel sind mir wichtiger.“ Am wichtigsten ist ihm aber, dass das Umfeld stimmt. „Ich habe beim VfB alles, was ich brauche, mir gefällt es hier“, begründet er, warum er vor eineinhalb Jahren trotz lukrativer Angebote seinen Vertrag bis zum Jahr 2012 verlängert hat. Sehr zur Freude von Armin Veh. „Er ist sehr kopfballstark, zweikampfstark, schnell und hat ein gutes Stellungsspiel“, lobt der Trainer. Dabei strahlt kaum ein Innenverteidiger in der Liga so viel Sicherheit aus. Für einen echten Führungsspieler ist Delpierre aber etwas zu ruhig. „Es stimmt, ich rede nicht viel. Aber so bin ich eben. Ich versuche immer, meine Leistung zu bringen“, sagt er. Seine Meinung äußert er trotzdem. Dass das Abwehrverhalten in der vergangenen Saison verbesserungswürdig war, lässt er etwa nicht auf sich sitzen: „Wenn man 55 Gegentore bekommt, ist das kein Problem der Verteidiger, sondern der gesamten Mannschaft“, betont er. „Jetzt sind wir im Mittelfeld viel besser organisiert, das macht es auch uns Verteidigern leichter.“ Wenig Franzosen in der Bundesliga Dass er das in ordentlichem Deutsch erzählt, liegt vor allem daran, dass Delpierre kurz nach seinem Wechsel im Sommer 2004 vom OSC Lille nach Deutschland eine Stuttgarterin kennengelernt hat. Mit Freundin Ilona ist er immer noch zusammen. „So lernt man die Sprache am besten“, sagt er, „das ist auch ein Muss, wenn man in ein anderes Land geht. Ich war der einzige Franzose in der Mannschaft.“ Das ist er immer noch, obwohl er sich gut mit dem Ivorer Arthur Boka und dem Kameruner Georges Mandjeck in seiner Landessprache unterhalten kann. Warum es verhältnismäßig wenig Franzosen in Bundesliga zieht? Delpierre überlegt. Dann sagt er: „Ich glaube, es liegt eher daran, dass sich die deutschen Vereine bei der Spielersuche mehr nach Osteuropa orientieren. Dabei dürfte es keine Frage des Geldes sein.“ Er glaubt aber, dass mit Bayern-Star Franck Ribéry eine Trendwende eingeleitet sein könnte. Und er selbst hat zuhause auch oft erzählt, „dass man in Deutschland gut leben kann“. Dabei würde er gerne mehr in seiner Heimat sein. Die Stirn legt sich in Falten, wenn das Gespräch auf die Nationalmannschaft kommt: „Ein schwieriges Thema.“ Er wurde von Nationaltrainer Raymond Domenech zwar schon ein paar Mal eingeladen, kam aber am 25. März gegen Mali zu seinem bislang einzigen Einsatz - in einem Spiel, in dem die zweite Garde auflief. „Domenech kennt mich eigentlich“, sagt Delpierre und zuckt mit den Schultern. Im U-21-Team, für das er zwölf Mal auflief, hat er unter dem knorrigen Coach gespielt. Damals war Delpierre noch Außenverteidiger. Also ließ ihn der Coach auch gegen Mali rechts auflaufen. Alles ein Missverständnis? „Vielleicht sollte mal jemand kommen und mich hier in Stuttgart spielen sehen“, sagt der 27-Jährige - hält sich aber mit direkter Kritik . „Ich versuche, immer meine Leistung zu bringen und hoffe, dass ich eine Chance bekomme.“ Die bekommen auch die Kalender-Macher: Für 2010 gibt es einen neuen. Und höchst wahrscheinlich wird der harte Verteidiger mit dem sanften Blick dann immer noch seinen Dienst in der VfB-Innenverteidigung verrichten.
Bundesliga, 01.12.2009 Matthieu Delpierre ist neuer VfB-Kapitän  Matthieu Delpierre ist der neue Kapitän des VfB Stuttgart. Das gab VfB-Cheftrainer Markus Babbel der Mannschaft am heutigen Nachmittag bekannt. Matthieu Delpierre wechselte 2004 vom OSC Lille zum VfB. Bislang absolvierte er 128 Spiele im Trikot mit dem roten Brustring. "Wir sind in einer sehr schwierigen Situation, aus der wir nur gemeinsam herauskommen können. Am Samstag steht ein richtungsweisendes Spiel auf dem Programm, das wir mit aller Macht gewinnen müssen", so der 28-jährige Franzose, der das Kapitänsamt von Thomas Hitzlsperger übernimmt. Aus Sicht des Cheftrainers hinderte die Kapitänsrolle Thomas Hitzlsperger zuletzt daran, "auf dem Platz die Leistungen abzurufen, die er im Stande ist zu leisten und die er auch selber von sich erwartet. Darum habe ich entschieden, Thomas vom Kapitänsamt zu entbinden. Damit will ich ihm helfen, aus dieser Situation herauszukommen. Ich brauche ihn auf dem Platz. Er soll sich ganz auf sich konzentrieren, um wieder seine Bestform zu erreichen. Ich werde es aber nicht zulassen, dass er durch diese Maßnahme jetzt von außen zum Sündenbock gemacht wird." "Es geht einzig und allein um den VfB Stuttgart" Thomas Hitzlsperger zeigte auch in dieser für ihn schwierigen Situation Größe und äußerte sich wie folgt: "Natürlich ist das keine erfreuliche Situation für mich. Ich war gerne Kapitän dieser Mannschaft und habe immer versucht, mich auf und neben dem Platz im Sinne des Vereins einzubringen. Die Entscheidung ist hart, aber es geht in unserer momentanen Lage einzig und allein um den VfB Stuttgart. Jeder muss seine eigenen Interessen hinten an stellen und ist mehr denn je gefordert, alles für den Erfolg der Mannschaft zu tun. Und genau das werde ich auch in Zukunft machen." |
|