Leo Bunk, der schlafende Löwe Wenn die VfB-Spieler in der Saison 1986/87 morgens zum Training kamen, lag in der Regel einer schon auf der Massagebank und schlief: „Löwe" Leo Bunk, die Neuerwerbung von Blau-Weiß Berlin.
Bunk stammte aus Zusamaltheim bei Augsburg, hatte vor Berlin bei 1860 München gespielt und sich dort den Spitznamen „der Löwe" erworben. In Zusamaltheim lebte auch die Frau, die er liebte, und die ihren Heimatort nicht verlassen wollte. Deshalb fuhr Bunk mit seinem alten 190-er Diesel täglich über den Aichelberg nach Cannstatt und abends dieselbe Strecke wieder . 370 Kilometer bei Wind und Wetter, im Berufsverkehr, bei Staus, die auf diesem viel befahrenen Autobahnabschnitt schon damals die Regel waren. Um 9.30 Uhr trafen sich die Spieler bei Arie Haan zum Training. Bunk fuhr zu Hause los, wenn es noch dunkel war. Er musste ja viel Spielraum einkalkulieren, damit er nicht zu spät kam. Denn das wiederum wäre teuer geworden. Die Mannschaftskasse, Sie wissen schon. Bunk ließ viel Konzentration auf der Straße liegen. Mit der Empfehlung von 27 Saisontoren war er aus Berlin gekommen, für den VfB traf er nur ein einziges Mal und wurde schließlich nach Aachen abgeschoben. Ein Versager, der Liebe wegen... |