Seite [zurück]
Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
 Seite [vor]
   
  
 
  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.      11. Jahrgang

 
 
 


 
 
 
 
  
 Erfolge als Spieler beim VfB Stuttgart
 
Liga: Deutscher Meister 1949/50
Deutscher Meister 1951/52
PokalDeutscher Pokalsieger 1953/54
   
 Länderspiele während der Zeit beim VfB Stuttgart
  
   
 Vereinskarriere beim VfB Stuttgart:
 
 Liga  Saison  Verein  Position  Spiele  Tore  Karten 
Oberliga49/50VfB Stuttgart 204 
Oberliga50/51VfB Stuttgart 81 
Oberliga51/52VfB Stuttgart 80 
Oberliga52/53VfB Stuttgart 20 
Oberliga53/54VfB Stuttgart 294 
Oberliga54/55VfB Stuttgart 245 
Oberliga55/56VfB Stuttgart 122 
Oberliga56/57VfB Stuttgart 32 
   



Geschichte / Sonstiges

Nicht nur einmal traf Walter Bühler für den VfB „historisch“ ins Schwarze (Stadion Aktuell 20.03.2005)

Er war gefürchtet bei den gegnerischen Abwehrreihen: wendig, schnell und brandgefährlich im Umgang mit dem Ball auf engstem Raum, der Mittelstürmer des VfB Stuttgart, Ende der vierziger, Anfang der fünfziger Jahre. Ob auswärts oder zu Hause: Bühler sorgte im größten Strafraumgetümmel für höchste Gefahr. Wie hier im Spiel bei 1860 München: Die Verteidiger erkennen die Gefahr, eilen herbei, werfen sich in den Schuss – zu spät. Exzellente Haltungsnoten – und fest geschnürte Schuhe. Mitunter setzte Trainer Georg Wurzer den agilen Akteur Bühler als linken Verteidiger ein, um in der Abwehr Schlimmeres zu verhindern. Und auf dieser Position traf er auch. Für damalige Verhältnisse ein ungewöhnlicher Vorgang.
noch keine ....


Walter Bühler – vorne Mitte und hinten rechts  
aus Stadion Aktuell 2009/10 14


Die Sprache des Mittelstürmers: schnell, kraftvoll, zielorientiert setzt er sich gegen den Abwehrspieler durch, sucht seine Chance, kämpft, rackert, mit dem ganzen Körper, geht dorthin, wo es weh tut, trifft mit dem Kopf, mit Raffinesse oder mit brachialem Schuss. Und immer darauf bedacht, einen Tick schneller zu sein. Beim eins gegen eins, der Grundsituation des Fußballs, oder mittendrin im Strafraumgetümmel oder direkt gegen die Faustabwehr des Torwarts. Einer, der diese Sprache exzellent beherrschte, ist Walter Bühler, von 1949 bis 1957 zumeist als Mittelstürmer für den VfB im Einsatz. Für seinen Kontrahenten vom KSC ist er nicht zu halten (siehe Poster). Der Schnappschuss aus der Pionierzeit der Sportfotografie stammt vom 14. März 1954, einem kühlen, doch sonnigen Tag an der Schwelle zum Frühling. Der VfB kam in dieser Stimmung so recht in Fahrt: Mit 5:1 schickten sie im baden-württembergischen Derby die Karlsruher recht bedient nach Hause. Dreimal traf Baitinger, einmal Barufka und Retter verwandelte einen Elfmeter. Aller Anstrengung zum Trotz ging Bühler an diesem Tag leer aus. Es war das vorletzte Heimspiel der Saison, in der sich der VfB Stuttgart wieder einmal die Meisterschaft der Oberliga Süd sicherte. Bühler war bekannt dafür, dass er für Druck in den Abwehrreihen des Gegners sorgte. Er schoss wichtige Tore. Doch jetzt, in seinem fünften Jahr im Trikot mit dem Brustring war er einfach froh, dass er nach den für ihn mageren Jahren 1950 bis 1953, in denen er wegen eines komplizierten Beinbruchs und gewachsener Konkurrenz im Kader relativ selten zum Einsatz gekommen war, wieder zum Stammaufgebot des VfB gehört hatte: 29 mal war er 1953/54 dabei und erzielte fünf Treffer. Dazu kam die Deutsche Pokalmeisterschaft, das 1:0 über den 1. FC Köln, am 17. April 1954. Nach 1950 für Walter Bühler die zweite erfolgreiche Finalteilnahme. Viel Licht, aber auch die Schattenseiten des Fußballs hatte Walter Bühler, gelernter Elektromonteur, später Kaufmann und bei der AEG beschäftigt, somit erlebt. Vom TV Winterbach war er 1949 auf den Cannstatter Wasen gekommen.

Walter Bühler wurde nicht nur als Mittelstürmer eingesetztTrainer Wurzer wusste, dass er in Bühler ein Juwel erhalten hatte, dessen Wert seine Vielseitigkeit war. Wo Bühler auch aufgestellt wurde, er spielte souverän, ja meisterlich. Wie beeindruckend das Repertoire des 23-jährigen Neulings war, zeigt die Statistik der Spielzeit 1949/50: Bühler spielte in den Pflichtspielen der Oberliga zweimal rechter Verteidiger, einmal rechter Läufer, einmal linker Läufer, einmal Rechtsaußen und fünfzehnmal Mittelstürmer. Die Rundenspiele der Deutschen Meisterschaft und das Endspiel bestritt er auf der Mittelstürmerposition. Die Vielseitigkeit machte ihn für die Gegner unberechenbar. Bühler wusste, wie ein Abwehrspieler denkt und wie ein Stürmer tickt. Sein Tor im Finale 1950 gegen die Offenbacher Kickers, das 2:0, es drückte die Tür zur Meisterschaft weit auf. Nach einer Stafette über mehrere Stationen, an denen u.a. Läpple, Schlienz, Barufka beteiligt waren, gelangte der Ball zu Bühler und der ließ aus der Drehung heraus Schepper im Offenbacher Gehäuse aus etwa fünfzehn Metern nicht den Hauch einer Chance. Das brachte den Stuttgarter Anhang im Berliner Olympiastadion aus dem Häuschen. Und es war das Bühler-Tor, das allen für viele Jahre im Gedächtnis haften blieb. Insgesamt spielte Walter Bühler rund 120 mal für den VfB und schoss 24 Tore. Nach seiner aktiven Zeit war er noch Trainer im Amateurbereich. Der Vierundachtzigjährige lebt in Pfahlbronn, abseits der Stadt seiner Fußballkarriere. Doch die Erinnerung ist wach: Gemeinsam mit Erich Retter repräsentiert er die glorreichen frühen 50er Jahre des VfB Stuttgart, sie sind die noch lebenden Spieler der ersten Meistermannschaft.


Der VfB trauert um Walter Bühler
(aus vfb.de, 10.02.2012)

/fileadmin/REDAKTION/News/2011-2012/Personen/Walter_Buehler_255x310.jpgEr prägte die "Goldenen Fünfziger" des VfB Stuttgart entscheidend mit: Walter Bühler, der dynamische VfB-Angreifer aus Winterbach. Für Trainer Georg Wurzer war Walter Bühler ob seiner Spielintelligenz und Vielseitigkeit Gold wert, weshalb er den etatmäßigen Mittelstürmer auch immer wieder als Außenverteidiger und rechten Läufer aufbot.

Von 1949 bis 1957 absolvierte Walter Bühler  106 Einsätze in der Oberliga Süd und erzielte hierbei 18 Tore. Das wohl berühmteste hiervon, war sein Treffer zum vorentscheidenden 2:0 im Finale um die Deutsche Meisterschaft 1950 in Berlin gegen die Offenbacher Kickers, das mit 2:1 endete und dem VfB den ersten nationalen Titelgewinn seiner Vereinshistorie bescherte.

Seine Einsatz- und Torbilanz hätte Bühler, der auch den Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1952 und den DFB-Pokalsieg 1954 mit dem VfB feierte, mit Sicherheit noch deutlich ausgebaut, wenn ihn ein komplizierter Beinbruch und dessen Spätfolgen nicht zwischen den Spielzeiten 1950/1951 und 1952/1953 immer wieder ausgebremst hätten.

Am Donnerstagabend verstarb Walter Bühler, der im August vergangenen Jahres noch an der Eröffnungsfeier der neuen Mercedes-Benz Arena teilnahm, im Alter von 85 Jahren.

Der VfB Stuttgart wird die großen Verdienste Walter Bühlers um den Verein niemals vergessen und ihm ein immerwährendes Andenken bewahren.



   
  
   
   
  
    Unterstützt wird HefleswetzKick von: 
   
 
   
 
 
  
 
 
Aktuelles ...........................................[weiter] Statistik ......................................[weiter]
Nachrichten Ergebnisse, Tabellen, ..  Zahlen, Daten Fakten, ... 
Teams ...............................................[weiter] Stadion .......................................[weiter]
Fotos, Berichte, Geschichte, ...  Geschichte, Ereignisse, ... 
Personen ..........................................[weiter] Fanzone ......................................[weiter]
Datenbanken, Fotos, Geschichten, ...  alles für den VfB Stuttgart Fan 
Chronik .............................................[weiter] Download ...................................[weiter]
Zeitgeschichte, Dokumente, ...  für zu Hause 
 
 
 HefleswetzKick | Michael Holzschuh | Weilbachweg 9 | 82541 Münsing | Telefon: 08177-997267 | E-Mail | Internet |
Inhaltlicher Verantwortlicher gemäß § 55 Abs. 2 RStV: Michael Holzschuh (Anschrift wie nebenstehend)