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Erfolge als Spieler beim
VfB Stuttgart |
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Weltmeisterschaft: |
1x Sieger |
1990 mit Deutschland |
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Europameisterschaft: |
1x 2. Platz |
1992 mit Deutschland |
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UEFA-Cup: |
1x 2. Platz |
1988/1989 mit VfB Stuttgart |
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DFB-Pokal: |
1x 2. Platz |
1985/1986 mit VfB Stuttgart |
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Bundesliga: |
2x Meister |
1983/1984 und 1991/1992 mit VfB Stuttgart |
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Bundesliga: |
1x 4. Platz |
1987/1988 mit VfB Stuttgart |
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Länderspiele während der Zeit beim VfB Stuttgart |
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Jahr |
Land |
Position |
Spiele |
Tore |
Karten |
|
1984 |
Deutschland |
|
3 |
0 |
— |
|
1986 |
Deutschland |
|
7 |
0 |
— |
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1987 |
Deutschland |
|
7 |
0 |
— |
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1988 |
Deutschland |
|
6 |
0 |
— |
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1989 |
Deutschland |
|
6 |
0 |
— |
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1990 |
Deutschland |
|
12 |
0 |
— |
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1991 |
Deutschland |
|
6 |
1 |
— |
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1992 |
Deutschland |
|
13 |
1 |
— |
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1993 |
Deutschland |
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10 |
2 |
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1994 |
Deutschland |
|
6 |
0 |
— |
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Summe |
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76 |
4 |
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Vereinskarriere beim VfB
Stuttgart: |
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Liga |
Saison |
Verein |
Position |
Spiele |
Tore |
Karten |
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Bundesliga |
1983/1984 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
34 |
3 |
— |
|
Bundesliga |
1984/1985 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
15 |
4 |
— |
|
Bundesliga |
1985/1986 |
VfB Stuttgart |
Mittelfeld |
32 |
1 |
|
|
Bundesliga |
1986/1987 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
33 |
2 |
— |
|
Bundesliga |
1987/1988 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
30 |
2 |
— |
|
Bundesliga |
1988/1989 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
30 |
1 |
— |
|
Bundesliga |
1989/1990 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
28 |
5 |
— |
|
Bundesliga |
1990/1991 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
21 |
3 |
— |
|
Bundesliga |
1991/1992 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
37 |
5 |
— |
|
Bundesliga |
1992/1993 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
33 |
1 |
|
|
Bundesliga |
1993/1994 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
32 |
2 |
— |
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Geschichte / Sonstiges
Guido „Diego“ Ulrich Buchwald (* 24. Januar 1961 in
Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Profi-Fußballspieler und heute
Fußballtrainer.
Er gilt als einer der besten deutschen klassischen Vorstopper.
Guido Buchwald ist vor allem durch seine Leistung im Endspiel der
Fußball-Weltmeisterschaft 1990 bekannt, als er Diego Maradona keinen
Raum gab, seine Fähigkeiten zu zeigen.
Heute gehört Guido Buchwald dem Kuratorium der Stiftung Jugendfußball
an. Die Stiftung Jugendfußball wurde im Jahr 2000 von Jürgen Klinsmann,
weiteren erfolgreichen Nationalspielern sowie den Dozenten des
Fußball-Lehrer-Sonderlehrgangs gegründet.
Stationen als Spieler
Guido Buchwald wurde in Berlin geboren, lebte seit 1962 in Wannweil wo
er auch das Fußballspielen erlernte. Der gelernte Elektroinstallateur
begann seine Bundesliga-Laufbahn in der Saison 1983/84 beim VfB
Stuttgart, für den er insgesamt 325 Bundesligaspiele absolvierte und
dabei 28 Tore erzielte.
Mit dem VfB erreichte er 1986 das Pokalendspiel und 1989 das
UEFA-Cup-Finale. Er wurde zwei Mal Deutscher Meister (1984 und 1992). Am
letzten Spieltag der Saison 1991/92 entschied Guido Buchwald mit einem
Kopfballtor zum 2:1 gegen Bayer Leverkusen die Meisterschaft für den VfB
Stuttgart.
1994 wechselte der 76-fache deutsche Nationalspieler nach Japan in die
J. League und bestritt dort 127 Spiele (11 Tore) für die Urawa Red
Diamonds.
Gegen Ende der Saison 1997/98 kehrte Buchwald nach Deutschland ,
um den abstiegsbedrohten Karlsruher SC zu retten. Für den KSC bestritt
er in dieser Saison noch 9 Bundesligaspiele, konnte den Abstieg aber
nicht verhindern. In der nächsten Saison kam Buchwald 31 mal in der 2.
Bundesliga zum Einsatz, beendete danach seine Karriere als aktiver
Fußballspieler.
Buchwald in der Nationalelf
Insgesamt absolvierte Guido Buchwald 76 Einsätze, schoss dabei vier Tore
und erhielt nur zwei Gelbe Karten.
Die bitterste Stunde seiner Karriere in der deutschen Nationalelf
erlebte Buchwald, nachdem Teamchef Franz Beckenbauer den Stuttgarter
nicht ins WM-Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft für die
Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko nominierte.
In der Weltmeisterelf von 1990 war er allerdings eine feste Größe und an
allen 7 Spielen der Nationalmannschaft beteiligt. Irrtümlich herrscht
vielerorts die Auffassung, Buchwald habe seinen Spitznamen „Diego“
seiner starken Leistung im Finale gegen Maradona zu verdanken. Richtig
dagegen ist, dass er diesen Spitznamen bereits nach dem Achtelfinale
wegen seines Übersteigers vor der Flanke zu Jürgen Klinsmanns 1:0 gegen
die Niederlande bekam.
Sportdirektor und Trainer
Nach seinem Karriereende als Spieler wurde Buchwald Sportdirektor beim
KSC, mit dem er überraschend ab- und in der folgenden Saison wieder in
die zweite Bundesliga aufstieg. Im Jahr 2001 wechselte er zu seinem
früheren Klub, den Stuttgarter Kickers, und nahm dort in Teilzeitarbeit
die gleiche Position ein.
Später wurde er sportlicher Berater bei den Urawa Red Diamonds und
arbeitete ab dem 1. Januar 2004 bei seinem ehemaligen Klub als Trainer.
Nach zwei Vizemeisterschaften 2004 und 2005 gelang seinem Team 2005 mit
dem Gewinn des Kaiserpokals (japanischer Pokal) ein lange erhoffter
Titelgewinn. 2006 sicherten sich die "Reds" am letzten Spieltag der
J-League die erste Meisterschaft seit der Umbenennung 1992 - zuletzt
hatte der Verein die japanische Meisterschaft als Mitsubishi FC im Jahre
1982 gewonnen. Nur wenige Tage später wiederholte das Team im Endspiel
um den Kaiserpokal seinen Vorjahrestriumph mit einem 1:0-Erfolg gegen
Gamba Osaka und sicherte sich das Double.
Mit diesem doppelten Titelgewinn und der Wahl zum "Trainer des Jahres
2006" in Japan beendete "Guido-San" sein Traineramt in Asien.
Am 11. Juni 2007 unterzeichnete Buchwald beim Zweitligisten Alemannia
Aachen einen Zweijahresvertrag als Cheftrainer. Er folgt damit auf
Michael Frontzeck, der nach dem nicht geglückten Klassenerhalt in der
Fußball-Bundesliga sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Für Buchwald
ist Aachen die erste Trainerstation in Deutschland.
Trivia
2007 durfte Buchwald die Meisterschale, die er 15 Jahre zuvor noch
selbst als VfB-Kapitän erhalten hatte, an seinen Nachfolger Fernando
Meira überreichen.
EIN FEINER KERL - MANCHMAL
AUCH FüRS GROBE
VON OTTO E LACKNER
Der
Konferenzsaal in der Nobel-Absteige beim Frankfurter Flughafen ist genau
das Gegenteil eines gemütlichen Partykellers. Aber Guido Buchwald hätte
dort am liebsten ein kleines improvisiertes Fest gefeiert, wie man es
eben im Kreise von Berufskollegen tut. Anlass: Er war befördert worden.
Guido Buchwald: Profi beim VfB Stuttgart, Nationalspieler, Weltmeister.
In der Branche zählte er längst zu den "upper ten", aber jetzt rückte er
auch noch in das "Vorstandsgremium - der Chefriege auf Bundestrainer
Berti Vogts schickte ihn in den Spielerrat der Nationalmannschaft: - Der
Guido ist zu einer echten Persönlichkeit herangewachsen."
Der Guido - jahrelang belächelt, oft nur geduldet,
hin - und hergeschoben, der Mann fürs Grobe in der Nationalmannschaft,
dem man jeden Fehler paß unter die Nase rieb. Und jetzt sitzt er im
"Vorstand" der Nationalmannschaft, jetzt sagt er, wo's lang geht.
Das war im Sommer 1992, kurz vor der Europameisterschaft und
Bundestrainer Vogts wusste schon, warum er vor dem Turnier in Schweden
auf den großen Blonden setzte. Einer wie Buchwald tut seine Arbeit ganz.
Und er schaut auch darauf, dass die Kollegen sie tun, "Guido Buchwald
ist eine Führungsfigur, wie man sie sich wünscht", sagt der VfB-Trainer
Christoph Daum. Gut, dass Guido Buchwald mit der Gabe des Vergessen
Könnens gesegnet ist. Wie oft hätte er den Bettel hinschmeißen können?
1984. Ein glänzendes Jahr für ihn. Unmittelbar nach
seinem Wechsel von den Stuttgarter Kickers zum VfB war er Deutscher
Meister geworden, Der Jungfuchs hatte wenig Zeit, die Meisterschale zu
streicheln. Jupp Derwall nahm ihn mit zur EM nach Frankreich, aber als
es dort zum "grand malheur" kam, lernte Guido Buchwald seine neue Rolle
kennen die des Sündenbocks. Er tröstete sich: bin ja noch jung. Mein
Ziel ist die WM in Mexiko."
1986. Drei Tage vor dem Abflug nach Mexiko sagte ihm
der Teamchef Franz Beckenbauer, dass er nicht mitdürfe zum großen
Fußballfest jenseits des Atlantiks. Buchwald fiel in ein Meer der
Enttäuschung - die Tränen flossen, als er die Koffer packen musste.
Unerbittlich verbreiteten es die Kamera-Objektive in jede Wohnstube:
Guck mal, der Riese weint. Der Teamchef sagte später, es sei für ihn die
schlimmste Situation seiner Amtszeit gewesen, aber Buchwald schwor sich
daheim in Walddorfhäslach bei Reutlingen: "jetzt erst recht."
1988.
Bei der EM in Deutschland reckte er rechtzeitig den Finger hoch. Das
hatte er von Arie Haan gelernt, der mittlerweile sein Trainer war beim
VfB. "Ich muß spielen, ich bin besser als Borowka", sagte er energisch,
und Buchwald spielte. Aber nicht lange. Im Spiel gegen Dänemark prallte
er mit Flemming Povlsen zusammen, ließ die Platzwunde nähen und kehrte
ein paar Minuten später humpelnd an die Seitenlinie :
Leistenzerrung, EM aus und vorbei. "Das wirft mich nicht um", sagte
Guido trotzig.
1989. Der VfB Stuttgart im UEFA-Pokal-Endspiel gegen
den SSC Neapel. Buchwald und Maradona. Ein Traum!? Ein Alptraum! Im
ersten Finale, in der Feuerwerk-Kulisse des Stadio San Paolo, hatte der
VfB-Kapitän die gelbe Karte gesehen - und er hätte den griechischen
Schiedsrichter Germanakos hinterher in der Luft zerreißen können und das
gelbe Papier gleich mit: "Ich schwöre es, ich bin ausgerutscht, ich habe
den Careca gar nicht berührt." Aber nichts zu machen, es war die zweite
gelbe Karte, Buchwald musste beim Rückspiel im Neckarstadion, diesem
Jahrhundert-Ereignis für den VfB, wohl oder übel zuschauen. "Es tut weh,
aber ich muss mich damit abfinden", sagte er damals.
1990. WM in Italien. Da endlich hat das Glück die
Hand nicht mehr gezogen. Keine Zerrung, kein Bänderriss, kein
Fehlpass, keine Intrigen, kein Opfer der Taktik. Guido Superstar! Als
Franz Beckenbauer nach dem gewonnenen Finale von Rom gefragt wurde, wer
denn sein wichtigster Spieler bei dieser Weltmeisterschaft gewesen sei,
überlegt er nicht lange: "Guido Buchwald." Im Finale gegen Maradona
zeigte er im siebten WM-Spiel seine siebte Weltklasseleistung." Da hatte
Guido Buchwald eine ganze Karriere lang gekämpft, gegen Rückschläge,
Widrigkeiten und Vorurteile, gegen Schwätzer und Schwalben. Und nun war
er endlich durch. Die Fußballnation breitete die Arme aus: Mensch,
Guido.
Der
Grund für den Erfolgs- und Popularitätsaufschwung? Es war eine Woche vor
der WM. Die Nationalmannschaft bereitete sich in Kaltern in Südtirol
vor, und wir saßen in einer dieser urigen Weinstuben. Da gewährte Guido
Buchwald einen Einblick in sein Innenleben. Es werde wohl seine erste
und letzte WM sein, meinte er, "in meinem Alter, ich bin jetzt 29". Er
sei zehn Jahre im Geschäft, jetzt mache es ihm nichts mehr aus, wenn die
alten Besserwisser kämen und es ihm wieder aufs Butterbrot schmierten:
Der Buchwald sei zuverlässig, aber bieder. Ob beim VfB oder in der
Nationalmannschaft, "für mich war es immer ein harter Kampf, sagte
Buchwald damals - und da hatte er den Kampf schon gewonnen. Er hatte
sich eine dickere Haut zugelegt, die Nadeln der Kritiker pieksten nicht
mehr durch. Okay, sein Laufstil ähnelt zwar nicht dem von Carl Lewis,
aber dafür machte er dann mit den Holländern den "Übersteiger" und mit
Maradona im Finale kurzen Prozess ...
Dieser Buchwald! Nun war er "unser Guido". Weil er
immer gekämpft hat, auch wenn ihn ein deutscher Teamchef heimgeschickt
oder ein griechischer Schiedsrichter fürs Endspiel gesperrt hat. "Es hat
sich gelohnt", kann er heute sagen, "ich habe mich letzten Endes immer
durchgesetzt."
Na ja, in einem Fall nicht. Nach der WM hätte er gar zu gerne in Italien
weitergespielt. Das Angebot aus Parma war verlockend. Aber VfB?Manager
Dieter Hoeneß wollte "mit Buchwald in die neunziger Jahre". Das beste
Pferd durfte nicht aus dem Stall. "Der Guido hätte mir am liebsten seine
WM-Goldmedaille ins Gesicht geworfen, so wütend war er", berichtete
VfB-Präsident Gerhard Mayer?Vorfelder.
Aber Guido Buchwald ist, wie wir ja nun wissen, nicht
nachtragend. Der VfB verschaffte ihm eine Gehaltsaufbesserung und den
einen oder anderen Werbevertrag. Aus dem Fußballprofi ist längst der
Geschäftsmann (Beispiel: Tenniszentrum bei Tübingen) geworden. Und der
Zorn auf Mayer-Vorfelder? Längst verraucht. Bei den nächsten
Landtagswahl machte Guido Buchwald Wahlwerbung für seinen Präsidenten.
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