| | Erfolge als Spieler beim VfB Stuttgart |
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| | Länderspiele während der Zeit beim VfB Stuttgart |
| | | | Saison | Verein | Position | Spiele | Tore | Vorl. | Gelb | G/R | Rot | |
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| 1927 | Deutschland | Mittelfeld | 1 | 0 | | | | | | | Summe Länderspiele | | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
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| | Vereinskarriere beim VfB Stuttgart: |
| | | | Liga | Saison | Verein | Position | Spiele | Tore | Gelb | G/R | Rot | | Liga | 1923-1935 | VfB Stuttgart | Sturm | | | | | |
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Geschichte / SonstigesDER BLONDE QUIRL VON HARALD JORDAN (06/92) Als 17jähriger startete Ernst Blum 1923 seine Fußballkarriere in der ersten Mannschaft des VfB Stuttgart. Eine Laufbahn, wie sie sich der Verein nur wünschen konnte, denn der quirlige Lehrersohn aus Stuttgart-Vaihingen stammte aus der eigenen Jugendabteilung und hatte dort eine umfassende Körperbildung erhalten. Erfolgreich war er als Sprinter, robust geworden im Rugby, trickreich auf dem Fußballfeld - und im Geselligen immer mit von der Partie. Blum war ein Sunnyboy: Der kleine Blonde hatte immer ein Lächeln parat, wie alte Aufnahmen belegen.
Eine besondere Beziehung entwickelte -Wenzel- - Ernst sagte auf dem Wasen keiner zu ihm - zu seinem Trainer Tom Hanney. Dieser sah rasch, was für ein Talent er da unter seinen - Fittichen hatte. Unter Hanney entwickelte sich das Eigengewächs so, dass er zum festen Stamm der Meisterelf von 192,6 wurde und mit 22jahren als Leistungsträger nicht wegzudenken war. Der Höhepunkt seiner Karriere war die ,Berufung in die Nationalmannschaft zum Länderspiel gegen Dänemark am 2. Oktober 1927. Blum war der erste aus der VfB-Jugend hervorgegangene Spieler, der in die DFB-Auswahl berufen wurde. In der Landeshauptstadt war er eine Sportlerberühmtheit. Die Abneigung des Vaters gegenüber den sportlichen Ambitionen des Filius hielt sich trotzdem: Vater Blum hat nie ein Spiel seines Sohnes angeschaut. Mehr Eindruck machte "Wenzel" Blum zu Hause schon mit seinem Wasser und Tiefbaustudium und seinem Beruf als Oberamtsrat. Fußball im VfB gespielt hat Blum bis 1934, danach streifte er sich noch viele Jahre lang das Rugby Trikot über. Im Gedächtnis geblieben ist Ernst Blum, der am 17. Mai 1980 starb, den VfBlern vor allem als früherer Nationalspieler. Aber nicht nur als eine der "Kanonen" der zwanziger Jahre beeindruckte diese Sportlerpersönlichkeit. Blum ist ein herausragendes Beispiel für die lebenslange Verbundenheit zum Verein. Nach dem Kriege war er als Zuschauer beim VfB am Ball, und in den siebziger Jahren stellte er sich als Ehrenrat zur Verfügung. Bis zuletzt war er Mitglied der Garde. Ein Leben mit dem VfB. Ernst Blum – der frühe Stolz des VfB aus Stadion Aktuell 2010/11 17 Als er die Nachricht von der Berufung in die Nationalmannschaft erhalten hatte, war er ganz in seinem Element, der gewitzte Defensivkünstler des VfB Stuttgart Ernst „Wenzel“ Blum. Im Vereinslokal auf dem Cannstatter Wasen, ging er von Tisch zu Tisch und fragte, mit schrägem und leicht nach vorne gebeugtem Kopf, den Angesprochenen wie zu einem vertraulichen Gespräch beiseite nehmend, halblaut, aber vernehmlich: „Kennen Sie Blum?“ Natürlich kannten alle Blum! Wenn Bilder sprechen: Betrachtet man Mannschaftsfotos aus den frühen 1920er Jahren, dann fällt einem der Blonde mit der sichtbaren Leichtigkeit auf. Vorn in der Mitte steht er meist, stemmt die Arme in die Hüfte und ragt hervor, da er mit breiter Brust ein wenig vor seinen Mannschaftskameraden steht. Der Blick des Betrachters wird auf ihn gelenkt. „Wenzel“ war keiner für die zweite Reihe, er war ein „Vorangeher“, ein besonderer Akteur, wie ihn sich Trainer wünschen, mit der angeborenen trickreichen, agilen, wieselflinken Art, das Spiel anzunehmen. Und auch, weil er eine tiefe Verbundenheit zum Verein besaß. Blum, Jahrgang 1904, entsprang der eigenen Jugend des VfB, glänzte zwischendurch als spritziger Sprinter, robuster Rugbyspieler und eben als fabelhafter Fußballer. Ein Allrounder wie sein Freund Richard Schauffele. Einzigartig, diese Freundschaft, bei der sich die Gegensätze anzogen: hier der kleine Blum, dort der Riese Schauffele, von der Jugend an Partner auf dem Feld. „Meinem lieben Molly“, schrieb Wenzel neben einem gemeinsamen Bild ins Fotoalbum. Mit 18 Jahren wurde Blum Stammspieler der Liga-Elf, 1926 Württembergisch-Badischer Meister und zählte jahrelang zu den Leistungs- und Hoffnungsträgern. Nach der Meisterschaft ließ der nächste Schritt nicht auf sich warten: am 2. Oktober 1927, wurde Blum in der DFB-Auswahl von Trainer Dr. Nerz beim Länderspiel in Dänemark aufgestellt. Das Spiel endete 3:1 für die Gastgeber. Sicherlich hätte sich der junge „Wenzel“ ein anderes Ergebnis gewünscht, dennoch war es ein unvergessliches Abenteuer für den wackeren Schwaben und ein Erfolg auch für seinen Verein: Ernst Blum war der erste aus der Jugend hervorgegangene VfB-Fußballer, der das Trikot der Nationalmannschaft trug. Die Talentförderung auf dem Wasen trug schönste Früchte. Trotz all der sportlichen Erfolge und der Beliebtheit seines Sohnes zeigte sich der Vater wenig begeistert von dessen fußballerischen Ambitionen. Da mochten die Zeitungen noch so viel schreiben, bis zuletzt hat der Vater nie bei einem Spiel seines berühmten Sprösslings zugeschaut. Doch Blum wäre nicht Blum gewesen, wenn er den Vater nicht auf andere Weise zu beeindrucken gewusst hätte. So zum Beispiel mit seinem Wasser- und Tiefbaustudium. Oder später im Beruf als Ingenieur und Oberamtsrat. Bis 1935 mischte Blum als Aktiver auf dem Rasen mit. Danach tauschte er das runde Leder gegen das Rugby-Ei, blieb dem VfB jedoch erhalten. Der gesellige „Wenzel“ Blum war stets zu Gast im Stadion und verfolgte die Spiele seines Vereins. In den 1970er Jahren stellte sich Ernst Blum schließlich als Ehrenrat zur Verfügung, bis zuletzt war er treues Mitglied der Garde. Ernst Blum starb am 17. Mai 1980. Fußball mit Herz und Leib und Seele, so könnte man die Karriere dieses Ausnahmefußballers überschreiben, es war die Art, den Grundstein zu legen, um den VfB aus dem Durchschnitt heraus zur heutigen Größe zu bringen.
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