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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.       11. Jahrgang

 
 
 


 
    
  Erfolge als Spieler beim VfB Stuttgart
 
Weltmeisterschaft 1x Sieger  1990 mit Deutschland
Weltmeisterschaft 1x 2. Platz  1986 mit Deutschland
Europapokal der Pokalsieger:  1x 2. Platz  1997/1998 mit VfB Stuttgart
DFB-Pokal 1x Sieger  1996/1997 mit VfB Stuttgart
Ligapokal 2x 2. Platz  1997 und 1998 mit VfB Stuttgart
Bundesliga 2x 4. Platz  1996/1997 und 1997/1998 mit VfB Stuttgart
     
  Länderspiele während der Zeit beim VfB Stuttgart
 
 Jahr   Land   Position   Spiele   Tore   Karten 
 1985   Deutschland      9   1   — 
 1986   Deutschland       12   0 
1
 1987   Deutschland       2   0   — 
 1988   Deutschland       5   0   — 
 1989   Deutschland       3   0   — 
 1990   Deutschland       15   0   — 
 1991   Deutschland       3   0 
1
    Deutschland          0 
1
 Summe         62   1 
1 2
     
  Vereinskarriere beim VfB Stuttgart:
 
 Liga   Saison   Verein   Position   Spiele   Tore   Karten 
 Bundesliga   1993/1994   VfB Stuttgart   Abwehr   31   0 
1 1
 Bundesliga   1994/1995   VfB Stuttgart   Abwehr   29   1 
1
 Bundesliga   1995/1996   VfB Stuttgart   Abwehr   27   0   — 
 Bundesliga   1996/1997   VfB Stuttgart   Abwehr   28   2 
1
 Bundesliga   1997/1998   VfB Stuttgart   Abwehr   31   1   — 
 Bundesliga   1998/1999   VfB Stuttgart   Abwehr   22   0   — 
 Bundesliga   1999/2000   VfB Stuttgart   Abwehr   23   0   — 
     

 

 

 

Geschichte / Sonstiges

Thomas Berthold (* 12. November 1964 in Hanau) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Thomas Berthold spielte in der Fußball-Bundesliga als Abwehrspieler in 322 Spielen (22 Tore) für Eintracht Frankfurt (1982-1987), Bayern München (1991-1993) und den VfB Stuttgart (1993-2000). In der Zeit von 1987 bis 1991 war er in Italien für Hellas Verona (1987-1989) und den AS Rom (1989-1991) aktiv. Vom 15. Januar 2001 bis zum Ende der Saison 2000/01 spielte er beim türkischen Club Adanaspor und beendete dort seine Karriere. Zuvor war er ein halbes Jahr vereinslos.

In der Nationalmannschaft spielte er von 1985 bis 1994 in 62 Länderspielen und erzielte einen Treffer. Er nahm an drei Fußballweltmeisterschaften und einer Fußballeuropameisterschaft teil und wurde bei der WM 1990 in Italien Fußballweltmeister. Die Anzahl Länderspiele ist vergleichsweise gering, wenn man bedenkt, dass er bei drei Weltmeisterschafts-Endrunden Stammspieler war und insgesamt 18 WM-Spiele absolvierte.

Nach Meinungsverschiedenheiten mit Trainer Erich Ribbeck wurde er in der Saison 1992/93 bei Bayern München vom Training freigestellt und erhielt von Bayern-Schatzmeister Kurt Hegerich die ironische Bezeichnung "Bestbezahlter deutscher Golfprofi nach Bernhard Langer".

Auf dem Fußballplatz war er als harter, aber technisch versierter Verteidiger bekannt. Zu Weltruhm brachte er es durch einen 60m Solo-Lauf während der Fußballweltmeisterschaft 1990, die er mit dem Weltmeistertitel krönen konnte. Bei der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko sah er im Viertelfinale gegen den Gastgeber nach einem Revanchefoul die Rote Karte, stand aber nach verbüßter Sperre im Endspiel gegen Argentinien wieder in der Startelf. Im Vorfeld der Weltmeisterschaft 1994 kehrte er nach fast dreijähriger Abwesenheit wieder in die Nationalmannschaft und bestritt bei der Endrunde in den USA sämtliche Partien von der ersten bis zur letzten Minute.

Berthold vertrat außerhalb des Platzes stets eine eigene Meinung. Dies führte auch dazu, dass er nach einem kritischen Interview im Spiegel, das er Ende 1994 gab, nicht mehr in die Nationalmannschaft berufen wurde.

Beim VfB Stuttgart, mit dem er den DFB-Pokal 1997 gewann, trägt er den vereinsinternen Rekord für die meisten Platzverweise - insgesamt wurde er fünf Mal des Feldes verwiesen.

Vom 1. Juli 2003 bis zum 14. März 2005 war Thomas Berthold Manager bei Fortuna Düsseldorf.

Seit einigen Jahren spielt er zusammen mit Karlheinz Förster, Guido Buchwald und weiteren Ex-Fußballprofis für die Schwaben Allstars und sammelt Spenden für die Mexiko-Hilfe bzw. das Straßenkinderprojekt Pan de Vida.


   Stadion Aktuell 13  03/04

03/2004

 

Boom mit Thomas Berthold bei
Fortuna Düsseldorf

 
 

Als er 1993 vom FC Bayern zum VfB Stuttgart wechselte, war die Skepsis der Schwaben groß. Schließlich eilte dem gebürtigen Hessen nach zwei Jahren bei den Bayern kein guter Ruf voraus. Doch seine Kritiker verstummten schnell, denn Thomas Berthold zeigte, dass er trotz des unrühmlichen Intermezzos bei Bayern vor allem eines ist: ein Weltklasseverteidiger. Schließlich wurde der 62-malige Nationalspieler nicht umsonst 1986 in Mexiko, wo er grandios aufspielte, an der Seite von Felix Magath Vize- und 1990 in seiner damaligen fußballerischen Heimat Rom gar Weltmeister. Insgesamt 191 Mal trug Berthold in seinen sieben Jahren beim VfB das Trikot der Roten mit der Rückennummer 4 und krönte seine Laufbahn im Schwäbischen mit dem Gewinn des DFB-Pokals 1997 und mit der Teilnahme am Endspiel des Europapokals der Pokalsieger 1998. 

 

Nach seinem Abschied 2000 spielte er noch eine Saison in der Türkei bei Adanaspor, bevor er vor drei Jahren seine Fußballschuhe an den Nagel hängte.In ein Loch ist der inzwischen 39-Jährige nach seiner aktiven Laufbahn nicht gefallen. Inzwischen lebt er mit seiner Familie in Düsseldorf und betreut für die Walter Bau AG, die auch für die Stadionumbauten in Berlin und Frankfurt verantwortlich zeichnet, den Umbau des Rheinstadions in die Arena Düsseldorf. In dieser Funktion lernte Berthold auch die Verantwortlichen von Fortuna Düsseldorf kennen und schnell entstand auf beiden Seiten der Wunsch, enger zusammen zu arbeiten. Seit letzten Sommer ist der gebürtige Frankfurter offizieller Sportmanager der Fortuna 1895 Düsseldorf. „Mitte Juni kam der Kontakt zustande, Planungszeit gab es überhaupt nicht, und ich kannte weder die Mannschaft noch das Umfeld. Da bin ich dann eben ins kalte Wasser gesprungen”, so Berthold. Inzwischen dürfte das Wasser ein wenig wärmer sein, denn die Fortuna, bei der mit Michael Zeyer ein weiterer Ex-VfB`ler die Kapitänsbinde trägt, führt überlegen die Oberliga Niederrhein an. Der Aufstieg in die Regionalliga sollte somit im Sommer eigentlich gelingen. Doch Berthold denkt schon weiter, schließlich soll die Fortuna möglichst bald in der 2004 fertiggestellten 51.000 Zuschauer fassenden Arena spielen. „Wir wollen in spätestens drei Jahren in der zweiten Bundesliga sein”, so der Fortuna-Manager. Dass mit Berthold ein frischer Wind durch die Fortuna weht, hat sich schnell herumgesprochen in der von großem Fußball nicht gerade verwöhnten Rheinmetropole. So kommen inzwischen 6.000 Zuschauer im Schnitt zu den Heimspielen. Auswärts sind die Fortuna-Fans sowieso immer in der Überzahl. Auch dank Manager Thomas Berthold wird die Fortuna in Düsseldorf nicht nur wieder wahrgenommen, sondern ist auf dem besten Weg zum Kultclub. Für eine Zukunft im bezahlten Fußball scheint auch angesichts des Stadionneubaus alles gerichtet zu sein.

 

Boss mit Krimsekt geduscht

„Kalinka, Kalinka" sang eine russische Folkloregruppe. Die Spieler sangen und klatschten begeistert mit. Ausgelassen feierte der VfB am 17. April 1998 im Moskauer Hotel „Olympic Penta" den Einzug ins Pokalfinale der europäischen Pokalsieger nach einem 1:0-Sieg bei Lokomotive Moskau.

Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder kam verspätet zum Bankett, als das Buffet längst eröffnet war. Er musste erst ausgiebig duschen. Grund: Mitten im ARDInterview mit Waldemar („Waldi") Hartmann unmittelbar nach dem Schlusspfiff hatte ihn Thomas Berthold vor einem Millionenpublikum an den Bildschirmen mit einer Pulle Sekt übergossen.

MV nahm's mit Humor. In seiner Tischrede sagte er: „Ich erteilte Thomas Berthold die Genehmigung, dass er eine Flasche Champagner über mich ausleeren darf, wenn wir das Endspiel gewinnen. Champagner hat im Gegensatz zum klebrigen Krimsekt den Vorteil, dass er trocken ist." Doch dazu kam es nicht. Der VfB verlor das Finale von Stockholm gegen Chelsea London unglücklich mit 0:1.

     
   
     
   
     
   
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