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Magazin für Tradition, Mythos und Kultur
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  unabhängige Vereinspage über die Profimannschaft des VfB Stuttgart 1893 e.V.       11. Jahrgang

 
 
 


 
    
  Erfolge als Spieler beim VfB Stuttgart
  Bundesliga: 1 x Platz 3  2009mit VfB Stuttgart
     
  Länderspiele während der Zeit beim VfB Stuttgart
 
Jahr Nation Position   Spiele Tore   Gelb G/R Rot
2007 Türkei Mittelfeld   1 0   1 0 0
     
  Vereinskarriere beim VfB Stuttgart:
 
Liga Saison Verein Position Spiele Tore Vorl.   Gelb G/R Rot  
Bundesliga 2007/2008 VfB Stuttgart Mittelfeld   26 4 2   2 0 0  
Bundesliga 2008/2009 VfB Stuttgart Mittelfeld 4 0 0 0 0 0  
Bundesliga 2009/2010 VfB Stuttgart Mittelfeld 1 0 0 0 0 0 bis 27.01 2010
     



Geschichte / Sonstiges
Bundesliga, 28.05.2007 / VfB Homepage
Bastürk wechselt zum VfB

Der VfB verpflichtete Mittelfeldspieler Yildiray Bastürk vom Bundesligakonkurrenten Hertha BSC Berlin. Der 45-malige türkische A-Nationalspieler einigte sich mit dem VfB Stuttgart auf einen Dreijahresvertrag plus Option auf eine Verlängerung. Bastürk ist 28 Jahre alt, 1,68 Meter groß und absolvierte bislang 218 Bundesliga- und 40 Champions League Spiele. Der in Herne/Westfalen geborene Rechtsfuß war vor seinem Engagement bei Hertha BSC unter anderem für Bayer 04 Leverkusen, den VfL Bochum und die SG Wattenscheid 09 aktiv und wird beim VfB künftig das Trikot mit der Rückennummer 10 tragen.

"Wir freuen uns, dass sich Yildiray Bastürk für uns entschieden hat", so VfB-Teammanager Horst Heldt, "ihm lagen mehrere Angebote aus dem In- und Ausland vor. Yildiray wollte aber unbedingt zu uns wechseln. Durch seine Verpflichtung können wir die Qualität unseres Kaders weiter erhöhen, was insbesondere im Hinblick auf die anstehende Zusatzbelastung durch die Spiele in der UEFA Champions League von großer Bedeutung ist."

VfB-Cheftrainer Armin Veh bezeichnete Yildiray Bastürk als einen "international erfahrenen Spieler, der im Mittelfeld flexibel einsetzbar ist und in seinen bisherigen Vereinen zu den absoluten Führungsfiguren gezählt hat. Er stand im Champions League Finale, hat an einer WM-Endrunde teilgenommen und darüber hinaus in den vergangenen Jahren in der Bundesliga eindrucksvoll seine Klasse unter Beweis gestellt. Er war unser absoluter Wunschspieler und ich bin davon überzeugt, dass er sich sehr schnell in unserer Mannschaft zu Recht finden wird."

Yildiray Bastürk selbst sagte zu seinem Wechsel nach Stuttgart: "Ich freue mich auf Stuttgart, den VfB und vor allem natürlich auf die neue Saison mit den Spielen in der Champions League. Ich hoffe, dass die kommende Saison genauso erfolgreich für den VfB wird, wie es die abgelaufene Runde war. Dazu will ich einen möglichst großen Beitrag leisten, national wie international."


Die leise Nummer 10

11.07.2007

Yildiray Bastürk ist zum VfB gekommen, um Verantwortung zu übernehmen - Dennoch begleitet den Spielmacher Skepsis

Von Carlos Ubina

Stuttgart - Es war nicht viel von ihm zu sehen oder zu hören in der vergangenen Saison. Das lag zum einen daran, dass Yildiray Bastürk seine Spielkunst verletzungsbedingt nur in 19 Bundesliga-Partien zeigen konnte. Zum anderen bevorzugt der Neuzugang des VfB Stuttgart die leisen Töne. Der 28-Jährige flüstert fast, wenn er über seine Ambitionen beim deutschen Fußballmeister redet. „Ich denke, dass ich hier viel erreichen kann“, sagt Bastürk. Es wird aber auch viel von dem türkischen Nationalspieler erwartet.

Er kommt als Spielmacher. Begleitet wird er aber von einiger Skepsis, da er bei Hertha BSC zuletzt oft ausfiel. „Ich hatte viele kleine Verletzungen“, erzählt Bastürk. Sein Ehrgeiz und sein Anspruch, der schwächelnden Berliner Mannschaft helfen zu wollen, haben ihn dann zu oft zu früh wieder anfangen lassen. So fand Bastürk weder Form noch Rhythmus. In den sechs Wochen Vorbereitungszeit beim VfB soll beides wieder erarbeitet werden. Beim Lauftrainingslager in Donaueschingen musste sich der 1,68 Meter kleine Ili, wie er genannt wird, aber erst an die neuen Methoden und Belastungen gewöhnen. „Hier wird viel Krafttraining gemacht“, so Bastürk. Jetzt geht es zum zweiten Trainingscamp nach Österreich.

Zehn Jahre auf hohem Niveau
Das Spiel des in Herne geborenen Technikers lebt von seinen Dribblings und der Intuition, wohin der Ball gespielt werden muss. Zu Hochzeiten bei Hertha war Marcelinho für das Spektakel zuständig, Bastürk verlieh dem Spiel Struktur. Zuvor bildete der Neu-Stuttgarter mit Michael Ballack bei Bayer Leverkusen ein starkes Tandem in der Zentrale. Ballack erzielte viele Tore, Bastürk sorgte für die Überraschungsmomente in der Offensive. Gemeinsam dirigierten sie die Leverkusener 2002 zu drei zweiten Plätzen: Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal.

„Yildiray spielt schon zehn Jahre lang in der Bundesliga und das auf hohem Niveau“, sagt Armin Veh. Der VfB-Trainer weiß, dass ein Profi wie Bastürk den Unterschied ausmachen kann. Eine Finte, ein Pass, ein Tor. Und schon bekommt die Partie eine Wendung. „Er verfügt über die Qualität, die uns ein Stück weiter bringt“, sagt Veh, der vorzugsweise im 4-4-2-System mit Mittelfeldraute spielen lässt.

So wie Pavel Pardo als Scharnier zwischen Mittelfeld und Abwehr fungiert, soll Bastürk diese Funktion zwischen Mittelfeld und Angriff ausfüllen. Eine Position, auf die viele Trainer im modernen Fußball verzichten, da sie es als Luxus betrachten. Auch bei den Stuttgartern lief es in der Meistersaison ohne klassischen Spielmacher. Erst füllte Antonio da Silva die Rolle mit Geschick aus, später Sami Khedira mit Dynamik und Zweikampfstärke. „Der VfB war sehr flexibel, aber das kommt mir zugute“, sagt Bastürk.

Der Mann mit der Nummer 10 bei den Schwaben kann aber nicht nur schön spielen, sondern auch giftig. Seine Hauptaufgaben sieht er zunächst darin, sich in eine funktionierende Einheit einzufügen und Verantwortung zu übernehmen. „Kein Spieler ist besser als die Mannschaft“, sagt Bastürk.

Sollte er die richtige Mischung aus Magie und Mannschaftsdienlichkeit finden, könnte Stuttgart - so glauben einige - nur als Sprungbrett dienen. Der „Bild“-Zeitung wurden Auszüge aus Bastürks Vertrag mit dem VfB zugespielt. Darin ist eine Ausstiegsklausel für acht europäische Topclubs verankert. „Ich habe hier einen Dreijahresvertrag mit beidseitiger Option unterschrieben und wer mich kennt, weiß, dass ich meine Verträge immer erfüllt habe“, erklärt Bastürk dazu. Er sagt es leise, aber entschlossen.


Ein echter Straßenfußballer (Stadion Aktuell 07/08)

Das Ruhrgebiet in den achtziger Jahren. Noch sind die Industriestädte ergraut vom Rauch der Fabrikschornsteine und vom Kohlestaub. Yildiray Bastürks Heimatstadt Herne, die bei den Einheimischen bis heute noch den alten Ortsnamen Wanne-Eickel trägt, machte hier keine Ausnahme. Strahlkraft besaß damals einzig der Fußball – Spieler wie Michael Lameck, Bernhard Dietz oder später Michael Zorc wurden zu Idolen des Ruhrpotts. Und wenn auf den Bolzplätzen und auf den Hinterhöfen gegen den Ball getreten wurde, wollten sie alle so sein wie die Profis vom VfL Bochum, wie die Dortmunder oder die Königsblauen aus Gelsenkirchen. Schon von Klein auf war der Fußball auch ein zentraler Bestandteil im Leben von Yildiray Bastürk. Ob nach der Schule oder bei seinem Heimatclub Sportfreunde Wanne-Eickel, Fußball spielen war wichtig für den Sohn eines Bergmannes. „Ich bin noch einer der echten Straßenfußballer und habe oft auf den Hinterhöfen gekickt. Meist mit meinen Freunden und meinen Brüdern“, erzählt der feine Techniker. Die Bundesligakarriere für den Mann mit der Nummer zehn begann 1997 beim VfL Bochum. Auf Bochum folgte 2001 für Bastürk, der inzwischen zum türkischen Nationalspieler avancierte, der Wechsel zu Bayer 04 Leverkusen.

Nur eine Spielzeit darauf wurde der 1,69 m große Spielmacher zu einem der herausragenden Protagonisten in der Super-Saison von Bayer 04, an deren Ende zwar kein Titel für Leverkusen zu Buche stand, aber durch die beeindrukkenden Saisonleistungen mit der Vize-Meisterschaft, dem Erreichen des DFB-Pokal- und sogar des Champions League-Finales viel Prestige und Respekt gewonnen werden konnte. Im selben Jahr gelang Yildiray Bastürk zudem im Trikot der türkischen Nationalelf bei der WM in Japan und Südkorea mit dem dritten Platz eine echte Sensation. Aus dem damals erst 22-Jährigen war endgültig ein Leistungsträger und Aushängeschild der Bundesliga geworden. Dennoch hatte er sowohl in Leverkusen als auch in den darauffolgenden Spielzeiten bei Hertha BSC Berlin auch immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Besonders zwei Wadenbeinbrüche setzten ihn lange außer Gefecht. „Aber ich habe nie resigniert und mich immer wieder herangearbeitet“, betont der Mittelfeldspieler.

Auch in der aktuellen Hinserie hinderten muskuläre Verletzungen Yildiray Bastürk daran, über einen längeren Zeitraum seine Rolle als Taktgeber des VfB-Spiels zu übernehmen. Nach der Winterpause steigerte sich „Yili“, wie seine Mitspieler ihn rufen, von Spiel zu Spiel, was auch das Resultat des individuellen Aufbautrainings mit VfB-Physiotherapeut Gerhard Wörn war. „Diese Zusatzschichten mit Gerhard haben mir wirklich sehr geholfen“, sagt der Türke, der neben der türkischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Noch immer nutzt Bastürk regelmäßig die freien Tage, um mit Fitness- und Krafttraining Physis und Muskulatur zu stärken. Ansonsten entspannt er sich gerne zu Hause bei einem guten Buch und widmet seiner Familie und dem Freundeskreis viel Zeit. Überhaupt ist die Familie ein zentraler Punkt im Leben des 29-Jährigen. „Meine Familie gibt mir immer Kraft und sie war und ist mein großer Rückhalt, auch in schlechteren Zeiten“, betont Bastürk. „Aber auch mit Serdar Tasci, Arthur Boka und meinen anderen Teamkollegen unternehme ich oft etwas in der Freizeit“, sagt Bastürk, der ein leidenschaftlicher Kinogänger ist.

Nach gut einem dreiviertel Jahr in Stuttgart fühlt er sich von Tag zu Tag wohler in der Schwabenmetropole. „Ich habe mich inzwischen sehr gut eingelebt in Stuttgart und die Stadt gefällt mir wirklich gut. Vor allem gibt es hier viel Natur und es grünt überall, das gefällt mir besonders“, so Yildiray Bastürk, der aber nie darauf verzichten würde, an den freien Tagen auch regelmäßig gen Westen aufzubrechen und seine Eltern und Verwandten in Herne zu besuchen. „Wanne ist meine Heimat. Ich denke, dass ich irgendwann einmal wieder dorthin kehren werde“, sagt der Nordrhein-Westfale mit den türkischen Wurzeln.


Bundesliga, 27.01.2010
Vertrag aufgelöst (vfb.de)

Der bis Saisonende laufende Vertrag zwischen Yildiray Bastürk und dem VfB wurde vorzeitig aufgelöst, und Bastürk wechselt mit sofortiger Wirkung zum Premier League Club Blackburn Rovers. Der ehemalige türkische Nationalspieler absolvierte bereits die sportärztliche Untersuchung beim Tabellenzwölften der höchsten englischen Spielklasse.

Yildiray Bastürk war 31-mal für den VfB in der Bundesliga im Einsatz und erzielte vier Tore. International war der 31-Jährige, der im Sommer 2007 zum VfB kam, achtmal im Trikot mit dem roten Brustring am Ball, hinzu kamen vier DFB-Pokalspiele. In England startet der WM-Dritte von 2002 nun einen neuen Anlauf, nachdem er in dieser Saison nur ein Spiel in der Bundesliga absolvierte.



     
   
     
   
     
   
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