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Erfolge als Spieler beim
VfB Stuttgart |
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| Europameister: |
1× Europameister 1996 mit Deutschland |
| Deutscher Pokalsieger: |
1× Platz 2 mit VfB Stuttgart |
| Ligapokal: |
1× Platz 2 2005 mit VfB Stuttgart |
| Deutscher Meister: |
1× Deutscher Meister 2007 mit VfB Stuttgart |
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Länderspiele während der Zeit beim VfB Stuttgart |
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| Jahr |
Nation |
Position |
Spiele |
Tore |
Gelb |
G/R |
Rot |
| 1995 |
Deutschland |
Abwehr |
10 |
1 |
2 |
0 |
0 |
| 1996 |
Deutschland |
Abwehr |
13 |
0 |
2 |
0 |
0 |
| 1997 |
Deutschland |
Abwehr |
3 |
0 |
1 |
0 |
0 |
| 1998 |
Deutschland |
Abwehr |
10 |
0 |
2 |
0 |
0 |
| 1999 |
Deutschland |
Abwehr |
9 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 2000 |
Deutschland |
Abwehr |
6 |
0 |
1 |
0 |
0 |
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Summe: |
51 |
1 |
8 |
0 |
0 |
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Vereinskarriere beim VfB
Stuttgart: |
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| Liga |
Saison |
Verein |
Position |
Spiele |
Tore |
Vorl. |
Gelb |
G/R |
Rot |
| Bundesliga |
2004/2005 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
32 |
2 |
1 |
7 |
0 |
0 |
| Bundesliga |
2005/2006 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
12 |
0 |
0 |
1 |
0 |
0 |
| Bundesliga |
2006/2007 |
VfB Stuttgart |
Abwehr |
2 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| |
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Summe |
46 |
2 |
1 |
8 |
0 |
0 |
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Geschichte / Sonstiges
Markus Babbel im Portrait (Stadion Aktuell August
2004)
Markus Babbel ist derzeit ein sehr gefragter Gesprächspartner, denn sowohl
mit dem neuen VfB-Trainer Matthias Sammer als auch mit Neu-Nationaltrainer
Jürgen Klinsmann hat der gebürtige Münchner in seiner Karriere bereits
zusammen gespielt und mit ihnen gemeinsam 1996 die Europameisterschaft
gewonnen. Der Blick des Mannes mit der Trikotnummer fünf richtet sich aber
in erster Linie auf die anstehenden Aufgaben: „Im Fußball ist es sehr
wichtig, dass man sich zu allererst auf die Gegenwart konzentriert und in
jedem Spiel versucht, seine bestmögliche Leistung abzurufen.
Die
Vergangenheit muss man dabei möglichst ausblenden.“ Das Fußballspielen
gelernt hat Markus Babbel beim TSV Gilching, die ersten Erfolge feierte
er in den Jugendteams des FC Bayern. Nach zwei Lehrjahren in der
Bundesliga beim Hamburger SV kehrte Babbel in den Süden und war
sechs Jahre eine feste Größe in der Abwehr des Rekordmeisters, bevor der
britische Fußball und mit dem FC Liverpool ein Stück Fußballgeschichte
lockte. „Die Stimmung in den englischen Stadien ist absolut
faszinierend.
Alle Zuschauer, egal ob jung oder alt, unterstützen
ihr Team 90 Minuten und veranstalten in den engen Stadien eine echte
Gänsehaut-Atmosphäre“, so Babbel, der den Schritt auf die Insel nie
bereut hat. „Die Zeit im Ausland hat mich sowohl sportlich als auch
menschlich enorm weitergebracht und war insgesamt eine tolle Erfahrung.“
Auch einer einjährigen Zwangspause, die Markus Babbel wegen des
Guillan-Barré-Syndroms während seiner Zeit beim FC Liverpool einlegen
musste, gewinnt der dreifache Familienvater im Rückblick positive Seiten
ab. „Nach einer so schweren Erkrankung sieht man vieles gelassener und
geht die Dinge insgesamt ruhiger an.“ Alle Zweifler, die nach der langen
Pause an seiner körperlichen Fitness zweifeln, kann Markus Babbel
beruhigen. „In der vergangenen Saison habe ich bei den Blackburn Rovers
in der Premier League bewiesen, dass ich wieder voll auf der Höhe bin.
Jetzt haben wir beim VfB eine intensive Vorbereitung absolviert und ich
freue mich auf meine Rückkehr in die Bundesliga. Ich bin hoch motiviert,
mit dem VfB eine erfolgreiche Saison zu spielen und in allen Wettbewerben
möglichst lange im Rennen zu bleiben.“ Einen großen Vorteil hat der
Wechsel nach Stuttgart schon jetzt gebracht: „Die Landschaft in und um
Stuttgart gefällt mir sehr gut, dazu scheint häufig die Sonne. In
Liverpool musste man die grünen Ecken in der Stadt schon fast mit der Lupe
suchen.“
Eine große Karriere geht zu Ende (Stadion
Aktuell 15/2007)
Wenn am 19. Mai dieses Jahres um 17.15 Uhr die 43.
Bundesligasaison abgepfiffen wird, endet gleichzeitig auch eine der
großen
Karrieren des deutschen Fußballs. Vor sechzehn Jahren tauchte der Name
Markus Babbel erstmals auf einem Spielberichtsbogen der höchsten
deutschen Spielklasse auf. Im Trikot des FC Bayern lief der gebürtige
Münchner an der Seite von Mitspielern wie Hans Pflügler, Olaf Thon und
Raimond Aumann ins vollbesetzte Bremer Weserstadion ein, auf der
Gegenseite trugen die heutigen Macher der Norddeutschen, Klaus Allofs
und Thomas Schaaf, das grün-weiße Werder- Trikot. Das ewig junge
Nord-Süd-Derby war der Startschuss für eine 16-jährige Profilaufbahn,
während der Markus Babbel nahezu alle Facetten des Geschäfts kennen
lernen und eine fast unglaubliche Anzahl an Titeln und Pokalen gewinnen
sollte. Drei Deutsche Meisterschaften stehen ebenso zu Buche wie zwei
Triumphe im DFB-Pokal und der dreimalige Gewinn des Ligapokals. Auch den
UEFAPokal konnte der Defensivspezialist zweimal in den Himmel recken,
dazu kommen der UEFA-Supercup, der englische FA-Cup und der FA Community
Shield.
Der Europameistertitel 1996 mit der
Nationalmannschaft rundet eine Titelsammlung ab, von der die meisten
anderen Fußballer nur träumen können. Natürlich blieben im Laufe der
Jahre aber auch bittere Niederlagen nicht aus. Unvergessen in diesem
Zusammenhang ist mit Sicherheit das Finale der UEFA Champions League
1999 zwischen Bayern München und Manchester United. Wie seine
Mannschaftskollegen hatte auch Markus Babbel gedanklich schon eine Hand
am Pokal, als das in der Presse als „Mutter aller Niederlagen“
bezeichnete Drama seinen Lauf nahm und die Engländer das Spiel innerhalb
von zwei Minuten drehten.
„Das war natürlich wie ein Keulenschlag für uns, in den Minuten nach dem
Spiel war eine unglaubliche Leere zu spüren und wir waren sprichwörtlich
am Boden zerstört“, erinnert sich Markus Babbel. „Doch entscheidend ist
in solchen Situationen, dass man wieder aufsteht und mit neuem Mut die
nächsten Herausforderungen angeht.“ Diese Einstellung hat dem
Familienvater auch in der bislang schwersten Phase seines Lebens
geholfen. Wie aus heiterem Himmel erkrankte der Modellathlet während
seiner Zeit beim FC Liverpool am Guillain-Barré-Syndrom, einer
Nervenkrankheit, die Markus Babbel zeitweise an den Rollstuhl fesselte
und die Fortsetzung der Karriere mehr als fraglich erscheinen ließ. Doch
der damals 29-Jährige ließ sich nicht entmutigen, nahm den Kampf gegen
diese zugleich seltene wie heimtückische Krankheit auf und feierte ein
viel umjubeltes Comeback.
Der Zeit im Mutterland des Fußballs folgte 2004 die
Rückkehr in die Bundesliga, der damalige VfB-Trainer Matthias Sammer
holte seinen ehemaligen Weggefährten aus der Nationalmannschaft auf den
Wasen und Markus Babbel entwickelte sich im Trikot mit dem Brustring
schnell zum Führungsspieler. Mittlerweile sind die Einsätze seltener
geworden, „die Jahre sind auch an mir nicht spurlos vorüber gegangen und
die Jungen drängen mit Macht nach vorne“, so der Routinier, der seine
Karriere „zufrieden und ohne Wehmut“ beendet. Nach der Sommerpause wird
dann für den inzwischen 35-Jährigen als Mitglied des VfB-Trainerteams
ein neuer Lebensabschnitt beginnen und es wäre dem sympathischen Bayern
zu gönnen, dass die Trainerkarriere ähnlich erfolgreich verlaufen wird
wie die Zeit als Spieler. Alternativ wäre sicherlich auch die
Modebranche ein geeignetes Betätigungsfeld. Beim Fotoshooting mit
Fotograf Maks Richter im Stuttgarter »abseits« bewies Markus Babbel
echte Modelqualitäten.
Markus Babbel über.... ... seinen größten Sieg:
„Die Meisterschaft 2000 war ein überragendes Erlebnis. Wir waren vor dem
letzen Spieltag Zweiter und Spitzenreiter Bayer Leverkusen hätte ein
Punkt in Unterhaching gereicht, um die Meisterschaft perfekt zu machen.
Doch die Leverkusener patzten und wir konnten sie auf der Zielgeraden
noch abfangen. Ein Riesengefühl, zumal ich mich dadurch mit dem
Meistertitel nach Liverpool verabschieden konnte.“
...
die bitterste Niederlage: „Die Niederlage im Champions League
Endspiel 1999 gegen Manchester United mit zwei Gegentoren kurz vor
Spielende war eine ganz üble Angelegenheit. Und auch eine Niederlage in
der Jugend ist mir bis heute in schlechter Erinnerung geblieben. Mit
einer klasse besetzten Mannschaft unterlagen wir den Altersgenossen vom
VfB im Kampf um die Deutsche Meisterschaft.“
... die Europameisterschaft 1996: „Wir hatten
damals mit Sicherheit nicht die beste Mannschaft, dafür aber einen super
Teamgeist und mit Matthias Sammer und Jürgen Klinsmann zwei echte Leader
in der Truppe. Ich war damals noch ein junger Spieler und habe erst
später realisiert, was wir da eigentlich erreicht haben. Im Augenblick
der Siegerehrung war mir das noch nicht richtig bewusst.“
... you’ll never walk alone: „Für mich der
Fußballsong überhaupt. Bei den Heimspielen des FC Liverpool an der
Anfield Road hat nahezu jeder im Stadion mitgesungen. Das war eine echte
Gänsehaut-Atmosphäre, die einem vor dem Spiel den letzten Kick gegeben
hat.“ ... den VfB: „Ich musste nicht lange
überlegen, als die Anfrage aus Stuttgart kam. Der VfB ist ein echter
Traditionsverein mit tollen Fans und einem sensationellen Umfeld. Wir
haben eine super Truppe zusammen und ich hoffe, dass wir die Saison
erfolgreich beenden werden. Ab der kommenden Spielzeit will ich als
Mitglied des Trainerteams meinen Teil dazu beitragen, dass der VfB
dauerhaft erfolgreich ist.“
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