"Das Traumduo" (Buch Mit dem Ring auf der Brust", zu bestellen im VfB Sport-Shop ) Armin Veh und Horst Heldt Es war das Bild des Abends. Während sich die Stuttgarter Pokalhelden nach ihrem Halbfinaltriumph in Wolfsburg von den mitgereisten Fans verabschiedeten, verließen Armin Veh und Horst Heldt Arm in Arm und voller Stolz das Spielfeld. Der VfB stand im Pokalfinale, und egal, was nun noch kommen würde, sie hatten ein Wunder vollbracht. Aus einem lustlosen Haufen egozentrischer Alibi-Fußballer war eine verschworene Gemeinschaft geworden, die nicht nur erfolgreich Fußball spielte, sondern die vor allem Fußball „lebte".
Der unerwartete Aufschwung war einem Duo zu verdanken, das aus der Not geboren war. Horst Heldt hatte im Januar 2006 das Trikot mit dem Anzug getauscht und war vom Mittelfeldspieler zum Teammanager geworden. Wenige Wochen später hatte er „Maestro" Trapattoni entlassen müssen und sich an einen Trainerpraktikanten aus weit zurückliegenden 1860-er Tagen erinnert: Armin Veh. Dessen Engagement war vom Aufsichtsratvorsitzenden Dr. Hundt harsch als „Übergangslösung" bezeichnet worden und schien nach dem 0:3-Auftakt gegen Nürnberg exakt das zu sein. Der 3:2-Sieg in Bremen ließ die Veh-Skeptiker erstmals verstummen, und als der VfB plötzlich von Sieg zu Sieg eilte, wurde aus einer „Notlösung" rasch ein Traumduo. Neben ihrer glänzenden Transferpolitik (kein Flop, Abgabe der „Problemfälle" Ljuboja und Tomasson) sowie der branchenunüblichen Bescheidenheit zeichnete sich das Duo durch ein hohes Maß an Menschlichkeit aus. Trainer Veh mit seiner sympathischen Marotte, sich vor Spielen nicht zu rasieren und stets denselben grauen Anzug zu tragen, stand Manager Heldt als spitzbübischer Junge von nebenan gegenüber, der erfrischende Fröhlichkeit versprühte. Kein Wunder, dass die Presse von „Zauber-Veh" und „Titel-Heldt" schwärmte. |